BHKW Einsatz in Kläranlage mit 30 kW Gasmotor

  • JahrHallo liebe Forumsmitglieder,
    ich arbeite momentan an meine Bachelorarbeit und lege für eine Kläranlage (relativ kleine Anlage 13000 Einwohner sind angeschlossen) ein BHKW mit Gasmotor aus, um das dort entsehende Klärgas zu nutzen.
    Meine Frage an euch ist, da ich nur eine begrenzte Menge an vorhandenem Klärgas habe muss ich die Anlage anhand der geordneten Jahresdauerline des Gasertrags erstellen.
    Da nicht all zu viel Gas in dieser Kläranlage entsteht, wird sich auf jeden Fall ein Teillastbetrieb für den Motor ergeben.
    Bei Volllastbetrieb benötigt er 15 m³/h.
    Nach ausführlicher Recherche finde ich allerdings immer noch keine Grafik/Diagramm wie der thermische und elektrische Wirkungsgrad in Abhängikeit von der zugeführten Leistung (da mal mehr, mal weniger Kläragas als Kraftstoff zur verfügung steht) steht.
    Und bis zu welchem Teillastbetrieb kann so ein Gasmotor überhaupt betrieben werden ?


    Wenn mir irgendwer im Bezug auf diese Frage, oder überhaupt wie man so ein BHKW mit Gasmotor bei einer Kläranlage plant weiterhelfen kann, wäre ich überaus dankbar !!!!

  • moin,


    entweder so wie Handbuch schreibt oder direkt an einen Anlagenhersteller wenden. So viele Möglichkeiten gibts da nicht denn Klärgas kann nicht jeder Motor.


    Mal noch ne andere Frage: Was wird aus der produzierten Wärme??


    mfg

  • hey danke für die schnellen antworten
    also die anfallende wärme wird für den faulturm (dort wird der anfallende schlamm gespeichert und unter luftauschluss wird das klärgas erzeugt) benötigt. dieser muss eine konstante temperatur von 37-40° über das jahr haben um die optimalen bedingungen für die klärgaserzeugung zu erfüllen. der strom wird durch die pumpenwerke und die betriebsgebäude selbst verwendet.
    kläranlagen sind extreme energiefresser, sie brauchen teilweise bis zu 20% des gesamten energiebedarfs einer kommune.
    ich habe die anbieter kontaktiert, mal schaun was bei rumkommt.


    mfg

  • also die anfallende wärme wird für den faulturm benötigt.

    Bitte vergewissere Dich das a) diese Wärmenutzung auch EEG konform ist und b) der Faulturm auch die gesamte Wärme aufnehmen kann. In der Regel wird nur ein geringer Teil der Wärme für den Prozess verbraucht !!


    mfg

  • Hallo Bernd 69


    Wir betreiben eine Energiewerkstatt ASV 21/46 21KW Elektrisch 46 KW Thermisch die Anlage kann mit Klärgas betrieben werden und es gibt im Download Bereich ein Diagramm wie sich der Wirkungsgrad beim modulieren verändert. Beim runterfahren geht der elektrische Wirkungsgrad leider auch runter. Es gibt auch eine neue Anlage von der Energiewerkstatt mit 40 KW Elektrisch die bis 10KW runter regeln kann. Bei Vollgas braucht die ASV 40 15m3 Gas und läuft auch Bivalent. Ob für die neue Anlage ein Diagramm im Downloadbereich ist hab ich noch nicht gesehen. Viel Spaß beim rechnen und viel Erfolg mit deinem Projekt.

  • Hey Dirk M,
    das klingt ziemlich interessant, wer sind denn wir und gibt es eine internetseite mit der anlage ? weil du geschrieben hast im download bereich gäbe es diagramme zu der anlage.
    ich wäre dir sehr verbunden wenn du vielleicht nochmal einen link zu der hp schicken könntest.


    vielen dank im voraus
    mfg

  • Hallo Bernd 69


    Wir betreiben unser BHKW in einer unserer Senioreneinrichtungen nicht mit Biogas oder Klärgas.
    Habe es nur auf der Homepage http://www.energiewerkstatt.de/ew-5-01-download.html in den Technischen Daten gelesen. Mit Erdgas betrieben läuft es sehr gut, wer sie mit Klärgas betreibt kann ich dir nicht sagen. Das Diagramm mit Wirkungsgrad Thermisch/Elektrisch war auch irgendwo im Download Bereich. Habe es aber leider nicht mehr gesehen. Wen du es auch nicht findest ruf doch mahl bei dehnen an. Sollten die dir nicht weiter helfen Scanne ich dir es ein, habe es damals ausgedruckt.


    Weiterhin viel Spaß mit deinem Projekt

  • Hallo,
    ein Klärgas-BHKW erzeugt aus 1 m³ Klärgas rd. 2,2 Kwh, bei Teilastbetrieb sind es rd 1,9 kwh.
    Bei einer 13.000 EW Anlage kann man mit einem Gasertrag von ca 260 m³/d rechnen.
    Erfahrungsgemäß wir bei so kleinen Kläranlagen die Gasproduktion im Tagesverlauf sehr stark schwanken. Ein Gasspeicher von ca 400 m³ sollte m.E. vorgesehen werden um die Schwankungen auszugleichen.
    Alternativ ist auch möglich den Schlamm kontinuierlich in den Faulturm zu pumpen, dann reichen
    200 m³ Gasspeicher. Jedoch muß hierzu der Schlammabzug aus Biologie und Vorklärbecken automatisiert werden.(am besten über eine kontinuierliche Überschussschlammeindickung d.h.Primärschlamm und Überschussschlamm zusammen eindicken)
    Die Kläranlage verbraucht im Mittel ca. 700 bis 900 kWh pro Tag, d.h. Einspeisen und EEG kann man abhaken, den KWK Zuschlag kassieren und gut ist.
    Die Wärme wird für betriebliche Zwecke draufgehen (Heizung von Faulraum und Betriebsgebäuden)
    Überschüssige Wärme im Sommer über Notkühler im Belebungsbecken abfahren.
    Die Uni Kaiserslautern hat 2 Untersuchungen über Faulungsanlagen auf kleineren Kläranlagen durchgeführt. Download unter:Zentrum für Innovative AbWassertechnologien
    an der Technischen Universität Kaiserslautern
    LG
    Klärer55