Erfahrungsbericht zur Remeha eVita

  • Dieses Thema könnte ich auch in einen anderen Thread eintragen, aber ich finde es gehört auch in meinen Erfahrungsbericht.
    Beim Thema Steuern und Finanzamt hält sich das ganze Forum sehr bedeckt wie ich finde. Ich bin auch im photovoltaikforum angemeldet und da geht man mit dem Thema wesentlich offener um. Man diskutiert und streitet sich um diverse Auffassungen, bekommt aber auch viele Informationen und Tipps wie man in welcher Situation verfahren kann. Deswegen versuche ich dieses Thema jetzt mal anzufangen. Vielleicht machen ja ein paar mit.


    Ich betreibe mein BHKW als Unternehmer (aus steuerlicher Sicht) und optiere nicht zur Kleinunternehmer Regelung. Ich habe mich dabei nicht von der möglichen Umsatzsteuer Rückerstattung blenden lassen, sondern vorher schon kalkuliert und denke ich fahre mit dieser Variante ein klein wenig besser. Nicht viel, aber ein bischen. Zudem kommt das ich zusätzlich noch eine PV habe und deshalb sowieso schon ein Unternehmerische Tätigkeit zu verwalten habe.


    Bisher melde ich meine Zählerstände per Rechnung quartalsweise meinem EVU und dieser stellt mir eine Gutschrift für die gesamten geleisteten BHKW-kWh's aus mit Zahlung auf mein Konto (inklusive dem KWK-Bonus) und für den selbst verbrauchten Strom stellt mir mein EVU eine Rechnung aus, die ich zu bezahlen habe.


    Zuerst der erzeugte Strom
    1.USt
    Die vom EVU bezahlten Rechnungen werden incl. Umsatzsteuer überwiesen und auch in der Umsatzsteuervoranmeldung angegeben.
    Der vom EVU mir in Rechnung gestellte Eigenverbrauch (EV) wird nicht berücksichtigt, da privat.
    2. ESt
    Die vom EVU bezahlten Rechnungen werden incl. Umsatzsteuer als Einnahme angesetzt



    dann die Wärme
    1. USt
    Bisher ermittel ich die erzeugten kWh multipliziere sie mit 5,5 (spezifischer Wärmefaktor der eVita) und erhalte die erzeugte Wärme.
    Erzeugter Strom + erzeugte Wärme = gesamt erzeugte Energie (ich weiß dass das Quatsch ist!!)
    Durch das Verhältnis gesamte Energie zu erzeugte Wärme bekomme ich ein Verhältnis bzw. einen Prozentsatz was an Wärme (privat) und was an
    Strom (Unternehmen) abzurechnen ist. Jetzt muss ich die Selbstkosten ermittel. Afa + Betriebskosten (Gas) + Reparaturen/Wartung = Betriebskosten
    Von diesen berechne ich nur den Wärme Anteil und darauf die 19% Steuer die ich abführen muss.


    2. Est
    Dort berücksichtige ich bisher das was auch die USt schon ergeben hat.


    Aber wie sailor773 schon beschrieben hat gibt es jetzt einen neuen Erlass der für mich günstiger ist:


    BMF-Schreiben


    Wie macht Ihr das bisher ?


  • Der aktuelle Gas Verbrauch hat sich in den letzten Jahren bei ca. 40.000 kW/h eingependelt und der aktuelle Stromverbrauch bei ca. 6000 kW/h !!!
    Bei den Werten ist klar das ich was an der Effizienz verändern wollte.

    ? wie haben sich die Werte nun verändert?
    zum Positivem oder eher ein Mehrverbrauch, als vorher?


    40.000 kWh bedeuten rund 4.000 m3 Erdgas, analog rd. 4.000 euro im Einkauf, incl. Grundgebühren.
    Wieviel kann man mit der eVita von den 6.000 gekauften kWh-n kompensieren, wenn parallel zur Beheizung der Generator paar kWh macht?


    Kann man da rd. 1.500 kWh im Winter einsparen oder eher weniger?
    merci

  • Ich antworte mal mit einem Zitat aus diesem Thread:

    So, da bin ich wieder. Das erste Jahr ist vollbracht und mein Brummer hat nicht einmal Probleme gemacht.
    Er hat 2800 kWh erzeugt, wovon ich nur 600 kWh eingespeist habe. Es bleiben also noch 2200 kWh an Eigenverbrauch. Ist nicht soviel, aber war auch ein milder Winter.
    Da der Schalter, für das Unterdrücken des Zusatzbrenners, mittlerweile funktioniert, bin ich dieses Jahr sehr gespannt wie lange wir mit den 5,5 kW Wärme auskommen. Auch die Abrechnung ist fast schon Routine und geht eigentlich mit überschaubarem Aufwand.

    Mein Gasvernrauch ist auf 32000 kWh runter gegangen, war aber auch ein warmer Winter.

