Nachbar anschließen und wenn nicht dann was?

  • Guten Tag! Wir planen ein BHKW einzurichten und möchten unseren Nachbarn(und am besten deren Nachbarn genauso) die Wärme/Strom verkaufen.
    Erstmal bin ich absolut neu in diesem Gebiet und habe deswegen einige Grundsätzliche Fragen:


    - Ich habe gehört dass man nur den jeweiligen Nachbarn(also rechts und links) vom Haus anschließen kann. Um den Nachbarn des Nachbarn(also zwei mal rechts oder links) anschließen zu können muss der erste Nachbar angeschlossen sein. Stimmt das?


    - Somit kann man keinen Nachbarn "überspringen". Ich frage diese Frage weil ich einen Nachbarn habe der meinen Strom/Wärme beziehen wollen würde. Jedoch sind 2 Häuser zwischen uns gelagert und wir wissen nicht ob das nun möglich ist. Habt ihr da eine Idee?


    - Gegenüberliegende Häuser kann man nicht anschließen da eine Verbindung nicht möglich ist wenn eine Straße zwischen den Häusern verläuft. Stimmt das?


    - Wie würdet ihr am besten vorangehen wenn ihr einen Nachbarn dazu überreden wollt auch Wärme/Strom von euch abzunehmen?


    - Da ich wegen der Nachbarn eine größerer Anlage kaufen würde besteht die Gefahr dass nach 1-2 Jahren einer der Nachbarn sein eigenes BHKW kauft und ich somit überschüssige Kapazitäten habe. Strom kann ganz easy an die Stadt abgeführt werden aber Wärme nicht. Gibt es eine Möglichkeit oder ein Produkt/Modul/Generator welches die überschüssige Wärme möglichst effizient in Strom umwandeln kann sodass ich trotzdem weiterhin meine Anlage auf Volllast betreiben kann und die entstehenden Ressourcen möglichst wirtschaftlich verwerten kann? Und wird solch eine Anlage auch von den BHKW Herstellern angeboten? Ich konnte bis jetzt nichts bei den Anbietern finden was darauf hinweist....


    Ich bin euch sehr dankbar für jeden nützlichen Tipp! :-)

  • hallo,
    zu ersten Frage: Das darfst natürlich dein Übernächsten Nachbar versorgen aber ohne Öffentlichen Grund zu betreten.
    2 Frage siehe oben.
    3 Frage: Die beste Überzeugung ist eine selbstbeteiligung der Nachbarn zu geben. So bauen diese auch keine KWK-Technik außerden dürften Sie diese auch nicht bauen da diese an ein Nahwärmenetz angeschlossen sindoder durchgezogen wird.
    Eine GBR dürfte dir dabei gut weiter helfen.
    Schau dir mal folgenden Link an:
    http://www.bhkw-infothek.de/bh…/#toc-mieter-und-abnehmer
    Einen Rechtsanwalt oder Steuerberater der sich mit der Matherie auskennt würde dabei auch gut tun.


    Gruß
    Pfleger

  • Solltest du wider Erwarten zufälig einen deutschen Kaiser als Nachbarn haben, bestände, zumindest theoretisch, die Möglichkeit, ihm die Wärme in Form einer gefüllten Badewanne, auch über öffentlichen Grund, zutragen und verkaufen zu lassen. Er ließ sich jedenfalls damals nicht lunpen und nahm die Dienste des Hotel du Rome gegenüber dankbar in Anspruch.


    http://de.wikipedia.org/wiki/Altes_Palais_%28Berlin%29 :thumbsup:

  • Hallo,

    Ich frage diese Frage weil ich einen Nachbarn habe der meinen Strom/Wärme beziehen wollen würde. Jedoch sind 2 Häuser zwischen uns gelagert und wir wissen nicht ob das nun möglich ist. Habt ihr da eine Idee?


    Dann müßten die beiden "dazwischen" einer Leitungsverlegung über ihr Grundstück zustimmen, evtl. sicherheitshalber mit eintragung ins Grundbuch....


    - Gegenüberliegende Häuser kann man nicht anschließen da eine Verbindung nicht möglich ist wenn eine Straße zwischen den Häusern verläuft. Stimmt das?


    Als Wärmenetz mit Zustimmung der Stadt ist das evtl. möglich, Strom eher unwarscheinlich, da die Stadt dies schon dem Stromnetzbetreiber gegen entrichtung der Konzessionsabgabe erlaubt hat.

