BHKW für alte Dorfschule

  • Ein Hallo in die Runde....mal wieder ein Neuzugang.... :)
    Wir haben vor 3 Jahren eine alte Dorfschule gekauft und haben einen alten Alphablock von 1986 mit Öl... X(
    Da uns sowohl die Strom- als auch die Heizkosten auffressen haben wir angefangen uns Gedanken zu machen...
    Hier mal unsere Daten:
    Verbrauchsdaten


    Jährlicher Stromverbrauch: ca. hochgerechnet dieses Jahr 10000 kwh


    Jährlicher Brennstoffverbrauch:3500 l Öl + ca 8-10 rm Holz , aber Teile nicht geheizt und nicht wirklich komfortabel




    Derzeitige Heizung


    Energieträger der Heizung: Öl


    Alter und Typ der der Heiztechnik:1986, Alphablock


    Art der Warmwasserbereitung:Durchlauferhitzer


    Pufferspeicher, Solarthermie: -


    Temperaturen der Heizkreise: ???


    Hydraulischer Abgleich: -


    Art der Heizkörper: überwiegend alte Rippenheizkörper




    Immobilie und Rahmendaten


    Beheizte Fläche, Anzahl Bewohner: 330m² , unterschiedlich, 5-7 !?


    Art und Baujahr der Immobilie: alte Dorfschule , 1953


    Erfolgte Modernisierungen: -


    Weitere geplante Modernisierungen: ??? evtl. Dämmung oben, Geschossdeckendämmung


    Zweiter Abgasstrang für BHKW frei: 5 Züge vorhanden


    Zusammenschluss von Nachbarhäusern: -


    Sooooo.... , jetzt hoffe ich, daß ihr mir weiterhelfen könnt!


    Wir haben ein Angebot für einen Dachs, geschätzte Laufzeit ca. 3600h, vorsichtig geschätzt, wir gehen davon aus, daß er mehr läuft, da es im Sommer selbst bei 35 Grad im Haus so kühl ist, daß man sich einen Pullover anziehen muß! :D


    Danke im Voraus für Denkanstösse und Tips etc.


    Gruß


    Bibo

  • Guten Morgen Bibo, und herzlich Willkommen im Forum.


    Nach Bauchgefühl werdet Ihr mit einem BHKW ordentlich an Kosten sparen. ABER nicht mit einem Dachs, nicht mit Heizöl und nicht mit den Durchlauferhitzern!!!!


    Mal noch paar Fragen:


    - gibt es Berechnungen wieviel das Dämmen der obersten Geschoßdecke bringen würde ( ansonsten pauschal -15% )
    - was ist das für ein Holzofen?
    - bei wegfall der Durchlauferhitzer könnt Ihr mit 1500-2000kWh Stromverbrauch weniger rechnen
    - liegt Gas an?
    - ist das Gebäude unterkellert?


    mfg

  • Hallo Bibo,
    nach meiner Überlegung folgende Denke:
    Zukunft: 1) Isolierungen dann Wärmebedarf ca 40 000 kw und elektr Bed. ca 6000 kw.
    Bhkw mit 1kw el. ---6000 Std. = Ges Bed. elektr.
    " " 8 " Th.--- " " = 48000 kw Therm.
    Spizenlastkessel, reicht hier der Holzofen ??????
    Pufferspeicher ist wichtig !!!!!!
    Bhkw mit Stirling---( Whispergen ?? )
    auf keinen Fall el. zu groß( Einspeisen für 9 ct. ??? )
    Ich vermeide einspeisen .
    viel Erfolg
    Gruß
    Erwin Färber

    Pv seit 2000-8.67 kwp--.-therm.E.= Hackschnitzel 42%x Miscanthus 16% x Bhkw 24% x Scheitholz 8% x WW.WP 6%. x H.Öl 3%xSoTh.1%
    Pv seit 2007- 7,64 kwp
    .
    Pv seit 2014 -8,16 kwp mit Elektrospeicher 11,6 kwh 3 phas.
    Bhkw eco 3.0



