Förderung von Energievernichtungsanlagen mittels EEG

  • Liebe Leute!Über das EEG fördert Ihr selbst alles, was mit alternativer Energie zu tun hat und subventioniert den teuer erzeugten Strom auf 4 Cent herunter, sodass die EVUs damit gewinnbringend überflüssige und schädliche Aluminiumelektrolyseanlagen betreiben.
    Nebenbei wird noch Primärenergie vergeudet.


    Es gibt Dinge, die dürften einfach nicht sein.


    Hier ein Solches:


    Vorbemerkung: Direkt in Wärme umgewandelte elektrische Energie ist Energievernichtung.


    Euer Blockheizkraftwerk erzeugt nicht selbst verbrauchten Strom. Ihr speist ein, für 4 Cent die kWh.


    Würdet Ihr den Strom zur Energievernichtung durch ohmsche Aufheizung von Brauchwasser nutzen, stellt die so gewonnene Wärme, je nach Gaspreis, einen Wert von ca 7,5 Cent bei Brennwertnutzung dar. Ihr werft also Geld weg, wenn ihr, eigentlich nutzbringend, einspeist, statt den Strom, pfui, zu vernichten.
    Wohlgemerkt, die von Euch selbst über das EEG bezahlten Subventionen laufen in beiden Fällen weiter, auch die Wartungskosten von rund 4 Cent pro kWh. Ja, die von Euch selbst finanzierte Subvention fördert die Energievernichtung.


    Haltet Ihr das für gut? Kann man nicht von einer Regierung verlangen, dass sie so etwas unterbindet?
    Ich bin schon versucht, ins Ausland auszuwandern. Wer weiß, was hier noch alles auf und zukommt?


    Diese Art von Energiewende will ich nicht!

  • Bernd du erzählst MURX,


    ich selbst bin auch kein Freund vom verheizen der hochwertigsten Energieform Strom.


    Aber wir bekommen keinen Cent der EEG Umlage weil das groß unserer User sein BHKW mit fossilen Treibstoffen betreibt und deshalb unter das KWKG fällt.


    Bitte recherchiere erst bevor Du solche Parolen loslässt.


    mfg

  • Anderer Name, ansonsten die gleiche Methode der Umlagenfinanzierung. Ich sehe nur, dass es sehr schwer ist, in einem Haus für einen hinreichenden Zeitraum die sinnvolle Nutzung des gesamten erzeugten Stromes zu erreichen. Wer hat schon 12.000kWh Stromverbrauch?
    Ich hatte mir nicht ohne Grund das Haus mit den verschiedenen Heizkreisen ausgeguckt, in dem die volle sinnvolle Verwendung des erzeugten Stromes mittels zusätzlicher Wärmepumpe möglich ist.
    Inzwischen haben wir aber voll auf Brennwertnutzung umgeschaltet. Die Wärmepumpe ist istillgelegt.
    Es ist auch reine Glückssache, ob der direkte Nachbar Feuer und Flamme für eine Mitanbindung ist.


    So landet ein Großteil des Stromes tatsächlich auf dem "Müll". Auch die teure Umlage ändert nichts daran.
    Könnten wir vorrangig ins Netz einspeisen und direkt verkaufen, wären die Umlagen überhaupt nicht erforderlich.

  • Hallo Bernd,
    du kannst doch jederzeit dein Strom verkaufen. Nicht jedes Haus ist für eine KWK Anlage ausgelegt. So gibt es eben alternativen wie Wärmepumpe, Solar oder eben nur Gas für jedes Haus das richtige.


    Die Zeiten von billigen EEX werden auch wieder verschwinden keine Angst.
    Deutschland ist zwar nicht besonders gut in der Energiewende wird aber zu den besten in Strom Weltweit gehöhren.
    Gruß
    Pfleger

  • Die Zeiten von billigen EEX werden auch wieder verschwinden keine Angst.


    Wenn die Politik nicht radikal umsteuert, wird das zu unseren Lebezeiten aber nichts mehr. Wir bewegen uns doch schon immerhin häufiger im Bereich negativer Preise an der EEX. Solange der Ausbau von Fotovoltaik und Windenergie ohne die Schaffung entsprechender Leitungs- und Speicherkapazitäten so weitergehen, weiß ich nicht, wie man einen weiteren Verfall der Strompreise an der EEX aufhalten soll. Leider haben die Stromverbraucher nichts davon, da niedrigere Preise an der EEX eine höhere EEG-Umlage für den Endverbraucher bedeuten.