    Strom kann ganz easy an die Stadt abgeführt werden aber Wärme nicht.


    Strom einspeisen ist vom wirtschaftlichen her schon mit förderung durch "KWK Zuschlag grenzwertig, nach dem auslaufen nach 10 Jahren legst du bares Geld dazu!


    Gruß Dachsgärtner

  • Gibt es eine Möglichkeit oder ein Produkt/Modul/Generator welches die überschüssige Wärme möglichst effizient in Strom umwandeln kann sodass ich trotzdem weiterhin meine Anlage auf Volllast betreiben kann und die entstehenden Ressourcen möglichst wirtschaftlich verwerten kann? Und wird solch eine Anlage auch von den BHKW Herstellern angeboten? Ich konnte bis jetzt nichts bei den Anbietern finden was darauf hinweist....

    Die allerwichtigste Frage für mich :-)

  • Ganz einfache Antwort: Nein


    Bei einem BHKW mit Verbrennungsmotor wird der Brennstoff so über den Daumen zu 1/3 in Strom und zu 2/3 in Wärme umgewandeld, anzgl. ein paar % Verlust.


    Bei den Strilings ca. 10 % Strom und 90% Wärme....


    Aber evtl. möchte ja ein Nachbar in PV investieren, alles mittels Zählerkaskade über einen Stromanschluß, das BHKW läuft dann besonders viel, wenn die Sonne nicht so oft scheint.....

  • Was heißt PV?


    Ich habe viel recherchiert und bin auf diese Thermoelektrischen Generatoren gekommen. Sie sollen bis zu 20% Ausbeute haben(was meiner Meinung nach zu ineffizient ist) und noch in Entwicklung sein.
    Hat jemand anderes dazu irgendwelche Informationen welche Firmen solche Generatoren denn schon anbieten!?!
    Am besten wäre es natürlich wenn solch ein Generator von der BHKW-Firma als Modul angeboten wird...


    Gibt es auch BHKW-Anlagen mit sehr hoher effizienz welche vermehr Strom statt Wärme produzieren? Sprich 2/3 Strom und 1/3 Wärme ?!?

  • Verbrauchsdaten


    Jährlicher Stromverbrauch: 20 000 kwh


    Jährlicher Brennstoffverbrauch: 80 000 kwh




    Derzeitige Heizung


    Energieträger der Heizung: Fernwärme


    Alter und Typ der der Heiztechnik: ca. 15-20 Jahre


    Art der Warmwasserbereitung: Fernwärme


    Pufferspeicher, Solarthermie: Keine vorhanden


    Temperaturen der Heizkreise: Keine Ahnung


    Hydraulischer Abgleich: Keine Ahnung


    Art der Heizkörper: Keine Ahnung




    Immobilie und Rahmendaten


    Beheizte Fläche, Anzahl Bewohner: 760 Quadratmeter 28 Bewohner


    Art und Baujahr der Immobilie: 1966


    Erfolgte Modernisierungen: Keine


    Weitere geplante Modernisierungen: Keine


    Zweiter Abgasstrang für BHKW frei: Jo


    Zusammenschluss von Nachbarhäusern: Keine Zusicherung

  • Hallo ,
    wie schon geschrieben bekommst du diese Anlage genehmigt????


    Vorher braucht man gar nicht weiter rechnen.


    Deine KWK-Anlage sollte ca 8 kW Wärme haben. Diese haben den oben genannten Wirkungsgrat.
    Man kann natürlich auch Brennstoffzellen verwenden.
    Diese haben den erwünschten Wirkungskrat ob es so große auf dem Marklt gibt ist fraglich.


    Die PV hat eine garantierte Preissperre bei dem Eigenverbrauch für die nächsten 20 Jahre. Ist mehr werd als die Einspeisung.


    Gruß
    Pfleger

  • Moin,


    von einer "Genehmigung" im Zusammenhang mit Nahwärmenetz und BHKW zu sprechen ist irreführend!


    @ gengruipu - Wenn Deine Gemeinde keinen "Anschluß und Benutzungszwang" für die Fernwärme beschlossen hat darfst Du ein BHKW einbauen.


    ABER, du wirst die Bafa Impuls Förderung nicht bekommen!! Stromverkauf und KWK-Zuschlag ist aber unabhängig davon.


    mfg