UVR1611 und KEMO Phasenanschnittmodul

  • Moin Moin,


    meine UVR bekommt seid wenigen Wochen die S0 Signale meines Liefer- und Bezugszählers und verwurstet diese in zwei Wärmezählermodulen ( danke an Nordseefarm für Deine Unterstützung :thumbup: ).


    Gestern hatte ich nun etwas Zeit und habe aus den Eingangssignalen mittels PID Baustein ein Signal für den Analogausgang A15 (0-10Volt) gebaut.


    Das Analogsignal bekommt ein KEMO M150 der seinerseits einen KEMO M028 ( Phasenanschnittmodul ) ansteuert an dessen Leistungsausgang ein 1000Watt Heizstab hängt.


    Soweit alles gut und schön - es funktioniert benötigt aber noch etwas feintuning.


    ABER nun kommts ganz dicke - sobald der KEMO anfängt zu brummen ist mein DSL weg ?( . Die Fritzbox meldet "DSL antwortet nicht (Keine DSL-Synchronisierung)"


    Die ganz große Frage ist nun wer ist der Schuldige??


    - liegts am Kemo ( der hat laut Datenblatt bei ohmschen Verbrauchern kein EMV Problem )
    - hat die Fritzbox ne Macke, denn ab und an bringt sie den selben Fehler wenn irgendein angeschlossener Rechner bootet
    - oder hab ich ein Problem mit der Zuleitung, ist ne geschirmte 2*2*0,4 ca. 10meter vom Hausanschluß zum Splitter ( führt 20cm am Kemo vorbei )


    ?(?(?(:cursing:

  • Die ganz große Frage ist nun wer ist der Schuldige??


    Deine Phasenanschnittsteuerung. In der Anschnittsflanke sind alle Frequenzen enthalten. Die Zuleitung wirkt wie eine Antenne und die sendet das ganze Frequenzspecktrum. Direkt am Netzanschluß der Phasenanschnittsteuerung ein MKT-Kondensator 6,3 uF/630V einbauen und von der Steuerung zum Heizstab geschirmtes Kabel verwenden bringt eine erhebliche Reduzierung. Daneben mal alle Teile Deiner TK-Anlage auch die Abschirmung der Kabel mit der Erde am zentralen Punkt verbinden. Aber die Kabelschirme nur an einer Seite Erden sonst fängt man sich gleich wieder was ein.

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
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    Oscar Perdok GmbH
    Gildeweg 14, 46562 Voerde
    Beratung, Planung und Installation von: KWK-Anlagen, PV-Anlagen, Stromspeicher mit Notstromfunktion, Eigene Herstellung von Ladestationen für E-Mobile, Energie-Effizienz incl. Kosten/Nutzen-Betrachtung, Ladestation für E-Mobile (kostenlos)

  • moin,


    danke für den Tip. Werd mir nen MKT besorgen.


    Die Telefonkabel sind alle geschirmt und laufen im Überspannungsschutzgerät OBO SC Tele 4 zusammen.


    http://catalog1.obo-bettermann…roducts&lang=de&catId=TBS

  • Hallo,


    die sitzen im schaltschrank, direkt neben der SPS, Abstand zur DSL Leitung >5m. SPS ist über TCP/IP mit der Box gekoppelt.
    Keine Filter verbaut.


    Christian

  • Moin,


    mal ein Update.


    Meine Fritzbox war scheinbar der Übeltäter. Ich hatte bis gestern in unregelmäßigen Abständen DSL Abbrüche. Der Signal-Rausch-Abstand schwankte permanent zwischen 0 bis 6 db.


    Habe nun gestern eine olle 7113Box rausgekramt und drangetütelt. Nun sinds 11db und alles fuktioniert auch wenn die Phasenanschnittsteuerung vor sich hin brummt - ohne Kondensator ( der hat mir zu große Funken beim Einbau gezogen, da muß bestimmt ne drossel vor )


    mfg

  • Habe nun gestern eine olle 7113Box rausgekramt und drangetütelt. Nun sinds 11db und alles fuktioniert auch wenn die Phasenanschnittsteuerung vor sich hin brummt - ohne Kondensator ( der hat mir zu große Funken beim Einbau gezogen, da muß bestimmt ne drossel vor )

    Da sollte unbedingt eine Drossel davor. Mit dem Kondensator provozierst du ja eine Fehlanpassung zugunsten des Frequenzumrichters. Diese Fehlanpassung muss durch eine Drossel kompensiert werden, damit es für das Netz wieder erträglicher wird.


    Es gibt geschirmte Starkstromkabel, um dem Problem der vom Frequenzumrichter produzierten und abstrahlenden Oberwellen entgegen zu treten und sämtliche Elektronik halbwegs funktionstüchtig zu halten.
    Das ist ein Schirmgeflecht um die Leiter herum, welches auf dem Erdpotential liegt. Das Schirmgeflecht nur auf einer Seite mit dem Erdpotential verbinden, da es sonst zur Brummschleife kommen kann.

