Berechnungen von Senertec

  • Hallo zusammen.
    Möchte auf die Frage von strohballenhaus " Ein neuer Dachs, stimmen die Zahlen?" vom 18.05.2006 anknüpfen.



    Ein neuer Dachs, stimmen die Zahlen?


    Die Frage geht eigendlich an alle, die sich für einen Dachs enschieden haben.
    Habe von meinem Dachsdealer eine Berechnung bekommen, über den Einbau eines Dachses, der jährlichen Ersparnis gegenüber unserem jetztigen Gaskessels. Die Berechnung erfolgte anhand der Zahlen / Daten unseres Hauses, der Strom- und Gasverbrauch der letzten zwei Jahre.
    Meine Frage: Wie genau sind die Berechnungen von Senertec /Dachsvertrettungen?
    Gibt es hier in Forum Dachsbetreiber die sagen können: Ja, die Vorrausberechnungen haben gestimmt oder waren falsch (positiv wie negativ)?
    Habe das Gefühl, bei der Berechnung wird schöngeredet, die wollen ihr Produkt schließlich verkaufen.
    Gruß
    Mark

  • Hallo M.Dabelju,


    wie überall ist es auch in diesem Gewerbe. Die Dachsverkäufer sind alles selbständige Betriebe, bei denen es jeder anders handhabt. Ich glaube aber zu beobachten, dass es kaum noch welche gibt, die unter dem Slogan "kostenlos heizen" ihre Dachse versuchen an den Mann zu bringen. Bei meinem ersten Dachs habe ich der Berechnung die mir vorgelegt wurde nicht getraut und habe mich sehr intensiv damit beschäftigt und mich um genaue Zahlen für die Berechnung gekümmert. Die Berechnung (selbsterstellt) die daraufhin rauskam, kam der späteren Realität dann doch sehr nahe. Wenn nur ungenaue Zahlen vorliegen, dann kann die Berechnung auch nicht genau sein.


    Bei der Berechnung sollte man aber auch bedenken, was würde ich für eine neue Heizung einbauen und was kostet diese in Herstellung und Betrieb. Und dazu den Vergleich zum BHKW herstellen. Viele machen nur den Betriebskostenvergleich zur alten Anlage, was betriebswirtschaftlich bei einem ohnehin-Austausch blödsinn ist. Wenns aber drum geht, ob die Liqudität gegenüber heute möglich und sinnvoll ist, dann macht so eine Berechnung wieder sinn.


    Grüße


    Bruno

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    Einmal editiert, zuletzt von Bruno44 ()

  • Hallo Bruno.
    Danke für die schnelle Antwort.
    So wie die Berechnung vom meinem Dachsverkäufer aussieht, wurde sie mit einer speziellen software erstellt.
    Kennt sich jemand da drausen aus, ist das eine software von Senertec , hat die jeder Dachsverkäufer (Stichwort Berechnungsvergleich)?
    Oder hat da jede Firma ihr eigenes Programm?
    Gruß
    MArk

  • Hallo M.Dabelju,


    ich bin sicherlich in einer ähnlichen Lage wie Du. Dachsparty besucht, begeistert gewesen. Als ich dann aber gemerkt habe, dass es mit den Kosten nur für den Dachs nicht getan ist, kam ich ins Zweifeln.


    Wenn ich mich für eine moderne Gastherme entscheiden würde, hätte ich alles in einem. Steuerung, Kondensor und Warmwasserbereitung sind in einer Kiste enthalten. Wird an die Wand geschraubt, Strom, Gas, Vor-und Rücklauf sowie Abgasrohr anschließen, fertig. Kostet einen Bruchteil vom Dachs. Vom gesparten Geld könnte ich mein Haus komplett außen dämmen lassen und dadurch den Brennstoffverbrauch stark senken. Aber auch mit dieser Variante hänge ich weiterhin am Gas.


    Andere Variante wäre Erdwärme. Vorteil zwei Drittel der Energie kommen aus Luft oder Erdreich und je nach Herkunft des Stroms liege ich beim CO2- Ausstoß zwischen null und den Werten eines BHKW .


    Nun zurück zu Deiner Frage und Deinem Gefühl. Es wird keinen Verkäufer geben, zumindestens nicht lange, welcher Nachteile seines Produks dem Kunden vorrechnet. Es ist mir nur ganz selten gelungen realitätsnahe Berechnungen zu finden. Es hat leider auch wenig Zweck Nutzer zu befragen, da die meisten nur das jährliche plus oder minus der Betriebskosten sehen, die Anschaffungskosten aber verdrängen.


    Folgende Möglichkeiten zur Optimierung der Wirtschaftlichkeitsberechnung werden gern gemacht.
    - Vergleich Dachs mit altem Kessel mit Wirkungsgrad von 70 %. Wenn Vergleich dann mit heutiger moderner Technik.
    - Keine Abschreibung oder länger 10 Jahre.
    - Rechnung mit Ölpreisen als die Welt für den Dachs noch in Ordnung war.


