Ecopower 1.0: Differenz KWK Stromzähler zu Netzbetreiber

  • Also diesbezüglich geht schon mal garnix.


    Für einen aus Bayern eine sehr ungewöhnliche Aussage. Da geht sonst doch immer was. Aber Spass beiseite. Wie Neuendorfer schon schrieb, da gilt eben das KWKG. Da können die sich auf dem Kopf stellen und mit den Füßen strampeln. Die Netzbetreiber haben es meistens noch nicht geschnallt. Die haben nicht mehr viel zu melden dank EU. Aber jetzt verlangen die doch von Dir wahrscheinlich auch noch Miete für den Zähler.


    Nach aktuellem Messwertevergleich beträgt die Abweichung zwischen Gerätezähler und EVU-Zähler bei mir nur 2,5%, was fast der Zählermesstoleranz entsprechen dürfte.


    Kann aber auch anders herum sein. Dann sind es fast schon 7,5% (2,5% Differenz + 2 mal Zählerabweichung).
    Ich habe im Studium gelernt: Messen kommt von Mist und wer viel misst misst Mist. :wacko:

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
    http://perdok.info/
    Oscar Perdok GmbH
    Gildeweg 14, 46562 Voerde
    Beratung, Planung und Installation von: KWK-Anlagen, PV-Anlagen, Stromspeicher mit Notstromfunktion, Eigene Herstellung von Ladestationen für E-Mobile, Energie-Effizienz incl. Kosten/Nutzen-Betrachtung, Ladestation für E-Mobile (kostenlos)

  • Kann aber auch anders herum sein. Dann sind es fast schon 7,5% (2,5% Differenz + 2 mal Zählerabweichung).


    Da hast du sicher Recht! Im ungünstigsten Fall kann das so rauskommen. In meinem Fall laufen da sogar 3 Zähler in Reihe, denn die 2010 errichtete PV-Anlage wurde im April 2012 mit dem notwendigen Umbau der Zähleranlage wegen des BHKWs ebenfalls auf Eigenverbrauch umgestellt. Die Zähleranlage wurde nach dem Schaltplan für die Zählerkaskade auf dem Forum hier verschaltet. Ich war für's erste schon mal froh, daß die sich da recht kooperativ gezeigt haben, zumal es erst die 2. Zähleranlage nach diesem Prinzip im Anschlußgebiet unserer Gemeindewerker ist.
    Ihr könnt Euch sicher vorstellen, daß 3 Ferariszählerin diesem Fall schon eine Menge Platz brauchen. Es hat mich daher schon gewundert, daß man da die klotzigen Dinger nicht durch Hutschienenzähler ersetzt hat. Der Zweirichtungszähler ist zwar Digital, hat jedoch auch eine Dreipunktaufhängung. Aber da muß man eben nehmen, was einem das EVU als Meßstellenbetreiber zur Verfügung stellt.
    Und wie schon beschrieben: Der Zähler in der Steuerung des 4.12 ist nicht geeicht und auch nicht eichfähig. Jeder L 4.12 Betreiber wird da einen zusätzlichen, eichfähigen Zähler montiert haben, egal wo das hier im Lande steht. Der Mann vom Fach, spinner_berlin, sollte in diesem Fall eigentlich bestens Bescheid wissen.

    PV-Anlage 4,2kWp und 7,92kWp seit Mai 2010, seit April 2012 umgestellt auf Überschussseinspeisung, Eigenverbrauch ca. 65-70%
    BHKW Kirsch L 4.12 (2012 bis † 2017), RMB Neotower Living 2.6 (09/2017), Pufferspeicher 800L. mit 8m² Wellrohr-WT,
    Spitzenlasttherme Paradigma Modula NT 15kW seit 20.03.2014
    Stromverbrauch p.a. ca. 36.000 - 40.000kWh

  • Aber da muß man eben nehmen, was einem das EVU als Meßstellenbetreiber zur Verfügung stellt.


    Oder einen anderen Messstellenbetreiber beauftragen.

    Und wie schon beschrieben: Der Zähler in der Steuerung des 4.12 ist nicht geeicht und auch nicht eichfähig. Jeder L 4.12 Betreiber wird da einen zusätzlichen, eichfähigen Zähler montiert haben, egal wo


    Am besten dort auf der Hutschiene, wo das falsche Teil von Kirsch eingebaut wurde ;)

  • Moin

    Am besten dort auf der Hutschiene, wo das falsche Teil von Kirsch eingebaut wurde

    wobei auch da erstmal geprüft werden muß was an dieser Stelle überhaupt gemessen wird - also nen Schaltplan bräuchte man !


    mfg

  • Hallo,


    ich habe mal eine offizielle Anfrage bei Vaillant gestellt, was die einzelnen Komponenten des Ecopower 1.0 an Eigenstromverbrauch haben, also die Pumpen im KWK Modul, Systemregler und die Mischer, Pumpen im Heizkreis. Mal sehen was da raus kommt. Ich hoffe, dass ich eine vernünftige Antwort bekomme. Irgendwie muss man ja mal den Unterschied Netto zu Brutto aufklären. Zur Not wird selbst gemessen....


    Gruß Ecojo

  • Moin

    Irgendwie muss man ja mal den Unterschied Netto zu Brutto aufklären.

    den Unterschied hast Du doch schon !!