  • Ich antworte mal mit einem Zitat aus diesem Thread:

    Mein Gasvernrauch ist auf 32000 kWh runter gegangen, war aber auch ein warmer Winter.


    da ist doch aber zu "Vorher" nicht viel ein gespart, bezogen auf Invest-Verhältnis zur "Ersparnis".


    Teure Anlage, ...aber kaum Ersparnis.
    Sind immer noch 320 euro Gaskosten pro Monat.


    Die Brötje-Gastherme 28kw kommt im Sommer pro Tag mit 2 euro aus und puffert
    2000 Speicher zu 50%.
    Im Winter langen 12 m3 Buchenholz im Fröling-Kessel. Kostet im Einkauf: Kostet 780 euro im Einkauf. Gesamt: 1.140 euro, f. 350 m2 Fläche.


    ...gespart ist da nicht mehr viel, wenn ich knapp 32000 kWh






    ?
    wie hoch ist denn die Strom-Reduktion durch den integrierten Generator zur Vorher = 6000 kWh Strom-Verbrauch?
    Danke

  • Ich habe Deine Kalkulation nicht ganz nachvollziehen können:

    40.000 kWh bedeuten rund 4.000 m3 Erdgas, analog rd. 4.000 euro im Einkauf, incl. Grundgebühren.

    40.000kWh Gas * 5,0 ct/kWh = 2000€ bei mir.
    Ich bin auch nie davon ausgegangen Gas sparen zu können, sondern ich wollte bei gleichem Verbrauch Strom erzeugen und selbst verbrauchen.
    Selbst verbrauchter Strom(Einsparung): 2200kWh * 23,03ct/kWh = 507€ !!!


    In wie weit es sich rechnet kann und will ich hier nicht mehr diskutieren. Dafür müsste ich neben den ganzen Werten auch meinen aktuellen Steuersatz kundtun. Nur so nebenbei, ich habe knapp 5000€ an Förderungen dafür bekommen....


    Wer will, der will. Wer nicht will, soll es sein lassen.....
    Ich bekomme keine Provision ....


  • wo gibt es denn bittschön noch Strom f. 23,03 Euro-Zent p. kWh?
    Gut, dann sparrt man sich die nächsten 10 Jahre gut > 5070 euro, auf 20 Jahre gut 10.140 euro, excl. Dynamik v. > 4%


    Glaube aber weniger, dass der Stirling rd. 10 oder gar 15 Jahre hält? Dann kann man den erwirtschafteten Stromumsatz per
    überteuerten Motortausch negieren, bzw. gegen 0 rechnen. Ist halt ein Kompensationsgeschäft.


    Gut ist ja mal, dass es pragmatische Zahlen dafür gibt - dann kann man zumindest mal vergleichen. Besten Dank mal.
    die Prospekte geben kaum Informationen her, auf der Herstellerseite - die homepage oder webpage ist dort fast für den A.....h,
    das kaum Nährwert für den Interessenten - leider

  • wo gibt es denn bittschön noch Strom f. 23,03 Euro-Zent p. kWh?

    Gibt's schon, wenn man sucht: Wir zahlen zum Beispiel als Privathaushalt 21,88 ct/kWh brutto, plus 7,35 €/Monat Grundgebühr (Montana Garant). Umgekehrt gilt natürlich: Je höher der Preis für Bezugsstrom, desto eher rechnet sich ein BHKW.

    Glaube aber weniger, dass der Stirling rd. 10 oder gar 15 Jahre hält? Dann kann man den erwirtschafteten Stromumsatz per
    überteuerten Motortausch negieren, bzw. gegen 0 rechnen. Ist halt ein Kompensationsgeschäft.

    DAS ist die eigentliche Frage. Angeblich sollen die Stirlinge 50-80.000 Betriebsstunden halten. Bei 4000 Betriebsstunden im Jahr (wie bei uns) wären das 12-20 Jahre, bei 3000h/a (wie anscheinend bei marcust) sogar 15-25 Jahre. Aber wissen kann das keiner, auch nicht die Hersteller. Ob dann der Motortausch "überteuert" wird oder nicht, hängt von der zukünftigen Politik der Hersteller ab. Klar ist: Eine Wirtschaftlichkeitsrechnung nach industriellen Maßstäben ist mit diesen Unsicherheiten nicht möglich. Ein BHKW hat eben immer auch Hobby-Charakter. Ich wollte jetzt etwas für die Energiewende tun; was in zehn oder zwanzig Jahren der Fall sein wird, muss man sehen (mittelfristig sind wir sowieso alle tot). Daher halte ich es mit marcust:

    Wer will, der will. Wer nicht will, soll es sein lassen.....

    Gruß, Sailor

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

  • Hallo!


