Umstellung alte Ölheizung (23 Jahre) auf BHKW (wenn möglich????)

  • Ein nettes Hallo an alle.



    BHKW hört sich gut, aber lohnt es sich wirklich?



    Ich habe noch landwirtschaftliche Flächen zum Anbau von Miscanthus, falls ein Biomasse -BHKW eventuell rentabler sein sollte und auch viel Platz auf dem Hof.



    momentane Lage:


    1 WE (85m2) bewohnt mit 1 Person, Strom
    1000 kWh


    1 WE (170m2)bewohnt mit 3 Personen,
    Strom 9500 kWh


    1 WE (85 m2) Leerstand


    4700 l Öl + 10500 kWh (2630,-€) für beide bewohnten Einheiten






    geplant


    1 WE (85m2) bewohnt mit 2 Pers


    1 WE (85m2) bewohnt mit 2 Pers


    1 WE (200 m2) bewohnt mit 2 Pers


    1 Werkstatt 180 m² und eventuell
    Beheizung eines Foliengewächshauses


    Verbrauchsdaten
    Jährlicher Stromverbrauch: s.o.
    Jährlicher Brennstoffverbrauch: s.o.


    Derzeitige Heizung
    Energieträger der Heizung:
    Alter und Typ der der Heiztechnik: Wolf, Wärmeleistungsbereich 50-63 kW(überdimensioniert, da 1992 gebraucht gekauft)
    Art der Warmwasserbereitung: integrierter Speicher ca 200 l ?
    Pufferspeicher, Solarthermie: --
    Temperaturen der Heizkreise: 50°C ?
    Hydraulischer Abgleich: nein
    Art der Heizkörper: normale Wandheizkörper, im Bad mit Rücklauf im Fußboden


    Immobilie und Rahmendaten
    Beheizte Fläche, Anzahl Bewohner:
    Art und Baujahr der Immobilie: 1997
    Erfolgte Modernisierungen: nein
    Weitere geplante Modernisierungen: nein
    Zweiter Abgasstrang für BHKW frei: ?
    Zusammenschluss von Nachbarhäusern: eventuell





    Könnte mir jemand von Euch helfen?
    Danke schön.

  • Hallo Pfleger,
    schön, das Sie sich gemeldet haben.


    Das Gewächshaus (180m2) soll "nur" eventuell gebaut gebaut werden. Den Heizbedarf kenne ich dafür leider nicht.
    Die 10500 kW Strom beziehen sich nur auf die beiden momentanen belegten Wohnungen, wobei meine Wohnung allein schon 9500 kWh braucht. (kleines Gewerbe, Gefriertruhen, PC und sonstige Geräte laufen von morgens bis abends).
    Danke schön im Voraus.
    Kati

  • Hallo,


    besteht die Möglichkeit auf Erdgas/Flüssiggas umzusteigen, da ein BHKW Betrieb mit Heizöl zum jetzigen Zeitpunkt nicht wirtschaftlich ist.


    Auch ein Weiterbetrieb der weit überdimensionierten alten Heizölheizung ist total unwirtschaftlich.


    Man sollte bei den Berechnungen von den zukünftig geplanten Nutzung der 3 Wohnungen ausgehen und auf Erfahrungswerte zurückgreifen bei der Planung und Empfehlung eines BHKW mit Zusatzheizung.
    Foliengewächshaus einfach mal außen vor lassen.

    Meine Beiträge geben meine Meinung wieder und können unsichtbare Smilies und ein wenig Sarkasmus enthalten.
    Wer Rechtschreibfehler findet, kann diese behalten.

  • Hallo,


    liegt Erdgas bei euch in der Straße an ja/nein?


    Wenn ja, dann würd ich auf Erdgas wechseln und einen Anschluss legen lassen.


    Wenn nein dann würd ich auf Flüssiggas wechseln.


    Langfristig und auch jetzt sind BHKW´s mit Heizöl nur schwer ohne Verluste zu betreiben, da der Brennstoff tendenziel teurer ist und noch werden wird.


    Um genaueres zu schreiben fehlt der Stromverbrauch mal am Tage von ca. 7-18Uhr und von 18-7Uhr man könnte dann genaueres über die Strom Grundlast sagen.


    Aber noch sind nicht alle Wohnungen wie geplant bewohnt und man müßte jetzt schätzen aber so 12-13000Kwh Jahresverbrauch Strom werdens wohl werden.


    Denke aber ein BHKW in der 1-3kw elektrische Leistung könnte ganz gut passen, so das die Grundlast gut abgedeckt ist und nicht so viel eingespeist werden muß.
    So was z.B. http://www.bhkw-infothek.de/bh…ht/vaillant-ecopower-1-0/
    oder sowas http://www.bhkw-infothek.de/bh…ant-ecopower-3-0-und-4-7/


    Dazu noch eine Brennwerttherme als Spitzenlastheizung, eine zentrale Warmwasserbereitung (wichtig für den Sommer) mittels Frischwasserstion und dann sollte es ganz gut passen.


    Sollte tatsächlich ein Foliengewächshaus eingebunden werden so geschieht das sicher im Herbst und zeitigen Frühjahr und sollte auch noch passen, bei minus 20 Grad wirds eh keiner nutzen.


