Ecopower 1.0: Nachtabsenkung sinnvoll?

  • Liebe comunity


    Übliche Wirtschaftlickeitsrechnungen gehen insbesondere in den Wintermonaten von einem kontinuierlichen Wärmebedarf rund um die Uhr aus. D.h. bezüglich der LZ geht man von der maximalen Monatsstundenzahl aus.


    Eine wie immer realisierte Nachtabsenkung wird über den damit verbundenen Stillstand des BHKW die Stundenzahl und damit die LZ verringern.


    Frage an die Betreiber eines ecopower1.0:


    1. Habt ihr eine Nachtabsenkung eingestellt?


    2. Wenn ja; wie wirkt sich dies auf die LZ in den Wintermonaten (Nov-Feb) aus?


    3. Wenn nein, warum verzchtet ihr auf eine Nachtabsenkung?



    mfG. Doriar

  • Moin,


    mein Eco läuft per Uhr nur von 4:00Uhr bis 22:30Uhr. Warum? Weil ich des Nachts nur 200-400Watt Strom benötige.


    Im Sommer werd ich den Eco noch weiter einschränken und hoffe das vaillant die in der Bedienungsanleitung vorgestellten 3 Schaltzeiten pro Tag hinbekommt.


    mfg

  • Das ist für mich auch eine schwierige Frage.


    Ich habe eine elektrische Grundlast über 24 Std von etwa 400 Watt. Deshalb nutze ich zur Zeit keine Nachtabsenkung sondern fahre durch bis der Pufferspeicher mit Wärme gefüllt ist. Bei den niedrigen Temperaturen zur Zeit (-10° C in der Nacht) bietet sich das ohnehin an.
    Durch den vollen Pufferspeicher erspare ich dann teilweise die Laufzeit der Therme.


    Dies ist für mich keine wissenschaftlich exakte Methode, aber sie erscheint mir sinnvoll.

  • Das Problem dabei ist die geringe Einspeisevergütung.


    Du solltest speziell für Deine Konstellation eine Rechnung (Vollkosten) aufmachen unter welcher Eigenverbrauchsquote die Therme+Strombezug billiger kommt als das BHKW

  • Weil ich des Nachts nur 200-400Watt Strom benötige.

    D.h für meine Grundlast nachts von "nur" 0,22KW abschlaten! - so wie jetzt mit meiner Altanlage auch von 22:00 bis 5:00.


    Das von woever angeschnttenen Thema Pufferspeicher.


    In irgend einem Vaillant Video wurde in Prosa sowohl der Tagesablauf als auch das BHKW Verhalten über die Jahreszeiten erläutert. Dort wurde ein sog. intelligentes Pufferspeichermanagment angesprochen. Sinngemäß im Originaltext: Abends weiß das BHKW, das am nächsten Morgen alle duchen wollen. Deshalb heizt das BHKW den unteren (20°C kalten) Speicherbereich auf 70°C hoch. Dadurch würde ja die BHKW LZ erhöht - auch ohne zusätzliche externe Wärmeanfrage-.


    Kann jemand dieses Verhalten des Speichermanagements bestätigen?


    Gruß

  • Moin

    Was verbraucht bei euch Nachts soviel Strom? 400W Nachts finde ich schon viel...

    hab ja geschrieben 200-400Watt.


    Es ist ein 2 Familienhaus, 2Pumpen laufen ständig ( 7 Jahre alte A Pumpen ) Kühlschränke, Gefriertruhen, Server , allerlei Hubs, NAS , Router, 3 W-lan repeater und was sonst noch an Standby-Geräten so rumsteht ;-_ Ich bin kein hardcore Stromsparjünger !!


    mfg

  • Hallo DORIAR,


    ja,ich kann das Speichermanagement bestätigen. Je nach Außentemperatur hat der eco unterschiedlich in der Nacht abgeschaltet, so dass ich auf Laufzeiten von 20 oder 22 Stunden kam. Dies wird nach dem errechen der angestrebten Temperatur sein. Man kann dieses auch in den Menues konfigurieren.

  • Dies ist für mich keine wissenschaftlich exakte Methode, aber sie erscheint mir sinnvoll.

    Man sollte das einfach in ner Excel darstellen können. Die Kosten pro erzeugter kWh bei 10Jahren Nutzungsdauer und von mir aus 1000........8760 Betriebsstunden ergeben eine flacher werdende Kurve. Und dem Gegenüber steht das Einsparpotential in Form einer geordneten Jahresdauerlinie des Stromverbrauches. :?: ;-_

  • mein Eco läuft per Uhr nur von 4:00Uhr bis 22:30Uhr. Warum? Weil ich des Nachts nur 200-400Watt Strom benötige


    Liebe Neuinteressenten,


    ich möchte die Bemerkung vo alikante noch etwas erläutern. Für "Neue" ist sein Statement nicht immer sofort einleuchtend.


