PRO Solarthermie... CONTRA Primärenergie

  • Jetzt muss ich doch mal eine Lanze für die Solarthermie brechen !!!


    Ich habe persönlich 18 Jahre lang thermische Solaranlagen installiert ... und zwar aus Überzeugung.
    Als ich angefangen habe die Anlagen zu Schrauben wurde nicht nur ich sondern auch meine Kunden ausgelacht wegen diesem "Ökokram". "Da kommt doch nur lauwarmes Wasser von Dach" .. "Ach ja ... dann pack doch mal an" ... "Autsch ... das ist ja heiß"! (Ja nee iss kla)


    "Damals" haben die Anlagen richtig viel Geld gekostet und waren mit schwarz-chrom-Absorbern (!) ... heute werden die Anlagen "im Akkord" auf's Dach geschraubt und kosten die Hälfte ... mit mehr Leistung und besserer Technik ! Edelstahlwellrohr durch den Schornstein ... unten rausholen, anschließen fertig.


    Aber eines hat sich seit damals hartnäckig gehalten:"Solarthermie ist einfach zu teuer und amortisiert sich nicht"!
    Man meint gerade, dass hier bewusst gegen eine einfache und wirkungsvolle Technik gelästert wird (Argumentieren kann man das ja garnicht nennen).


    Die "Argumente" die gegen Solarthermie sprechen sind immer und ausschließlich monitärem Ursprung. Und auch hier im Forum lässt kaum jemand ein gutes Haar an dem Thema ... und das ist mir deutlich zu pauschal !


    Eine thermische Solaranlage liefert Wärmeenergie mit geringst möglichem Primär-Energieaufwand. In diesem Fall für die Umwälzpumpe. Die Anlage wird ausgelegt zur Trinkwasserbereitung und meistens auch zur Heizunsgunterstützung. Hierbei verbraucht Sie (ausser dem Pumpenstrom) keinerlei Primärenergie und liefert je m² Kollektorfläche rund 400-600kWh/a. Sie hat einen Wirkungsgrad (selbst die schlechteste Anlage) von mehr als 75% (!) ... die Wartung beschränkt sich auf eine zweijährige Kontrolle der Funktion und der Solarflüssigkeit. Mechanische Teile die beansprucht werden ... nicht mehr als in einem Heizkreis: die Pumpe.


    Alle anderen Vorschläge wie BHKW's, Pelletkessel, Gaskessel, Ölkessel, Wärmepumpen verbrauchen alle miteinandern nur Primärenergie .. und hier hauptsächlich fossile Brennstoffe.


    Kommt man nun mit einer thermischen Solaranlage um die Ecke fangen sofort alle Taschenrechner an zu glühen. Es geht, wie schon oben gesagt, NUR um's Geld. Jetzt werden PV-Anlagen (bis zum Erbrechen) als die bessere Wahl vorgeschlagen ... ja, weil die rechnen sich ja !


    Tatsache ist, dass ich bereits 2006 aufgehört habe PV-Anlagen zu installieren, da damlas schon eine gewisse Prostitution in der Branche spürbar war. Es ging nur noch um "HABEN" und "GELD VERDIENEN" ... egal um welchen Preis. Sehr viele Leute sind mit den PV-Anlagen sehr sehr reich geworden. Heute gehen Reihenweise deutsche Spitzenhersteller von PV-Modulen in die Insolvenz. Die staatlichen Subventionen zu dieser Technologie wandern schon lange ab nach China. Die sind einfach billiger ...


    Parallel zu dieser Entwicklung wurden die thermischen Solaranlagen immer weniger betrachtet. Dramatische Umsatzeinbrüche trafen jeden noch so renommierten Hersteller im Land ... weil man ja mit PV so viel Geld verdienen kann.
    Die Installationsfirmen für PV-Anlagen schossen wie Pilze aus dem Boden ... und heute ... sind die meisten wieder weg ... und auch die thermischen Solaranlagen.


    Man kann in vielen Beiträgen die Faszination für die Technik nicht überlesen. Und sehr häufig enthalten die Fragen der "Fragenden" bereits Hinweise welche Antworten sie gerne hätten ... und promt folgen die Antworten der "Antworter" die (nicht immer) in den meisten Fällen einfach und pauschal die gleichen Antworten geben. "Nimm doch dieses und jenes das ist am günstigsten"


    Auch hier geht es wieder nur und ausschließlich um's Geld. Der Nordpol ist am Abtauen und hier redet man über Geld und was für einen persönlich finanziell am Besten ist. Nach mir die Sintflut ... und so wird es auch irgendwann kommen.