    Brutto = Anzeige im großen Display des Eco
    Netto = Anzeige des eingebauten KWK-Stromzählers ( oder unter Menü->mikro-BHKW->Informationen->KWK-Stromzähler)
    Netto-(Pumpen+Mischer) = Zähler vom Netzbetreiber


    mfg

  • .....ja stimmt, aber wie teilt sich der Unterschied auf - ich möchte aber gern wissen wieviel das KWK Modul braucht und wieviel die Heizkreispumpen und Mischer. Ich könnte auch sagen ich möchte gern wissen wer mich um wieviel bescheißt - Vaillant um den Verbrauch des KWK und der Netzbetrieber um den Strom für die Heizkreise.
    Außerdem wäre es nicht schlecht, wenn Vaillant die Zahlen für Ihr eigenes Gerätepaket auch mal bekannt gibt.



    Gruß Ecojo

  • Gibts schon was neues von Vaillant?


    Warum sollte es da was neues geben. Die Zählung entspricht den gesetzlichen Vorgaben. Die Zusammenhänge hat alikante schon erklärt.

    Brutto = Anzeige im großen Display des Eco
    Netto = Anzeige des eingebauten KWK-Stromzählers ( oder unter Menü->mikro-BHKW->Informationen->KWK-Stromzähler)
    Netto-(Pumpen+Mischer) = Zähler vom Netzbetreiber

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
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  • Gibts schon was neues von Vaillant?

    ..... nicht wirklich. Man nebelt sich da etwas mit unklaren Aussagen ein.


    Fest steht - nur der interne Zähler zählt richtig - HK Pumpen und Mischer werden nicht mitgezählt, wie es richtig ist.
    Offensichtlich sind die Dinger aber leider per Netzteil vom Systemregler gespeist und lassen sich auch nicht anders anschließen !!( hierzu fehlt noch eine konkrete Aussage ). Das bedeutet, dass bei einem separaten Zähler vom Netzbetrieber HK Pumpen und Mischerstrom nicht mit gezählt werden können.
    Man kann also den KWK Zuschlag hierfür abschreiben, wenn der Netzbetreiber auf einen separaten Zähler besteht. :( Eigentlich ein ziemliches Armutszeugnis von Vaillant, dass eine externe Stromversorgung hierfür in der Elektrik Archtitektur nicht vorgehalten wurde um den Kunden mit sturen Netzbetreibern den Erlös des Zuschlags zu ermöglichen. Offensichtlich hat man das nicht ganz zuwende gedacht....


    Mal sehen was Vaillant hierzu sagt - ich werde, wenn es nicht anders abschließbar ist auf den Netzbetreiber zugehen....


    Obwohl es sehr ärgerlich ist, sollte man die Sache auch nicht überbewerten. Es fehlen 10-15% auf dem Zähler. Bei angenommenen 6000kwh Erzeugung pro Jahr über 10 Jahre wären das 60000kwh * 5 ct * 15% = 450€ . Kein Pappenstiel, aber auch kein Grund zur Panik .


    Wir werden sehen...


    Ecojo

  • "Ein Angebot des BHKW-Forum e.V...." (scherzhaft gemeint, ich möchte nicht mit dem Vorstand kollidieren und mich als offizieller Vertreter ausgeben - rein privat, es sei denn ich werde dazu beauftragt) :


    Ich habe am Freitag, dem 15.März 2013 auf der "IHS-Weltmesse" (nennt sich tatsächlich so !) um 15 Uhr für 1 1/2 Std. ein Gespräch "rund um das "ecopower4.7" mit dem VAILLANT-Vertriebsleiter Mike Jagenburg und Dr.Poromka (u.a. Software) vereinbarten können.


    Wer hier auch noch "allgemeine Bauchschmerzen" hat und Themen/Probleme einbringen möchte - her damit.
    ABER:
    Nur kurze und verständige Darstellung (bin kein "Strömer" !), sowie "Privatschäden" nur für Allgemein-Interesse !

  • Moin

    Eigentlich ein ziemliches Armutszeugnis von Vaillant, dass eine externe Stromversorgung hierfür in der Elektrik Archtitektur nicht vorgehalten wurde um den Kunden mit sturen Netzbetreibern den Erlös des Zuschlags zu ermöglichen. Offensichtlich hat man das nicht ganz zuwende gedacht....

    das Problem ist eher der Netzbetreiber - er verstösst gegen geltendes Recht indem er stur den Zähler im Zählerschrank verlangt.


    Andere BHKW Hersteller haben weder einen geeichten Zähler im Gerät noch bieten Sie die Möglichkeit eines zweiten Anschlusses und lassen damit den Betreiber gänzlich im Regen stehen. Vaillants Lösung ist besser für den Betreiber - nach damaliger Rechtslage.


    mfg

  • alikante,


    da hast du natürlich Recht. Die Lösung von Vaillant ist eigentlich die Richtige. Trotzdem sollte der Premiumhersteller entweder den Kunden VORHER auf das Thema aufmerksam machen, oder besser gleich eine geeignete Lösung anbieten. Immerhin sollte das Thema nicht unkekannt sein und die Kunden solcher kleinen Geräte sind sicher meistens keine Profis, die sich damit auskennen.


    Ich jedenfalls kann jetzt hinterher zum Netzbetreiber rennen und versuchen das zu ändern. Das wäre vorher sicher einfacher gewesen.


    Gruß Ecojo