Optimale Eigennutzung des erzeugten Stromes beim HEL-Dachs?

  • Ich betreibe meinen Dachs (Heizöl) seit nunmehr 14 Jahren. Die letzte Tanke kostete 0,85€/L. Meine Berechnungen unter Zugrundelegung aller Betriebskosten (Wartung etc.) zeigen, dass sich der Verkauf des Stromes bis zu einem Preis von ca.0.74€/L in etwa die Waage hält. Darüber lohnt sichs nicht mehr. Attraktiver ist beim jetzigen Strompreis der Eigenverbrauch im Haus. Dies habe ich im Moment so gelöst, dass ich etwa 3Kw von den erzeugten 5Kw als Heizung in meinem 1000L Pufferspeicher verbrate und die restlichen 2Kw im Hause. Der Rest (so noch vorhanden) geht an die EnBw. Soweit nichts Neues! Der Schönheitsfehler liegt darin, dass ich benötigte Stromspitzen (Waschmachine , Trockner etc.) aus dem Netz beziehe , also teuer einkaufen muss. Schön wäre wenn mein Stromzähler bis zu dem von meinem Dachs erzeugten Strom still steht, also ich weder Strom nach außen liefere noch welchen beziehe. Dies wäre mit einem bidirektionalen Zähler möglich wenn man die Drehrichtung des Zählrades irgendwie sensensiert.
    Bevor ich hier irgendwelche Versuche mache würde mich interessieren ob einer der im Forum sicherlich vorhandenen Spezilisten sich hierüber schon mal Gedanken gemacht hat oder sogar Lösungen bereitstehen. Bin sehr gespannt! :)

  • Schau mal auf die Seite von Lingg und Janke. Dort findest Du verschiedene Zähler, die mit Sicherheit das können, was Du suchst.


    Viele Grüße


    Thomas

  • Zur Zeit schalte ich über das UP1 - Relais (ist an wenn Anlage läuft) (Dachs A-Programm ) einen Schütz der die 3Kw- Heizwendel ( in meinem 1000L-Speicher vorhanden) 3-phasik mit Strom beliefert.
    Ziel ist die zur Heizung der Heizwendel benötigte Strommenge so zu begrenzen oder zu ehöhen , dass die vomDachs erzeugten 5Kw im Haus verbraucht werden. Klar?
    Die von Lingg und Janke angebotenen Zweirichtungszähler mit Pulserzeugung scheinen für meine Zwecke geeignet. Ich werdemich mit Lingg und Janke
    in Verbindung setzen.
    Danke für die Inputs. :)

  • Ziel ist die zur Heizung der Heizwendel benötigte Strommenge so zu begrenzen oder zu ehöhen , dass die vomDachs erzeugten 5Kw im Haus verbraucht werden. Klar?

    Zähler mit Impulsausgang, ein regelbarer Frequenzumrichter und eine kleine SPS wären für deinen Anwendungsfall genau die richtige Lösung.

  • Ich habe mir zusätzlich den EZ382-C2-FW von Lingg & Janke einbauen lassen. Dies Zähler ist mit einem KNX/EIB Ausgang bestückt. Darüber bekomme ich die Informtionen, wann wieviel Strom zur Verfügung steht. Über den KNX/EIB steuere ich dann meine Geräte. Lass Dich aber beraten, welcher Zähler für Dich in Frage kommt!


    Viele Grüße


    Thomas

  • Ok,


    dann auch die Antwort auf Deine eingehende Frage.


    Ja, kann man. Es gibt optische Tastköpfe ( USB oder RS232 )die den 0 Durchgang der Zählerscheibe erfassen. Typischerweise gibt das 75 Impulse / kWh. Da Bezugszähler und Lieferzähler niemals gleichzeitig laufen braucht es auch keine Richtungserkennung.


    mfg

  • Hallo BHKW-Betreiber,
    eine Leistungsreduktion ist gerade beim Heizöldachs auch möglich, um bei der entsprechenden, zu erzueugenden Wärmemenge, die Laufzeit zu verlängern und mehr Strom selbst zu nutzen. Mein Dachs lief 2012 die meiste Zeit mit 3,5 kW. Beim dreiphasigen Heizstab könnnte man auch die einzelnen Stäbe über Relais und/oder Dimmer schalten, um eine recht gute Leistungsanpasssung zu schaffen. Eine Messung an mechanischen Zählern ist vermutlich zu ungenau und stammt naturgemäß aus der Vergangenheit und ist nur bedingt zur Steuerung nutzbar.


