bitte Angebot prüfen

  • Hallo Forumsteilnehmer,


    ich bin neu in diesem Forum, habe aber schon etwas mitgelesen. Ich bin natürlich sehr froh, das es für so ein komplexes Thema ein solches Forum existiert und man nicht alleine gelassen wird.
    Mein Vater und ich haben uns nun mit dem Thema etwas auseinandergestzt und uns ein Angebot erstellen lassen. Derzeit wird die Wärme mit einer Holzheizung (65kW, 90cm Holzscheite) erzeugt. Allerdings ist das Holzmachen auf die Dauer nicht mehr machbar für uns. Zusätzlich sind 5 Kollektoren auf dem Dach, die dann abmontiert werden. Meine Frage zu diesem Angebot:
    - benötigen wir wirklich 2x Dachs, 2x Kondenser, 2x Speicher und den Spitzenlastbrenner (ca. 430 m² Wohnfläche verteilt auf 2 aneinandergebaute Wohnhäuser, 10 - 12 Personen, da Mietwohnungen mit dabei)
    - sind alle Preise soweit berechtigt, oder überteuert?
    - es kommt ja noch der Gasanschluss extra, sowie die Elektroinstallation (Zähler)
    - wie würdet ihr die Zähler anordnen, Stromverkauf evtl. an die Mieter
    - mein Vater plant einen Pool, der im Sommer beheizt werden soll, damit der/die Dachse auch im Sommer Strom erzeugen


    Ich hoffe, ihr könnt mal über das Angebot schauen und mir ein paar Tipps, positives oder negatives Input geben. Sollten noch Angaben fehlen, einfach kurz nachfragen!


    Gruß
    jgoller

    Dateien

    PV1: 15,05 kWp (Volleinspeisung, 09.2010)
    Senertec DACHS 5,5 MSR2 (07.2012)
    PV2: 4 kWp (Überschußeinspeisung, 05.2014)
    Senec.IES 10kW Li-Speicher (01.2016)

  • Hallo!


    Kurz und knackig. Im Angebot steht sinngemäß: "der Großteil des erzegten Stromes wird an den Energielieferanten verkauft" Hier sehe ich das größte Problem. Wenn IMHO nicht min. 60 % des erzeugten Stromes im Haus bleiben wird es zumindest nach der Förderung, also in 10 Jahren, mit der Wirtschaftlichkeit problematisch werden. KWK-Anlagen sollten IMHO nach der Grundlast des Stromverbrauches und nicht nach der Grundlast des Wärmeverbrauches ausgelegt werden.


    Viele Grüße
    Joachim


    Übrisgens, ich hätte personenbezogene Daten im Angebot unkenntlich gemacht. Nicht das dir da noch einer an die Karre fährt.

  • Hallo,


    danke für deine Antwort, dadurch schaut man sich die Angebote noch einmal genau durch. Wir haben hier einen Jahresstromverbrauch von ca. 14000 kWh, die Dachse erzeugen bei gerechneten 2200 Bh pro Dachs ca. 24000 kWh. Der Planer geht von 70% Eigenstromverbrauch und 30% Stromzukauf aus. Wenn ich es dann schaffe, Strom zu verbrauchen, wenn der Dachs läuft, dann muss ich nicht 30% Strom zukaufen, sondern weniger. Man müsste jetzt quasi nicht mehr penibel auf den Stromverbrauch achten, sondern nur darauf, ob der Dachs läuft oder nicht.


    Die Frage ist aber eher, ob ich für die Wärmeerzeugung 2 Dachse und den Spitzenlastbrenner benötige, und ob die Preise angemessen sind.
    Ich versuche mal, die betriebswirtschaftliche Berechnung zu Scannen (DIN A3).


    Gruß
    jgoller

    Dateien

    PV1: 15,05 kWp (Volleinspeisung, 09.2010)
    Senertec DACHS 5,5 MSR2 (07.2012)
    PV2: 4 kWp (Überschußeinspeisung, 05.2014)
    Senec.IES 10kW Li-Speicher (01.2016)

    Einmal editiert, zuletzt von jgoller () aus folgendem Grund: Anlage Wirtschaftlichkeit

  • Und nur ein Dachs läuft bei Dir 4400Bh und erzeugt auch 24oookwh, spart obendrein Wartungs und Betriebskosten, Reparaturen, Nerven etc.
    Denke 2 Pufferspeicher mit 1x SE30 +Dachskondenser sollten alles decken und der Strom bleibt fast alles im Haus!
    Nur so ein Gedankespiel von mir.

    Meine Beiträge geben meine Meinung wieder und können unsichtbare Smilies und ein wenig Sarkasmus enthalten.
    Wer Rechtschreibfehler findet, kann diese behalten.