  • Hallo Alikante,
    nach unserem Gefühl auch, wenn dann würden wir auf jeden Fall einen Gasdachs nehmen, Gasleitung wollen wir uns legen lassen, kostet pauschal bei uns knapp 1 K€!
    Wenn dann würden wir den Keller komplett entkernen - heißt: alten kaputten Allesbrenner raus, Alphablock raus und das komplette Rohrgeweih auch, und dann einmal alles neu, samt Pufferspeicher, Warmwasserleitungen durchs Haus etc. pp ... die Durchlauferhitzer fliegen dann eh...
    Unsere Devise ist inzwischen: einmal richtig machen und dafür "Jahrzehnte" Ruhe haben!
    Das Haus und das Grundstück sind einfach zu groß (550m² Wohn- und Nutzfläche und knapp 5000m² Grundstück + ein paar Hühner, Kamerunschafe, einen Hund, einen Kater... ;) ) , als daß wir ständig irgendwo wieder anfangen können, wir müssen Zeit optimieren!
    Berechnungen über die Geschossdeckendämmung gibt es nicht!
    Wir haben 4 normale Öfen und einen Kamin mit Kasette, die aber eine Luftpumpe ist, angeblich so um die 5 kw, aber bringt sogut wie nix...
    Man muß dazu sagen, daß das WZ 70m² hat, also 210m³ und die muß man erstmal warm kriegen...
    Zu den Kellern... es sind 2 Keller vorhanden, an jeder hausseite einer!
    Was ich noch dazu sagen muß ist, daß wir mittelfristig vorhaben, über der Garage auszubauen und in unser WZ soll "vorübergehend eine Wohnung, und das kurzfristig, d.h. wir sind dann quasi minimum ein ca. 4-Familien-Haus!?!?!!!


    Gruß


    Bibo


    Hallo Herr Färber,
    Dämmung gut und schön, aber z.B. will ich auf keinen Fall an Kerndämmung `ran!
    Die Wände bzw. das Haus funktionieren und da will ich nichts dran ändern, Geschossdeckendämmung halte ich für sinnvoll!
    Aber auf 40000 kwh Wärmebedarf werden wir, denke ich, auf keinen Fall kommen, da es Schätzungen zwischen 70000 und 80000 kwh gibt!
    Das Problem ist, daß wir keine wirklichen Langzeiterfahrungen mit dem Haus haben. Wir haben es zwar "schon" 3 Jahre, haben aber immer letztendlich gespart und können wirklich nur schätzen, wieviel wir wirklich letztendlich brauchen...
    El. Bedarf ist auch so eine Sache... Wir haben allein draußen über 20 "Leuchtmittel" , und drinnen kann man sich vorstellen...
    Wir haben ca. 80% auf LED umgestellt, müssen aber im Sommer draußen eine recht große Fläche bewässern, ich schätze ca. 2000m², damit Gras für die Schafe wächst...das Wasser müssen wir zum Glück nicht bezahlen, da wir einen ca. 5-6 ha großen Baggersee am Haus haben, aber halt den Strom von ca. 2,5 kw/h für die Pumpe!
    Zum Thema Spitzenlast...Holzöfen würden nur 2 bleiben + der Kamin für die "Stimmung, für "gewisse" Stunden mit ´nem Glas Rotwein... ;)
    Pufferspeicher ist auch so ´ne Sache, da habe ich auch gedacht, daß der bei uns zu niedrig geplant ist, ca. 1000 l, aber da muß ich dem Heizungsbauer wohl vertrauen!
    Die Einspeisung ist für mich auch vergebliche Liebesmüh, der beste Strom ist halt immer der, den man selbst nutzt!!!


    Gruß


    Bibo

  • Ein kleiner Gedanke zu dem ganzen hier:


    Bei so viel Platzangebot wäre es doch sicherlich möglich mit Pellets die Spitzenlast zu bewerkstelligen und Grundwärme sowie Strombedarf aus dem BHKW zu decken. Es sollte das BHKW an den Strombedarf angepasst werden. Also irgendwas in die 3 Kwel Richtung sollte das gehen. Das Pelletlager findet garantiert Platz!


    Nimm bloß keinen Gasdachs. Alte Technik, da nicht modulierend und frisst mit den Wartungskosten die erzielten Ersparnisse beim Strom auf. Gasdachs lohnt sich eher für Objekte mit wesentlich mehr Strombedarf.