  • ohne Kondensator ( der hat mir zu große Funken beim Einbau gezogen, da muß bestimmt ne drossel vor)


    Ja, wenn Du das Ding auch unter Spannung anschließt ist das normal. Lass Dir nix erzählen. Ich habe 17 Jahre in der Entwicklung gearbeitet und die Probleme mit der Phasenanschnittsteuerung sind mir bekannt. Kommen heute kaum noch vor, da die Phasenanschnittsteuerung kaum noch verwendet wird, wegen dem hohen Störpotential und der dicken Thyristorendstufe. Aber das mit dem Kondensator ist die effektivste Lösung aber ohne Drossel. Mit Drossel baust Du einen Schwingkreis und wenn Du Pech hast hauts dir die Phasenanschnittsteuerung durch.


    Früher hatte auch jede Leuchtstofflampe einen Kondensator direkt paralell zum Netz zur Blindstromkompensation.

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  • Früher hatte auch jede Leuchtstofflampe einen Kondensator direkt paralell zum Netz zur Blindstromkompensation.


    Früher hatte auch jede Leuchtstofflampe eine fette Drossel drin.
    Heute haben selbst die 9,99€ Lampen ausm Hörnchenmarkt ein elektronisches Vorschaltgerät...


    Und Blindstromkompensation ist was anderes als Funkentstörung. Das weiß selbst ich als "Nichtentwickler".
    Kurzum: Das Beispiel war für die Katz.



    mfg JAU

  • Das weiß selbst ich als "Nichtentwickler".


    Da scheinst Du aber auch nicht zu wissen, dass der elektrischer Widerstand von einem Kondensator frequenzabhängig ist. Jeder Kompensationskondensator ist gleichzeitig auch ein Enstörkondensator, wenn er z.B. zwischen Null und Phase ohne Vorwiderstand oder Spule angeschlossen ist. Das waren die Kompensationskondensatoren in der Leuchtstofflampe immer. Zu Deiner Information: je höher die Frequenz umso niedriger der elektrischer Widerstand eines Kondensators. Formel für den Blindwiderstand des Kondensators: Xc = - 1 / (2 * pi * f * C) dabei ist pi =3,14..., f = Frequenz des Störsignals, C = die Kapazität des Kondensators. D.h. für hohe Frequenzen (Störungen sind hohe Frequenzen) bildet der Kondensator einen Kurzschluss und damit werden die sozusagen vernichtet. Also rede nicht über Dinge von dem Du keine Ahnung hast.


    Übrigens: das Beispiel hatte ich nur genommen, weil der alikante bedenken hatte den Kondensator direkt zwischen Null und Phase anzuschließen.

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  • D.h. für hohe Frequenzen (Störungen sind hohe Frequenzen) bildet der Kondensator einen Kurzschluss und damit werden die sozusagen vernichtet.

    Theoretisch ist das zwar so, in der Realität spielt leider die Physik noch mit. Durch den Aufbau des Kondensators(Baugröße, innerer Aufbau), seiner Anschlussbeine und der Verdrahtung bilden sich kleine Induktivitäten aus, die bei steigender Frequenz einen größer werdenden Widerstand darstellen.
    D. h. der Kurzschluss durch den Kondensator wird wirkungslos.
    Den Kondensator wählt nur so groß wie unbedingt nötig um im unteren Frequenzbereich eine ausreichende Wirkung zu erzielen.
    Bei direktem Anschluss an Null und Phase bitte unbedingt einen X2 Kondensator verwenden, der ist Eigenkurschlussicher und brennt dir nicht ab, wenn es mal durch Netzstörspitzen zum Durchschlag kommt.
    Am Besten hilft ein Pi-Filter bestehend aus zwei Kondensatoren und einer Drossel


    Die Werte sind nur Beispiele und müssen dem Laststrom angepasst werden.

  • D. h. der Kurzschluss durch den Kondensator wird wirkungslos.


    Das ist nur wieder Theorie. Wir reden hier von Frequenzen im NF-Bereich bis vielleicht 2 kHz. Höher Frequenzen werden im Netz kaum zu erwarten sein außer man hat einen Blitzeinschlag. Hier geht es aber um eine Phasenanschnittsteuerung. Alleine die Zuleitung von der Leistungsstufe bis zum Heizstab reduziert die Flankensteiheit beim Zünden der Thyristoren sodaß die Amplitude der höheren Freguenzen stark reduziert werden. Daher ist in der Praxis die Reduzierung der höheren Frequenzen ausreichend. Man kann ja zur Not paralell noch ein Kondensator mit einem kleineren Bauvolumen und Kapazität schalten. Auf die Drossel sollte man dabei tunlichst verzichten, denn das bildet einen Schwingkreis und das kann dan bei bestimmten Frequenzen zu Spannungsüberhöhungen führen, die dann u.U. die max. Betriebsspannung der Thyristoren überschreitet was das Ableben derselben zur Folge hat.

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