Vitotwin: Nicht ausgereift oder Montagsgerät erwischt?

  • Hallo,
    wir sind mit dem Büro im Oktober in einen Neubau umgezogen und das Haus hat einen Vitotwin (dazu noch eine Vitodens als Spitzenlastkessel, Wärmebedarf ca. 60kW).
    Ich hab mich total gefreut, weil ich mir so ein Ding auch schon privat in den Keller stellen wollte.
    Naja, dann gings los: seit 15.9. wo das Ding in Betrieb genommen wurde, wurden 625kWh Strom erzeugt, das Ding lief also gerade mal einen Monat.
    Seitdem reiht sich Fehlermeldung an Fehlermeldung und der Heizungsbauer & der Viesmann Werkskundendienst haben schon einen reservierten Parktplatz vor der Türe, ein Drama.
    Letzte Woche kam dann die Entscheidung, das Gerät komplett auszutauschen, Mittwoch solls wieder in Betrieb genommen werden.
    Haben wir da einfach Pech mit dem Gerät gehabt, ist das Gerät nicht ausgereift oder aber ist die Installation mit weiterem Spitzenlastkessel (obwohl ich von Viessmann da ein Anlagenschema in den Unterlagen gefunden hatte) das Problem.
    Ich wäre sehr an Erfahrungen interessiert.


    Danke!

  • Montagsgerät?
    Hat das Gerät in einem Monat 625kwh erzeugt?? Wir haben auch schon den zweiten Vitotwin, der esrste lief auch nicht lange. Wir hatten den Werkskundendienst auch mehrmals im Hause ohne Erfolg. Sterling lief zum Schluß nicht mehr an. Nur auf mein drängen gegebüber Viesmann wurde das Gerät ausgetauscht.Zurzeit hat der Sterling einen Leistungsverlust, wir erreichen zurzeit bei den Wintertemperaturen nur ca. 800 bis 900 watt der Zusatzbrenner läuft durchgehend.Letze Zeit hatten wir Fehlermeldung Übertemperatur Gehäuse. In einer Woche ist bei mir auch der Werkskundendienst. Hoffentlich mit Erfolg!


    Wir hatten schon drei Jahre mit einem Lion zu kämpfen leider ohne Erfolg.


    KF

  • So, das Gerät wurde heute vom Heizi und dem Werkskundendienst in Betrieb genommen .... und es lief genau 90 Minuten.


    Fehlermeldungen Temperaturfühler Stirlingmotor. Am Abend kam der Werkskundendienst nochmal, eines der 2 Thermoelemente war abgebrochen. Wie das passieren kann, keine Ahnung - das Dingens sitzt fest im Gehäuse ganz hinten - wahrscheinlich hat da einer die Arretierung zu fest angedreht.


    Wann wir mit dem Ersatzteil und dessen Einbau rechnen können, keine Ahnung. Langsam denke ich, ich werde dem Vermieter das Dingens vor die Füße werfen und einen Dachs verlangen :(

  • Moin,

    Zitat

    em Vermieter das Dingens vor die Füße werfen und einen Dachs verlangen :(

    um Himmels Willen bist Du denn mit nem Klammersack gepudert ??? Da sieht man wieder was ständiges gelaber der Heizis und die dämliche Werbung alles bewirken können.


    mfg

  • Tschuldige, verstehe nicht was Du meinst. "Klammersack gepudert" ist mir nicht bekannt, eventuell eine Wissenslücke ;-)


    Wir haben ein Büro gemietet, und das mit einem funktionierenden BHKW. Das bringt uns im Winter ca. 250 Öcken / Monat. Soll ich die einfach so an mir vorbeiziehen lassen?

  • Ja wenn Dein Büro 24/7 arbeitet, Du permanent 5,5KW Strom brauchst und auch noch genug Fensterfläche zum lüften hast wird der Dachs natürlich ne Goldgrube !!


    "ironiemodus AUS"


    Lass mal die Kollegen von Viessmann Ihr Ding reparieren, evt. kannste ja Mietminderung oder entgangene Einnahmen geltend machen

  • Aaaalso: Mietminderung läuft schon seit dem 1.12. (eh viel zu spät).


    Wir machen IT, da rennen ca. 30 Server 24/7 dazu noch Switches, Router, Modems und das sind locker 6kW. Das ich keine kWh vom BHKW verkaufe sondern voll selbst nutze, da mach ich mir keinen Kopf drüber.


    Insgesamt sind in der Hütte 80kW Heizleistung verbaut (neben der Vitotwin noch eine fette Vitodens) und das ganze fährt in einen 1000L Heizungspuffer, da mach ich mir auch keine Sorgen, dass ich die Fenster aufmachen muss - sind um die 1200qm das ganze Gebäude. Eigentlich ein Idealfall für ein BHKW.


    Ich habs noch nicht 100% durchgrerechnet, aber denke schon, dass der Dachs da das richtige wäre. Der rennt wenigstens und steht nicht ....

  • Naja, wir haben überall diese 80 Gold+ Netzteile mit Wirkungsgrad >90% im Einsatz, aber im Serverraum ists schon warm. Der ist im Keller, die Türe ist auf, die Fenster zu, also sollte die warme Luft nach oben und irgendwas heizen. Auf jeden Fall innerhalb der geschlossenen Gebäudehülle.


    Und ja, wir müssen noch zuheizen, zumindestens nachdem was der Ing. der auch die Vitotwin verbrochen hat, berechnet hat.

  • Moin,


    es ist also kein Kühl/oder Klimagerät im Einsatz.


