Ecopower: Lösung um das Magnetit aus dem VL zu bekommen.

  • Hallo Leute,
    Bei meiner letzten Wartung habe ich festgestellt, dass sich eine erhebliche Menge von Magnetit im VL Schlauch abgelagert hat. Unser Haus ist ein 5 Familien Altbau Gebäude. Vor einigen Jahren wurde das heizungssystem gespült mit Chemie gereinigt und mit entkalkten Wasser befühlt. Trotzdem war jetzt bei der letzten Wartung der Schlauch fast zu! Habe das Wasser auf die Werte prüfen lassen. Alle Werte sind in Ordnung. Kann mir einer sagen ob es so etwas wie ein spyrovent mit Magneten gibt der die Magnetit teile aus dem Wasser filtert? Ich habe die Partikel getestet sie sind magnetisch. Komischer weise ist nur der VL betroffen. RL war komplett frei.

  • Hallo, bau doch mal deine Pumpe auseinander, da wird dir wohl übel werden... ;( , die sitzt bei uns regelmäßig zu.... danach gehts dem PW-Tauscher schlecht..., dann kommt dein BHKW die Temperatur nicht mehr schnell genug weg und dann kommt der MOTORSCHUTZ und dann iss dir erst richtig Übel!!! :thumbsup:


    Dann hilft nur alles ausbauen und durchspülen....


    Frag mal unseren Ecopowerprofi, der sagt, das seine Filter, die er besorgen kann das Filtern, versuchs einfach mal und berichte hier...
    Wir haben eien anderen Filter der auch unter 10µ rausfiltern soll, aber mit dem bekommen wir das Problem, welches du auch beschreibst nicht in den Griff!!! :whistling:

  • Erstmal gilt es Filter und Abscheider zu unterscheiden. Filter filtern den gesamten Volumenstrom und können verstopfen, Abscheider verstopfen nicht, filtern dafür auch nicht sondern sammeln nur Partikel auf Dauer.


    Dann gibt es Mikroblasen-Luftabscheider und Partikelabscheider. Die Frage ist immer woher der Dreck im System kommt, oft sind es kleine Luftblasen die das Material zersetzen. Daher sollte in jedem System ein Mikroluftblasen-Abscheider wie Spirotech SpiroVent oder Zeparo ZUV direkt nach dem Wärmeerzeuger installiert werden.


    Beim Abscheiden der Partikel bieten sich Abscheider Spirotech SpiroDirt (neurdings SpiroTrap) oder Zeparo ZUD an. An Filtern empfehle ich Köpp. Der Filter/Abscheider sollte im Rücklauf vor dem Wärmeerezuger/Wärmetauscher eingebaut werden. Filter bedürfen jedoch einer regelmäßigen Wartung da sie verstopfen können. Bewährt hat sich die Schaltung erst eines Abscheiders wie dem ZUD und dann erst ein Filter. Ein Abscheider alleine fängt nicht alle Partikel auch wenn die Hersteller dies behaupten. Im Filter finden sich trotz Abscheider immer noch Partikel welche ohne Filter nicht aus dem System gekommen währen.


    Anbei eine beispielhafte Hydraulik mit entsprechenden Abscheidern und Filtern. In der Standardinstallation genügen die direkt am BHKW verbauten Einheiten.


    www.bhkw-forum.de/index.php?pa…achment&attachmentID=2284

  • aber 20 jahre alte radiatoren. daran wird es wohl liegen.

    Wenn die Heizkörper wirklich erst 20 Jahre alt sind, das wären die 1990er Jahre, dann kann ich mir nicht vorstellen dass die irgendwelche Stoffe absondern. Ich hab erst so einen Flachheizkörper Bj. 1993 ausgetauscht, nicht weil der kaputt war sondern weil der MieterDobermannhund den so verkratzt hat dass sich nicht einmal mehr lackieren gelohnt hätte. Der war innen aber TipTop. Wenn´s natürlich Gussheizkörper sind, dann haben die bestimmt schon enige Jährchen mehr aufm Buckl.

