ZDF Abenteuer Forschung: Blackout - Geht uns das Licht aus?

  • In der aktuellen Ausgabe der ZDF-Sendung Abenteuer Forschung beleuchtet Prof. Dr. Harald Lesch, wie real die Gefahr eines Blackouts in Deutschland ist und ob die zunehmende dezentrale Stromerzeugung eine Lösung, oder ein neues Risiko für die Sicherheit der Stromversorgung darstellt. Für BHKW-Betreiber wenig überraschend...


    -> Zur ganzen Meldung


    -

  • Zitat

    Aufgrund der hohen Mehrkosten stromerzeugender Heizungen mit Notstromfunktionalität, stellen separate Notstromaggregate jedoch oftmals eine kostengünstigere Lösung dar. Zudem sind erdgasbetriebene BHKW zwar zur kurzfristigen Überbrückung kleiner Stromausfälle geeignet, versagen hingegen als Schutz vor einem Blackout, da auch das Erdgasnetz ausfallen kann und kein eigener Treibstoffvorrat vorhanden ist. Auch hier können separate Notstromaggregate punkten, die zumeist mit Diesel oder Benzin betrieben werden.


    Bei größeren BHKWs, die sowieso mit Synchrongenerator ausgestattet sind, ist der apparative Mehraufwand für die sogenannte Netzersatzstromfähigkeit deutlich kleiner und betrifft meist nur eine modifizierte Anlagensteuerung, die z.B. auch in der Lage sein muss, netzbildend den Generator zur Spannungsregelung anzusteuern. Dazu braucht man einen batteriegepufferten Anlasser, der manchmal als zusätzliches Gerät (kann auch kaputtgehen) weggelassen wird und in Form eines Netzstartes per Generators ersetzt wurde.


    Das Erdgasnetz ist sehr zuverlässig und funktioniert auch beim Blackout weiter, weil die ganzen Druckregler mechanisch funktionieren und auf den Transportleitungen (60-80 bar) die Druckerhöhung durch gasturbinenenbetriebene Verdicher funktioniert. Allerdings kann natürlich wenn der Bagger zubeisst, nicht nur ein Stromkabel beschädigt werden, sondern auch eine Gasleitung kaputtgehen. Das ist dann aber kein überregionales Blackout-Phänomen, sondern eine lokale einschränkungen. Daher gibt es auch zwei Sorten von "Notstrom" nach DIN VDE 0107 und 0108. Die 0107 betrifft die Notstromversorgung von Krankenhäusern, hier muss ein Tank vorhanden sein, d.h. auch beim Schaden an der gesamten energetischen Infrastruktur (der vielzitierte Baggerbiss der über mehrere Medien wirkt) soll der OP-Betrieb weiter per USV vorangehen dürfen. Bei der Notstromversorgung nach 0108 (Sicherheitsbeleuchtung für Versammlungsstätten) ist dagegen ein Notstromaggregat mit Gasanschluss zulässig.


    In diesen Fällen ist ein BHKW mit Netzersatzoption meist billiger als ein BHKW und Notstromdiesel parallel aufzubauen. Das betrifft nicht nur den Aufpreis der Anlage, sondern man hat ja auch Vorteile bzgl. Stellplatz, Platz und Wartung für den Öltank, elektrischer Anschluss muss nur einmal gemacht werden, etc. Bei Nano und Mikro-BHWKs ist allerdings der zusätzliche Aufwand für eine Notstromversorgung relativ hoch, wenn man das aber mit einem batteriegepufferten System vergleicht (z.B. Sunny Backup) dann relativiert sich diese Aussage.


    Gruß,
    Gunnar

  • Hallo,


    Zitat: "Bei Sturm steigt die Netzfrequenz im Norden auf über 50Hz an, wärend sie im Stromarmen Süden auf unter 50Hz abfällt...." ?(


    Das deutsche Stromnetz scheint wirklich am Ende zu sein! :P


    Danke den Östereichern, das sie uns mit ihrem 150MW Kraftwerk gerettet haben...
    ...Wobei im Winter 11/12 10Twh laut BNA nach Ösiland exportiert wurden! ;-_


    150MW sind bei 70...74 GW Höchtlast im dt. Netz so als wenn man an der Nordsee ein Eimerchen Sand auskippt!


    Gruß Dachsgärtner