Erfahrungsbericht zur Remeha eVita

  • Hallo zusammen !


    Auf der Suche nach geeigneten Informationen über BHKW's bin ich auch hier gelandet und finde die Seiten sehr hilfreich. Das einzige, was mir fehlt sind umfangreiche Erfahrungsberichte. Deswegen will ich es besser machen und hoffe mit meinem Berichten einigen weiteren Nutzern helfen zu können. (Der Sinn eines Forums ;) ).
    Erst mal zu den Rahmenbedingungen: ich besitze ein großes EFH (ca. 290m²) und habe bisher eine Gasheizung (kein Brennwert) die sowohl Fussbodenheizung, als auch konventionelle Radiatoren bedient. Das Haus ist 1996 kernsaniert worden und komplett neu wärmegedämmt. Allerdings durch viele Glasflächen architektonisch anspruchsvoll. Wie heißt es so schön: Das eine will man, das andere hat man !
    Der aktuelle Gas Verbrauch hat sich in den letzten Jahren bei ca. 40.000 kW/h eingependelt und der aktuelle Stromverbrauch bei ca. 6000 kW/h !!!
    Bei den Werten ist klar das ich was an der Effizienz verändern wollte. Über diverse Informationen bin ich dann auf das Thema BHKW gestolpert und infiziert worden. Anfänglichst war ich vom Whispergen begeistert, aber diese Entscheidung wurde mir ja dann abgenommen. Dann bin ich auf die Microgen Geräte gestoßen. Das Konsortium, dass den Motor entwickelt, vermittelt zumindest mir den Eindruck das eine längere Gewähr besteht.


    Der aktuelle Stand ist der (heute): Ich habe eine eVita Anlage bestellt. Das Premium Paket mit 600l Pufferspeicher und die Steuerung für zwei Heizkreise. Mein Plan ist, das ich hier nun die weiteren Schritte poste und darüber berichte. Ich hoffe der admin läßt mich. :rolleyes:


    Unser Heizungskeller ist leider zu klein für die Anlage, so das der Installateur heute da war und erst mal Platz geschaffen hat. Der Puffer soll nämlich in den Heizuungskeller und nur durch eine Wand getrennt, die eVita in die Waschküche. So stehen sie zwar nur 30cm auseinander, sind aber durch eine Wand getrennt. Geht bei uns halt nicht anders. Jetzt soll der Fliesenlegen die Stelle noch kurz Fliesen und anschließend muß die Wand noch verputzt werden, weil sie nicht im Lot steht. Die Tragevorrichtung der eVita muß an eine "gerade" Wand, die zumindet im Lot steht.


    Der andere Prozess der gerade läuft ist der mit meinem EVU. Denen hatte ich meinen Elektiker mal auf den Hals gehetzt und er ist sofort zurück gepfiffen worden: So geht das ja alles nicht ... Aber nach ein paar wirklich netten Telefonaten bin ich mit dem zuständigen Mitarbeiter klar gekommen und habe ein Messkonzept heute mit dem Elektriker besprochen, weil ich nämlich zeitgleich eine PV Anlage installieren möchte und deswegen die Zählerkaskade benötige. Mal schauen wie es weiter geht. ich werde berichten...


    Ach so, wenn Ihr Fragen habt, immer her damit. Auch anfeuern für weitere Post ist erlaubt, damit ich weiß ob das jemanden interessiert ...

  • finde die Idee erstmal hervorragend! Erfahrungen sind durch kein Theorie wissen zu ersetzen.


    Der Evita soll ja Preis/Leistungs mäßig gut sein..
    was hat dich denn zu der Entscheidung bewegt den zu nehmen?

  • Hi Henrik !


    Wie schon erwähnt ist der Wispergen von selbst gegangen. Einen Dachs finde ich auch gut, aber ich glaube der liefert zu viel Energie (Strom und Wärme). Am Dachs Sterling gefällt mir nicht, dass der Puffer und die Therme ein Gerät ist. Ich hoffe selbst wenn die eVita mal den Geist aufgibt, kann ich den Puffer noch weiter nutzen.