    Die dezentrale KWK ist keine Brücke - sie ist die Lösung :thumbsup:


    und der Spenden-Button für unser Forum ist auf der Portal-Seite rechts :!:

  • Hallo xdowner, ich frage mich, wie kommt Magnetit in den Vorlauf? Ein Mineral, das es normalerweise nur in der freien
    Natur gibt. Seit dem die Heizungen hermetisch gegen Sauerstoff abgeschlossen sind, braucht man keine Korrosionen
    in dem System mehr zu befürchten. Der billigste Stahl genügt für die Heizkörper, während man noch vor wenigen Jahr-
    zehnten Gußeisen nehmen mußte, das bei den damals offenen Systemen gegen Sauerstoff widerstandsfähig war. Auch
    die beliebten Cu-Leitungen lassen sich bei Sauerstofffreiheit gut einsetzen.
    Ich habe nur wenige Stahlheizkörper,nur in den Bädern und im Schwimmbad, aber seit 35 Jahren noch keine Korrosion
    bemerkt, auch läuft noch immer die erste Umwälzpumpe, die noch nie ausgebaut werden mußte. Auch kenne ich keine
    Filter oder Abscheider. Ich nehme mal an, Dein System ist noch offen und auch nicht ganz dicht, so daß oft kalkhalti-
    ges, eisen- und manganhaltiges Wasser nachgefüllt werden muß.

  • Soweit ich weis bildet sich das Magnetit wenn sich im heißen VL microblasen bilden und die die Metallpartikel zersetzen. Im RL ist der Abscheider sogut wie frei... im VL war der Schlauch schon öfters zu! und bei zu meine ich zu. Es war kein Wasserdurchlauf mehr vorhanden! Das ganze Zeug was ich aus dem VL Schlauch geholt habe war magnetisch.

  • Guten Morgen, xdowner,


    das Problem kannst Du lösen, wenn Du die Entmineralisierungspatronen von http://www.elysator.de verwendest. Die Purotap-Patronen kosten für 1000 L Heizungswasser ca.350 Euro; die für 500 L sind entsprechend günstiger. Das Zeug wird von einigen Herstellern, wie z.B.Elco für Heizanlagen vorgeschrieben.
    Der Dachs-Händler im Raum Darmstadt setzt das schon seit Jahren ein. Ich tus auch und die Probleme stellen sich garnicht.
    Vorgehen: Zuerst die Anlage vollständig entleeren, dann einen Reiniger ins Heizwasser und eine Woche laufen lassen. Danach die Anlage entleeren und spülen ( jeden Heizkörper extra). Vorher das Wasservolumen ermitteln mittels Zähler. Dann die Patronen anschließen und Anlage befüllen. Fertig ist die Laube. Ist zwar Zeitaufwendig, lohnt aber.
    Viel Erfolg damit


    Gruß Goesebrecht
    PS: Ventile sind zwar Druckdicht; nicht jedoch Dicht bei Unterdruck. D.h. , bei kaltem Medium kann durchaus Luft über Thermostate und andere Verschraubungen ins System eindringen.

  • Xdowner, wenn man Dir helfen soll, muß Du so viele Daten wie möglich angeben. Ehe Du Dich zu "Wundermitteln" verleiten
    läßt, muß Du genau erkunden, warum es in dem System eine Ausscheidung gibt? Ein Magnet ist ein unbrauchbarer
    Analysator. Was ist das für ein Zeug, mit Sicherheit kein Magnetit.
    Zuerst also die Voraussetzungen für den störungsfreien Betrieb schaffen:
    1) Ausdehnungsgefäß einbauen, keine Umwälzpumpe mit Stopfbuchse.
    2) Alle Stränge nach oben mit automatischen Entlüftern versehen.
    3) Eventuelle Leckagen beseitigen
    4) Stadtwasser zum Auffüllen vorsehen.Keine Chemikalien! Immer für Wasserdruck sorgen, höher als der höchste Entlüfter
    erfordert.Wenn zu niedrig, kann Sauerstoff über die Entlüfter eingeschnüffelt werden. Microblasen habe ich noch nie gesehen,
    wenn es sie wirklich gibt, dann nur bei sehr starker Auflösung von Eisen, wobei Wasserstoff frei wird. Aber dann müßte schon
    einer Salzsäure zugekippt haben.

