Planungsphase BHKW im MFH

  • Verbrauchsdaten - leider sind keine Daten überliefert worden und die letzte (und einzige)Abrechnung...nutzlos ... nicht abgelesen und leerstehendes Haus wurde geschätzt


    Jährlicher Stromverbrauch: unbekannt -


    Jährlicher Brennstoffverbrauch: unbekannt




    Derzeitige Heizung


    Energieträger der Heizung: Strom


    Alter und Typ der der Heiztechnik: Nachtspeicherheizung (zum Glück ohne Asbest)


    Art der Warmwasserbereitung: Durchlauferhitzer


    Pufferspeicher, Solarthermie: -


    Temperaturen der Heizkreise: -


    Hydraulischer Abgleich: -


    Art der Heizkörper: Nachtspeicherheizung




    Immobilie und Rahmendaten


    Beheizte Fläche, Anzahl Bewohner: 212m², 7 Bewhohner


    Art und Baujahr der Immobilie: Altbau 1903 ,


    Erfolgte Modernisierungen: Außenverschalung (2. Mauerwerk)


    Weitere geplante Modernisierungen: Dachdämmung, neue Fenster (sind auf)


    Zweiter Abgasstrang für BHKW frei: nein, evtl. kann alter 3-fach Schornstein wieder reaktiviert werden


    Zusammenschluss von Nachbarhäusern: unwahrscheinlich obwohl es sich anbieten würde
    Heizlast: 16.2 KW berechnet, wenn die Modernisierung durch ist



    Zunächst einmal zu mir.
    Ich bin Mieter in einem Objekt in welchem ein Zuhausekraftwerk von Lichtblick installiert ist.
    Begeistert durch die (Heizkosten) Einsparung und das Prinzip der KWK möchte meine Vermierterin (und gute Bekannte) nun auch in das "neu" erworbene Objekt ein BHKW installieren (diesmal im Eigenbesitz)
    Meine Intention ist nun, sie sprichwörtlich, nicht gegen die Wand laufen zu lassen.


    Noch wichtig zu wissen. Wirtschaftlich soll das Kraftwerk zwar arbeiten, aber sie tut auch gerne etwas für die Umwelt.



    Das Objekt besteht effektiv aus 3 WE. [Im Anhang habe ich einmal die Projektdaten von mh-software angehangen.]
    Hiervon werden 2 WE von je 2 Studenten und die 3. von einer 3 köpfigen Familie genutzt.
    Zu jeder WE gehören je ein Bad, eine Wohnküche und 2 Zimmer.
    Weiß nicht ob es relevant ist, aber je eine Waschmaschine gehört auch dazu.
    Die Akademi liegt nur 500m entfernt, es ist also Wahrscheinlich das diese Mittags zum essen nach Hause kommen. (eine Saison war vermietet drin und da war es so)


    Nach dem Heizungsumbau soll das WW zentral über TRIWA erwärmt werden.



    Zum Strom und Wärmeverbrauch:
    Reale Werte sind unbekannt, aber ich pers. gehe von 8500KWh Strom und 42.000 KWh Wärme mit WW aus



    Habe mich natürlich schon reichlich zum Thema belesen und auch schon einen Favoriten, um die Diskussion nicht zu verfälschen lasse ich dies aber für später.


    Im Moment würden mich eure Empfehlungen interessieren.
    BHKW ja oder nein?
    Wenn ja, welches?
    Begründung bitte nicht vergessen


    Schonmal danke und
    Gruß Mav

  • Danke Pfleger,
    aber durch wen oder wo durchrechnen lassen?


    Habe mir zwar schon eine Tabelle gebastelt,
    berücksichigt den täglichen Wärmebedarf (er-schätzt aus der durchscnittlichen Jahresverteilung)m,
    hat aber noch die eine oder andere Schwachstelle wie zB den niedrigen Verbauch Nachts


    Derzeitiger Ansatz ist 50% des Stroms = Grundlast auf 24h Verteilt und die anderen 50% auf wenige Stunden verteilt ( rechne derzeit mit 2 h)
    Ingesamt befürchte ich aber, bin ich zu optimistisch was den Eigenverbauch angeht.


    Andererseits: Kann es passen das 6300KWh von 16300KWh bei 77% Jahreslaufzeit (durch Modulation) selbst verbraucht werden?


    Edit: Habe mal den aktuellen stand der Tabelle agehängt.

  • Hallo,
    wenn du einen Stromverbrauch von ca. 8500 kWh hast. dann hast du im Durchschnitt einen Stromverbrauch von ca. 1kWh in der Stunde.
    Mit Grundlast von vielleicht 0,5 und Spitzenlast von 2kWh oder so wilde Spekulation.
    somit fallen alle BHKWs über 3kW el. raus.
    Beim Stirling ist der Wärmeverbrauch zu niedrig um lange Laufzeiten zu geben.


    Nach schlampigen Besichtigung der Tabelle habe ich noch folgende Komentare:
    Die EEX vergütet den Strom für zur Zeit ca. 4Cent und die KWK-Vergütung ist bei 5,41Cent je kWh.
    Die KWK-Vergütung kommt auf den Eigenverbrauch auch drauf.
    Die Gastherme muß natürlich auch finanziert werden.
    Der Stromeinkauf von 32Cent scheint etwas teuer zu sein.



    Gruß
    Pfleger

  • Zitat

    oder so wilde Spekulation.

    Leider, aber irgendwo muss man ansetzen.
    Die Annahme beruht aber auf einer Wochenmessung aus dem Netz. Dort wurde angenommen kein Verbrauch Nachts von 0 bis 6 und daraufhin ergaben sich 50% Grundlast und 50% Spitze auf ca summiert 1.5 bis 3h verteilt.
    Naja, wie erwähnt eine grobe Abschätzung, welche soweit möglich noch verfeinert werden kann/soll.


    Zitat

    somit fallen alle BHKWs über 3kW el. raus.

    Würde ich nicht so sehen, da viele Geräte ja modulieren können. Hier bleibt natürlich die Frage wie effizient sie dies tun.


    Zitat

    Die EEX vergütet den Strom für zur Zeit ca. 4Cent und die KWK-Vergütung ist bei 5,41Cent je kWh.

    Wo find ich diese Werte?
    Und gibt es bei BHKW's überhaupt alle 3 und stimmt meine Zuordnung?


    Grundvergütung = EEX ?
    NaWaRo-Bonus - gibts den überhaupt?
    KWK-Bonus = KWK-Vergütung?


    Zitat

    Beim Stirling ist der Wärmeverbrauch zu niedrig um lange Laufzeiten zu geben.

    Sind Stirlings nicht eher zu klein mit 1KWel und je nach Modell 2,5 - 6 KWth ?


    Zitat

    Finazierung

    Die Heizung muss sowieso gemacht werden. Natürlich ist ein Brennwertgerät in der Anschaffung günstiger, aber wozu bin ich sonst hier ;)

  • Hallo,
    schau doch mal dort hin:
    http://www.eex.com/de/ Stromvergütung
    http://www.bafa.de/bafa/de/ene…aerme_kopplung/index.html
    http://www.bafa.de/bafa/de/ene…igen_mini_kwk_anlagen.pdf eine Anlage davon soll es sein. Die auch möglichst bis zu 1kW el. modulieren kann.


    Der Stirling ist thermisch ok aber el. Wirkungsgrat nicht. Eine Spitzenlastheizung wird eh noch benötigt.


    Du bekommst für 1kWh el 5,41Cent immer
    Der Verkauf ist EEX + 5,41 Cent
    Der Einkauf ist ca. 28Cent siehe Stromrechnung
    Eigenverbrauch ca. 28Cent+5,41 Cent
    NaWoRo gibt es aber warscheinlich nicht interessant für dich.