    BHKW-Betreiber sollten vor diesem Hintergrund Stromeinspeisungen auf ein Minimum reduzieren und sicherheitshalber schon bei der Planung mit niedrigeren EEX-Preisen kalkulieren.

  • Hallo Predoko,
    sollange wie es ein Überangebot an Energie gibt hast du recht. Es werden aber zur Zeit genau die wichtigen Gasanlagen stillgelegt. Bei der Kohle werden auch unrenntable Anlagen stillgelegt allerdings werden auch wieder neue Braunkohlegraftwerke gebaut. Je schneller das EEG stattfindet desto mehr regelbare Kraftwerke werden benötigt. Welche in meine Augen auch Speicher ersetzen können. Dann kommen wir ins spiel unsere KWK-Anlagen können schnell eingeschaltet werden und wieder ausgeschaltewt werden. Im Winter scheint wenig Sonne so wird mehr KWK-Benötigt im Sommer weniger. Der für uns in der Zukunft interesannte Spitzenstrom wird auch teurer.


    Gruß
    Pfleger

  • Was die Priesterschaft dort oben in Delphi verkündet, ist zur Zeit absoluter Murx. Unsere Abgeordneten verstehen nur nicht, welcher Art von Gesetzen und Erlassen sie da zustimmen. Sie benötigen das Gespräch mit uns. Ein sicherlich kompetenter Gesprächspartner ist dabei Reiner Priggen von den Grünen, der versteht sich absolut auf Sachfragen, gerade in unserem Bereich und kann diese auch an die richtigen Stellen weitergeben.
    Da er sich mit Technik sehr gut auskennt, ist er in seiner Partei nicht überall gut gelitten.



    Was mich angeht, niemand kann mir weis machen, dass immer, wenn ich mein BHKW anwerfe, meine Nachbar nebenan und damit zig Millionen anderer Bundesbürger, genau den Strom, den ich gerade erzeuge, im gleichen Moment benötigen. Denn, wenn ich Heizbedarf habe, hat ihn der Nachbar ihn ebenso. Die Kältewellen enden nicht an der Grundstücksgrenze, auch, wenn das Wetter dabei noch öffentlichen Grund überschreiten muss.
    Der Nachbar heizt nicht mit Strom? Das kann man ändern, denn es gibt Wärmepumpen, die genau den erzeugten Strom benötigen. Sind es Luft-WPs, dann muss bei tiefen Temperaturen zugeheizt werden, während Wasser-WPs sehr genau und gleichzeitig den Strom dringend benötigen, der in BHKWs erzeugt wird.


    Eine verantwortungsvolle Regierung hat deshalb das gesamte Stromnetz zur dezentralen Stromverteilung kostenlos zur Verfügung stellen, wenn sie die Energiewende wirklich will.
    Sprich, keinerlei EEG und KWKG - Umlagen mehr, dafür speist jeder 100%ein und bekommt den erzeugten Strom zum Endverbraucherpreis voll, ohne jeden Abzug, vergütet.


    Um dabei keine Störungen des Netzes zu verursachen, sollte Wärmeführung im Vordergrund stehen. Daneben besitzen wir gewaltige Speicherkapazitäten, sodass wir durch eine Anbindung an die Netzagenturen Strom-Engpässe und Überschüsse ausgleichen können.


    Meine Aufrufe, ein eigenes BHKW-Elektroauto-Windenergie-Photovoltaik-Wärmepumpennetz aufzubauen, ist nichts als eine Kampfansage, die ich nicht mit Ernst befürworte.
    Es gibt vernünftigere Lösungen, auch in diesem Staat, und wenn wir alternative Energie salonfähig machen und Kernkraftwerke stilllegen wollen, müssen wir alle zusammenarbeiten.


    Nein, mein Aufruf zum eigenen Netz ist nur retorisch gemeint. Wichtiger ist das Gespräch mit den verantwortlichen bei Rheinbraun und EON, und, das wir unseren Abgeordneten die Zügel in die Hand geben, die eine vernünftige Energiepolitik ermöglichen.


    Im Übrigen zähle ich mich zwar irgendwo zu den Kernenergiegegnern, bin aber gegen jeden Abriss intakter Anlagen, die allesamt eingemottet werden sollten. Den bisherigen Betreibern ist die Verfügungsgewalt entziehen und jedes Wiederanfahren zu vermeiden.
    Ja, ich behaupte, das ist möglich, mit Hilfe einer vernünftigen BHKW-Politik, bzw. Nicht-Block-Heizkraftwerken, wenn es um etwas größere Anlagen geht.