  • Vielen Dank für eure TIpps.
    Unser System wurde vor 4 Jahren mit Purotrap Patronen befüllt! Natürlich nach vorschrift mit Spülen usw. Danach haben wir immer das fehlende Wasser mit weichem Wasser nachgefüllt. Ich kann mir nur vorstellen, dass es Microbläschen sind die das zersetzen fördern. Unser Heizungsbauer hat mir jetzt Elysator 15 empfohlen. Mal sehen was der bringt.
    Noch mal zur Anlage:
    Die Rohre und die Heizkörper sind sicher 40 Jahre alt. Wenn nicht noch älter. Früher war eine alte Schwerkraft Heizung in Betrieb.

  • Hallo,


    bei mir war der Wärmetauscher auch mehrfach dicht. Ich habe jetzt so einen
    Abscheider mit Magnet eingebaut, der hält zumindest die magnetischen Bestandteile fest.
    Das soll jetzt keine Werbung sein, weis nicht, ob das posten von Links hier OK ist
    www magnaclean de -> Professional
    Seit dem hatte ich keinen Ärger mehr, kann aber auch nicht sagen, wie die Anlage
    momentan von innen aussieht...


    Gruß


    Harley

  • Die Mischkristalle aus 2- und 3-wertgem Eisenhydroxyd und -oxyd sind tatsächlich magnetisch, aber ein Magnet ist mit den Massen, die in einem verschlammten Heizungssystem stecken, völlig überfordert. Die bekomme ich auch nie mit einer einzigen Luft-Wasserspülung heraus, das dauert Jahre, bis sich Wärmetauscher und Pumpen nicht mehr zusetzen.
    Das Zeug setzt sich, außer in den Pumpen und turbulenten Zonen , vor allem in den Abschnitten langsamer Strömung ab, dort aber meist nur in schwarzer, lockerer und damit ausspülbarer Form. Hauptursache waren bei mir meist Kunststoffrohre der Fußbodenheizung oder Plastikrohre von Okalheizungen mit guten Kupfer-Heizkörpern. Leider war da früher ein Gusskessel eingebaut. Sauerstoffdichte Kunststoffrohre gibt es meinen Erfahrungen nach nicht, ich werfe dann alles Eisen heraus. Bis auf die zu teuren Pumpen, die wenigen kg Eisenzeugs spüle ich dann alle Jubeljahre mal aus.
    Ansonsten beobachte ich, dass inzwischen mehr darauf geachtet wird, dass Ausdehnungsgefäße keine undichten Membranen besitzen.


    In Deutschland wurde und wird immer noch gesündigt bezüglich Schlammbildung - und Entfernung.

  • Hallo,


    Ich würde an deiner Stelle alle Eisenrohre rausschmeißen, gerade Kupfer und Eisen bilden ein galvanisches Ellement und verschlammen die Anlage


    Was ich auch evt. vermute das es eine Potentialverschleppung über deine Heizungsrohre gibt was wiederum zu einer (zwar gering) Elektrolyse führt.


    Konntrolliere alle Nulleiter und Erdpotentiale in deiner Anlage.


    Oder noch besser lass für ein paar Euronen einen E-Scheck durchführen.


    sonnenreiche Grüße


    hitschi

    ist erst im Nebenberuflichem Aufbau: Fa. Kühr Elektrotechnik eingetragen in der HWO
    Elektroinstallation, SPS Technik, Eib- Partner, Fachpartner von Varta, Alarmanlagentechnik nach VDS
    Inhaber Christof Kühr, Negertalstr. 2a, 57462 Olpe Unterneger
    Mail: Christof.Kuehr@freenet.de / Hompage:C-Kuehr.de.tl


    NUR WER HANDELT KANN ETWAS VERÄNDERN :thumbsup: