Mikro-BHKW bei Neubau?

  • Hallo zusammen,


    wir planen derzeit einen Neubau eines EFH nach KfW70. Nun stellt sich für uns die Fragen welche Heizung


    ist die richtige. Hier ein paar Eckdaten:


    - Ein Erdgasanschluss ist im Grundstückvorhanden.


    - Wohnfläche ca. 180 m² - Beheizbare Fläche ca. 250 m²


    - Fußbodenheizung im EG, OG und in zwei Kellerräumen


    Wir überlegen ob hier ein Mikro-BHKW (Vaillant oder Viessmann) oder eine Luf-Wasser Wärmepumpe als Heizung einbauen sollen.



    Vielen Dank für eure Anregungen.

  • Wenn der Gasanschluss auf dem Grundstück vorhanden ist, würde ich in jedem Fall zu einem Micro-KWK tendieren. Der Wärmebedarf beträgt ca.15.000 bis 17.000 kWh pro Jahr. Das Vaillant 1.0 könnte eine gute Variante sein und wird ca. 5.000 bis 5.500 kWh pro Jahr erzeugen. Ein Stirling (egal ob von Remeha, Viessmann oder sonst.) erzeugt nur ca. 2.500 kWh pro Jahr. Der Eigenverbrauch wird beim Stirling nur 20 bis 40% betragen. Beim 1.0 beträgt dieser ca. 60 bis 70%. Das hängt mit der höheren thermischen Leistung und schlechteren elektrischen Wirkungsgrad (nur 13%) des Stirlings zusammen. Von den Kosten tun sich die WP und das BHKW nicht viel. Gemäß EnEV muss man sowieso entsprechende Maßnahmen ergreifen. Ich würde das Dach so ausrichten und gestalten, dass eine PV-Anlage (ca. 2 bis 3 kWp) dort noch ohne große Mühe montiert werden kann. Dann hat man seinen persönlichen Beitrag zur Energiewende geleistet.


    Zur Info: WP's werden mit Grundlaststrom z.Zt. aus Kohle- und Atomkraft betrieben. Zukünftig dann ggf. aus Windkraft. Daher ist die WP in meinen Augen kein Beitrag zur Energiewende, denn der WP-Strom muss zukünftig auch über die Stromnetze transportiert werden. Und was ist, wenn kein Wind da und es ist kalt. Mit einer WP verdoppelt man den Stromverbrauch eines Haushaltes. Mit einem BHKW verringert man den Stromverbrauch (externer Bezug) im Vergleich zur herkömmlichen Versorgung auf weniger als die Hälfte. Dass dann die vier großen Stromerzeuger nicht begeistert sind, kann man nachvollziehen. Denn wenn alle EFH in Deutschland mit WP's ausgerüstet würden benötigtman nur für die WP's ca. 50.000.000 kWh pro jahr nur zum Heizen mit WP's.

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
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  • Das Vaillant 1.0 könnte eine gute Variante sein und wird ca. 5.000 bis 5.500 kWh pro Jahr erzeugen. Ein Stirling (egal ob von Remeha, Viessmann oder sonst.) erzeugt nur ca. 2.500 kWh pro Jahr. Der Eigenverbrauch wird beim Stirling nur 20 bis 40% betragen. Beim 1.0 beträgt dieser ca. 60 bis 70%. Das hängt mit der höheren thermischen Leistung und schlechteren elektrischen Wirkungsgrad (nur 13%) des Stirlings zusammen.


    So ein Schwachsinn! Ich könnte jetzt mal wieder schreiben, dass das ecoPOWER nach Listenpreisen und unter Berücksichtigung der Wartungen über 10 Jahre etwas mehr als 5.000 Euro teurer ist als Stirlingthermen und nur im Sommer signifikant höhere Laufzeiten aufgrund der besseren Stromkennzahl erreicht - was etwa zu paar hunder kW mehr Erzeugung führen mag. Aber Du könntest es auch endlich mal lassen, die Leute mit falschen Versprechungen und Vergleichen für die Produkte die Du Ihnen gerne verkaufen willst zu beschummeln. :cursing:

  • Das kommt auch ein wenig auf weitere Rahmenbedingungen an. Wenn Ihr Stromsparer seid "lohnt" es sich eher nicht. Habt Ihr einen etwas größeren Stromverbrauch und verbraucht auch im Sommer gut Warmwasser könnte ein Nano-BHKW auch im Sommer auf Laufzeit kommen.


    Ganz ehrlich gesprochen befindet Ihr euch mit dem zu erwartenden Verbrauch an Wärme aber sehr stark an der unteren Grenze. Nun gibt es aber auch noch Auflagen bzw. Kreditvergünstigungen im Neubau wie Erneuerbare einzusetzen oder ein BHKW zu verbauen. Dann würde ich stark zum BHKW tendieren. Zudem müsst Ihr ohnehin eine Heizung einbauen, da ist der "Mehrpreis" für BHKW geringer als wenn man über einen Austausch nachdenkt!


    Prinzipiell kommen für euch die Nano-BHKW mit 1 kW Leistung in Frage. Ich würde mir an Eurer Stelle Angebote für die Stirlingthermen und das ecoPOWER 1.0 mit Motor einholen. Beim BHKW mit Verbrennungsmotor habt Ihr eine bessere Erzeugung im Sommer und mehr technische Spielerein - aber auch wesentlich höhere Wartungskosten und braucht auch mehr Platz für alle Komponenten sowie einen zweiten Abgaszug. Daher tendiere ich eher zur günstigen Stirlingtherme. Dabei kommt es aber immer stark auf die Preise der Installateure vor Ort und Eure Wünsche an!

