Eigenbau: Generatorstrom über Wechselrichter ins Netz einspeisen?

  • rnowotny
    Danke für den Hinweis, der Wechselrichter bietet von außen keine Möglichkeiten den Tracker zu umgehen. Ein vordringen ins Gerät unter Siegelbruch wollte ich aus Gewährleistungsgründen bisher umgehen. Es existiert definitiv Software die Zugriff auf die Firmware gestattet, ob sich darüber der MPP-Traker beeinflussen lässt, wie im Forum mehrfach für SMA Geräte geschildert wird, ist mir dabei natürlich nicht bekannt. Zitat Manual:
    "1.2.3 Durch Klicken auf [Install], erscheint ein Pop-Up-Menü und ein Password wird
    gefordert. Wenn Sie die Light-Version der SVT-Überwachungssoftware verwenden
    möchten, lautet das Paßwort F00009A1. Wenn Sie die Vollversion benutzen möchten,
    setzen Sie sich bitte mit Ihrem lokalen Distributor in Verbindung oder direkt mit GE." und
    "2.2 Setting -Tool
    Das Setting-Tool ist nur für fachkundige Installateure verfügbar. . Es ermöglicht
    ihnen, den Wechselrichter gemäß den Länderanforderungen zu konf igurieren.
    Sind Sie ein fachkundiger Installateur, dann verwenden Sie bitte bei Bedarf die
    Bedienungsanleitung für das Setting-Tool."
    GE zeigte bei einer Anfrage über eine Elektrofirma jedoch, mit Hinweis darauf das man die WR seit 18 Monaten nicht mehr im Programm hätte, die kalte Schulter und verlinkt nur auf eine - auf ihrer HP nicht mehr verfügbare- Endbenutzerseite.
    Das Einfachste und Beste wäre natürlich wenn sich der der Synchrongenerator Leistungsbegrenzen ließe - die Umschaltung auf ein paar Solarmudule wäre dann kein Problem und würde, zumal da schon einiges an Solarthermie auf dem Dach ist, ideal harmonieren. Ist mir aber trotz reichlich lesen nix zu eingefallen und altgediente Elektromaschinenbauer im Bekanntschaftskreis hatten auch keinen Plan...
    JAU
    Danke für den Hinweis, habe Fachschulabschluss Elektrotechnik, und auch wenn ich schon viele Jahre in der IT-Branche tätig bin, maße ich mir an, auch in meiner alten Fachrichtung in groben Zügen zu Wissen was ich tue und wo meine Grenzen sind. Warum um Himmels Willen sollte ich in dem Zusammenhang an der ENS "drehen"?

  • rnowotny
    Danke für den Hinweis, der Wechselrichter bietet von außen keine Möglichkeiten den Tracker zu umgehen. Ein vordringen ins Gerät unter Siegelbruch wollte ich aus Gewährleistungsgründen bisher umgehen.


    Es dürfte sich um ein Missverständnis handeln. Mein Vorschlag zielte darauf ab die Ausgangsspannung des Generators (bzw. der zugeführten Gleichspannung zum WR) über den AVR des Generators derart zu beeinflussen, das der gewünschte Nennstrom vom Wechselrichter gezogen wird. (dies könnte auch über einen gesteuerten Gleichrichter erfolgen, statt des derzeit verwendeten einfachen B6 Gleichrichters)
    Das MPP wird nicht übergangen, sondern dem WR wird der "maximum Powerpoint" so vorgegaukelt das sich der gewünschte Nennstrom ergibt.

  • Der Generator hat ja eine Drehzahlbegrenzung, also nach oben hin wird der Solarmodulverwalter durch fallenden Strom und damit fallender Leistung zurückgeschickt. Nach unten hast Du das Problem, dass das Drehmoment des Motors mit steigender Belastung meist ansteigt und damit meist auch die Leistung. Dann tackert die Kiste in die falsche Richtung. Gelingt es Dir, das Drehmoment des Motors zu beschränken, wird der Tacker bemerken, dass mit fallender Drehzahl nicht mehr kommt und sich schnell auf den Heimweg nach oben machen.
    Motoren laufen mit ziemlich vielen unvorhersagbaren Parametern, die verschlucken sich, die Flammenbildung im Zylinder ändert sich und alles Mögliche mehr. Das kann dann zu Motorschwingungen führen, die du vom Rasenmäher kennst, wenn die Regulierstange von der Drehzahlregelung schleift.
    Zahnärzte nennen das Sägezahn. Obwohl die nicht meine Freunde sind, nenne ich das auch so.


