Erfahrungen mit dem Viessmann Vitotwin 300-W

  • Vielen vielen Dank für schnellen Antworten.


    Also mittlerweile habe ich mich für eine "normale" Gasbrennwerttherme mit 12qm Solar und Heizungsunterstützung entschieden. :thumbsup: :thumbsup:




    Zur Entscheidungsfindung war ich noch bei einer Viessmann Niederlassung, hier wurden die Probleme vom Sterling verschwiegen.


    Der Verkäufer meinte aber zur Steuerung das in ca. 2 Jahren die Siemens raus und die Viessmann Steuerung rein kommt 8|


    Habe definitive zu wenig Energiebedarf für ein KWK.


    Habe mich dazu noch gegen KFW 70 entscheiden da ich mit der Gasheizung kein KFW 70 bekomme und somit müsste ich in meinem Fall ca. 20.000 €


    Investieren um es zu erreichen . ;(


    Werde mir eventuell noch eine PV Anlage aufs Dach basteln aber das ist noch Zukunft.


    Wünsche euch Vitotwin Besitzer " gut Strom" :rolleyes:


    Danke

  • Wenn Du eh auf die KFW Ratifizierung pfeiffst, dann kannst Du auch gleich die Solaranlage weglassen.... Wirtschaftlich gerechnet ist das Humbug und amortisiert sich nicht in einem akzeptablen Zeitraum.

  • Das Erste, was ich mir bei einem Neubau anschaffen würde, ist eine selbstgebaute Solaranlage. 70 Euro für 1 m² Paneel, das ist nun wirklich nicht viel und die würde ich auf eine dauerfeste Unterlage als zweite Dachhaut schrauben und dann weitersehen. Vielleicht gar nicht einspeisen, sondern eine solare Klimaanlage damit betreiben, Warmwasser bereiten, bei Sonnenschein kochen und was mir sonst so einfällt. Wenn solch ein Paneel im Jahr 100 kWh bringt, macht es sich sogar irgendwann bezahlt. Die Hälfte davon schluckt schon alleine mein Elektroauto.


    Die Zeit für BHKWs ist noch nicht gekommen, so meine Meinung. Die kommt erst, in Deutschland verspätet. Solange nicht bedarfsgerecht, ohne Umlagen , Steuern und sonstigen Gebühren eingespeist werden kann, kommt mir ein BHKW nicht ins Haus.
    Auch eingespeiste Solarenergie belastet die Verbrauchergemeinschaft, deshalb werde ich diese lieber wegwerfen, ehe ich die Zukunft unserer Kinder durch ein undurchdringbares Dickicht von Gesetzesschlingpflanzen und Sonnenblumenplantagen verbaue.
    China macht die Revolution auf dem solaren Energiesektor möglich. Wir nutzen diese Möglichkeit nicht.


    Das Regelverhalten unserer Netzbetreiber ist immer noch so träge, dass sie nicht einmal die derzeitige Solar- und Windleistung vernünftig unterbringen, geschweige denn, irgendwelche Anstalten machen, die nicht zu übertreffende Regelenergie von BHKWs zu nutzen.


    Die Hauptschuld an der Misere gebe ich unseren politischen Vertretern, die die Umwandlung unserer bereits versteuerten Energie ein zweites Mal besteuern und die Regulierungsbehörden mit Interessenvertretern der Industrie beschicken.


    Das Stirlingteil gefällt mir, als Spielzeug, mehr nicht.

  • alikante:


    Die anderen Anbieter neben Viessmann müssen ja auch eine Anzeige der vom Stirling verbrauchten Gasmenge haben, ich "vermute" stark das sie identisch ist...
    Vom Hersteller hatte ich die Zulassung der eingebauten Anzeige der Gasmenge von Stirling bekommen + dem Zoll weiter gegeben, ich habe sie gerade nicht wiedergefunden.


    Gruß vom Besitzer eines
    Kellerbrummer s..

  • Wenn Du eh auf die KFW Ratifizierung pfeiffst, dann kannst Du auch gleich die Solaranlage weglassen.... Wirtschaftlich gerechnet ist das Humbug und amortisiert sich nicht in einem akzeptablen Zeitraum.

    @Malkwin: Wirtschaftlich hast Du wahrscheinlich Recht. "Humbug" ist ein starkes Wort, aber dass die Amortisation lange dauert ist zweifellos richtig.


    Trotzdem würde ich bei einem Neubau keinesfalls auf eine Solarthermie verzichten (geeignetes Dach natürlich vorausgesetzt). Der Grund ist der gleiche wie bei einem BHKW: Man spart einen Haufen Primärenergie, macht sich von Putin & Konsorten etwas weniger abhängig und hat einfach ein gutes Gefühl, wenn man bis zu fünf Monate im Jahr (OK, dieses Jahr waren's nur zwei) die Heizung aus lassen und ohne Umweltfolgen unter der Dusche "schwemmen" kann. Das ist mir die paar tausend Euronen einfach wert. Andere kaufen sich für mehr Geld eine Designerküche und schmeißen die nach fünfzehn Jahren weg.