  • Mal ne Frage am Rande.




    ein KfW70 Haus darf max.60kWh/m² und Jahr an Primärenergie verbrauchen. Das wären also 15000kWh Primärenergie.




    Wenn ich mich nicht irre muss da noch der Primärenergiefaktor für
    Strommix also 2,7 dividiert werden, das wären dann 5555kWh Strom (für Licht,WW und Heizwärme). Ist das nicht arg wenig oder hab ich nen Denkfehler.


    mfg

  • Danke Neuendorfer!
    werde mir mal Angebote zukommenlassen.
    Wer kann mir denn sagen wieviel Wärmebedarf wir ca. haben werden bei einem KfW 70 Haus mit 250 m²
    beheizter Fläche und WW für 2 Personen. Vom Stromverbrauch sind wir sicher nicht die sparsamsten aber auch
    keine Energieverschwender.

  • Aber Du könntest es auch endlich mal lassen, die Leute mit falschen Versprechungen und Vergleichen für die Produkte die Du Ihnen gerne verkaufen willst zu beschummeln. :cursing:


    Lieber Neuendorfer,
    von beschummeln kann keine rede sein. Die Fakten sprechen für sich. An Deiner Stelle würde ich mal nachrechnen. Meine Annahmen beruhen auf 13 Jahre Erfahrung im Bereich BHKW-Installation. Der Stirling hat eben den schlechteren elektrischen Wirkungsgrad oder willst Du das etwa bestreiten. Je geringer der Wärmebedarf des Hauses umso schlechter schneidet der Stirling im Vergleich zum Motor-BHKW ab. Bei einem Bedarf ab ca. 25.000 kWh pro Jahr liegen die beiden Systeme etwa gleich auf aber ab da kann man ggf. auch über größere BHKWs nachdenken. Ein ecopower 1.0 kommt bei einem Wärmebedarf wie hier geschildert auf etwa 5500 bis 6000 Bh. Ein Stirling auf etwa die Hälfte. Bei Bedarfe von unter 15.000 kWh pro Jahr ist die Wirtschaftlichkeit eines Stirlings nur noch mit viel Optimismus darstellbar. Beim ecopower 1.0 kann man überlegen den Spitzenlaster nicht zu nehmen, das spart dann etwa 4000€ incl. Installation. Das Vaillant das nicht gerne sieht kann man wohl annehmen. Aber das interressiert mich nicht. Der Kunde ist König und ich will behilflich sein die Kosten minimal zu halten ob Du das nun glaubst oder nicht. Hauptsache meine Kunden sind zufrieden und ich kann die auch nach einigen Jahren noch in die Augen schauen.


    Spider758
    Antwort: Der Heizenergie-Bedarf liegt bei ca. 15.000 bis 18.000 kWh pro Jahr. Der Stromverbrauch beträgt ca. 5000 bis 7000 kWh-


    alikante
    Die Heizenergie muss man mit der Anlagenaufwandzahl also ca. 1.1 betrachten.


    PS: Ich bin auch nicht zufrieden mit der Preispolitik von Vaillant und Co. Aber als Ing. bin ich für technisch optimale System. Ich habe ecopower schon verkauft bevor sich Vaillant eingekauft hat.

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  • Lieber ecopowerprofi,


    gemeckert wird hier nur, wenn Du BHKW-Interessenten für das ecoPOWER schöngerechnete Ertragszahlen präsentierst, die sich fernab der Realität bewegen und zeitgleich Mehrkosten bei dem von Dir vertriebenen Produkt unter den Tisch fallen lässt. Gegen Hinweise auf Deine Angebote ist nichts einzuwenden, stellst Du aber öffentlich Vergleiche zwischen den von Dir vertriebenen Produkten und anderen Produkten an, solltest Du auch als Vertriebler bestimmter Produkte versuchen einen realistischen Vergleich zu bieten. Die genannten Betriesstundenvergleiche sind ohne Zweifel um ein vielfaches entfernt von der Realität. Bei allzu einseitiger Beratung wird sich öffentliche Kritik daran in einem hersteller- und anbieterunabhängigen Forum nicht vermeiden lassen - und das ist auch gut so! Beschwerden dazu per Mail an vorstand-ät-bhkw-forum"punkt"info - hier geht es zurück zur Frage von Spider758:


    Beste Grüße
    Louis

  • Die genannten Betriesstundenvergleiche sind ohne Zweifel um ein vielfaches entfernt von der Realität.


    Scheint aber nicht so, denn


    Nachtrag, Anteil selbst genutzter Strom: ca. 90 %.

    in Mein neuer ecoPOWER 1.0 läuft seit Montag Beitrag Nr. 85.


    Ich hatte nur 60 bis 70% angegeben. Anscheinend ist es in der Praxis wesentlich besser als ich behauptet habe.


    Ich rechne meine Behauptungen vorher durch. Fehler können natürlich auch mir passieren aber ich lass mir nicht Schönfärberei unterstellen.


    Ich werde mich nicht beim Vorstand beschweren. Werde es mir aber nicht nehmen lassen mich gegen Unterstellungen zu wehren.

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