  • Hallo,


    das sind die Gedankengänge, die ich hören möchte. Die Frage ist einfach nur: Langt die thermische Leistung eines Dachses (+Kondenser) aus, wenns mal wieder -24°C hat in unserer Region? Sollte ich trotzdem den Zusatzbrenner (SE Plus 20kW) mit nehmen? Ich (und natürlich meine "Chefin") möcht auf gar keinen Fall frösteln. Und wenns die Mieter friert, is es auch nicht so toll! Ich würd gut auf einen Dachs verzichten können, wenn nur einer genügt.


    Gruß
    jgoller

    PV1: 15,05 kWp (Volleinspeisung, 09.2010)
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  • Den SE30 Zusatztherme wirst Du auch brauchen, aber 2 Dachse sind wohl einer zuviel.
    2 Dachse sind gut für den Installateur, nicht für den Betreiber.
    Die Wartungskosten sind wohl etwas "geschönt" dargestellt im ersten Jahr, der Betrag kann glaub ich so nicht stimmen.


    Warum sollen die Kollektoren runter vom Dach, kann man die nicht einbinden, oder?
    Die Sonne stellt keine Rechnung.

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    2 Mal editiert, zuletzt von Frank Dux ()

  • Hallöchen.


    2 Dachse wären bei den Stromverbrauch von nur 14000 NICHT wirtschaftlich!


    Warum willst du die Kollektoren entsorgen? Energie vom Dach ist ja quasi umsonst!


    Wie ist die Momentane Frischwasserversorgung aufgebaut (Tank/ Hygienespeicher)?


    Wenn ein Holzofen vorhanden ist gibt es mit Sicherheit auch Pufferspeicher. Warum diese Entsorgen (Speicher gehen selten kaputt) und das Teure Senertec Programm kaufen?
    Ich denke mit einer Teilweisen Sanierung der Altanlage lassen einige Scheinchen sparen.


    Eine KWK- Anlage kann mann in der Regel relativ einfach in ein solches Speicher System intregieren.


    Ein Hydraulikplan der Alten Anlage wäre nicht schlecht.


    MFG


    Christian

  • ja, ich dachte es mir schon so. 1 Dachs mit Brennwert (Kondenser), 2x Pufferspeicher (eigentlich 3), und SE Plus sollte reichen. Solar würde die Effizienz glaube ich nicht unterstützen. Nur wenn der Dachs läuft, erzeugt er Strom. Und nur so macht er sich bezahlt, oder?


    Ich wollt es nur mal von einer anderen Seite hören. Der Vertreter möcht ja gern was verkaufen, je mehr umso besser. Und ich als Verbraucher möcht so günstig wie möglich zu meinem Produkt kommen.


    Gruß
    jgoller

    PV1: 15,05 kWp (Volleinspeisung, 09.2010)
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  • Hallo


    Sonnenenergie hat auch ein bestimmten Wert. Es liegt ganz dran wie hoch der eigennutzungsanteil des Stromes ist ob es sich lohnt die KWK Anlage laufen zu lassen. Da der Dachs sich den Stromverbruch nicht anpasst kommt es teilweise zu hohen Rückspeisungen. Bei meinen Werten ist die Sonnenernergie auf jeden Fall Wirtschaftlicher als Stromverkauf an den 4 Grossen. Ich freue mich dann über jede Stunde wo der Dachs dann nicht läuft...*lol*.
    Wie ist die Dachausrichtung? Kommt da nicht noch eine kleine PV- Anlage in betracht?
    Spar dir einen Dachs und nimm Stattdessen ne PV- Anlage im Eigenverbrauch dazu....ergänzen sich wunderbar.


    MFG


    Christian

  • ja, ich dachte es mir schon so. 1 Dachs mit Brennwert (Kondenser), 2x Pufferspeicher (eigentlich 3), und SE Plus sollte reichen. Solar würde die Effizienz glaube ich nicht unterstützen. Nur wenn der Dachs läuft, erzeugt er Strom. Und nur so macht er sich bezahlt, oder?


    Ich wollt es nur mal von einer anderen Seite hören. Der Vertreter möcht ja gern was verkaufen, je mehr umso besser. Und ich als Verbraucher möcht so günstig wie möglich zu meinem Produkt kommen.


    Gruß
    jgoller


    So isses bestimmt günstiger für den Betreiber und auch warm. Aber das Dach würde ich nicht so ausschließen.


    Das gesparte Geld vom 2.Dachs aufs dach investieren, PV :thumbsup:

    Meine Beiträge geben meine Meinung wieder und können unsichtbare Smilies und ein wenig Sarkasmus enthalten.
    Wer Rechtschreibfehler findet, kann diese behalten.

  • Hallo!


    Nur wenn der Dachs läuft, erzeugt er Strom. Und nur so macht er sich bezahlt, oder?