    So, nun vom Zeitverhalten der Regelstrecke: Der Solartacker ist blitzschnell, der Motor träge und hat vor allem in der "Regelstrecke" eine "Totzeit", bis er endlich reagiert. In der Zeit hat das MPP längst herausgefunden, dass der Motor auch ein Trägheitsmoment, sprich, mächtig Schwung, hat und wird das Schwungrad bis auf das Letzte auswringen.


    Nee, kannste voll vergessen, das gibt einen absoluten Sägezahn. Vollgas auf Begrenzungsdrehzahl, Abwürgen bis fast Stillstand, wie bei dem Sägezahn-Rasenmäher. Da müsstest du schon tief in den MPP-Regelalgorithmus eingreifen. Aber der hat vermutlich gar keinen, weil die Solarzellen so schnell antworten, dass überhaupt keine Schwingungsgefahr besteht.
    So, wichtige Erkenntnis auch für mich, denn einen defekten Solarregler könnte ich mal geschenkt bekommen und, ohne Solarzellen, repariert und umgebaut, dann anders einsetzen. Auch zu deinem Zweck.


    Aber Förderung auf unser aller Kosten kassieren, das muss seine Grenzen behalten. Mir ist eh der Strom zu teuer geworden als WP-Fan.

  • Solltest du in die Felderregung des Generators eingreifen können, sieht die Sache anders aus. Die könnte, muss aber nicht, schnell genug sein, damit die Hase und Igel - Jagd friedlich endet. Mit einem Kurzschlussläufergenerator stehen Dir aber ganz erhebliche Schwierigkeiten ins Haus. Nicht mal ein Kondensator zur beruhigung geht, dann an dem findet das MPP das gesuchte Fressen, in Bezug auf Deine Transistoren und Sicherungen, wenn Du Glück hast.
    Merke: Schwungrad schnell abbremsen-mehr Leistung, Kondensator schnell entladen, ebenso. also, dann ganz, zu schnell.

  • Themenverfehlung.
    Die Ausgangsspannung wird natürlich VOR Erreichen der Lastgrenze des Motors erniedrigt - entweder über den Spannungsregler, oder eben über einen gesteuerten Gleichrichter.
    So schnell wie angedeuted ist das MPP Tracking übrigens nicht, aber das mag sich von WR zu WR unterscheiden. In einem Beitrag ist davon die Rede, das bei einem Versuch die Leistung immer weiter anstieg, bis nach 5 Minuten (!) die Lastgrenze erreicht wurde.
    Selbstverständlich KANN es bei falscher Auslegung zu Schwingneigungen kommen - dies muss man eben über die Proportionalfaktoren der Drehzahlregelung und Spannungsregelung entsprechend parametrisieren.
    Da die Spannungsregelung sehr schnell erfolgen kann, sehe ich tatsächlich kein Problem das MPP Tracking zu überlisten.

    mit freundlichen Grüßen
    Ing. Robert Nowotny
    Rotek GmbH - Motoren - Generatoren

    Einmal editiert, zuletzt von rnowotny ()

  • Ich habe gerade hineingeschaut, da sind drei getrennte "DC-Steller" drin, die auf einen Wechselrichtereingang gehen. Ich denke, die DC-Steller enthalten drei getrennte MPP-Leistungsendstufen?
    Dann muss da schon eine starke Verzögerung eingebaut sein, um die drei gegeneinander arbeitenden Tacker stabil zu halten.
    Vielleicht findet das MPP ja auch einen stabilen Punkt nach oben?
    Wie macht man das, eine Strombegrenzung an einem Induktionsmotor? Ich frage, weil ich gerade an einer Inselanlage einer Wassermühle baue.


    Gleichrichten-Brücke-Drossel? Ja, das würde gehen. Mit nem Atmel ist dann alles drin.