    Gruß
    Pfleger

  • Hallo,
    eine KWK-Anlage soll ca 1/5 der Spitzenlast haben der rest Gastherme oder so.
    Damit die Anlage möglichst lange laufzeiten hat.
    Wenn ein ECO 1.0 ca. 2,5kW th hat so läuft dieser doppelt so lange wie ein Stirling mit 5kW th.
    Gruß
    Pfleger

  • Habe mir mit den neuen Infos noch einmal ein paar Gedanken gemacht und bin dabei auf ein paar grobe Fehler in meiner Tabelle gestoßen.


    Wärme ist ja das was ich eigentlich haben will. Sie erwirtschaftet mir im Vergleich zur Therme ja weder Gewinn noch Einsparung.
    Die Felder habe ich drin gelassen, aber den Wert auf 0 gesetz.
    Ähnlich beim eigen genutzten Strom, er hat zwar einen Wert von ca 29 Cent für mich, aber eingespart zur Alternative wird ja "nur" die KWK Förderung
    Habe auch noch die Gassteuererstattung eingepflegt.


    Neben dem EcoPower1.0 erscheinen mir noch 2 weitere Interessant
    Das XRGI6 wegen seiner langen Wartungsintervalle.
    Und das Vitobloc 5,5/13,5 wegen dem hohen Stromanteil.
    Gibt es hierzu (ggf. aus anderen Ländern) schon Erfahrungen?


    Ich bin auch noch auf die Technik des Drucklosen Speichers gestoßen.
    Spricht etwas gegen diese Speicher (BHKW + Therme an normalen Profilheizkörpern, 2 HK)?


    ich denke ich werd mich morgen mal mit der Finanzierung allgemein befassen.
    So ein Schätzchen kostet ja auch einiges merh als eine Therme


    und zu guter letzt die neue Tabelle - neues Dateiformat beachten


    Nachtrag: Kann man einige BHKW's vom Hersteller abgesegnet auch selber Warten oder Bedarf dies immer einer gewissen kooperation mit einer fachfirma ?

  • Wenn ein ECO 1.0 ca. 2,5kW th hat so läuft dieser doppelt so lange wie ein Stirling mit 5kW th.


    Die Betrachtung ist nur theoretischer Natur... In der Praxis sieht das alles anders aus.


    Bei uns (Haus, leicht gedämmt, BJ1976) läuft der Stirling unter Aussentemperaturen von ca. 5°C den ganzen Tag durch und wird nur durch die Nachtabsenkung limitiert. Länger könnte auch ein Brennstoffzellengerät nicht laufen. Ein BHKW mit höherem Stromwirkungsgrad (und dementsprechend weniger Wärmeerzeugung) würde lediglich in der Übergangszeit und auch im Sommer länger laufen. Beides macht aber, die Gesamtlaufzeit betrachtet, relativ wenig aus... Zumal man beim EcoPower die Wartungskosten mit einrechnen muss.

  • Moin,


    sorry Maverik , Du hast Dir recht viel Mühe mit Der Tabelle gegeben aber die bringt nix.


    Bei 6 Bewohnern kommt lediglich das Eco1.0,Vitotwin300 oder eine andere Stirlingflöte in Frage.


    Mit 0KW wärend der Nacht zu rechnen verzerrt den gesamten Verbrauch und ist falsch.


    Lade Dir mal die SLP runter , für EFH oder MFH bis 50.000kWh müsste Profil H0 gelten. Für Deine Zwecke sollte das SLP hinreichend genau sein.


    Ich schätze den nächtlichen Bedarf des Gebäudes auf 400-700Watt je nachdem wie alt die Haustechnik ist.


    mfg

  • Manch einer mag mich verrückt nennen.. egal Wi eich schon sagte bastle ich gerne einmal an Tabellen.
    Sollte für kleinere Standardwohnungen / MFH geeignet sein.
    Für mich kommt nun nur noch das Kapital dazu


    Im Anhang die Tabelle, die nun mit dem Spitzenlastprofil rechnet.
    Vorsicht bei schwachen Rechnern...1,5GB Arbeitsspeicherbedarf bei mir.