BHKW und Märmepumpe für die Spitzenlast: macht das Sinn

  • Mir ist in den letzten Tagen das obige Thema in den Sinn gekommen. Vielleicht ist es hier ja schon lange ausdiskutiert und verworfen, ich habe aber nichts gefunden.


    Meine Situation: ich habe ein ecoPower 1.0 mit Therme VC126 und 800l Pufferspericher bestellt.


    Nun bin ich auf die neuen Wärmepumpen von Panasonic gestoßen. Die gibt es ab 3kW. Sollen per Liste 5.000€ kosten, gibt es aber im inet schon zur Hälfte. Wenn davon noch die BAFA 1.300€ übernimmt, bleiben für mich 1.200€ plus Installation nach.
    Ich habe rechnerisch einen Wärmebedraf von 11.000 kWh Spitzenlast. Kann davon die Wärmepumpe einen Teil wirtschaftlich erzeugen ??(


    Für alle Ideen bin ich sehr dankbar.

  • Ja, dasThema wurde schon mehrfach angesprochen.


    Wärmebedraf von 11.000 kWh Spitzenlast


    Die 11000kWh sind keine Spitzenlast, deine Spitzenlast sind 4,8kW - vorausgesetzt Warmwasser ist bei den 11MWh schon mit drin..


    Problem bei der WP ist das du den aufgedruckten kW nicht trauen solltest. Deswegen: Was für Heizung hast du (Fläche oder Heizkörper) und was ist das für ne WP.


    In der Regel kann man aber sagen das der BHKW-Strom zu teuer ist ihn zu verheizen (auch inner WP) und es wirtschaftlicher wäre das Gas gleich durch die Therme zu lassen.



    Inwiefern man den Inverter solcher WP nutzen könnte um nur den Überschuss zu verheizen ist mir noch unklar.



    mfg JAU

  • Moin

    in der Regel kann man aber sagen das der BHKW-Strom zu teuer ist ihn zu verheizen

    Aber ihn für 6Cent zu verschenken ist auch nicht die Lösung!!


    @ woever - willkommen im Club, habe ebenfalls das Eco1.0 + VC126 aber an nem 2000Liter Puffer .||.


    Mein Stromverbrauch ist recht hoch, trotzdem bringt das Eco mehr als ich nutzen kann vorallem Nachts. Deshalb werd ich wohl 2 Heizpatronen bauen und die mit IPS steuern ich denk da an Heizeinsätze für Handtuchheizkörper mit 150 und 300Watt.


    mfg

  • Hallo Alikante,


    das mit den 2.000l Puffer überrascht micht jetzt. Ich habe eine Wärmebadraf von 32.000 kWh und 6.000 kWh Strom. ich bin am Überlegen ab 500l oder 800l Puffer. Mit einer Wärmepumpe würde ich sicher auf 800l gehen.

  • Keine Bange,


    der große Puffer ist ein Überbleibsel meiner ollen EEG BHKW und wird des Sommers auch noch Solar beschickt - mit dem 500er kannst Du eigendlich nix falsch machen. WP gibt hydraulisch auch ein Problem da sie sehr niedrige RL Temperaturen benötigt, die sind aber ganz fix durchmischt.


    mfg

  • Luftwärmepumpe ist nur auf den ersten Blick günstig. Ich weiß nicht wer solchen Schwachsinn verbreitet. Demnächst wird es keinen verbilligten Strom für WP mehr geben. Hinzu kommt, dass man nur noch aus der Regierung und sonstige von der Stromlobby gesponserten Quellen hört, dass man die Stromnetze ausbauen muss sonst steht der Kollaps kurz bevor. Aber gleichzeitig wird der Stromverbrauch erhöht indem man massiv die Werbetrommel für die WP rührt. Eine WP verbraucht Im Durchschnitt mehr Strom als für den Rest eines Haushaltes benötigt wird. De Fakto wird mit jeder WP der jeweilige Stromverbrauch eines Haushaltes mehr als verdoppelt. Das nennt man dann Energiewende. Dann verbraucht die WP auch noch Grundlaststrom aus Kohle- und Kernkraft. Dafürmuss dann eine HGÜ-Station in Mehrbusch gebaut werden, damit der dreckige Braunkohlestrom auch in den Süden kommt. Die Kosten trägt der kleine Endverbraucher, da die Großverbraucher von den Netzkosten usw. systematisch befreit werden.


    Die kWh-Strom wird in Kürze 30ct und mehr kosten. Dann schauen die WP-Betreiber alle in Röhre. Schöne neue Energie-Welt. Die Lobbyisten von Rössler und Co lachen sich jetzt schon halb tot. :pfeifen:


    Übriges die Mähr von der Eigenversorgung der WP mit einer PV macht auch noch die Runde.
    Frage: Wann gibt es PV-Strom und wann muss die WP Wärme liefern ???
    Antwort: PV liefert im Sommer, WP verbraucht im Winter


    Noch was: Jetzt schon ist der Betrieb einer WP teurer als der einer BW-Therme und die WP erzeugt mehr CO2. Aber es gibt Vertreter die können das Gegenteil berechnen. Nach dem gleichen Rechenschema arbeiten Lehrer nur einen Tag im Jahr. :glaskugel:

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
    http://perdok.info/
    Oscar Perdok GmbH
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  • Aber ihn für 6Cent zu verschenken ist auch nicht die Lösung!!


    Ne, freilich nicht. Aber noch besser wärs ihn garnicht erst zu produzieren.


    Eine WP ist allemal besser als ein Heizstab. Gerade bei den eingessesenen Klimaherstellern fällt mir auf das Inverter mit verbaut sind.
    Allerdings hab ich (noch) keinen Schimmer wieviel Minimallast die Teile erzeugen. Blöd wärs dann halt wenn man eine WP mit Überschussstrom aus BHKW betreiben möchte aber wieder zukaufen muss weils nicht ganz reicht.


    Ich habe Heizkörper


    Dann lass die Finger von ner L/W-Pumpe.



    mfg JAU

  • So wie Alikante das macht, ist das richtig - sofern man genug Platz hat. Schwarze Speicher kosten "fast nix". Also schön das kleine Eco auf n großes Volumen arbeiten lassen.


    Ali, was hat dein Eco für ne jährliche Laufzeit?


    tschau

  • Für deutsche Wärmepumpen unterschreibe ich alles, was Ihr gesagt habt. Nicht aber für folgende von Mitsubishi Heavy Industries oder von Hitachi.
    Ja, das sind Klimaanlagen und passen perfekt zum Hondagerät.


    http://www.commito24.com/klima…hi-heavy/wandgeraete.html


    Aber nur die beiden kleinsten, keine größeren oder gar Multisplitgeräte aufschwätzen lassen.


    Noch leistungsfähiger, aber unverhältnismäßig teuer ist das kleinste, entsprechende Hitachi-Gerät.


    Ihr könnt diese drei Geräte mit keinem anderen vergleichen, allenfalls mit höllenteuren österreichischen, von Heliotherm und Ochsner..


    An einer Steuerung, die exakt vom Zähler gesteuert wird, damit genau nichts eingespeist wird, arbeite ich noch.


    Die Anlagen sind bis auf die Kälteleitungen komplett, ich empfehle, aus Garantiegründen, wenn es eben geht, vom Anbieter, der Kältebauer ist, montieren zu lassen. Ihr werdet staunen, was diese kleinen Geräte können!Sie regeln zwischen 190 und 1300 Watt, kurzfristig auch bis 1600 Watt (15 Minuten). Ausgangsleistung bei -20 Grad noch das Doppelte, bei 5 Grad ca das 5,5fache...
    Im Jahresschnitt ein COP von über 4.


    Ja, ich verstehe , dass hier einige gegen alle Arten von Wärmepumpen sind. Es gibt aber Ausnahmen, die kaum einer kennt.


    Wie ich die kleine Mitsubihi ansteuere? Ich betrüge sie ein wenig, indem ich einen Heizwiderstand in der Nähe des Zimmertemperatursensors anbringe und diesen proportional mit dem S0-Signal vom Zähler ansteuere...
    Von einem Eingriff in die Elektronik des Geräts rate ich dringend ab.


    Einige hatten mir dringend von meinem Wärmepumpenvorhaben abgeraten, was , obwohl ich nicht ganz verstand, warum, doch unsere Entscheidung gegen das gute Hondagerät beeinflusste.
    Nein bei Wärmepumpen gibt es Riesenunterschiede.
    Damit mich jeder richtig versteht, das sind Zusatzgeräte, die keine ganze Heizung ersetzen. Wie werde ich bloss diese große Schrift wieder los? Fehler in meinem Rechner. Die Therme bleibt, es gilt sonst genau das, was meine Vorrdner sagten, keine größere WP! Die Bundesregierung hat sämtliche deutschen WPs ins Abseits gestellt. Der WP-Strom wurde mehr als verdoppelt.

  • Ausgangsleistung bei -20 Grad noch das Doppelte, bei 5 Grad ca das 5,5fache...
    Im Jahresschnitt ein COP von über 4.


    Bitte COP und JAZ nicht verwechseln.


    Und ein COP ohne Vorlauftemperatur ist nicht aussagekräftig. Dafür gibts sogar eine allgemeinverständliceh Schreibweise...



    mfg JAU

  • Naja, spannendes Thema: Man sollte hier aber unterscheiden, ob es denn nu ne WP ist oder eben ein umgedrehtes Klimagerät, welches auch rein konstruktionsbedingt nicht für die langen Laufzeiten der "normalen WP" ausgelegt ist. Sprich: Nach 3-4 Jahren Sense...


