Auslegung Frischwasserstation - möglichst geringe Pufferspeichertemperatur

  • Hallo zusammen.
    Momentan wird mein Frischwasser in einem extra Speicher durch die Heizung mit erhitzt. da sind dann 160 Liter die schön den ganzen Tag immer wieder auf Temperatur gehalten werden (70°C) auch wenn niemand wirklich Wasser benötigt. Ich habe also vor auf eine Frischwasserstation umzusteigen. Die Frischwasserstation sollte an meinen 1000 Liter Pufferspeicher gekoppelt werden und sollte mit möglichst niedrigen Temperaturen noch zufriedenstellend arbeiten. Mein größtes Problem ist der Kalk.


    Unser Wasser kommt aus einer Quelle die sehr kalkhaltiges Wasser führt. Momentan wird der Frischwasserspeicher alle 3-4 Jahre geöffnet und der Kalk entfernt in 3-4 Jahren setzten sich so im Speicher ca 2 x 10 Liter Eimer gefüllt mit Kalk ab. Der Kalk setzt sich in Plattenform an den Speicherwänden ca 2-3mm dick ab. Im laufe der Zeit merkt man dann wenn der Durchflussgeschwindigkeitsunterschied zwischen Kalt- und Warmwasser enorm abnimmt das es wieder Zeit ist den Puffer zu entleeren :S :S


    Ich nutzte auch ein Hauswasserwerk um das Quellwasser zu fördern. Also habe ich heute einen Durchflusstest mit kaltem Wasser gemacht. Der 10 Liter Eimer benötigt genau eine Minute und 15 Sekunden (1:15) bis er komplett gefüllt ist. Temperatur des Quellwasser liegt momentan bei 10°C im Winter habe ich auch schonmal 8 Grad gemessen. Ideal wäre für mich eine Frischwasserstation die auch bei Puffertemperaturen von 46-50°C das Wasser noch auf die 42-44°C bekommt. Ich erhoffe mir dadurch einmal, dass der Kalk den Plattenwärmetauscher nicht zusetzt und zum anderen dass ich auch wenn der Pufferspeicher mal keine 80°C hat sondern z.B. noch 50°C ich immer noch genug Frischwasser zur Verfügung habe.


    Gibt es so eine Frischwasserstation von der Stange, die bei mir diese Aufgaben erfüllen könnte? oder kann/muss man sich da selbst was bauen um diese tiefen Temeperaturen zu fahren ?


    lg crank

  • Hallo crank,


    hast du bei dem Pufferspeicher die Möglichkeit einen Durchlaufwärmetauscher einzubauen?
    Z. B. Edelstahlwellrohr das sich durch den Speicher schlängelt?
    Könnte mir vorstellen dass durch die Bewegung des Rohrs durch Druckänderungen im Wassernetz die Kalkablagerung verringert wird.


    Ansonsten hilft nur regelmässiges Entkalken des Wärmetauschers.
    Vorsicht bei zu geringen Temperaturen --> Legionellenvermehrung

  • Hallo dachs2001,
    danke für die extrem schnelle Antwort :)


    leider ist es mir nicht möglich z.B. ein Edelstahlwellrohr in den Pufferspeicher einzubauen. Meinst du wirklich das das was bringen könnte? mein Druck ist ja auch ziemlich gering... und wenn kein Wasser entnommen wird gibt es ja auch keine Druckänderungen im Wellrohr und der Kalk würde sich dann wieder schneller absetzten wenn z.B. Temperaturen von 80°C im Pufferspeicher wären ?
    Ja das mit den niedrigen Temperaturen und Legionellen... wenn so ein Durchlaufplattenwärmetauscher vielleicht 1-2 Liter fasst würde ich da eh noch nicht unter der Dusche stehen bis warmes Wasser ankommt :)


    Ich habe keine WarmWasserZirkulation. Also stelle ich die Dusche auf warm und warte bis die Glasscheibe beschlägt, erst dann wird überhaupt mit dem duschen begonnen. Ich weiss schlimm diese Warmduscher. :)


    nutzt vielleicht jemand eine Frischwasserstation bei extrem hartem Wasser?


    lg crank

  • Wenn du handwerklich etwas begabt bist wird günstiger.
    Hier gibt es Infos zum Selbstbau, geregelt und ungeregelt.
    Hier gibt es die Teile dazu, natürlich gibt es die auch woanders.