    Frag doch mal Deinen Händler ab welcher Abweichung von seiner Berechnung Du die Anlage zurück geben kannst.


    Ich werde noch mal schauen, ich habe irgendwo einen Link zu einigen Studien über BHKW . Habe geschaut hier ist die Seite.


    http://www.hessenenergie.net/i…he/Klein-BHKW/kb-info.htm


    pdf Dokumente ansehen, dort sind verschiedene Anwendungsfälle aufgeführt Für die meisten wird wohl Mehrfamilienwohnhaus interessant sein. Erstaunlich auch welche Anschaffungskosten 1998 möglich waren.



    Mit freundlichen Grüßen

  • Hallo M.Dabelju,
    ich kann die Zahlen der Wirtschftlichkeitsberechnung für unseren Dachs im Großen und Ganzen bestätigen. :] Der Eigenverbrauch vom selbsterzeuten Strom liegt bei 88%, 90% waren prognostiziert, die Laufzeit von 5600 Stunden hab ich im ersten Jahr nicht erreicht (wegen fehlenden Puffer, hab ich aber gerade nachgerüstet) dafür war der Spitzenlastkessel öfter im Einsatz! Hinzu kommt ein Warmwasserbedarf von ca 650l am Tag der im Sommer für Laufzeit gesorgt hat. Der Gesamtheizölverbrauch ist von 10.000 l im Jahr vor dem Dachs auf ca 11600 l in 2006 gestiegen, war aber auch ein harter Winter zu berücksichtigen :( und mit dem Dachseinbau wurden aber auch die vorhandenen Heizkreise optimiert. :)(Nachtabsenkung, Heizkurven, Heizkreispumpen)


    Ich würde versuchen mit Deinem Servicepartner zusammen am PC die Wirtschaflichkeitsberechnung zu machen und dabei alles erklären lassen, ein wenig mit den Werten spielen um zu sehen wie sich das Endergebnis verändert.
    Z.B Brennstoffpreis, Jahresnutzungsgrad vom jetzigen Kessel oder die Stromkosten verändern.


    Liebe Grüße AxelF

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    Strom: ACH WIRKLICH ???!!!

  • Fuchs
    An anderer Stelle hier im Forum hatte ich dir meine Berechnung mitgeteilt. In meinem Fall ist es sogar so, daß ich eine 15 Jahre alte Ölheizung mit einem Wirkungsgrad von 95% rausgeschmissen hatte.
    Wenn ich in diesem Jahr unter 900 Bh bleibe, bin ich etwa 30 Bh unter der Berechnung von Senertec . Und dazu ist noch zu sagen, daß mein Pöl-Dachs "nicht" die thermische Leistung des Öl-oder Gas-Dachs hat.
    Ich werde wohl so um die 850Bh in diesem Jahr kommen, wenn der Winter nicht noch arg kalt wird.


    @M.Dabelju
    Ja, ich würde sagen, die Berechnungen stimmen im Groben.Die Optimierung des Dachs ist dann deine Aufgabe, die aber Spaß macht.

  • @ Fuchs

    Zitat

    Folgende Möglichkeiten zur Optimierung der Wirtschaftlichkeitsberechnung werden gern gemacht.
    - Vergleich Dachs mit altem Kessel mit Wirkungsgrad von 70 %. Wenn Vergleich dann mit heutiger moderner Technik.


    Der Wirkungsgrad einer Heizung ist ein "Prüfstandwert", also nicht unbedingt praxisnah, der Jahresnutzungsgrad ist maßgebend und der ist beim Austausch alter Heizung gegen modernen Heizkessel nicht unbedingt viel besser.


    Gruß AxelF

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  • Hallo zusammen.
    Fuchs
    Danke für Deinen Beitrag.
    Vollwärmeschutz kommt bei mir eher nicht in Frage,unser Haus ist von 1929, da wäre der Schimmel vorprogrammiert.
    Erdwärme ist eine feine Sache, braucht aber große Heizflächen (z.B. Fußbodenheizung), die hab ich auch nicht.
    Und dann noch die Erdbeben bei der Bohrung :D Wohne etwa 25km von dem Loch in Basel, wo das große Geothermieprojekt ist und wo vor knapp 2 Wochen die Erde gewackelt hat, als man das Wasser in den Boden gepumpt hat...
    Wenn ich den Nachnamen Gates oder Schumacher hätte wäre der Dachs wahrscheinlich schon im Keller, aber so ist halt rechnen angesagt.


    Ich wünsche allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest,
    vielleicht legt mir das Christkind ein Dachs unter den Weihnachtsbaum =)


    Gruß
    Mark

  • Zitat

    [i]Vollwärmeschutz kommt bei mir eher nicht in Frage,unser Haus ist von 1929, da wäre der Schimmel vorprogrammiert.