    Eine thermische Solaranlage liefert (!) Energie bei minimalstem Primärenergieverbrauch ... und das macht ihr so schnell niemand nach ! Alle anderen sind aus ihrer Sicht nur Verbraucher ... sonst nichts.


    Ich möchte hier im Forum einfach 'mal anstoßen, dass solche (täglichen) Pauschalverurteilungen die nächsten Male überdacht werden bevor sie geschrieben werden. Man sollte nicht vergessen, dass hier Meinung gebildet wird. Und wenn 10 Personen sagen ... bloß nicht Thermie ... mach PV ... wird sich hieran auch nichts ändern.


    Wir alle müßen Geld verdienen ... na klar. Aber hier geht es zu Lasten der Umwelt ... und die ist unbezahlbar !


    Und bitte, ich rede von ordnungsgemäß installierten Anlagen ... so, wie auch jede andere Anlage ordnungsgemäß installiert werden sollte. Über die schwarzen Schaafe will ich in diesem Zusammenhang hier nicht diskutieren.


    So ...das war mal das vorgezogene Wort zum Sonntag :thumbup:

  • Das sich die Solarthermieanlage sich monitär bei einem ROI zwischen 30 bis 100 Jahre nicht rechnet steht wohl fest. Daher will ich darauf nicht weiter eingehen.


    Wenn wir bei der Betrachtung der CO2-Einsparung von dem Durchschnittsbestand bei den Ein-Familien-Häusern mal ausgehen so haben wir einen Heizenergiebedarf von ca. 30.000 kWh und einen Strombedarf von 6000 kWh so haben wir einen CO2-Ausstoß von ca. 14.000 kg, wenn mit Gas die Heizenergie erzeugt wird. Durch eine Solarthermieanlage mit Heizungsunterstützung kann man ca. 30% der Heizenergie einsparen (jeder der behauptet es ist mehr soll das mal belegen). D.h. das Einfamilienhaus spart durch eine Solarthermieanlage ca. 2700 kg CO2 ein. :pfeifen:


    Wenn wir die Heizenergie durch ein BHKW erzeugen so erzeugt dieses BHKW ca. 12.000 kWh Strom. Dieser Strom hat lt. Certifizierungsstelle nur noch 240 g CO2-Ausstoß je kWh el. D.h. eine Einsparung von ca. 7100 kg CO2. Also fast das 3-fache einer Solarthermieanlage. :walklike::walklike:


    Fazid: Trotz Primärenergieeinsatz beim BHKW spart das BHKW mehr Primärenergie als eine Solarthermieanlage. :thumbsup:

    Rechnen hilft eben !!!!


    Eine PV-Anlage braucht man hier nicht in die Betrachtung einbeziehen, da diese sowohl bei der Solarthermieanlage als auch bei dem BHKW zusätzlich installiert werden kann. :hutab:


    Wenn jemand noch behauptet mit einer WP wäre mehr einzusparen, dann werde ich ihm vorhalten, dass eine WP mit Grundlaststrombetrieben wird und dieser Strom sowohl in Ostdeutschland als auch in NRW aus Braunkohle kommt. Da brauchen wir dann nicht mehr weiter zu diskutieren, denn was schmutzigeres gibt es nicht. :diablo:

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
    http://perdok.info/
    Oscar Perdok GmbH
    Gildeweg 14, 46562 Voerde
    Beratung, Planung und Installation von: KWK-Anlagen, PV-Anlagen, Stromspeicher mit Notstromfunktion, Eigene Herstellung von Ladestationen für E-Mobile, Energie-Effizienz incl. Kosten/Nutzen-Betrachtung, Ladestation für E-Mobile (kostenlos)

    2 Mal editiert, zuletzt von ecopowerprofi ()

  • Genau solche Beiträge meinte ich ... Pauschal, unqualifiziert und auch noch falsch ... und es geht wie immer nur um's Geld.


    Diese Darstellung, getrieben von der inneren Überzeugung dass ein BHKW ein Allheilmittel gegen die Umweltbelastung ist, sollen wiedermal thermische Solaranlagen "alt aussehen lassen". Hier wird auch noch suggerriert, dass ein BHKW mehr CO2 einspart als eine Solaranlage. Unfassbar ...