    Wärmetauscher groß auslegen schon klappt es mit geringen Puffertemperaturen und vernünftigen Schüttleistungen.
    Aber die regelmäßige Entkalkung wird dir nicht erspart bleiben, beim Plattenwärmetauscher sogar noch häufiger da die Kanäle viel kleiner sind.


    Hab Spass beim Nachbauen!
    Bernd

  • Hallöchen,


    ich betreibe eine selbsgebaute Station.
    Der Tauscher hat 6m² Fläche und die Vorlauftemperatur ist auf 55° über Mischventil begrenzt. Damit schaffe ich ca 15L/min bei 45°Grad Wassertemperatur und niedriger Rücklauftemperatur. Bei geringerer Schüttleistung geht die Temperatur auf ca 52° Wassertemperatur rauf.
    So lange du unter 55° Wassertemperatur bleibst,sollte sich das Kalkproblem in Grenzen halten.
    Der Tauscher ist grade so gros genug....


    PS: nimm einen möglichst langen Tauscher, nicht kurz und dick!. Haben intern bessere Strömungsverhältnisse!


    Gruss



    Christian

  • Hallo so wie sich das anhört ist das mit dem Plattenwärmetauscher vielleicht doch nicht so die gute Sache bei meiner Kalkproblematik ?!


    @ kramerfreund
    wie bekommst du 6m² Tauscherfläche hin? das kann doch bestimmt nur ein Tippfehler sein oder?


    Ich habe heute meinen Pufferspeicher nochmal inspiziert :D er verfügt über eine Wartungsluke sowohl oben als auch unten. Die Sache mit dem Edelstahlwellrohr was dachs2001 vorgeschlagen hat, hat mich nicht losgelassen. Ich hätte also wirklich die Möglichkeit einen Edelstahlwedel von oben in den Pufferspeicher einzubringen.
    Dachte da an sowas:
    http://www.ebay.de/itm/Warmeta…lagen&hash=item2a18207976
    Nur bringt mir sowas nicht die Schichtung im Speicher durcheinander ?! Einen Vorteil hätte es aufjedenfall ich könnte mir eine zusätzliche Pumpe sparen. Und müsste auch nicht auf sowas wie einen Strömungsschalter zurückgreifen.


    Hat sowas jemand im Betrieb und kann darüber bei Hartem Wasser berichten ? Ich meine wenn das Ding zu ist kommt einfach ein neues Wedel rein. Das kann ich bei 3 jahren pro Verkalkung wesentlich günstiger tauschen als einen Plattenwärmetauscher einer Frischwasserstation.


    Nun aber die Frage was ist an dem System nicht zu empfehlen und warum haben dann Frischwasserstationen ihre Daseinsberechtigung ? 8)


    lg crank

  • Hallo,


    Nein es ist kein Tippfehler!...je kleiner die Vorlauftemperatur im Verhältnis zur Zapftemperatur wird,desto größer muss die Tauscherfläche bei gleicher Schüttleistung werden. Ich wollte auf jeden Fall immer ne geringe Rücklauftemperatur.....Deswegen ist der Durchfluss im Heizkreislauf immer aufs nötigste herabgeregelt.


    Wie schon gesagt....unter 55° so gut wie keine Kalkablagerungen.... :D


    Grus



    Christian

  • kramerfreund
    das ist ja der hammer welchen Plattenwärmetauscher nutzt du denn ? und warum hast du dich gegen das Edelstahlwellrohr entschieden ?