    Im Übrigen hält eine Solarthermie ohne wesentliche Reparaturen tatsächlich dreißig Jahre (so wie unser alter Ölkessel). Da kann man die Amortisationszeit ruhig abwarten: Wenn ich das Geld stattdessen aufs Sparbuch lege, ist es in dreißig Jahren auch nichts mehr wert und bringt bis dahin weniger Ertrag als eine Solarthermie.

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

  • Die eVita (Remeha) hat auch einen Zähler für das vom Stirling verbrauchte Gas, allerdings in kW/h.

    Da kann man dann aber hoffentlich den Energiegehalt (Hs) und die Z-Zahl am Gerät einstellen.

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

  • Man spart einen Haufen Primärenergie,


    "Ein Haufen" ist relativ... Wir verbrauchen mit einem 3 Personen Haushalt (3 Erwachsene) ca. 1.2m³ Gas / Tag für Warmwasser im Sommer (mit dem Vitotwin... Stromproduktion NICHT abgezogen)... Also um den Pufferspeicher auf Temperatur zu halten. Das sind 36m³ im Monat... Selbst wenn Du das auf 72m³ verdoppelst und auf 5 Monate hochrechnest sind es "nur" 360m³... Mal einen Brennwert von 9.6 und einen Gaspreis von 5.8Cent / Kwh angenommen, macht das ca. 200€ pro Sommer für Warmwasser... Wie lange da die Amortisation dauert weisst Du ja selbst und hängt natürlich vom Anschaffungspreis der Anlage ab.


    Ganz ehrlich: Da habe ich ein besseres Gefühl ohne Solarthermie... Zumal das Ding NICHT ohne Wartung, Strom für die Pumpe und gelegentlichen Austausch der Wärmetransportflüssigkeit auskommt. Ich persönlich halte von Solarthermie rein gar nichts...


    Ich glaube da würde ich noch eher auf Photovoltaik setzen und den Pufferspeicher per elektr. Heizelement aufheizen.


  • :-)_:-)

    db Strom Wärme Wasser
    16356-Werneuchen-Wegendorfer Str. 51
    zertifizierter Vaillant ecoPOWER-Partner
    BHKW: ecoPower 1.0 PV: 26,2 kWp HV: Fröling S4
    geplant für 2014: Vaillant Brennstoffzelle

  • Ich glaube da würde ich noch eher auf Photovoltaik setzen und den Pufferspeicher per elektr. Heizelement aufheizen.

    @Malkwin: Wie gesagt, auch ich glaube dass man mit einer Solarthermie-Anlage nicht wirklich reich wird.


    Wir haben 2004 für 14 qm Solarthermie, einschließlich Speicher und abzüglich Zuschuss ca. 7.500 EUR brutto gezahlt. (Was die Dinger heutzutage kosten, weiß ich nicht.) Bringen tut die ST ca. 5.000 bis 6.000 kWh Wärme pro Jahr, was derzeit ca. 250-300 EUR für Erdgas entspricht. Angenommen, die Anlage hält 30 Jahre (unsere vorige - Baujahr 1979 - hat nachweislich 24 Jahre gehalten, bis sie wegen Großumbau verschrottet werden musste), so entspricht die AfA 250 EUR/Jahr. Pumpenstrom kostet 20 EUR/Jahr. Wartungsarbeiten hatten wir bei unserer neuen Anlage seit 2004 keine; bei der vorigen Anlage musste in 24 Jahren mal der Temperaturfühler wieder festgeschraubt werden. Die Flüssigkeit haben wir in 24 Jahren kein einziges Mal getauscht.


    Wirtschaftlich ist ST trotz allem natürlich ein Nullsummenspiel. Da gebe ich Dir Recht. (Mit Kosten und Wirkungsgrad unserer alten Ölheizung gerechnet hat die ST übrigens sogar eine ordentliche Rendite abgeworfen. Die o.g. Rechnung bezieht sich auf unsere Vitotwin bzw. eine moderne Brennwert-Gastherme.) Aber die ST spart (beim Faktor 1,1) rund 6.000 kWh Primärenergie im Jahr, und unterm Strich bringt sie zwar nichts aber kostet auch nichts. Das gute Gefühl beim Duschen im Sommer gibt's gratis, und deshalb ist es mir das wert.


    Den Pufferspeicher mit PV und Heizelement aufheizen würde ich dagegen niemals (obwohl wir eine PV-Anlage und aus früheren Zeiten sogar ein el. Heizelement im Pufferspeicher haben). Zum Einen: Die Opportunitätskosten (Eigenverbrauch vs. Einspeisung nach EEG) sind bei unserer PV-Anlage 19 ct/kWh (brutto). Auch bei neuen Anlagen wird das nicht erheblich weniger sein. Zum Anderen: Selbst beim BHKW, wo die Opportunitätskosten unter 5 ct/kWh liegen, sträuben sich mir die Haare bei dem Gedanken, wertvollen Strom ohne Not für Niedertemperatur-Wärme zu verbraten. Da optimiere ich lieber meinen Eigenverbrauch und speise den Rest ein.