    In dieser Zeit, in der das BHKW angeblich mehr CO2 spart als eine Solaranlage, erzeugt das BHKW jedoch ein vielfaches an CO2. Wenn Brennstoff verbrannt wird, wird CO2 produziert. Ich denke HIER muss man nicht drüber diskutieren.


    So schräg wie hier, werden leider öfter die Energie- und Umweltbilanzen verschiedener Erzeuger dargestellt. Frei nach Überzeugung gillt es dann Argumente FÜR "die eigene Technologie" zu finden und entsprechend darzustellen. Unter dem Schlußstrich der Suggestion müßte dann doch "vor lauter Einsparung" irgendwann wieder Primärenergie aus den "Erzeugern" fließen ... ich frage mich, warum trotz dieser massiven Einsparungen doch immer mehr Energie verbraucht wird ?


    Ein Wärme/Kälteerzeuger der Primärenergie verbraucht kann ansich kein CO2 einsparen da er CO2 produziert. Er kann nur im Verhältnis zu anderen Erzeugern weniger CO2 produzieren ... aber niemals weniger als NICHTS, so wie eine Solaranlage !


    Das ist Augenwischerei ... am besten betreibt man noch CO2-Handel mit der eingesparten CO2-Menge. Dann gibt's doch wieder mehr ÖKO-STROM ... :thumbdown:


    Ach ja ... und ein ROI von 30-100 Jahren ist auch quatsch. Nimmt man das selbst angeführte Beispiel von rund 10.000 kWh Einsparung durch eine Solaranlage und einen Preis (recherchiert) von rund 8500,-€ (12m² Kollektor/1000 L Puffer und Zubehör incl. Montage) ergibt sich bei einem Gaspreis von 460€/12.000 kWh (Achtung Wirkungsgrad Kessel berücksichtigen) (Verivox) ein ROI von 18,5 Jahren ... BEI 0kg -> CO2 !!!! (ausser Pumpenstrom)


    Packt man noch eine gescheite Regelung oben drauf für ca. 2000,-€ ... und spart dadurch weitere (NUR !) 15%, kommt man auf einen ROI von 17 Jahren ... und einer echten Einsparung von rund 70 Tonnen CO2.


    Wir haben übrigens schon vor 15 Jahren durch den Einbau von th. Solaranlagen, Verbesserung der Regelungstechnik und durch Optimierung der Heizungsanlagen mehr als 50% Energie eingespart ... und wenn ich diese Werte ansetzen würde, fiele der ROI noch deutlich schneller.


    Diesen Satz müsste man sich einrahmen und in den Heizungskeller hängen:

    Zitat

    Fazid: Trotz Primärenergieeinsatz beim BHKW spart das BHKW mehr Primärenergie als eine Solarthermieanlage. :thumbsup:

  • Moin,


    nun hier hab ich dann also die versprochene Grundsatzdiskussion?? :thumbsup:


    Hasko es ist doch relativ einfach. Wann benötige ich die meiste Heizenergie?? Genau, im Winter! Was bringt meine - ich hab auch eine .||. - Solarthermie zu dieser Zeit ?? Wieder richtig 0,00Kwh. Und wieviel CO2 kann ich damit einsparen??? Wieder voll ins schwarze 0,00kg.


    Also Du siehst diese provokant einseitige Rechnung bringt nix, Besser sollte man das gesamte System über alle Zeiten betrachten -> Wärme + Strom , Sommer + Winter.


    Ich persönlich bezweifle nicht die Sinnhaftigkeit von Solarthermie aber ich sage die ökologisch wirksame Einsparung an CO2 ist zu gering um die genannten Herstellungspreis auszugeben. Das Geld steck ich lieber in Maßnahmen die deutlich mehr Nutzen bringen - denn ich kann eine Mark nicht zweimal ausgeben.


    Nochmal was zum Vergleich PV / Solarthermie


    Meine Solarthermie bringt etwa 5000kWh im Jahr - wenn ich dafür Gas verbrennen müßte wären das weniger als 1000kg CO2
    Meine PV hat etwa das selbe gekostet und bringt 1800kWh im Jahr - damit spare ich also 1350kg CO2 (Kohlestrom) (mit heutigen PV Modulen würde für das selbe Geld etwa 3*1800kWh draus werden)


    Nun die Frage was ist im Hinblick auf CO2 Einsparung besser??


    mfg

  • @ goQ


    Du solltest Politiker werden, denn Du kannst die Wahrheit noch besser verdrehen wie die. Alikante hat schon einiges dazu gesagt. Wo kommt bei der Solarthermie der Strom her? Richtig aus der Steckdose. Wo wird der Strom produziert? Wieder richtig, im kraftwerk. Womit wird der Strom produziert? Nochmal richtig, mit Steinkohle, Braunkohle und Uran. Viel mehr bleibt zu Deinem unsachlichen Beitrag nicht zu sagen.