  • Danke für die interessannten Beiträge, die Phasenanschnittssteuerung war einer meiner ersten Gedanken, anders würde man der Verlustleistungen ja nie Herr. Habe aber irgendwie in Erinnerung gehabt das da u.U. Oberschwingungen etc. auftreten und hatte daher den Gedanken mit Rücksicht auf den WR erst mal verworfen.
    Gut, WR bleibt aussen vor, ist ideal für den Parallelbetrieb von ein paar PV Modulen. Als das Aggregat ist ein PAGURO 3000, ein für Bootsbetrieb vorgesehener 1-phasiger Stromerzeuger 230V/ 3KVA / 50Hz im Einsatz. Kein Schnäppchen aber, nach meinen Recherchen, das einzige, für den 'Normalverbraucher' frei verfügbare 'fertige' Aggregat mit sinnvoller Standzeit des Motors, Wasserkühlung, einer simplen elektrischem Steuerung in die an allen wichtigen Punkten eingreifen kann und schon ferigem Schallschutz. Umbau Kühlsystem (Wasserpumpe, Wärmetauscher, Wechsel Thermostat - z.T mit Orignalteilen des Motorherstellers zu realisieren) notwendig. Ein Notstrombetrieb ist damit über simpelste Schützschaltung und Zusammenführung der "lebensnotwendigen" Stomkreise wie Heizungspumpen und Steuerung (Festbrennstoff!), Solarthermie, Abwassebehandlung in der Verteilung möglich und bereits realisiert.
    Geregelter Gleichrichter ist ja auch nicht das Problem - zwei Thyristoren und Dioden und das Grüst steht, passende Ansteuerung dran - irgendwas mit indirekt proportional zum über Messwiederstand abgegriffenem Spannungsabfall mit passendem Knick in der Kennlinie ...
    Gibt es so was fertig - wobei sinnvoller Weise noch irgend welche Zusammenhänge zwischen Herstellungsaufwand und Kaufpreis bestehen sollten- aus dem Bereich der Motorsteuerung?
    Die Frage richte ich jetzt vorrangig an unseren Motoren-Generatoren Spezialisten. Früher saß mal an jedem Motorschütz so ein Bi-Metall- Überstromschutz, der kannte natürlich nur zwei Zusände - an und aus. Da sind wir doch sicher weiter (habe natürlich schon von Wechselrichtern, auch mit Rückspeisemöglichkeiten etc. gehört und kann mir deren Funktion elektrisch erklären).
    Vielleicht gibt es ja so was zur Ansteuerung von GS-Motoren mit einphasigen Netzbetrieb (WR=Motor, sprich Verbraucher).
    bernd schlueter
    "Aber Förderung auf unser aller Kosten kassieren, das muss seine Grenzen behalten. Mir ist eh der Strom zu teuer geworden als WP-Fan."
    Das spricht mir aus dem Herzen, was ich hier mache findet komplett ohne staatliche Beteiligung statt. Ziel ist komplette Selbstversorgung - aber nicht koste es was es wolle, sondern für den 'Normalbürger' realisierbar und wirtschaftlich sinnvoll.
    Ich habe u.A. aus diesem Grunde noch keine PV auf dem Dach, wir nähern uns aber preislich dem Punkt, an dem sich das ganze zur Selbstversorgung interessant gestaltet, was dazu noch fehlt ist dann der el. Puffer in Größenordnungen, der mir auch gestattet das BHKW sinnvoll dimensionieren zu können. Die im Moment angebotenen Systeme stimmen da vom Preis her noch nicht, zudem mit angegebenen (Akku)Lebensdauern von 10a, dabei gibt es aber schier unverwüstliche Akkus - ist als Projekt auch schon am laufen...
    Den ollen Diesel zu modulieren hatte ich übrigens gleich zu Beginn verworfen, das scheint solide deutsche Ingenieurkunst zu sein, mechanisch fest auf 3000 U/min eingestellt - don't touch running systems. Nach dem der WR mir die Zunge rausgesteckt hat - die Beschaffung von Spezialsoftware und/oder einer qualifizierten tech. Dokumentation erweist sich auch in Zeiten des www immer wieder als echte Herausforderung, noch dazu weil öfters nicht das drin steckt was drauf steht- stand für mich sowieso nur ein Eingriff in die Erregung oder den Laststrom zur Debatte. Erregungsseitig geht da am schleifringlosen Generator nur noch eine Kapazitätsänderung und damit Spannungsänderung, im myF-Bereich viel mir da aber auf die schnelle keine preiswerte stufenlose Variante ein. Das sinnvollste wäre schon der geregelte Gleichrichter der bei 3KVA abregelt. Mit einem inselfähigem WR liesse dabei in der Wassermühle ohne viel Mühe noch ein paar PV-Module integrieren, wenn die Sonne viel und lange scheint ist ja manchmal auch das Wasser knapp ;-)

  • > Gibt es so was fertig


    ist mir noch nicht untergekommen. Allerdings hat der Paguro 3000 einen bürstenlosen Synchrongenerator - damit erfolgt die Regelung der Ausgangsspannung über den Gleichstrom am Erregertrafo.


    Siehe Datenblatt : http://dataroom.klaas.de/sb44/…tor%20%20VTE%20Paguro.pdf


    > Den ollen Diesel zu modulieren hatte ich übrigens gleich zu Beginn verworfen
    wenn Du den Laststrom änderst wird sich auch die Motorleistung ändern - die Drehzahl allerdings nicht. Sinkender Wirkungsgrad im Teillastbereich ist die Folge, bei einem Diesel ist der Abfall des Wirkungsgrades aber etwas weniger krass als bei Ottomotoren.