    Gruß, sailor

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

  • Aber die ST spart (beim Faktor 1,1) rund 6.000 kWh Primärenergie im Jahr, und unterm Strich bringt sie zwar nichts aber kostet auch nichts. Das gute Gefühl beim Duschen im Sommer gibt's gratis, und deshalb ist es mir das wert.


    Prinzipiell gebe ich Dir recht, aber: Sind das 6000Kwh laut dem Wärmemengenzähler der Anlage?


    Falls ja, dann ist dieser Wert nicht sehr aussagekräftig... Wichtig ist nämlich nicht was als Wärme vom Dach kommt, sondern wieviel Du davon überhaupt brauchst / nutzt. Kleines Beispiel für das "warum":


    Nehmen wir an die Anlage holt in einem Sommermonat 2000Kwh vom Dach... Diesen Monat bist Du aber verreist... Das Haus steht leer. Genutzte Wärme = 0Kwh. In dieser Zeit hättest Du eine Gas-Therme wohl komplett abgeschaltet. Verbrauchte Gasmenge = 0m³. Eingesparte Primärenergie durch ST = 0. Ergo darf man die 2000Kwh bei der Amortisationsrechnung nicht berücksichtigen.


    Leider rechnen die meisten aber blind über den Wärmemengenzähler... eine sehr beliebte Masche beim Verkauf von Solarthermieanlagen... Ich will Dir damit natürlich nichts unterstellen... Soll nur als "Info" dienen.

  • mh, _()_ _()_


    wohin sind die 2000kWh denn entwischt?? Wenn ich meinem Puffer nichts entnehme geht die Solaranlage über kurz oder lang in Notabschaltung - da dreht sich auch kein Wärmemengenzähler mehr!!


    Grundsätzlich hast Du ja recht, aber ich denke eine Null ist in dem Beispiel zu viel.


    mfg

  • Ok, gut aufgepasst... Natürlich wird der Puffer durch die ST auf Temperatur gehalten (und ohne entnahme nicht weiter geladen, ausser durch auskühlungsverluste), während er beim abschalten der Gas-Therme irgendwann komplett ausgekühlt wäre... Genau genommen ist meinen genannte 0 daher falsch. Ich wollte auch nur ein Beispiel nennen, warum der Wärmemengenzähler alleine kein guter Maßstab ist.

  • Sind das 6000Kwh laut dem Wärmemengenzähler der Anlage

    Nein, sind sie nicht: An unserer ST haben wir (unter anderem aus den von Dir genannten Gründen) gar keinen Wärmemengenzähler eingebaut.


    Die Zahl von 6.000 bezieht sich zunächst mal auf Primärenergie und entspricht bei einem Primärenergiefaktor von 1,1 ca. 5.450 kWh Erdgas, die wir wegen der ST nicht kaufen müssen. Bei einem geschätzten Wirkungsgrad unserer Heizung von 90% (WW-Bereitung, bezogen auf Hs) entspricht das wiederum etwa 4.900 kWh, die von der ST tatsächlich erbracht (und von uns auch genutzt) werden. Das entspricht ca. 55% unseres jährlichen Warmwasserbedarfs oder 15% des gesamten Wärmebedarfs in unserem ZFH.


    Die 4.900 kWh und die Zahlen zum Warmwasserbedarf sind auch nicht gemessen, sondern aus verschiedenen anderen Größen (Wasserzähler, Laufzeit der ST sowie Laufzeit und Energieverbrauch der Heizung für WW-Bereitung in Monaten mit und ohne ST) errechnet bzw. geschätzt. Das Ganze ist natürlich zunächst mal nicht besonders genau, aber wenn man die Werte über einige Jahre aufschreibt, kriegt man ein ganz gutes (und wie ich glaube auch realistisches) Bild - ich schätze mal die Genauigkeit auf plusminus 10%.


    Seit Einbau unserer Vitotwin arbeitet die ST außerhalb der Sommermonate zwangsläufig als Heizungsunterstützer. Ich habe den Eindruck, dass sie seither 5-10% länger läuft und auch etwas mehr bringt, weil bei der ST beim Arbeiten gegen niedrige (Rücklauf-)Temperaturen im Puffer der Wirkungsgrad steigt. Eine wesentliche Änderung bei der o.g. Wirtschaftlichkeitsabschätzung dürfte sich dadurch kaum ergeben: Was man so gewinnt, verliert man wieder über etwas weniger Laufstunden des BHKW. Aber es spart eben fossile Energie, und das verschafft eine gewisse Befriedigung.

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)