    In den letzten Tagen habe ich etwas geblättert bei den verschiedenen Motorenherstellern. Mit MAN haben wir einen fähigen Motorenbauer für Motoren mit 50 Jahren Lebensdauer in unserem Land, und das ist nicht der einzige fähige Betrieb.
    Das kleine Ecopower mit seiner atkinsonartigen zwei-Kurbelwellensteuerung ist auch ein ordentlicher Schritt nach vorne, löst aber nicht alleine das größere Vorhaben, die Energiewende.
    Solange die Anlagen unter 10 Megawatt thermischer Leistung bleiben, ist auch die Wärmeverteilung in Bevölkerungsballungspunkten, Dörfern und Siedlungen, kein Problem.
    Delphi hin, Delphi her, wir sollten unsere Zukunft in die eigenen Hände nehmen.

  • Hallo,


    kaum gibt es mal ein wenig Strom im überfluß, da schreien RWE und co. wieder nach der Nachspeicherheizung!


    Nur, wenn ich einen Kunden mit dieser ausstatte, dann muß dieser logischerweise auch in einer Kältewelle mit Strom dafür beliefert werden.


    KWK - egal ob klein oder groß sollte grundsätzlich mittels "smard grid" endweder positive oder mittels "Tauschsieder XXL" negative Regelenergie bereitstellen können! |__|:-)


    Bei der Energiewende geht es irgentwie zu wie im wilden Westen: Strommulti´s gegen Kleinerzeuger, Bürger gegen Leitungen, Kraftwerksbetreiber kontra Übertragungsnetzbetreiber, mittendrin unsere hilflosen, ahnungslosen an den Strippen der Lobbyisten hängenden Politikmarionetten |__|:-)


    Die Offshore Windenergie bringt schon genügend Transportbedarf für die Netze von Nord nach Süd - warum müßen denn jetzt auch Rudelweise Konventionelle Kraftwerke an der Küste gebaut werden, nur weil sie dort preisgünstiger mit Importkohle versorgt werden können?
    - Richtig, es gibt im EnWG keinerlei "Bonus" Strom verbrauchernah zu Erzeugen - wäre übrigens auch was für BHKW´s


    Mit diesem Bonus würde sich evtl. auch im Norden die ein oder andere PV Anage lohnen, genauso wie im Süden "Onshore" Windenergie.


    Gruß Dachsgärtner

  • Hallo Dachsgärtner,
    du hast zwar recht das es keine Premien gibt für verbrauchsnahen Strom.
    Die KWK bekommt aber eine "Netzgeldrückerstattung" und der Strom kann selbst verbraucht werden..
    Kleine PV-Anlagen bekommen von vornherein mehr Vergütung und der Eigenstromverbrauch ist auch höher angesezt, auch wenn es nur Einsparungen sind.
    Mit dem Smart Grit gebe ich dir recht. gehört auch unter den Artikel :
    CODE2 - Eine KWK-Roadmap für Deutschland und Europa - die Potenziale umsetzen


    Da können wir was bewegen.
    Gruß
    Pfleger

  • Hallo,

    Die KWK bekommt aber eine "Netzgeldrückerstattung"


    Ich bekomme glaube ich 0,14 Ct/Kwh, das reicht am Jahresende nichtmal fürn Eis!

    und der Strom kann selbst verbraucht werden..


    Wenn man das so wie ich kann, dann rechnet es sich evtl. - wenn ich viel Einspeise, dann ist es selbst in den ersten 10 Jahren mit Förderung nur eine schwarze Null!

    Kleine PV-Anlagen bekommen von vornherein mehr Vergütung


    Aber halt mit der Gießkanne, ganz gleich ob der Strom in der Region gebraucht wird oder nicht....

    und der Eigenstromverbrauch

    Eigenverbrauchsförderung ist seit 01.04.2012 Geschichte!


    Diese vollbremsung in der Solarförderung - dafür Vollgas bei Offshore Windparks ?(


    Wer hat von der Solarförderung profitiert? Der Bauer/Häuslebesitzer dem das Dach gehört, der Dachdecker/Elektriker von nebenan usw.


    Wer profitiert vom Offshore-Windstrom? ABB, Siemens, Hochtief, usw.


    Während hier an Land um einen Netzverknüpfungspunkt für WKA uns PV gerungen wird, bekommt der Offshore Windpark die Milliardenschwere "HGÜ Steckdose" zu lasten von allen kleineren Stromkunden auf See vor die WKA Tür gelegt.


    Ich finde die Idee der Energiewende gut, und wenn die Lasten gleichmäßig verteilt werden ist das auch zu stemmen.


    Aber im Moment läuft das nach dem Motto: Wenn jeder an sich denk, dann ist ja auch an an jeden gedacht!