    BHKW´s die mit nachwachsenden Rohstoffen funtionieren Holz etc. sind noch in der Erprobungsphase .......


    Auf jeden Fall weg vom Heizöl, lieber Gas, zentrale Warmwasserbereitung und dann sollte ein gut geplantes BHKW bei euch gut passen.


    Mehr Stromdaten (Verteilung Tag/Nacht und die Profis könnten mal rechnen hier im Forum......

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  • Moin,


    ein Eco1.0 würde wohl 365Tage rennen und nahezu 100% Eigenstromverbrauch generieren.


    Da es nur 2,5KW ( effektiv bei mir nur 2,3KW ) Wärmeleistung hat könnte der Spitzenlastkessel etwas größer ausfallen. Bei entsprechend großzügig dimensioniertem Puffer wäre als SLK auch ein automatischer Biomassekessel denkbar. ( sollte das mit dem eigenen Feld ernst gemeint sein )


    Aber aktuell gibt es den Eco1.0 noch nicht als Flüssiggasvariante.


    mfg

  • Hallo Herr Dux,
    hallo Alicante,
    ich habe jetzt mal den Verbrauch gemessen. Von 18-7.00 Uhr und von 7.00 Uhr - 18.00 Uhr sind es etwa 16-17 kW. Dies ist bei der Belegung von 225 m2 durch uns und die zentrale Heizung .
    Eine Mieter-WE (85 m2), mit einem alleinstehenden Rentner, hat in seiner letzten Abrechnung 1000 kW verbraucht (er ist sehr sparsam).
    Die zweite Mieter-WE (85 m2) steht leer(Heizung auf Frost).
    Insgesamt werden es dann wohl 9500kW (unsere letzte Abrechnung) + 2 x 2500 kW für die beiden Miet-WE´s werden.
    Ein Gasaschluss ist bei uns nicht möglich.
    Danke für euere Antworten im voraus.
    Liebe Grüße
    Kati

  • Hallo Kathrinchende,


    da bleibt dann das Flüssiggas, hier gibt es verschiedene Anbieter wobei Du den Tank kaufen kannst, oder mieten kannst.
    Wobei mieten, meiner Meinung nach besser ist, hast nix mit Wartung, Reparutur, Überprüfung und Austausch am Hut.


    Es bieten einige Flüssiggaslieferanten spezielle Rabatte und Förderungen für BHKW`s an, einfach mal verschiedene Angebote einholen.


    Die 1kw Elektrisch Leistungsklasse sollte wohl passen z.B. Vaillant eco 1.0, damit sind lange Laufzeiten und ein hoher Eigenverbrauch des Stromes möglich sein. Dazu einen schöne neue Brennwerttherme und Pufferspeicher und Frischwasserstation und dann sollte es passen.


    Anders als in den Prospekten geschrieben kann man mit einspeisen kein Geld verdienen. Strom selber verbrauchen heißt die Devise.


    Hier im Forum tummeln sich einige Profis, die sicher noch mal genauer rechnen und auch noch Tipps parat haben können.

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  • mieten, meiner Meinung nach besser ist, hast nix mit Wartung, Reparutur, Überprüfung und Austausch am Hut.

    ...das sind die Vorteile.
    Nachteil ist, dass Du auch nur von dem Gaslieferanten das Gas beziehen kannst. Dürfte eigentlich nicht sein, is aber so.
    Ich hab seit über 15 Jahren zwei Miettanks und hab auch schon mehrfach versucht, nach Preisvergleich, einen anderen Lieferanten zu nehmen. Sobald der hört dass es ein Miettank von XXX ist, kriegst Du die abenteuerlichsten Ausreden...aber kein Gas.
    Ich würde den Tank kaufen. |__|:-)

    Die dezentrale KWK ist keine Brücke - sie ist die Lösung :thumbsup:


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  • Sind die Liefer-Preise zwischen Miet- und Eigentank denn soooo unterschiedlich

    Ich habs aufgegeben mich da zu informieren weils eh zwecklos is und ich mich jedesmal ärgern müsste. Gefühlt sind´s jedenfalls zwischen 10 und 15 % was ich mehr bezahle.
    Die billigste Lieferung in 2012 war im Sommer mit 76 ct. incl Mwst / ltr. die teuerste im Dez. mit 94 ct.. Liegt auf der Linie vom Heizölpreis.
    Wennst jetzt bedenkst dass der Liter Flüssiggas 6,6 kWh bringt und der Liter Heizöl 10,1 kWh dann muss ich mich schon wieder ärgern :cursing:

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  • Hallo,
    ich würde eventuell auch noch die Variante Hackgut oder Miscanthusheizung prüfen!
    Es gibt Kessel-Anbieter, bei denen man alles verfeuern kann (z.B Agrofire von Hargassner)-beim sehr günstigen Preis für das Brennmaterial kann es sein, dass diese Variante günstiger kommt als ein BHKW mit Flüssiggas.
    Gruß FJS

  • Hallo Fis,
    ja, das wäre für mich auch möglich, leider kann ich die Wirtschaftlichkeit zwischen "normaler" Hackgutschnitzel-Heizung und BHKW nicht einschätzen. Dazu fehlt mir jemand, der mir sagt, was ich genau für ein BHKW brauche und was es kostet(überschläglich) kostet.
    Gruß Kati