  • Ein kleiner Gedanke zu dem ganzen hier:


    Bei so viel Platzangebot wäre es doch sicherlich möglich mit Pellets die Spitzenlast zu bewerkstelligen und Grundwärme sowie Strombedarf aus dem BHKW zu decken. Es sollte das BHKW an den Strombedarf angepasst werden. Also irgendwas in die 3 Kwel Richtung sollte das gehen. Das Pelletlager findet garantiert Platz!


    Nimm bloß keinen Gasdachs. Alte Technik, da nicht modulierend und frisst mit den Wartungskosten die erzielten Ersparnisse beim Strom auf. Gasdachs lohnt sich eher für Objekte mit wesentlich mehr Strombedarf.

    Hallo Benny,
    für mich stellt sich die Frage, ob wirklich soooooooviel Spitzenlast abzudecken ist, klar sollte das BHKW an den Strombedarf angepasst werden, aber letztendlich ist es ja wärmegeführt und somit wärmemäßig auf das Haus abgestimmt.
    Pelletlager kein Problem!!! - Wenn wir alles soviel hätten wie Platz... ;)
    Der Dachs hat mich aber irgendwie überzeugt, warum gibt es von angeblich ca. 36000BHKWs 28000 Dachse? Warum wiegt der Dachs ca. 500kg, gegenüber z.B. dem ecopower mit ca. ??? 100 - 150kg ??? Leichtbau gut und schön, aber Qualität kommt von irgenwoher - belehr mich, wenn ich Quatsch erzähle!
    Dachs! - Erfahrung seit 1995...!
    Mir leuchtet das alles ein!
    Alle anderen stecken noch in den "Kinderschuhen", oder nicht!?!?
    Ein Heizungsbauer hier erzählte mir, daß er einen ecopower selbst laufen hat, der jetzt seit ca. 3 Jahren läuft! Der hat seine Leistung nicht mehr gebracht, und er hat, weil er gerade noch in der Gewährleistungsfrist war, einen neuen Motor bekommen.
    Auf solche Kinkerlitzchen habe ich keine Lust!
    Ich will was Solides, es muß laufen, ohne wenn und aber!
    Wir vermieten Monteurzimmer, und da muß so ein Ding einfach funktionieren und die Hütte warm machen - rechnen sollte es sich natürlich auch, keine Frage.
    Eine weitere Überlegung zur Bezahlung des Ganzen ist auch, daß wir ca. 80% der Geschichte absetzen können, da wir 20% Eigennutzung und 80% Vermietung und Verpachtung haben.
    Dadurch bezahlt sich so ein Ding natürlich erheblich schneller, denke ich!


    Gruß


    Bibo

  • Hallo,


    Zitat

    Der Dachs hat mich aber irgendwie überzeugt, warum gibt es von angeblich ca. 36000BHKWs 28000 Dachse? Warum wiegt der Dachs ca. 500kg, gegenüber z.B. dem ecopower mit ca. ??? 100 - 150kg ??? Leichtbau gut und schön, aber Qualität kommt von irgenwoher


    nichts gegen einen Dachs.....nur sollte der zum Gebäude und Verbrauch passen, und das geht hier gar nicht.
    Wer dir bei deinen Verbräuchen einen Dachs andrehen will........ :vinsent: ........ :bomb: ...........

    Zitat

    Alle anderen stecken noch in den "Kinderschuhen", oder nicht!?!?


    .....wag ich mal zu bezweifeln..........funktionieren tun die,vorallem wenn sie zu Gebäude passen.
    Probleme gibts es überall, einer erwischt die ´Montagsmaschine :schimpf: und ärgert sich ein paar Jahre , der andere hat Glück ||_ und alles läuft.

  • Moin,


    möchte mich Stho1 anschließen - der Dachs ist sicherlich "alte" bewährte Technik aber ebend auch nicht das gelbe vom Ei!! Ein BHKW läuft nur dort zufriedenstellend wo es passt - bei Euch würde der Dachs nicht passen da er zuviel Leistung hat.


