Otto oder Sterling bei 1kw el

  • moin zusammen,


    ich soll in einer Arbeit den Otto und den Sterling Motor bei den 1kw el Geräten vergleichen und suche ein paar schöne links.


    vieleicht könnt ihr mir da helfen.


    Suche infos über


    Wirkungsgrad, Nutzungsdauer, Wartungskosten, Laufeigenschaften (Lautstärke), Größe etc.


    Vieleicht habt ihr ja auch schon paar erfahrungen gemacht.


    gruß knoffi

  • Herzlich willkommen,


    es ist zwar unhöflich Neulinge direkt mit der Suchfunktion vertraut zu machen... aber zu dem Thema gibt es bereits unzählige Beiträge!
    http://www.bhkw-forum.de/index.php?form=Search


    Kurz gesagt:
    Stirling ist in der Produktion wohl billiger
    Stirling ist wartungsfrei
    Stirling hat bestenfalls Wärme zu Strom von 5:1
    Stirling hat erwartete Lebensdauer von etwa 60.000 Stunden (keine Praxiserfahrung!)


    Ottomotor braucht jährlich Wartung mit Öl, Zündkerzen, Filter... teuer
    Ottomotor ist in der Anschaffung von Nano-BHKW (dem Link folgen und Geräte selbst vergleichen!) deutlich teurer
    Ottomotor hat bestenfalls Wärme zu Strom von 2,5:1
    Ottomotor braucht nach gewisser Zeit eine Motorüberholung
    Ottomotor ist i.d.R. noch vor Ablauf von 10 Jahren hinüber


    Unterm Strich ist beispielsweise das ecoPOWER 1.0 inkl. Wartungskosten auf 10 Jahre gerechnet etwa 5.000 Euro teurer als die Stirlingthermen (nach Listenpreisen). Verkäufer vom ecopower führen natürlich die höhere Stromausbeute aufgrund des besseren Strom zu Wärme Verhältnisses an, das macht jedoch auf das Jahr gerechnet nur ein paar hundert Stunden aus. Unterm Strich entscheiden aber die Preise vor Ort, die inkl. Einbau ganz beträchtlich von den Listenpreisen abweichen können!


    Der Ottomotor hat technisch klar die Nase vorn. Zumeist betriebswirtschaftlich und auch ökologisch (insb. Altöl und mehr Metall) hat der Stirling die Nase vorn.

  • wegen dem strom wärme verhältnis?


    Ich würde es so audrücken, weil der Ottomotor einen höheren elektrischen Wirkungsgrad (ca. 25%) erreicht als der Stirling (ca. 13%).

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
    http://perdok.info/
    Oscar Perdok GmbH
    Gildeweg 14, 46562 Voerde
    Beratung, Planung und Installation von: KWK-Anlagen, PV-Anlagen, Stromspeicher mit Notstromfunktion, Eigene Herstellung von Ladestationen für E-Mobile, Energie-Effizienz incl. Kosten/Nutzen-Betrachtung, Ladestation für E-Mobile (kostenlos)

  • Und ich würde mal so sagen:
    Mit dem Stirling haben die Leute ne Menge Theater, siehe begeisterte Viessmann-Nutzer hier im Forum, während der Honda-Motor im ecopower 1.0 dann doch zu funktionieren scheint....


    Der Stirling ist derzeit wohl eher vor allem deshalb wartungsfrei, weil die Geräte komplett getauscht werden..... Insofern....

  • das ist der bekanntliche Unterschied zwischen Realität und Praxis :D


    ich habe auch gelesen das man beim Stirling darauf achten sollte das der nicht zu oft taktet und da er sowieso schon mehr Leistung als ein Otto Motor hat (thermisch) sind viele Anlagen wahrscheinlich einfach zu groß dimensioniert..

  • Tja... Aber mir würde bei der Entscheidung Stirling oder Otto z. B. auch helfen, wieso denn Leute wie z. B. Alikante sich nen ecopower 1.0 geholt haben... An mangelndem technischen Verständnis wird es bei dem sicher nicht gelegen haben...

  • man sollte aber auch den Gesamtwirkungsgrad betrachten.


    Da aber der ecopower 1.0 "nur" 2,5 kW th macht, kommt er auf mehr Bh pro Jahr. Das Geld wird nur im Strombereich verdient. Ebenso die CO2-Einsparung. Da die zusätzlich benötigte Wärmeleistung mit einem Brennwertgerät erzeugt wird, fällt der Gesamtwirkungsgrad des Sytems nicht wesentlich schlechter als beim Stirling aus.


    Aber mir würde bei der Entscheidung Stirling oder Otto z. B. auch helfen, wieso denn Leute wie z. B. Alikante sich nen ecopower 1.0 geholt haben.


    Erst wollte er einen Stirling aber dann hat er einen ecopower 1.0 genommen, weil der unterm Strich mehr Pluspunkte hat. Dann hat er noch ein guten Preis bekommen, konnte seine bestehende Anlage ohne Veränderungen weiter benutzen und einen Doofen gefunden, der ihm die Anlage verkauft. Hinzu kam, dass er alles selbst installieren konnte und der Doofe auch noch alle Anträge und Bescheinigungen geliefert hat. :pfeifen:

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
    http://perdok.info/
    Oscar Perdok GmbH
    Gildeweg 14, 46562 Voerde
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  • Warum eco 1.0 und keinen Stirling?