    ;( Mein Hauptgebäude ist von 1888 und leider hab ich es isolieren lassen, Schimmel habe ich nur mühsam in den Griff bekommen und auch nicht 100 %ig. ;(


    Nur wenn Du Schumacher heissen würdest, bräuchtest Du keinen Dachs. :D

  • Hallo,


    bei Euch lerne ich jeden Tag etwas Neues. Nachdem zuletzt die vermiedenen Stromkosten als Ertrag erfasst wurden, nun heute die Aussage die Wärmedämmung verursacht den Schimmel.


    Schimmel kann sich am besten an kalten Außenwänden und gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit entwickeln.
    Nun wird ja gerade durch die Dämmung die Temperatur der Wände erhöht und somit an der Kontaktfläche zwischen Luft des Raumes und der Innenseite der Außenwände die relative Luftfeuchtigkeit gesenkt. Also schlechte Bedingung für Schimmelwachstum.
    Das eigentliche Problem entsteht, weil durch falsch verstandenes Energiesparen kein Fenster regelmäßig zum Lüften göffnet wird. Ich habe es selbst erlebt, je nach Mieter kann in ein und derselben Wohnung Schimmel auftreten oder nicht. Für mich liegt hier ein Bedienungsfehler vor. Leider ist nur wenigen der Zusammenhang Luftfeuchtigkeit, Lüftung und Energieverbrauch bekannt.


    Eure Methode, Dämmung weglassen, Fenster undicht dafür Dachs mit voller Kraft für Wärme sorgend, entspricht aber nicht Eurem umweltschützenden Anspruch. Geht es wirklich um den Umweltschutz oder nur um den Verkauf? Für mich ist Energiesparen jedenfalls oberstes Gebot.



    Mit freundlichen Grüßen

  • Zitat

    Original von Fuchs
    Hallo,
    Eure Methode, Dämmung weglassen, Fenster undicht dafür Dachs mit voller Kraft für Wärme sorgend, entspricht aber nicht Eurem umweltschützenden Anspruch. Geht es wirklich um den Umweltschutz oder nur um den Verkauf?


    Ne ne ne lieber Fuchs
    wenn das so einfach wäre mit dem Dämmen alter Bausubstanz.
    Du kannst aus einem Bruchsteinhaus der vorletzten Jahrhunderwende kein Niedrigenergiehaus dämmen 8o
    Mach Dich mal schlau was es bedeutet, wenn der Taupunkt nach innen wandert, wenn neue Fenster nicht fachgerecht in die Laibung gesetzt werden, wenn Dampfsperre und Dampfbremse verwechselt wurden, da liegt es nicht am falschen Lüften wenn es schimmelt!


    Das Zitat hier ist ja wieder so eine Aussage wie sie nur von dir kommen kann @:-


    Ein frohes Fest


    AxelF

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    Strom: ACH WIRKLICH ???!!!

  • Kann Axel nur zustimmen, außerdem dürfen viele Häuser die z.B. schon auf der Grenze stehen oder unter Denkmalschutz nicht gedämmt werden.


    Von Fenstern hab ich nix geschrieben, meine sind bestens in Ordnung und mit Strom des Dachses betreibe ich noch ne Wärmepumpe - aus ökologischen Gründen.


    Leider kann man, wie bei mir nicht alles dämmen und hat dann etwa 100.000 kWh Erdgas Bedarf pro Jahr wie bei mir.


    Wäre Wahnsinn dann keinen Dachs einzusetzen.


    Äh, kann Deine Heizung eigendlich auch den Strom für meine Wärmepumpe liefern ???

  • Hallo Dachsfan,


    wie recht Du hast, zeigt sich gerade bei meiner Nr. 2. Hier hat das Denkmalamt sogar die Finger auf den Fenstern, selbst die dürfen nicht ausgetauscht werden, auch nicht gegen welche mit Sprossen, die dann ähnlich aussehen. Hier bleibt nur, Dichtungen reinfräsen evtl. Scheiben austauschen gegen sehr teuere und wenig wirkungsvolle schmale Iso-Scheiben, was von Innen dann wahrscheinlich trotzdem Sch.. aussieht. In diesem Objekt wurde ein Dachs eingebaut, obwohl nahezu 100 des Stromes eingespeist werden muss. Sobald das Haus vollvermietet ist, rechne ich mit einer Jahreslaufzeit von ca. 6000h/a.


    Grüße


    Bruno

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  • Hallo Dachsfan,
    da muss dIr da auch voll zustimmen.
    Wärmedämmung ist wichtig und es muss sehr viel beachtet werden. Da werden sehr oft Fehler gemacht. Eine so generelle Aussage von Fuchs ist schlichtweg falsch. Man muss immer das Objekt betrachten.
    Wir alle wollen möglichst sparsam mit Energie umgehen!


    Gruss
    Spornrad

    -- Die Sonne ist die Quelle unserer Energie, die es richtig anzuzapfen gilt ! ---
    „Nicht alles, was zählt, ist zählbar!“ „Nicht alles, was zählbar ist, zählt!“ Albert Einstein