    Klares Jaein! Und nur wenn der Strom auch selbst verbraucht wird. Ein Beispiel meiner beiden Dachse: Energieanteil für 1 kWh Strom beträgt 0,12 l Heizöl. Gegenwärtiger Preis 0,94 Euro/Liter ergiebt 11,28 Cent reine Brennstoffkosten je erzeugter Kilowattstunde Strom. Da ist Wartung und Invest der Anlage noch gar nicht mit drin, eben reine Brennstoffkosten. Wenn ich diesen Strom einspeise lege ich den vollen Zuschlag von 5,11 Cent je Kilowattstunde oben drauf und trotzdem reichts mit dem EEX-Preis immer noch nich um nur die anteiligen Brennstoffkosten zu decken, geschweige denn die Investiton zurückzuführen. Bei Gasanlagen kommt man etwas besser weg, da Gas billiger als HEL und die Anlagen etwas Wartungsfreundlicher sind. Also vorsicht, das BHKW nach der Grundlast des Stromverbrauches auslegen, der gesamte Stromverbrauch übers Jahr sagt über die Grundlast aber nix aus.


    Viele Grüße
    Joachim

  • Also auf jeden Fall ein 2. Angebot einholen, gibt mehrere Stellen wo ich große Augen bekomme...
    Vor allem wenn jemand bei so einem Objekt 2 Dachse verkaufen möchte....
    Denke bei dir würde eher auch ein modulierendes BHKW passen.... gerade im Sommer für den Pool ...
    Ganz WICHTIG jatzt Studien treiben und wirklich die Arbeit machen und mal an mehreren Tagen Stündlich (so weit in die Nacht wie geht) die Stromlzähler, ablesen und ne Tabelle erstellen!

  • Bei den geringen Strombedarf würde ich überhaupt erstmal drüber nachdeneken ob es ein Dachs werden muss...
    Ein BHKW rentiert sich am meisten wenn es läuft und das möglichst das ganze Jahr, eben um den Strom den man so braucht selbst zu erzeugen.
    Nur der Strom bezahlt dir deine Investiton!
    Wenn der Dachs bei dir nur stur 5.5. KW erzeugt und du im Schnitt tagsüber 3 KW brauchst, dann noch 5.000 Std. im JAhr still steht weil nicht genügen Wärme gefordert wird,
    wird es sehr mager mit der Rendite.
    Bei 2 Dachsen in den Objekt verdient eh nur einer, du wirst das nicht sein!


    Du solltest dir ein BHKW suchen das deine Grundlast im Strom abdeckt, und alle Wärme die darüber hinaus benötigt wird, in einem Spitzenlasttherme erzeugen.
    Die Spitzenlasttherme übernimmt auch die Funktion eines Backupgerätes, das aus Erfahrung immer dann gebraucht wird wenn's draussen grad mal richtig kalt wird....
    BHKW's sind technisch anspruchvoller als ein Brenner und dementsprechend können Störungen auftreten die nicht so schnell behoben werden können.


    Also tu dir einen Gefallen und überprüfe welche Stromgrundlast du bei dir hast.
    Die Stromspitzen machen kaum € aus und sind auch durch ein größeres BHKW wirtschaftlich nicht abdeckbar.
    Mit den Infos wird dir hier bestimmt dann passend weitergeholfen.
    Spart dir am meisten Geld, ist nach Ende der Förderung weiter am wirtschaftlichsten und macht im Endeffekt durch den Backupwärmeerzeuger am wenigsten Stress.

  • Meine Gedanken zu Deinem Angebot:


    1. nur ein Dachs (wegen Laufzeit + Eigenstromverbrauch)


    2. lass die Solaranlage auf dem Dach (Wärme von der Sonne ist billiger als über Gas!)
    Die Investition brauchst nicht mehr rechnen und der Dachs hält länger, zusätzlich weniger Wartungskosten und Energiekosten)


    3. Wenn Deine Holzheizung noch o.k. ist, lass Sie als Spitzenlastkessel drin! Die paar Tage im Jahr wo man sie braucht, reicht wahrscheinlich einmal am Tag heizen um die Puffer voll zu laden, den Rest schafft auch der Dachs! Vor allem bei viel Pufferkapazität wäre das eine gute Lösung. Und die Heizung schafft es notfalls auch mal ganz alleine, was vermutlich weder der Dachs noch die SE plus schafft!


    Nur mal so zum Nachdenken, was Du machst ist Deine Sache...


    mfg
    Solardachs

  • Hallo jgoller,


    ich meine, du solltest auf keinen Fall jetzt etwas überstürzen, vor allem nicht wegen dem Ultimatum im Angebot! (irgendwas mit 3,x % teurer ab April oder so ähnlich)
    Für dein Objekt bedarf es ein wenig mehr Planung, als nur zwei Dachse reinstellen und 60.000 Euro ärmer sein!


    -Wie ist denn der Dämmstandart? Fenster, Fassade, oberste Geschoßdecke!
    -Ist es ein Holzvergaser, oder ein älterer Naturzugkessel?
    -Wäre Platz für eine Hackschnitzelheizung? (Hackschnitzel kann man regional recht günstig kaufen, auch mit Abrechnung nach Wärmemenge)
    -Gibt es normale Heizkörper oder Flächenheizung (Fußbodenheizung)


    Grüße AxelF

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    Strom: ACH WIRKLICH ???!!!