    @ CTNN2011: Wie gut ist die vom Zähler gelieferte Wirkleistungsmesseung zeitlich aufgelöst? Zur Zeit nutze ich für die Steuerung meines Akkusystems den Impulsausgang der verbauten Zähler. Ich muss 3 Minuten als Zählzeit verwenden, um bei vorgegebenen Anzahl von Impulsen eine vernünftige Auflösung zu erhalten.

    Viele Grüße

    Hololoy


    Senertec Dachs HR 5,3 kW (2004), PV 1: 10 kWp (2008), PV 2: 5 kWp (2009), PV 3: 3,75 kWp mit Eigenstromnutzung (2013), PV 4: 7,5 kWp mit Eigenstromnutzung (2015), Speicherakku stationär: 24V, 10kWh brutto (2010), Zero SR: 13 kWh (mobiler Speicher, 2016), Opel Ampera: 16 kWh (mobiler Speicher mit Wärmeerzeuger, 2013)

  • Wie reduziert man die Leistung? Mit Schraubschlüssel an der Einspritzpumpe oder elektronisch?
    Auch, wenn es nicht den Anschein hat, ich bin ja für das volle Einspeisen des erzeugten Stromes ins Netz. Nur so schaffen wir die Energiewende, bei der umweltfreundlich erzeugte Energie die umweltverpestende ersetzen will. Ersetzen heißt dann eben Ersetzen, im Netz, möglichst im gesamten, mindestens aber im Nahnetz. Herr Altmaier hat da schon das wichtigste Thema angesprochen. Das geht aber nur, wenn die Nahnetze für den wirlich kostenlosen Energieaustausch freigegeben werden.
    Wenn das nicht geschieht, endet die Energiewende in bezahlter Energievernichtung wie bisher.
    Ich glaube, ich fahre noch nach Brüssel und lege Beschwerde ein.
    Solch eine Volksver"ar"beitung wie in Deutschland darf es in einem freien Europa nicht mehr geben.


    Einige von uns meinen, es müsse dann eine Netznutzungsgebühr erhoben werden. Das haben wir ja jetzt: 24,5 Cent pro über 200 Meter Entfernung transportierte kWh. Nein, das muss ganz aufhören und wir sollten alle zur Energiewende beitragen. Auch die EVUs. Unsere Gegenleistung ist, dass wir unsere Stromverbraucher und BHKWs bevorzugt dann einschalten, wenn es den EVUs genehm ist. Nein, die dürfen unseren Strom nicht mehr in die Hände bekommen und die Energiewende hintertreiben, wie bisher. Die sollen ihren Überschussstrom nach Osteuropa schicken, wie es jetzt schon geschieht und auch die Fernleitungen dazu finanzieren.


    Dann sind auch unsere ganzen Spielchen mit der Einspeisungsvermeidung und Stromvernichtung per Direktheizung überflüssig und auch meine Wärmepumpennutzung hat ausgedient. Eigentlich verwende ich mein Wärmepumpenprojekt nur als Drohmittel, um auf die unsinnige Handhabung der EEG-und KWK-Gesetze aufmerksam zu machen. Ich warte tatsächlich bei unserem Kölner Projekt auf die Gesetzesänderung. Dann heißt es, 5,5kW-Dachs statt 1kW-Hasen.
    Also, statt noch teuer in Zähler, Elektronik zur Nichteinspeisung und Heizstäbe zur Energievernichtung, oder ich, in Wärmepumpen zu investieren, sollten wir lieber genau verfolgen, was der Herr Altmaier anstellt und da habe ich einen sehr positiven Gedanken in seinen Ausführungen entdeckt.
    Ich bin jedenfalls für das Ende der Energievernichtung, wie er auch.


    In vielen anderen Ländern kann jeder seine Strippen über die Straße ziehen, wie er will. Das halte ich aber für die zweitbeste Lösung.



    Solange sich das nicht ändert, betreibe ich aus finanziellen Grunden weiter meine bezahlte Energievernichtung in Heizstäben und mit meinen regelbaren Wärmepumpen. Dann wird der Strompreis eben noch teurer werden, wie es meine grünen Freunde immer wollten.
    Also, auch der Hans-Joseph, wie Du sagst, Alikante. Der Reiner Priggen aber sicher nicht?