    Wenn jemand nur einen geringen Grundlaststrom über die Nacht braucht - wie bei mir (0,22KW) ist es sinnvoll eine Nachtabsenkung mit Stillstandszeiten für das BHKW einzuhalten und diese natürlich auch in der Wirtschaftlichkeitsrechnung bezüglich der Jareslaufzeiten zu berücksichtigen.


    Warum?


    Wenn ihr das BHKW nachts laufen lasst bei geringem Eigenverbrauch speist ihr natürlich den meisten Strom in Netz. Während der Förderphase legt ihr bei dem Geschäft vermutlich zwar nicht drauf, weil ihr in Summe ca. 11ct/kWh erlösen könnt.


    Dafür müßt ihr bedenken, das ihr pro Kwh Strom ca. 1,1kWh Gas kaufen müßt. Bei mir sind das ca. 6ct/kWh Strom. Längere LZ erhöhen die Wartungskosten, da diese ja fest an die 6000h gekoppelt sind. Läuft das BHKW / Nacht 4h für die 6 Wintermonate mehr, sind das 720 zusätzliche Jahresstunden also immerhin 12% des Wartungsintervalls . Also in Summe kein sonderlich gutes Geschäft.


    In Zeiten ausserhalb der Förderung wird allerdings der nächtliche Betrieb zum Verlustgeschäft!


    Gruß

  • Deine Argumente sind durchaus richtig, aber...
    In einem Beitrag davor hast du geschrieben, dass das KWK-Modul sich bei 70° im unteren Speicherbereich abschaltet. Genau diese Variante nutze ich zur Zeit. Ich lasse nachts das KWK-Modul laufen (0,4 kW-Eigenverbrauch) und komme damit auf Laufzeiten von 2ß-22 h am Tag.
    Dies nur als Ergänzung

  • pro Kwh Strom ca. 1,1kWh Gas kaufen müßt. Bei mir sind das ca. 6ct/kWh Strom


    In diesem Beitrag habe ich vorgerechnet, dass es sogar noch deutlich mehr ist (wenn man als alternativen Wärmeerzeuger die Spitzenlast-Therme heranzieht).


    Und hier habe ich skizziert, dass es bei reinem Eigenverbrauch gerade mal so aufgeht.


    Nach meiner Meinung bringt es nichts über Nachtabsenkung nachzudenken (selbst unter geschickter Ausnutzung eines Wärme-Puffers).


    Wenn, dann muss man komplett auf stromgeführte Fahrweise umstellen (darf man natürlich so nicht darstellen, wegen der Förderungen ;-)


    Dann wirds aber bei den meisten nichts mit langen Laufzeiten ...

  • und komme damit auf Laufzeiten von 2ß-22 h am Tag


    Gruss nach Hamburg,


    Ich habe mal das Speicherthema überschlagen.


    Also ich installiere eine Nachtabsenkung für 8 Stunden (22:00 - 6:00). Ich dimensioniere sie so, das keine Wärmeanfrage nachts von der Immobilie kommt.


    Ich gehe von einem 300L Speicher aus. Der untere Teil 100L ist 20°C warm. Während der Nachtspeicherzeit springt das BHKW an, weil es unteren Teil auf 70°C aufheizen will (SW-Strategie angenommen " alle wollen morgens duschen---").


    Wenn ich mich auf die Schnelle nicht verrechnet habe, brauche ich dafür 100(L)*1,16*50(°C)= ca 5,8kWh.


    D.h. das BHKW springt mit dieser Wärmeanfrage für ca. 2h / Nacht an.


    Damit komme ich in den Wintermonaten auf eine LZ von ca. 16h (tagsüber) + 2h Speichermanagement (nachts) =18h.


    Deine Daten lassen darauf schließen, das du nachts noch anderen Wärmebedarf hast z.B. wg. erhöhter Auskühlung der Immobilie während der Nachtabsenkung.

  • Moin Gemeinde,


    ich hab mir mal erlaubt zu rechnen.


    Anbei eine Excel die auf meinen Eco zugeschnitten ist ( Ja die Zahlen stimmen ) und nur Brutto Werte ausweist.


    Damit könnt Ihr gerne spielen, ich werd das Teil ( hoffentlich zur Freude unserer Ungläubigen Jünger ) noch weiter entwickeln, um dann auch grafisch darzustellen ab welcher Eigenverbrauchsquote sich das BHKW lohnt.


    mfg