    PS: Damit man mich nicht falsch versteht, ich habe nichts gegen Solarthermie und wie neuendorfer an anderer Stelle schon geschrieben hat, wenn man es selbst montiert und preiswerte Komponenten wählt kann es eine Teillösung sein aber mit deinem Beitrag hast Du Dich selbst dequalifiziert.
    Nochmal @ goQ: lese doch mal die Signatur vom alikante

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  • ecopowerprofi:


    Auch das Thema haben wir vor 20 Jahren schon umgesetzt. Wenn ich mir jetzt ein PV-Modul auf mein Dach lege und die ST-Pumpe damit betreibe ist das Thema "Braunkohlewerk" wohl auch durch oder ?


    @Marcus ... es geht mir ja garnicht um den Vergleich PV und ST ... sondern um den Verbrauch von Primärenergie.
    Sicherlich ist PV-Strom eine sehr hochwertige Energie ... ST-Wärme aber genau so ... denn beide sparen echte Primärenergie ... :thumbup:



    Aber wo ja so gerne auf das Geld geschaut wird habe ich mal einen ganz anderen Ansatz:


    Man sollte mal dazu übergehen die Kosten zur Erstellung einer Wärmeerzeugungsanlage (gegenüber Standard Gaskessel) an dem Verbrauch von Primärenergie messen. Also nicht die angebliche und mit sonstigen Anlagen verglichene Einsparung, sondern einzig und alleine den Verbrauch der Anlage betrachten.


    Ein neues Gesellschaftsspiel:
    Man stelle sich vor, man hätte einen Bessere-Welt-Contractor der einem eine neue Heizungsanlage installiert. Die Kosten der Beheizung richten sich aber nach den Anlangenkosten und dem Verbrauch der PE. Umso mehr PE man verbraucht desto teurer wird's ... irgendwie auch logisch ... umso weniger PE man verbraucht desto billiger wird's.
    Der Contractor ist zudem der Hüter der Primärenergie die auch nur begrenzt vorhanden ist (absurd :wacko: oder ?)


    Der Contractor denkt: "Was kostet der Teil der Anlage der die Primärenergie verbraucht und deren Betrieb ?"


    Gaskessel (Referenz) = 3000,-€ * 100% Verbrauch = 0% EInsparung = KOSTEN 3000,-€
    Gasbrennwertkessel = 4000,-€ * 80% PE-Verbrauch = 20% Einsparung *güGK = KOSTEN 3200,-€
    BHKW = 20000,-€ * 65% PE-Verbrauch = 35% Einsparung *güGK = KOSTEN 13000,-€
    Optimierungsmaßnahmen = 10000,-€ = 2% PE-Verbrauch = 98% Einsparung *güGK = KOSTEN 200,-€
    Solarthermie = 8500,-€ * 2% PE-Verbrauch = 98% Einsparung *güGK = KOSTEN 170,-€
    Photovoltaik = 10000,-€ * 0% PE-Verbrauch = 100% Einsparung *güGK = KOSTEN 0,-€
    [*gegenüber Gaskessel = güGK]



    Hat man also einHaus und will es beheizen, wird hierbei auf den Verbrauch und nicht auf die Einsparung geachtet.


    Man könnte das Haus also mit der Sonne + BW-Kessel heizen ... oder per BHKW ... oder nur mit einem Kessel


    Ich weiss dass die reale Welt etwas komplizierter ist als "mein neues Spiel" ... aber es geht mir hierbei um einen anderen und dringend benötigten neuen Blickwinkel. Es geht nicht um die verhältnismäßige eingesparte Energie gegenüber anderen Energieverbrauchern sondern um die absolute Reduzierung des Energieverbrauchs.
    Bislang stehen alle auf der Seite wo das Geld auf der Bank liegt. Bei diesem Spiel wechselt man die Seiten und steht auf der Seite wo die Primärenergie im Boden steckt und man die Stellschrauben der Umweltbelastungen in der Hand hat.