    Das Dein Heizi nen Dachs einbauen will und zb.an Ecopower kein gutes Haar lässt ist normal - frag mal nen VW Händler nach OPEL oder TOYOTA :!:


    Rechne einfach mal selbst - Dein Heizi sagt 3600h Laufzeit für den Dachs also 41% des Jahres. Damit kannst Du theoretisch also auch nur 41% des Strombezuges substituiren = 4100kWh. Ich schreibe theoretisch weil es in Wirklichkeit nicht mehr als 3000kWh werden.


    Also wirst Du mit nem Dachs knapp 20000kWh elt. erzeugen aber nur 15-25% davon selbst verbrauchen können! Das kann nicht der Sinn sein !!


    Lass Dir die Zusammenhänge mal durch den Kopf gehen.


    mfg

  • Der Dachs hat mich aber irgendwie überzeugt,

    War bei meiner Entscheidung im Frühjahr 2010 genauso.

    Wir vermieten Monteurzimmer, und da muß so ein Ding einfach funktionieren und die Hütte warm machen - rechnen sollte es sich natürlich auch, keine Frage.

    Bei mir wohnen Studenten aber auch die wollen eine warme Bude und aus reiner Nächstenliebe will man die Vermieterei ja auch nicht machen.


    Jetzt, nach 2 Jahren Betrieb bin ich um einige Erfahrung und auch Erkenntnisse reicher und kann zu Deinen Fragen schon einige Antworten geben.

    von angeblich ca. 36000BHKWs 28000 Dachse?

    Die 28.000 Dachse sind in 2010 auch schon auf der Senertec-Homepage gestanden. Also hat sich da in 2 Jahren nicht viel getan, quasi Stillstand.

    Dachs! - Erfahrung seit 1995...!

    Ist schon richtig.....aber Weiterentwicklung ?( :?: ....ich kann nur über die letzten 2 Jahre was sagen, aber da war nix was ich irgendwie mitbekommen habe. Vielmehr haben die Anderen in Riesenschritten aufgeholt und sind schon meilenweit voraus. So schauts aus...das wollen die in Schweinfurt aber nicht wahr haben. :-)_:-)

    Warum wiegt der Dachs ca. 500kg, gegenüber z.B. dem ecopower mit ca. ??? 100 - 150kg ??? Leichtbau gut und schön, aber Qualität kommt von irgenwoher

    ..... verleitet zum Gedanken an die "deutsche Wertarbeit"....richtiger aber ist, dass (siehe oben) keinerlei Weiterentwicklung war.....und daher auch der immer noch stolze Preis
    ,.... jedes Kilo kostet ^|__|^



    Beherzige den Rat der Vorredner/schreiber und denk nochmal gründlich nach.....was den Dachs betrifft.....nicht was BHKW angeht. Da gibts Geräte die in Deinem Objekt wirtschaftlich betrieben werden können.
    Wenn ich vor 2 Jahren mein jetziges Wissen gehabt hätte und wenn´s damals das Gerät schon gegegeben hätte, stünd bei mir jetzt ein Kirsch 4.12 im Keller :thumbup:

    .....aber was nicht ist kann ja noch werden. :pfeifen:

    Die dezentrale KWK ist keine Brücke - sie ist die Lösung :thumbsup:


    und der Spenden-Button für unser Forum ist auf der Portal-Seite rechts :!:

  • Hallo und danke für alle bisherigen Beiträge ,
    wenn ich ehrlich bin weiss ich jetzt nichts mehr...:-)
    Was wären Alternativen,habt ihr ne Idee?
    Danke im Voraus...
    Gruß Bibo

  • Thermischer und elektrischer Energiebedarf passen gut zum BHKW mit 2-3 Kwel. Mit intelligenter Steuerung lässt das letzte bißchen Optimum auch heraus kitzeln.
    Die Alternative: schön kräftig drauf zahlen bei den Strompreisen!

  • Momentan fehlt die manpower das zu bearbeiten, wegen den Vorbereitungen für die Infotage!


    Aber Kimmel wird dort Ausstellen. Ich denke dann bekommen Wir ordentlich Input für die Infothek.


    mfg


    Dein link geht nicht - Kimmel wird von Energypoint vertrieben http://www.energypoint.de/index.php/aktion-bhkw