    Sinn macht die Kombination BHKW/WP nur dann, wenn die WP der SLK ist, sprich nur immer dann läuft, wenn das BHKW eben auch läuft und den BHKW-Strom nimmt. Dies ist dann ja sinnigerweise nur bei tieferen Temperaturen der Fall, da sind dann aber auch wieder sinnigerweise die VL-Temperaturen, die ich brauche, um die Bude warm zu kriegen, am höchsten, sprich die WP am wenigsten effizient.


    Wichtig sind dann die Diagramme, aus denen die Leistungsaufnahme WP bei AT x° sowie der COP (sehr guter Hinweis, wieder mal, JAU!!) hervorgeht, der sich eben aus AT x° und Vorlauf y° ergibt. Sind aber leider alles Laborwerte.....


    Der Ansatz, die WP "modulierend" laufen zu lassen, sprich basierend auf dem restlichen Strom, den das BHKW macht und den ich ansonsten einspeisen würde (was keiner ernsthaft wollen kann), ist auf den ersten Blick interessant, auf den zweiten Blick aber gegenläufig zu dem generellen Anlagenkonzept und Prio 1: Warme Bude! Also muss noch was drittes her, wenn die WP sozusagen "stromgeführt" betrieben wird.


    Ist ein Rechenexempel und wirklich nur was für absolute Experten. Und vor allem die Einbindung der WP in die Anlage von der Hydraulik her ist ne Sache, die nix für den ambitionierten Löti, aber eben auch rein garnix für den normalen Kälteanlagenbauer ist, denn der hat null Plan von Hydraulik.


    Gerade deswegen würde ich hier Kompaktanlagen bevorzugen, wo der Kältekreis werksseitig fertig ist, dann kann ich nen guten Heizungsbauer nehmen, der keine Ahnung von Kältetechnik haben muss.


    Und über das Fabrikat kann man dann streiten, aber die WPs der üblichen Verdächtigen sind sicher nicht übel, wobei generell die WP sehr schweren Zeiten entgegengeht. Wenn (und der ist demnächst futsch, wetten?) ne kWH WP-Sondertarif 20 Cent kostet und ne kWH Gas 6 Cent, dann muss ich schon ne JAZ (nochmal Gruß an JAU) von 3,3 haben, um auf Null zu sein. Gemeint ist ne Anlage ohne BHKW, eben eine solche, wo nem armen Teufel ne Luft-WP aufgeschwatzt wird als Ersatz für den bestehenden Kessel.


    Und zu Ochsner und Heliotherm kann ich mich Bernd nur anschliessen: Sind Lachnummern, deren astronomischer Mehrpreis durch absolut nix zu rechtfertigen ist.


    Letzter Punkt: Die Normpunkte von Luft-/Wasser-WPs für die Berechnung der Jahresarbeitszahl JAZ sind A-7/W35, A2/W35 und A10/W35. Problem ist eben das "W35", sprich 35° Vorlauf WP -->Puffer. Die hat man aber nicht, wenn man HK hat. Und ein COP von 2 bei A-20/W60 muss mir mal einer in der Praxis zeigen (gemeint ist hiermit Zitat Bernd: bei -20° immer noch das Doppelte)...

  • Doch, ist so, und genau da ist der Hund begraben. Man kann sich die einzelnen COPs bei den drei Punkten raussuchen und dann mit nem Programm die Jahresarbeitszahl nach VDI 4650 berechnen. Doof nur, dass die COPs alle unter Laborbedingungen von den Herstellern ermittelt wurden, manche sogar noch nach EN 255 und nicht nach EN 14511, und die haben dann leider genau nix mit Dir zuhause zu tun, manchmal ist es sogar so, dass die Messbedingungen in der Praxis niemals realisierbar sind. Bsp:


    Die hier angesprochene Fa. Ochsner hat ja Splitanlagen, Verdampfer steht draußen vor dem Haus und der Rest im Keller, Verbindung über ne Kälteleitung. Die einzelenen COPs von denen sind aber ermittelt bei einer Länge Kälteleitung 5 Meter und (jetzt ACHTUNG!!!) Aufstellung Verdampfer und Innenteil auf der selben Höhe, sprich die Kälteleitung ist waagerecht. Bei den meisten Häusern, die ich so kenne, ist aber der Keller unter dem Haus. Sprich die Aufstellung auf einer Höhe ist in der Praxis gar nicht gegeben, aber wer's nicht weiß....


    War schon sehr wichtig, Dein Hinweis mit dem Unterschied COP und JAZ! COP ist Werbung, JAZ ist (oft bittere) Realität....