    Habe mir gedacht ich schreib mal wieder was:
    Mein kleiner Stirling, der zwar von den meisten hier nicht für ernst genommen wird, läuft immer noch einwandfrei!
    Erzeugte Leistung seit Installation 5980kWh bei 6890 Betriebsstunden. Wartung bisher: KEINE!
    Lediglich der Brenner würde mal gereinigt. Hatte ich aber bereits geschrieben. Da sich der zweite Winter jetzt
    dem Ende neigt, traue ich mich das zu schreiben. Ich habe beim Strom einen EV von über 80%. Liegt sicher daran,dass
    er auch nur knapp 950 Watt erzeugt. Kurz gesagt, er passt halt auf unser Haus! :)
    Ich hoffe es bleibt so, werde aber auch wenn nicht darüber informieren


    Gruß
    marcust

  • So ein Erfahrungsbericht lebt ja davon, dass er über einen längeren Zeitraum geführt wird. Habe ja lange nichts mehr geschrieben, aber es ist eine ganze Menge passiert.
    Ich versuche das mal zeitlich in Ablauf zu bringen und fange mit dem ersten Problem an.
    Im August 2015 fiel mir auf, dass der Striling nicht mehr > 900 Watt leistete. Es war zwar keine Heizperiode, aber selbst beim "Wasser machen" kam er nicht mehr an die 900 Watt. Habe mir aber nichts dabei gedacht, zumal über den Zusatzbrenner ja immer die Leistung (Wärme) geliefert wurde. Erst Ende September Anfang Oktober war es dann eindeutig, der Stirling kam nicht mehr über 850 Watt. Ich habe dann über meinen Heizi eine Störmaldung bei Remeha aufmachen lassen. Der Service Techniker hat mir dann Recht gegeben und ein "Protokoll" mit PC gefahren und dieses zum Werk geschickt.
    Meine Befürchtung war, dass der Stirling schon schrott ist, immerhin waren schon gut 10.000 Betriebstunden auf der Uhr. Aber das Werk war sich sicher, dass der Wärmetauscher defekt war. Hat zwar fast eine Woche gedauert bis sich dann der Servicemitarbeiter gemeldet hatte, aber ich hatte ja auch noch Wärme. Der Wärmetauscher ist dann ausgetauscht worden (wie der Name schon sagt :) ) und der Brummer lief danach besser als je zuvor....
    Kosten: 0€


    Fortsetzung folgt ...


    Sorry, sollte in den alten Thread !!!!

    • So ein Erfahrungsbericht lebt ja davon, dass er über einen längeren Zeitraum geführt wird. Habe ja lange nichts mehr geschrieben, aber es ist eine ganze Menge passiert.
      Ich versuche das mal zeitlich in Ablauf zu bringen und fange mit dem ersten Problem an.
      Im August 2015 fiel mir auf, dass der Striling nicht mehr > 900 Watt leistete. Es war zwar keine Heizperiode, aber selbst beim "Wasser machen" kam er nicht mehr an die 900 Watt. Habe mir aber nichts dabei gedacht, zumal über den Zusatzbrenner ja immer die Leistung (Wärme) geliefert wurde. Erst Ende September Anfang Oktober war es dann eindeutig, der Stirling kam nicht mehr über 850 Watt. Ich habe dann über meinen Heizi eine Störmaldung bei Remeha aufmachen lassen. Der Service Techniker hat mir dann Recht gegeben und ein "Protokoll" mit PC gefahren und dieses zum Werk geschickt.
      Meine Befürchtung war, dass der Stirling schon schrott ist, immerhin waren schon gut 10.000 Betriebstunden auf der Uhr. Aber das Werk war sich sicher, dass der Wärmetauscher defekt war. Hat zwar fast eine Woche gedauert bis sich dann der Servicemitarbeiter gemeldet hatte, aber ich hatte ja auch noch Wärme. Der Wärmetauscher ist dann ausgetauscht worden (wie der Name schon sagt ) und der Brummer lief danach besser als je zuvor....
      Kosten: 0€


      Fortsetzung folgt ...

  • Es ist soweit. Nach 7 Jahren und 28500 Beriebsstunden hat er nun den Geist aufgegeben.

    Allerdings sind die Herren von Remeha bisher so selbstherrlich und finden eine Heizung für ca. 15.000€

    darf nach 7 Jahren unwiederbringlich den Geist aufgeben.

    Hat jemand bereits Erfahrung wie es jetzt weitergeht und etwas Kulanz erfahren ?

    Wäre für Infos Dankbar...

  • hat er nun den Geist aufgegeben.

    Schade...:(

    Hat jemand bereits Erfahrung wie es jetzt weitergeht und etwas Kulanz erfahren ?

    Bei Viessmann wurde in solchen Fällen eine Rücknahme des Gerätes zu vergleichsweise günstigen Bedingungen angeboten, wenn man dafür eine Vitovalor Brennstoffzelle kauft. Von Remeha habe ich bislang hier im Forum nichts dergleichen gehört. Immerhin bietet Remeha lt. Website auch ein Brennstoffzellen-Gerät an (Electa 300), das nach den technischen Daten vermutlich die gleiche Panasonic-BZ enthält wie die Vitovalor. Ob das Gerät gut ist weiß ich nicht: Hier im Forum gab es meines Wissens keine Beiträge dazu.

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)