    Mit dem Vitotwin habe ich mich auch lange beschäftigt. Die Informationen (viessmann.de) sind wirklich sehr professionell und auch die Bedienung und das Auslesen/Anzeigen der wichtigen Werte sind sicher besser als bei der eVita. Aber bezüglich des Sterlings gab es doch ein wenig schlechtes Feedback hier im Forum über Leute die damit Probleme haben. Über die eVita hört man so gut wie nichts. Ich habe daraus geschlossen, wer keine Probleme hat, beschwert sich nicht. Leider postet man dann allerdings selten, dass man keine Probleme hat.


    Desweiteren habe ich Studien von 2010 im Netz gefunden die sich mit der eVita im EFH beschäftigen, die sich gut lesen lassen. Die eVita ist also schon lange am Markt.


    Den letzten Ausschlag hat gegeben dass mein Installateur genau meine Anlage bei sich selbst verbaut hat und ich mir diese ausgiebig angucken und hören konnte. Das waren so die Gründe ...


    Ich hoffe Du/Ihr könnt das so nachvollziehen.


    Gruß
    Marcus

  • ja das ist immer ein super argument.. wenn man sich eine fertige anlage mal ansehen darf...


    Darf man fragen was das alles kosten soll?


    und wie sieht es denn mit Wartung und gewährleistung aus? gibt es da schon pläne?


    Ist denn aufgrund der systemtemperaturen auch ein brennwerteffekt zu nutzen?

  • Hi Henrik !


    Über Geld redet man doch nicht ;) ...
    Nein, im Ernst. Der ganze Spaß soll mich 23k € incl. Steuer kosten. Dabei muss ich allerdings erwähnen, dass ich auch das "Premium"-Paket von Remeha genommen habe. Die bieten das als Paket an incl. aller Regelungen, Ventile und Steuerungen (2 Heizkreise).
    Da ich die Anlage als Gewerbe anmelden möchte, sollte ich ja die Steuer wieder kriegen. Desweiteren die Förderungen (Bafa, progress.nrw) und ich kann die ganze Anlage auch noch steuerlich absetzen. Also ich erwarte kein Plus, aber das puffert die ganze Sache ein wenig.
    Die Wartung übernimmt natürlich mein Installateur, ich glaube er sprach von ca. 150€ im Jahr.
    Remeha gibt laut meinen Informationen 5 Jahre Gewährleistung (auch auf den Sterling).


    In dem Preis ist aber auch alles enthalten. Demontage Altanlage, Entsorgung, temp. Warmwasserversorgung durch Durchlauferhitzer, Spülen der ganzen Anlage, Entkalkungsanlage, etc.....


    Weiß allerdings nicht was Du mit Brennwerteffekt meinst. Die eVita hat ja einen Zusatzbrenner der mit der Brennwert Technologie heizt. Allein diese Veränderung sollte ca. 20% gegenüber meiner alten Anlage bringen.

  • hm gut wenn da an der ganzen heizungsanlage noch ein paar änderungen fällig sind dann treibt das den preis natürlich etwas nach oben.


    was soll denn nur für das bhkw gezahlt werden ?


    und die förderungen, meines wissen gibts von der bafa 1.500€ und vom land nrw nochmal 1.500€ is das richtig?

    steuerlich betrachtet is das natürlich interessant.. kann das jeder so machen?


    mit brennwerteffekt meine ich das die kondensationswärme genutzt wird nur dann erreicht man wirkungsgrade von 107% mit denen hersteller werben.
    die ist aber nur möglich wenn die rücklauftemperatur niedrig ist.. ca. 40°C umso niedriger desto besser.


    das heist wenn man eine uralte heizung mit heizkörpern hat die im vorlauf mit 90°C und im rücklauf mit 70°C betrieben wurden/werden kann man sich den brennwert sparen :D


    aber ich denke bei fußbodenheizung sollte das bei dir kein problem sein.



    es ist natürlich auch immer interessant was für wirkungsgrade nachher wirklich erreicht werden.
    bei brennwertkesseln liegt dieser im schnitt auch niedriger als in den unterlagen angepriesen.. immer die frage ob die anlagen dann nicht 100% richtig laufen.. oder diese wirkungsgrade einfach nur unter laborbedingungen erreichen..


