Beratung BHKW

  • Hallo, ich bin neu hier, verfolge das Form aber schon regelmässig. Jetzt wo die BHKW´s auch immer besser für Ein- und Zweifamilienhäuser nutzbar sind, bräuchte ich mal Eure Hilfe.


    Ich habe 2009 mein Elternhaus übernommen und etwas modernisiert. Es handelt sich um ein vollunterkellertes Zweifamilienhaus. Die Fenster und Haustüren wurden komplett erneuert (Dreifach Verglasung), das Dach wurde auch komplett neu gedämmt nach neuestem Standard.


    2009 hatten wir auch einen Energieberater (allerdings keinen sonderlich guten), und hatten auch durch mehrere Fachfirmen unsere Heizung durchleuchten lassen ob es sich lohnt diese auszutauschen. Die Empfehlung, was ja auch richtig ist, erst die Dämmmaßnahmen durchzuführen und die alte Heizung laufen zu lassen.


    Bei der Heizung handelt es sich um eine Ölheizung ohne Brennwerttechnik aus dem Jahre 2000. Der Verbrauch liegt nach der Sanierung bei gut 4000 l für 260 m² Wohnfläche plus Keller und einem kleinen Stall, der teilweise mitbeheizt wird. Im EG wohnen meine Eltern und mein Oma, also drei Personen, im OG wohnen wir mit vier Leuten. Keller soll in Zukunft evtl. teilweise auch mit Heizungen versehen werden und wohnlicher gestaltet werden, evtl. Spielzimmer, Büro auf jeden Fall, evtl. sogar ein Schlafzimmer. Also insgesamt sieben Bewohner.
    Stromverbrauch liegt im OG bei 3600 kwh im EG plus Keller/Stall bei 5000 kwh.


    Ich möchte weg von dem hohen Verbrauch, ich möchte weg vom Öl oder auch Gas.


    Daher die Überlegung zu einem BHKW mit Stirlingmotor der mit Pellets betrieben werden kann. Ansonsten müsste ich hier einen Gasanschluss legen lassen (Im Moment sogar wohl in Verbindung mit einem Vertrag für einmalig 300 € möglich) Weil Öl soll weg. Ich habe auch überlegt erstmal komplett auf Gas umzustellen und später dann auf ein BHKW, aber das wäre ja Geldverschwendung. Vor allem weil man jetzt auch noch die recht gute Förderung hat.


    Daher bräuchte ich Euern Rat, soll ich die Heizung erst noch behalten oder direkt auf ein BHKW umsteigen oder wäre evtl. eine andere Lösung interessant wie eine Pelletheizung.


    Vielen Dank schon mal.


    Verbrauchsdaten


    Jährlicher Stromverbrauch EG inkl. Keller/Stall: 5000
    Jährlicher Stromverbrauch OG: 3600


    Jährlicher Brennstoffverbrauch: zusmmaen gut 4000 l




    Derzeitige Heizung


    Energieträger der Heizung: Öl


    Alter und Typ der der Heiztechnik: Ölheizung BJ2000


    Art der Warmwasserbereitung: Öl


    Pufferspeicher, Solarthermie: nein


    Temperaturen der Heizkreise: 65


    Hydraulischer Abgleich: gute Frage


    Art der Heizkörper: normal




    Immobilie und Rahmendaten


    Beheizte Fläche, Anzahl Bewohner: 2 Etagen, 260m² Wohnfläche plus Keller und kleiner Stall, in Zukunft soll der Keller teilweise auch beheizt werden.


    Art und Baujahr der Immobilie: freistehendes Zweifamilienhaus, 1973


    Erfolgte Modernisierungen: Fenster, Türen, Dach


    Weitere geplante Modernisierungen: Heizung


    Zweiter Abgasstrang für BHKW frei:


    Zusammenschluss von Nachbarhäusern: mein Bruder wohnt im Haus vorne, noch älteres EFH, damit könnte man evtl. etwas gemeinsam machen. 10-15 m Entfernung durch eigenen Garten getrennt.

  • Herzlich Willkommen im Forum!


    Zum Gasanschluss kann ich nur ja sagen! Längst nicht so teuer wie Heizöl.


    Zu deinem Objekt:
    Grundlastwärme ist vorhanden. Bestimmt knapp 30 kWh pro Tag. Damit ist im Sommer auch genügend Laufzeit gesichert.
    Nur der Strombedarf ist recht moderat. Mit dem Büro könnte sich das aber etwas erhöhen.


    Ich möchte meinen, dass ein Ecopower 1.0 hier perfekte Dienste leisten könnte.


    Schau aber mal was so in der Nacht (22-6 Uhr) und am Tag (6-22 Uhr) an elektrischer Leistung durchschnittlich benötigt wird. Zählerstände aufschreiben und durch die vergangene zeit dividieren.

  • Zitat

    Zusammenschluss von Nachbarhäusern: mein Bruder wohnt im Haus vorne,
    noch älteres EFH, damit könnte man evtl. etwas gemeinsam machen. 10-15 m
    Entfernung durch eigenen Garten getrennt.

    Gerade den Zusatz gesehen!
    Das sind doch beste Voraussetzungen! BHKW und Spitzenlastkessel bringen die Wärme per Nahwärmeleitung zu deinen Bruder. Ihr müsstest dann aber einen gemeinsamen Stromanschluss mit weiterhin getrennten Zähler nutzen.


    Aber ich lass die anderen auch noch zum Zuge kommen :D

  • Bei der Entfernung kann man nicht machen, man MUSS machen!
    Aber dein Weg ist jetzt erstmal richtig.
    Erfasst eure Grundlast im Strombedarf, jetzt natürlich incl. den Zähler deines Bruders.


    Wenn du das mal ein paar Tage beobachtest hast, kann man grob einschätzen was ihr braucht.
    Die Wärme lass dabei erstmal ausser betracht, bis die Stromlast feststeht.
    Dann geht es halt darum ob Wärme fehlt oder zuviel vorhanden ist.


    Nahversorgungsleitungen sind sehr günstig in der Eigenleistung zu verlegen,
    dadurch habt Ihr dann Einsparungen die den 3 Stromzählergrundgebühren beim Versorger,
    2x Schonsteinfeger,
    2x Öltankversicherung
    etc.

  • Moin

    ich möchte weg vom Öl oder auch Gas.
    Daher die Überlegung zu einem BHKW mit Stirlingmotor der mit Pellets betrieben werden kann.

    sorry wenn ich obiges aufgreifen muß - aber das ist momentan so nicht realisierbar !! Es existieren aktuell keine kleinen Pellet BHKW am Markt.


    mfg

  • Das ist der lion (dazu gibt es einiges in der Infothek). Leider nicht Marktreif das ganze... es sei denn man ist sein eigener Servicetechniker UND hat einen guten Kontakt zu den Herstellern der Ersatzteile (die werden von Zulieferbetreiben gefertigt und an lion/button geliefert)