    Es geht im Leben auch nicht um Geld sondern um's Leben ;-) ... und um ein Leben nach unserer Generation.
    Ich will nicht dass meine Kinder sagen:"Ihr habt beim Energiesparen soviel Energie verbraucht dass wir jetzt keine mehr haben"

  • Wir können auch mal eine ganz einfache Rechnung aufmachen:


    Meine Hydraulik ist ja hier im Forum einzusehen, eine zusätzliche Solarthermie mit 4m² Fläche würde für 2 Personen ausreichen. Puffer vorhanden, Regelung müsste erweitert werden (150€). Was die Sache relativ teuer macht ist der Wärmetauscher. Flachkollektor.
    Kostet ohne Installation im Netz 3000€. Beim Installateur kostet der Spaß etwas mehr (Rechnung von ner anderen Installation zum Vergleich).


    Für 100l Öl im Jahr?

    http://www.solartoolbox.ch/index.php/simulation


    Auch wieder nicht berücksichtigt: Der Pumpenstrom. Wollte den bei meinem alten Herrn mal beobachten (hat auch nen Tauscher drin), leider hat der Steckdosenzähler gestreikt...
    Interessant in dem Zusammenhang: http://www.sbz-online.de/gentn…ngsstrategie_MTUyMjky.PDF



    mfg *dagegen*

  • Ja ... dann hast Du doch erstmal alles richtig gemacht !
    Primärenergie runter ... und dann mal sehen was übrig bleibt !


    Wo ist denn die Anlagenhydraulik zu sehen ?

  • In dieser Zeit, in der das BHKW angeblich mehr CO2 spart als eine Solaranlage, erzeugt das BHKW jedoch ein vielfaches an CO2. Wenn Brennstoff verbrannt wird, wird CO2 produziert. Ich denke HIER muss man nicht drüber diskutieren.

    Da passt ja wunderbar:

    Genau solche Beiträge meinte ich ... Pauschal, unqualifiziert und auch noch falsch ...

    Das kann ich in dem Fall nur unterschreiben.


    Ecopowerprofi hat Dir bereits vorgerechnet, dass ein BHKW durch die hocheffiziente Erzeugung des Stroms und damit der Verdrängung von Strom aus dreckigen Kraftwerken der Stromkonzerne mit wesentlich geringerem Wirkungsgrad (ohne KWK, ggf. noch Kohle) insgesamt mehr CO2 eingespart wird, als die Solarthermie auf dem Dach vermeidet.


    Solaranlage und einen Preis (recherchiert) von rund 8500,-€ (12m² Kollektor/1000 L Puffer und Zubehör incl. Montage) ergibt sich bei einem Gaspreis von 460€/12.000 kWh (Achtung Wirkungsgrad Kessel berücksichtigen) (Verivox) ein ROI von 18,5 Jahren ... BEI 0kg -> CO2 !!!! (ausser Pumpenstrom)


    Wunderbar, mit Pumpenstrom dann vielleicht 19 Jahre? Und die Anlage ist dann nach 11 Jahren ein Fall für den Schrott? Das durfte ich im Nachbardorf schon sehen. Ich stehe dazu, wenn man Solarthermie selbst baut "kann" sich das rechnen, wenn man das bauen Läst ist das im Wohnhausbereich versenktes Kapital und ein BHKW hätte der Umwelt mehr geholfen.

  • Tja ... wie so oft redet man leider gegen Betonwände :P


    Hat eigentlich jemand meinen Text verstanden ? ... oder wurden nur die Stellen herausgesucht auf die man (in gewohnter Weise) aufspringt ?


    Ist euch denn schonmal aufgefallen dass ihr Energie verbraucht (ich übrigens auch) ? ... oder definiert ihr euere Anlagen nur über eingespartes CO2 ?
    Denn das bedeutet, mit jeder verbrauchten kWh-Primäenergie spart ihr CO2. Also umso mehr Primärenergie euere Anlagen verbrauchen desto mehr CO2 wird eingespart ... das ist sensationell !


    Ich rede davon den Bedarf von Primärenergie zu reduzieren indem man den Bedarf ansich reduziert und/oder den Rest durch CO2-Neutrale Energie soweit ersetzt wie es geht ... z.B. durch Solarenergie.
    Häuser dämmen, Fenster tauschen, Bedarf reduzieren, unnötiges Licht/Verbraucher ausschalten, Heizungen optimieren ... usw.


