BHKW überhaupt sinnvoll bei uns?

  • Hallo,


    vermutlich die x-te Wiederholung der Frage, aber da die Details ja variieren, probiere ich's doch und würde mich über Hinweise freuen!


    Unsere aktuelle Heizung steht vor einem Austausch und nun ist die Frage, was man da so machen kann...
    Die Rahmendaten:
    DHH Altbau, ca. 130qm Wohnfl., akt. Vaillant VKS23E (Bj. 92) mit ganzjährig Ww-Bereitung (Speicher), rd. 17000kWh/a (Erdgas), rd. 3000 kWH/a Strom, Vorlauf muss (aktuell bei den Außentemperaturen :rolleyes: ) bis ca. 80Grad, Schornstein mehrere Züge vorhanden / gemauert rd. 15m Höhe, Wechselstromzähler (Drehstrom ist bis HA da).
    Isolierung / Fenster usw. ist ausgereizt; Solar-Ww. will ich nicht, PV lohnt nicht (zuwenig Fläche).


    Die Idee wäre ein 1kW-BHKW,also zB. eVita/Vitotwin o.ä. mit Stirling. Also vermutlich 20T€+ (so mit Schornsteinrohr u. Elektrikanschluss).


    Ein Brennwert-Ersatz kostet so ca. 7 - 9 T€ mit Schornstein...
    Das BHKW sollte also in 10 - 15 Jahren (hält das solange?) die Differenz einspielen.


    Ist das aktuell machbar?


    Ich bekomme die Zahlen nicht so richtig "übereinander" und die Installateure, die mal angerufen hab, wollen nicht so recht ohne gleich einen Auftrag zu kriegen. :cursing:



    Für Hinweise / Tipps usw. wäre ich dankbar!


    Jobi

  • Die Idee wäre ein 1kW-BHKW,also zB. eVita/Vitotwin o.ä. mit Stirling. Also vermutlich 20T€+ (so mit Schornsteinrohr u. Elektrikanschluss).

    Habe gerade mal geschaut, ob das Teil schon lieferbar ist. Er hier


    http://tinyurl.com/73b94ll


    hat welche und sie scheinen auch verfügbar. Preis mit Speicher o. Schornstein so ca. 12k€ plus Meerschweinsteuer.
    Scheint noch nicht allzu viele HB zu geben, die das Teil verticken dürfen.


    Schwierig wird's halt mit praktischen Erfahrungswerten. Das Teil ist noch taufrisch. Ob die 10 Jahre oder gar 15 drin sind? Weiß der Geier ?(


    Wenn's der alte Brenner noch tut, dann lass ihn halt als Spitzenlaster halt drin.


    Servus iPille

  • Hallo,


    danke für den Tipp, guter Preis. Mit Arbeitslohn, Schornstein, Elektro wird's die 20T aber immernoch locker knacken. :S Problem dürfte auch sein, dazu dann den HB hier zu finden, der mir ein "woanders" bestelltes BHKW einbaut usw. ... Und so um die Ecke ist der Anbieter nicht, als das der die Maßnahme durchzieht...


    Gibt's sonst gar keine Meinungen zu "lohnt sich die Geschichte überhaupt"? ?(


    Eine Spitzenlaster braucht's nicht, das kann der Vitotwin alleine.


    Gruß
    Jobi

  • danke für den Tipp, guter Preis. Mit Arbeitslohn, Schornstein, Elektro wird's die 20T aber immernoch locker knacken. :S Problem dürfte auch sein, dazu dann den HB hier zu finden, der mir ein "woanders" bestelltes BHKW einbaut usw. ... Und so um die Ecke ist der Anbieter nicht, als das der die Maßnahme durchzieht...

    Ja, das dachte ich mir auch schon. Es sollte nur zum Vergleich dienen und zur Anschauung, dass die Sache noch so taufrisch ist, dass es noch nicht allzu viele Anbieter/HB gibt, die zur Ausführung berechtigt sind. Fremdkauf und dann vom eigenen HB montieren zu lassen halte ich auch für keine gute Idee (unabhängig davon, ob er's machen würde), denn man muss ja davon ausgehen, dass er die geforderte Zertifizierung nicht hat. Womöglich verhindert der BHKW-Hersteller ja auch, dass ein Weiterverkauf ohne Montage stattfinden darf.


    Gibt's sonst gar keine Meinungen zu "lohnt sich die Geschichte überhaupt"? ?(

    Mit der Rechnerei bin ich überfragt.


    Eine Spitzenlaster braucht's nicht, das kann der Vitotwin alleine.

    Naja, wir haben ja diese Diskussion gerade in einem anderen Thread. Der VITOTWIN hat ja seinen eigenen Spitzenlaster, aber manchmal hat nicht Reserve Ruh, sondern muss ran :whistling:

    Gruß
    Jobi

    Servus iPille


  • Ein Brennwert-Ersatz kostet so ca. 7 - 9 T€ mit Schornstein...
    Das BHKW sollte also in 10 - 15 Jahren (hält das solange?) die Differenz einspielen.
    Ist das aktuell machbar?


    Rein finanziell gesehen wohl eher nicht. Sowas muss man wollen, dann kann man mit ökologischem Gewissen vielleicht ein bischen besser schlafen. Wenn es hilft, kann man sich auch ein großes Schild über die Klingel dübeln: "Hier heizt Evita" (oder was anderes) damit der Nachbar mit der offensichtlichen PV-Anlagen neidisch werden kann.


    Das Mini-KWK-Impulsprogramm des BMU sehe ich nicht als besonders hilfreich an:
    - zu viele Zusatzanforderungen, die Geld kosten
    - absolute Förderhöhe zu gering und
    - Mittelaufkommen für das Gesamtprogramm ungewiss, so dass die Gefahr besteht, dass das Geld bald wieder alle ist.


    Nach KWKG bekommst Du 5 ct/kW und verdienst am Strom aufgrund des verdrängten Fremdbezugs auch etwa 10 ct/kWh bei Eigenverbrauch.
    Bei 3000 kWh im Jahr kommen somit als oberste Abschätzung rund 500 € rückflüsse rein. Solange die Nano-BHKWs nicht billiger werden (8-10 T€), sehe ich als Kunden nur wohlhabende Life-Style-Ökos, die es sich leisten wollen - genauso wie das Hybridfahrzeug oder die PV-Anlage in den 90er Jahren. Noch ist diese Technik etwas für early Adopters, d.h. Überzeugungstäter.


    Damit das nicht so bleibt verweise ich gerne noch mal auf die Stellungnahme zum KWKG, die hier im Forum entwickelt wurde. Diese Papier enthält viele sinnvolle Vorschläge, wie z.B. die Einführung eines erhöhten Zuschlags in der Klasse der Nano-BHKWs bis 2 kW. Das muss nun auch in die Politik transportiert werden. Schreibt bitte euren Abgeordneten einen kurzen Brief, legt die Stellungnahme bei. Besonders intensiv sollten die Mitglieder im Umwelt und Wirktschaftsausschuss über die bisherigen Mankos des KWK-Gesetzes aufgeklärt werden. Es ist immer schwer, in der parlamentarischen Diskussion noch etwas zu bewegen, aber: die Masse macht's vielleicht. Unsere Volksverteter wollen ja wiedergewählt werden und wenn jemand Post zum selben Thema aus dem Wahlkreis (oder Bundesland als Täger eines Listenmandats) bekommt, dann macht er sich ggf. Gedanken. Viel Zeit bleibt nicht. Ab Anfang März geht die KWKG-Novelle ins parlamentarische Verfahren und bis dahin sollten die Entscheider sensibilisiert werden.

    Gruß,
    Gunnar

  • Guten Morgen,


    danke für die Hinweise.


    Eine ähnliche Größenordnung hatte ich auch schon "errechnet" / abgeschätzt. Unterm Strich bestätigt das für mich, dass ein BHKW nicht ansatzweise rentabel (bei uns) zu betreiben ist. :( Das erklärt auch, warum kein HB auch nur Lust hatte, sich mit Details zu beschäftigen...


    "Öko" bin ich durchaus, aber Geld zu verbrennen habe ich dann doch nicht - die "schwarze Null" wäre schon notwendig. Ist offensichtlich (noch?) wir bei E- oder Hybrid-Autos. :|


    Danke! ;(


    Jobi