    Kannst du schon überblicken was ihr seit Einzug für Strom und Wärme(Gas) benötigt habt??




    mfg

  • Mal ein kurzes Update: Viesmann hat die Vitotwin getauscht, es hängt ein neues Gerät an der Wand. Fehlermeldungen gibts keine mehr.
    Allerdings macht das BHKW keine 1000kWh / Stunde sondern nur deren 560. Entweder die haben das regeltechnisch nicht im Griff oder der Stirling läuft zu langsam, keine Ahnung. Aber lange anschauen tu ich mir das nicht mehr ...

  • Ein intaktes Vitotwin MUSS bei Volllast 1.000 W (plusminus 2%) bringen. Ist es möglich, dass ausgerechnet dieses Vitotwin moduliert? Alle anderen scheinen das nicht zu können (siehe den zugehörigen Thread in diesem Forum). Ich würde mal zur Sicherheit mit der Stoppuhr am Gaszähler das Gerät "auslitern". Wenn es im Dauerbetrieb ohne Zusatzbrenner deutlich weniger als 0,65 m3 Gas pro Stunde verbraucht, moduliert es, dann könnte die Minderleistung gerade noch in Ordnung gehen. Ansonsten (was ich für wahrscheinlicher halte) gilt folgendes:


    Wenn der Stirling dauerhaft (d.h. länger als ein paar Minuten nach dem Einschalten) nur 560 W Leistung bringt, liegt das vermutlich an einer zu niedrigen Stirlingkopftemperatur (Funktionsebene F2 > Diagnose Erzeuger > Code 8360; muss bei intakten Geräten über 500°C sein). Die Überprüfung dieses Messwertes gehört zum Standardprotokoll bei der Inbetriebnahme. Das (neue) Gerät muss also bei der Inbetriebnahme in Ordnung gewesen sein, aber bei uns fiel auch nach 35h Betrieb die Vitotwin wegen Stirlingkopftemperatur aus (zuerst zu hoch, dann nach provisorischer Reparatur zu niedrig). Am Schluss musste bei uns das Stirlingelement getauscht werden. Ich glaube langsam, dass Viessmann ein Problem mit der Qualität der Thermoelemente hat.


    Ich würde mir das in der Tat nicht mehr lange anschauen, denn es wird bestimmt nicht von selbst besser. Da muss der Werkskundendienst ran.

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

  • Also, innerhalb 24h gehen deutlich mehr als 0,65m³*24 üder die Gasuhr, hinter dem BHKW ist noch ein weiterer Kessel verbaut. Somit kann ich das Dingens nicht auslitern.
    Das ist ja das 2te Gerät, wie das geliefert wurde, gibgs gleich nicht mehr, wegen der Thermoelemente ... die lieferten zu heiß. Dann kam der Werkskundendienst und hat die gerichtet ... Also ist der Verdacht, dass die die Übeltäter sind, wohl richtig.
    Die werden wohl hoffentlich die richtigen NiCr-Ni Elemente verbaut haben, da gibts auch welche, die nur bis 400° gehen ....

  • Also, innerhalb 24h gehen deutlich mehr als 0,65m³*24 üder die Gasuhr, hinter dem BHKW ist noch ein weiterer Kessel verbaut. Somit kann ich das Dingens nicht auslitern.

    Macht glaube ich nichts. Die Ursache ist fast sicher bei den Thermoelementen zu suchen.

    Das ist ja das 2te Gerät, wie das geliefert wurde, gibgs gleich nicht mehr, wegen der Thermoelemente ... die lieferten zu heiß. Dann kam der Werkskundendienst und hat die gerichtet ... Also ist der Verdacht, dass die die Übeltäter sind, wohl richtig.

    Genau wie bei unserem Vitotwin. Zuerst fiel es mit Störung 286 aus (Kopftemperatur zu hoch). Der Werkskundendienst kam dann und hat die auf Seite 134 der Montage-/Serviceanleitung beschriebenen Prüfungen durchgeführt: Die Federlänge war OK. Beim Wiederanfahren war die elektrische Leistung 1000 W, aber die Temperatur lief sofort wieder zu hoch. Die Überprüfung der Kopfisolierung - wozu das halbe Gerät auseinander gebaut werden musste - ergab nichts: Wenn die durch mechanische Fremdeinwirkung verrutscht oder eingedrückt ist, kann das die Kopftemperatur beeinflussen, bei uns war aber anscheinend alles in Ordnung.


    Daraufhin hat der Techniker die Thermoelemente wie beschrieben umgesteckt und - siehe da - der Stirling lief wieder, aber nur mit 750 W Leistung und Kopftemperaturen von maximal 470°C. Der Viessmann-Techniker sagte selbst, diese Maßnahme sei keine Reparatur sondern nur ein "Negertrick", damit das Ding wenigstens einigermaßen wieder läuft bis wirksame Abhilfe geschaffen werden kann. "Gerichtet" hat er's eben nicht und hat das fairerweise auch gesagt.


    Zwei Wochen später haben die Viessmänner dann ein neues Stirling-Element eingebaut (kam auf Palette, Vormontage mit Thermofühlern und allem), welches seitdem einwandfrei läuft.


    Nur so geht es. Ich würde darauf bestehen, dass entweder ein neuer Satz Thermoelemente eingebaut wird oder am besten gleich ein komplettes neues Stirlingelement - und sei es als "Austauschmotor". Der Arbeitsaufwand dafür ist der gleiche, weil der Stirling in jedem Fall ausgebaut werden muss. Da die Thermoelemente anscheinend äußerst empfindlich gegen Einbaufehler sind, ist es bestimmt besser die machen das im Werk als unter erschwerten Bedingungen im Heizungskeller. Den Stirling (der z.B. bei uns nur 35h gelaufen war) müssen sie ja deswegen nicht wegwerfen.

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)