    Wir haben zuerst das Dach erneuert, die Fassade gedämmt (Haus von 1620) und Fenster getauscht, die Hydraulik geändert und den Regler getauscht. Und der jetzt übrig gebliebene Rest soll nun so CO2-Neutral wie möglich produziert werden.
    Hätte ich all diese Maßnahmen unterlassen, hätte ich meinen Verbrauch nicht um 50% (!) reduziert.


    Es geht nicht darum, Energie so sparsam (€) wie möglich zu produzieren um sie dann guten Gewissens verbrauchen zu können ... es geht darum garnicht erst soviel Energie produzieren zu müßen und somit um die Reduzierung der benötigten Menge an Primärenergie. Und ich rede nicht von Komforteinbußen ... im Gegenteil.


    Wir alle verbrauchen Energie ! Nur, warum Energie erst kompliziert verheizen, wenn man sie auch einfach sparen könnte oder umweltfreundlich Erzeugen kann ?


    (Na Marcus ... zuviel versprochen ? ;) )


    JAU
    Ja ist doch schick wenn man nur 224L Heizöl verbraucht ... weniger ist kaum zu schaffen. Jetzt wäre lediglich interessant wo denn das Öl verbraucht wird. Wahrscheinlich doch im Sommer, da der Holzofen nicht angefeuert wird. Dass heisst eine Solaranlage würde eher mehr bringen. Aber egal. Rechnen würde die sich sicherlich nicht ... (obwohl es mir immer noch nicht darum geht)


    Alles richtig gemacht ! :thumbup:


    Eins verstehe ich jedoch nicht. Du hast doch ein BHKW dort stehen ... mit was
    läuft das denn eigentlich ... kommen da die 224L/Heizölverbrauch her ?

  • Ist euch denn schonmal aufgefallen dass ihr Energie verbraucht (ich übrigens auch) ? ... oder definiert ihr euere Anlagen nur über eingespartes CO2 ?
    Denn das bedeutet, mit jeder verbrauchten kWh-Primäenergie spart ihr CO2. Also umso mehr Primärenergie euere Anlagen verbrauchen desto mehr CO2 wird eingespart ... das ist sensationell !


    Ich rede davon den Bedarf von Primärenergie zu reduzieren


    Das ist gerade der Punkt, den Du offenbar nicht zu verstehen vermagst. Wenn ein BHKW hocheffizient dezentral Strom und Wärme erzeugt, spart das mehr CO2 (und auch Primärenergie), als wenn diese kWh aus dem Stromnetz entnommen wird und an anderer Stelle ineffizient erzeugt werden muss. Es wird in meinem Keller Primärenergie "verbraucht" aber dafür an anderer Stelle in ineffizienten Kraftwerken mehr Energie nicht "verbraucht", die sonst verbraucht werden müsste. Somit ist die Bilanz positiv.


    Natürlich ist es noch umweltschonender Strom und Wärme aus Solarthermie und Photovoltaik zu gewinnen und sich damit "autark" zu versorgen. Da kommt nur leider in regelmäßigen Abständen diese nicht so sonnenreichen Herbst, Winter und Frühlingsmonate - in denen dann so oder so ein BHKW besser da steht. Also ist die optimale Lösung PV und Solarthermie aufs Dach und BHKW im Keller.


    Dann kommt aber dieses böse Geld, dass sagt es verschwindet beim Bau der Solarthermie und kommt nicht wieder zurück... da sagt sich der Betreiber, das Geld möge besser bleiben wo es ist, denn mit Solarthermie Geld verbrennen will er nicht und legt sodann die Dachfläche mit PV voll.

  • Das ist gerade der Punkt, den Du offenbar nicht zu verstehen vermagst.


    Diesen Eindruck habe ich auch von goQ. Ich will ihm keine unlautere Ziele unterstellen aber man muss dabei realistisch bleiben.


    Ich rede davon den Bedarf von Primärenergie zu reduzieren indem man den Bedarf ansich reduziert und/oder den Rest durch CO2-Neutrale Energie soweit ersetzt wie es geht ... z.B. durch Solarenergie.


    Genau das wird von wahrscheinlich fast alle unterstützt. Nur dass das dann Solarenergie sein muss, das unterschreibt hier keiner bedingungslos. Hier sage ich, dass in dem Fall für die Restenergie es besser ist ein BHKW zu nehmen.