    Einfache Antwort: Ich ahne, dass sich beide Anlagen wahrscheinlich nie amortisieren werden, habe aber Spass an der Technik. Es gäbe für mich Anlageformen von Geld, die wären spannender als Mikro-BHKW. Dass ich aber Versuchskaninchen von Viessmann & Co. Spiele, das sehe ich nicht ein. Ein Ersatzstirling kostet bei Viessmann rd. 8000 Euro plus Einbau plus MwSt. Der Wartungsvertrag bei Vaillant mit -notfalls Gerätetausch- rd. 400 Euro pro Jahr. Obwohl ich selbstständiger Installateur mit besseren Viessmann- als Vaillantbeziehungen bin, habe ich mich für den Eco entschieden. Ich streite mich doch nicht nach vielleicht drei Jahren um 10 Mille und ziehe den kürzeren dabei. Ich sage es hier ganz deutlich: Wer bei den derzeitigen Garantiebedingungen einen Stirling kauft, dem kann ich auch nicht helfen.....

  • Jepp, auf die Dichtheit des Edelstahl-Abgaswärmetauschers bei Einhaltung der VDI 2035 und einer regelmäßigen Wartung. Dieses Versprechen kann ich nach meiner Erfahrung auch leisten. Der Stirling hat im Zweifel 2 Jahre Garnatie und dann ist goodwill angesagt. Ein ganz wundes Thema bei Viessmann, was zwar angeblich diskutiert wurde/wird, aber bislang ohne Ergebnis. ich kann nur empfehlen, einen Kauf nur dann zu tätigen, wenn von Viessmann selbst eine erheblich großzügigere Gewährleistung zugesagt wird. Je mehr potentielle Interessenten unangenehme Fragen stellen, desto eher wird sich hier was tun....

  • wie sieht denn dieser Wartungsvertrag von vaillant genau aus?
    400€
    und da sind alle kosten mit drin?
    und wie lange kann man den abschliessen? auch theoretisch 20 jahre sodas die irgendwann den ganzen motor tauschen?


    die meisten bhkws armotisieren sich ja erst nach 7-9 jahren.. wenn die alle nur 10 jahre halten wirds schwer mit der wirtschatlichkeit.

  • Ich besitze kein BHKW und betrachte die Frage nur von Seiten der Energiewende, die ist mit einem Stirling von 10% elektrischem Wirkungsgrad auf Hs kaum zu schaffen. Hier zählt Wirkungsgrad, sonst nichts. Dazu Wartungsarmut. Die ist aber beim Otto- oder Dieselmotor nur bei größeren Einheiten zu erreichen, in der Megawattklasse. Hier kommt man den 40% auf Hs, und nur das zählt, sehr nahe.
    Wir erhalten auch einmal einen anderen Umweltminister als Herrn Altmaier oder Herrn Trittin, die Energie nur verteuern wollen.
    Dann gibt es wieder das frei zugängliche elektrische Netz, in dem der Strom auch dahin gelangt, wo er wirklich benötigt wird, da, wo man umweltzerstörende konventionelle Kraftwerke abstellen will.
    Die Domäne des Stirling ist die relativ geringe Temperaturdifferenz, so in der chemischen Industrie.


    So billig sind unsere alternativen Brennstoffe samt Sonne und Windenergie nicht, dass wir sie mit 3,8 Cent Entlohnung kostendeckend herstellen können. Nein, wir benötigen schon den steuer- und abgabenfreien privaten Austausch, damit wir eine sinnvolle Arbeitsteilung und die für die Energiewende erforderlichen Wirkunggrade erreichen.
    Heute ist, rein wegen der deutschen gesetzlichen Rahmenbedingungen, das Stromnetz der Engpass, das praktisch die Grenze des eigenen Grundstücks überschreitet.
    Im Widerspruch zu der überaus einfachen Transportierbarkeit des elektrischen Stroms. Eine Fernwärmeleiotung kostet ein -zigfaches.


    Wir brauchen keine Subventionen für die alternative Energie mehr. Der freie Verkauf des Stromes reicht, unter Wahrung der bestehenden, auslaufenden Einspeiseverträge, sofern die Vergütung mehr als der Verkaufspreis des Stromes beträgt.
    Dann kann unser Strompreis auch wieder auf 10 Cent fallen.


    Eine Umstellung bei den Gebrauchsgewohnheiten der elektrischen Energie ist dabei allerdings unausweichlich. Die noch bestehenden Kernkraftwerke und Kohlenkessel können nicht innerhalb Minuten vom Netz genommen werden. Das entlastete Netz ist nur als teilweise "smartes" Netz denkbar, mit variablem Strompreis, am Zähler.


    Geeignete sogenannte "Aggregatoren" (scheußliches Wort, bitte ein "smarteres" erfinden!) steuern dann den "Schwarm" der Bürger, die die Energiewende wirklich wollen.
    Unser Gunnar hat da schon ordentliche Vorarbeit an der TH Clausthal-Zellerfeld geleistet. Kollege Sochinsky hat das passende mathematische Modell für die Bilanzierung entwickelt.