  • Moin


    Warum sagst Du deinem Wechselrichter nicht das er ab einer Bestimmten Leistung abregeln soll.


    Ich mach das beim SMA über die Software (machmal weiß ich nicht worüber Ihr diskutiert??????????)


    Sonnenreiche Grüße


    Hitschi

    ist erst im Nebenberuflichem Aufbau: Fa. Kühr Elektrotechnik eingetragen in der HWO
    Elektroinstallation, SPS Technik, Eib- Partner, Fachpartner von Varta, Alarmanlagentechnik nach VDS
    Inhaber Christof Kühr, Negertalstr. 2a, 57462 Olpe Unterneger
    Mail: Christof.Kuehr@freenet.de / Hompage:C-Kuehr.de.tl


    NUR WER HANDELT KANN ETWAS VERÄNDERN :thumbsup:

  • rnowotny
    genau, und da sind wir bei der Kapazitätsregelung im myF-Bereich - siehe Problembehandlung im selben Dokument. Wenn nicht GS-Motorregelung, gibts denn da was im WS-Bereich? Gleichgerichtet ist schnell.
    Hitschi
    eben das hatte ich ja ursprünglich vor und nahm an, das die notwendige Software bei jedem WR beiliegt, wie aber bereits erwähnt, GE stellt sich einfach dumm...

  • Moin


    Also ich bin nach SMA und habe den Wechselrichter nur unter der Vorraussetzung das ich die Software kaufen kann (120Euronen+Schnittstellen


    Adapter ca 300 Euronen gesamt) auch eine SMA Wechselrichter von diesen zu Nehmen war dann auch alles kein Problem


    konnte dann richtig schöne Kurven anpassen


    Viel Glück


    Sonnenreiche Grüße


    Hitschi

    ist erst im Nebenberuflichem Aufbau: Fa. Kühr Elektrotechnik eingetragen in der HWO
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    NUR WER HANDELT KANN ETWAS VERÄNDERN :thumbsup:

  • Ja, ja, der nächste ist ein SMA, habe ja nun begriffen, das man von einer Gurkenbude wie GeneralElektrik nix kaufen möcht.
    Interessant wäre aber wirklich die Variante eines (möglichst serienmäßigen) Leistungsreglers in der Lastleitung. Damit wäre die Sache wilrkich für den versierten Laien nachzubauen - ein anderer Schritt Richtung Volks-BHKW, da es sich ja dann an den WR ohne ständige Änderungen an den Einstellungen Firmware einer vorhandenen PVA einkoppeln liesse (natürlich unter Beachtung der Fördergeschichte)....

  • Knarfu, wichtige Information für mich, zur USV, die man auch als Frequenzwandler verwenden kann. Da wartet so ein 40kW-Trümmer der französischen Firma Schneider darauf, in Betrieb genommen zu werden. Auf jeder Seite steht hundertmal: Kontaktieren sie den lizensierten Fachmann.
    Thyristorsteuerung, sehr konventionall, trotz Baujahr 2005, das PFC noch mit den sicherlich für den Generator geeigneten Kondensatorbänken, so fette Filterdrosseln und Kondensatoren habe ich noch nie gesehen. Jetzt übertreibe ich, denn ich wollte mal die Welt mit Atom- Fusionskraftwerken vollstellen und habe schon einiges gesehen.
    Jetzt stehe ich ohne Schaltplan vor der Galaxy in der Wassermühle, um die Drehzahl der Mühle zu optimieren und an die Wassermenge anzupassen. Kann das Ding definitiv, aber... Oder hast Du gerade zufällig was dazu herumliegen? MGE Galaxy , 40kW, ungefähr Vollausstattung.


    Ach, Skype wollte ich noch einrichten, für RNovotny...mail kommt zurück. bin kein Freund.

  • Bei Thyristorsteuerungen ist das doch normal mit L&C, bei den Schaltvorgängen gibts kräftig Oberwellen. Ist das 'ne fertige Turbine und Irgend wann schon mal in Betrieb gewesen? 40KW? Willst du ein ganzes Dorf Grundlastversorgen? In welcher Region steht denn die klappernde Mühle am rauschenden Bach? Was ist das für ein Generator? Synchron/Asynchron? Evtl. als Motor gebaut, dann wären die Steller ja 'verkehrt herum' . Muss mal suchen, hatte da eine gute Studie der Uni Rostock zu Klein-Wasserkraftanlagen auf der Platte liegen...