    Alikante, Jau, einige andere und ich haben alle auch eine Solarthermieanlage auf dem Dach und wissen wovon wir reden und dann zu behaupten

    Tja ... wie so oft redet man leider gegen Betonwände :P

    finde ich gelinde gesagt eine Frechheit. :cursing:

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  • JAU
    Ja ist doch schick wenn man nur 224L Heizöl verbraucht ... weniger ist kaum zu schaffen.


    Das ist ja nur eine Beispielrechnung. Von daher sind die 224l theoretischer Ölverbrauch nur fürs Warmwasser (davon allein 35l/a fürs Warmhalten der Brühe. ;( ). Ob ich das so hinbekomme steht auf einem anderen Blatt.


    Zitat

    Jetzt wäre lediglich interessant wo denn das Öl verbraucht wird. Wahrscheinlich doch im Sommer, da der Holzofen nicht angefeuert wird.


    Ja, es ist auch ein Sommerproblem. Und es ist ein "wer heizt die Hütte wenn ich 2 Wochen Winterurlaub mache?"-Problem. Aber das ist hier ja nicht Thema.


    Zitat

    Dass heisst eine Solaranlage würde eher mehr bringen. Rechnen würde die sich sicherlich nicht ... (obwohl es mir immer noch nicht darum geht)


    Mir schon.


    Zitat

    Du hast doch ein BHKW dort stehen ... mit was läuft das denn eigentlich ... kommen da die 224L/Heizölverbrauch her ?


    Nicht direkt, ich rechne nur gerne mit Öl weil es so schön einfach ist. Die Zahlen sollen ja auch nur klarstellen wie lächerlich klein der nutzbare Ertrag einer solchen Solaranlage ist!
    Rein vom Invest wär sogar noch ne andre Möglichkeit denkbar: Elektronischer Durchlauferhitzer ("Er hat Jehova gesagt!" :D )
    Kostet ohne Installation 500€. Ausgehend von der obigen Beispielrechnung und einer Festoffheizperiode von Oktober bis März hätte man nur 6 Monate Bedarf an bestromtem Warmwasser. Das sind (da die Speicherverluste wegfallen) 975kWh oder 224€. Das reicht im Vergleich zur Solaranlage immerhin 11 Jahre...
    Bei jeweiliger Installation durch Fachpersonal wirds sogar noch "besser". ;-_



    Aus Sicht der verbauchten Primärenergie natürlich totaler Irrsinn. Aber wenn es nur darum geht möglichst wenig Energie zu verbrauchen (koste es was es wolle) dann muss man das eh anders anpacken: Neubau nach Passivhausstandard. Alles andere ist halbgar.
    Wenn nur der hohe Invest nicht wär... :pinch:



    mfg JAU


    Nachtrag:

    Zitat

    "Ach ja ... dann pack doch mal an" ... "Autsch ... das ist ja heiß"! (Ja nee iss kla)


    Das Spiel kenn ich eigentlich andersrum. Die frischgebackenen Besitzer einer Solaranlage verkünden stolz was für tolle Vorlauftemperaturen sie doch haben.
    Bis man ihnen erklärt das das:
    a) Ein Zeichen dafür ist das die Kollektorfläche zu groß oder der Puffer zu klein ist.
    b) Im Kollektor stehendes Wasser freilich heiß ist, aber das Temperatur und Leistung dann doch nicht das selbe sind.

  • Wo kommt bei der Solarthermie der Strom her? Richtig aus der Steckdose. Wo wird der Strom produziert? Wieder richtig, im kraftwerk. Womit wird der Strom produziert? Nochmal richtig, mit Steinkohle, Braunkohle und Uran. Viel mehr bleibt zu Deinem unsachlichen Beitrag nicht zu sagen.

    Wenn ich mir jetzt ein PV-Modul auf mein Dach lege und die ST-Pumpe damit betreibe ist das Thema "Braunkohlewerk" wohl auch durch oder ?

    Es ging hier nicht um dem Pumpenstrom, sondern um den gesamten Stromverbrauch der Immobilie, der extern mit schlechter Ökobilanz und meist hohem Primärenergieverbrauch produziert wird:

    Also Du siehst diese provokant einseitige Rechnung bringt nix, Besser sollte man das gesamte System über alle Zeiten betrachten
    -> Wärme + Strom , Sommer + Winter.


    Ein neues Gesellschaftsspiel:


    Du scheidest aus, weil Du mogelst... :protest:


    André