    Bernd
    ja das ist mir bewusst das es oben warm zugeht. das ist ja momentan auch so mein frischwasser wird immer bei 70°C gehalten und dann vorort gemischt. ich hoffe das ich durch das wellrohr oben auch bei temperaturen bis zu 80°C relativ kalkstabil bleibt. aber ich könnte den tauscher auch von unten nach oben einbauen... hat das mal jemand versucht ?
    ich weiss halt nicht wie stark der Kalk befall in so einem Wellrohr ist.


    lg crank

  • Ich betreibe zwei Tauscher in Reihe hintereinander.....


    Wellrohr ging nicht...speicher waren schon vorhanden...


    Wenn du nicht unbedingt die tiefsten Rücklauftemperaturen brauchst sollten schon 2 - 3 m² Tauscherfläche reichen.


    Christian

  • Ich meine wenn das Ding zu ist kommt einfach ein neues Wedel rein.


    Oder du baust in die Frischwasserleitung vor und hinter dem Wärmetauscher Absperrventile und Ablaufhähne ein,
    die dir das regelmässige Entkalken mit Zitronensäure (gibt es als Pulver und ist Lebensmitteltauglich) erlauben.

  • dachs2001
    ich habe meinen Speicher das letzte mal vor 2 Jahren gesäubert dabei sind 2x10Liter Eimer Kalk angefallen. Der Kalk hatte sich in Platten angesammelt die mit der zeit runterbrechen und dann unten den Zulauf verstopfen. ich hatte dann versucht sowohl mit EssigEssenz als auch mit Zitronensäure das Einlaufrohr in den Speicher zu reinigen.... das ging auch irgendwie nur 100%tig frei wurde es auch dabei nicht. Ich glaube wir haben hier einfach einen komischen Kalk :)


    Sebastian Nickel
    momentan habe ich einen Frischwasserspeicher direkt auf der alten Ölheizung montiert. ohne Zirkulation! 160 Liter. Die Ölheizung ist direkt mit dem Heizungssystem verbunden und macht im Sommer nur warmes Wasser. d.H. täglich den Speicher einmal aufheizen auf 70°C und dann wird die Heizung abgeschaltet. Im Winter wurde bisher auch mit der Ölheizung geheizt. Nun ist aber ein 1000 Liter Pufferspeicher dazugekommen der vom BHKW geladen wird. Ich hatte geplant die Ölheizung ebenfalls mit dem Pufferspeicher zu verbinden, also nur im oberen Drittel des Speichers. so das die Ölheizung wie bisher oben im Speicher ca 200 Liter warmes Wasser vorhält. Das BHKW ist eine Selbstbau Variante und nicht immer im Betrieb momentan noch im test. Daher bleibt auch die Ölheizung stehen.


    lg crank

  • Wenn ich so lese, dass viel Kalk anfällt, dann solltest du einen Wasserenthärter dir zulegen. Der viele Kalk versaut dir das gesamtes Rohrsystem.
    So Wasserenthärter sollte auf chemischer Basis mit Salzen sein. Diese elektronischen Enthärter mit um das Rohr gewickelte Kabel sind nutzlos. Schau mal in der Bucht und da wird dir geholfen. Solltest aber vorher den Härtegrad des Wassers bestimmen lassen.

  • Zitat

    ich habe meinen Speicher das letzte mal vor 2 Jahren gesäubert dabei sind 2x10Liter Eimer Kalk angefallen.


    Plattenwäremtauscher kann man prima unter der Kalkproblemgrenze einsetzen,
    selbst 45 Grad Puffertemperatur reichen bei entsprechend großer Tauscherfläche völlig aus,
    kein Mensch verträgt längere Zeit mehr als 45 Grad beim Baden, deshalb sind 40 Grad am Hahn meist völlig ausreichend.


    Auch die Lösung mit dem Wärmetauscher im Pufferspeicher sehe ich kritisch, selbst den wirst du alle paar Monate entkalken müssen,
    sonst sinkt die Wärmeübertragungsleistung, bei 80 Grad im oberen Teil wird der Kalk massenhaft ausfallen....


    Der Tipp mit dem chemischen Entkalker solltest du dir zu Herzen nehmen!
    Dürfte auch für alle Geräte vorteilhaft sein.