    aber wenn man das ganze wirtschaftlich betrachten will dann muss man ja mit möglichst realistischen werten rechnen.. und an diese zu kommen ist nicht immer einfach.
    wobei wir wieder beim thema wären das erfahrungswerte unersetzbar sind ^^

  • DeDietrich eVita Systempaket 2
    eVita 25S, mit Kesselanschlussset incl. Absperrung,
    Schmutzfilter, Aussen Boiler und 2 Pufferfühler,Frischwasserschichtenspeicher FS 630-2 12500,00€ ohne Märchensteuer



  • ja der preis ist recht günstig.. im vergleich zu geräten von viessmann oder anderen..
    und wie ich gehört habe sollen eh überall die gleichen motoren verbaut sein. der werden bei der fertigung nämlich auch nur zugekauft.

  • ja die stecken alle unter einer decke ;)


    wobei es ja nicht nur auf die mechanik ankommt auch die regelung ist wichtig..
    weiß nicht ob man bei dem evita auch so viele eingaben treffen kann wie bei viessmann beispielsweise.
    alles um den eigennutzungsgrad an strom zu erhöhen macht sinn.
    ich glaube beim viessmann gerät kann man per fernbedienung steuern wann es strom erzeugen soll..

  • Genau, das kann die eVita leider nicht. Wie ich schon schrieb, die Steuerung scheint besser zu sein. Aber ich habe live gesehen, wie die eVita modulierend gearbeitet hat und bis auf 600W runter gefahren ist. Wenn also die Wärme nicht abgenommen wird, versucht der Sterling es erst mit weniger Wärme bevor er ausgeht (taktet).
    Mir wird wohl nichts anderes übrig bleiben, als abzuwarten.....

  • Hallo zusammen !


    Nicht das Ihr denkt ich mache schon schlapp und berichte nicht mehr. Mein Installateur hat die Anlage ja bestellt und ist jetzt in seinen verdienten Urlaub gegangen. Am 23.7. soll es dann losgehen.


    Aber jetzt mal zu was anderem (gehört zwar in eine andere Rubrik), aber auch in diesen Erfahrungsbericht.
    Mein Zählerkasten hat zwei Zählerbretter, von dem ich nur eins bisher benutzt habe. Mein EVU sagt mir aber, dass das zweite nicht benutzt werden darf, weil keine zwei Zähler in einen Kasten dürfen. Ich halte das zwar für Blödsinn, wollte aber mal fragen ob jemand die Zählerkaskade einsetzt und wenn ja wie sieht die Belegung aus und auch was für Zähler dort eingesetzt wurden.


    Wäre nett wenn jemand helfen könnte. Desweiteren will ich ja so wenig wie möglich für die Zähler ausgeben. Also die Frage: kaufen oder mieten ??


    Gruß
    Marcus

  • Mein EVU sagt mir aber, dass das zweite nicht benutzt werden darf, weil keine zwei Zähler in einen Kasten dürfen.


    Absoluter Blödsinn !!! @:pille|:-( Im Haus mit n Wohnungen sitzen auch n Zähler in einem Kasten. Bei allen Schrankhersteller gibt es z.B. Zählerfelder mit zwei Zähler übereinander (Ferraris) oder nebeneinander (eHz).


    Hier ein Beispiel für eHz (keine Werbung, gib es auch von anderen Hersteller): http://www.hager.de/loesungen-…cher-verteilen/105103.htm


    Also die Frage: kaufen oder mieten ??


    Regenerierter Ferrariszähler kaufen. Ist am preiswertesten und hat die längste Eichzeit. :walklike:

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
    http://perdok.info/
    Oscar Perdok GmbH
    Gildeweg 14, 46562 Voerde
    Beratung, Planung und Installation von: KWK-Anlagen, PV-Anlagen, Stromspeicher mit Notstromfunktion, Eigene Herstellung von Ladestationen für E-Mobile, Energie-Effizienz incl. Kosten/Nutzen-Betrachtung, Ladestation für E-Mobile (kostenlos)