Falsches Kupferrohr gekappt! Wie abdichten?

  • ich brauche dringend eure hilfe. wir haben gestern den ganzen tag unsere alte 20 jahre alte heizung rausgerissen um den heizungsraum für ein bhkw zu rusten, auf den puffer läuft jetzt eine Brennwerttherme die vorhanden war (Hygieneschichtenkombispeicher).
    Nach dem wir den ganzen alten krams der letzten 30 jahre an leitungen "entsorgt" hatten, haben wir eine leitung sicherheitshalber abgedrückt, um sicher zu gehen das dieses ende sicher nicht benötigt wird. das war ein fehler, wir haben es knapp über estrich abgeschnitten und es stellte sich heraus als alles fertig war das es mit einem älteren teil des hauses verbunden war. an das eine ende kommen wir heran, aber das andere ist genau in der ecke vom Pufferspeicher, ich komme knapp dran, abr zuviele möglichkeiten habe ich dort nicht. es ist eine Heißbrauchwasserleitung.
    Wenn wir es löten würden müssten wir die kompletten gepressten teile und den pufferspeicher wieder ausbauen...komplett ;( aber wenn es nicht anders geht müssten wir das wohl... meine frage: ich kann die isolierung etwas eindrücken und komme mit einer hand dann dran. Gibt es eine möglichkeit das rohr dann abzudichten? ich ahbe schon was von kleber gelesen, aber welchen und ist das gut?! das rohr müsste 15-20mm haben und ist so ein älteres wo man nicht drauf pressen sondern nur löten kann...
    Hätten wir man einfach einen stopfen draufgedreht :huh:


    Biitte helft mirrr :rolleyes: :wacko:

  • Hallo,


    15-20mm ist eine rel. weite Spanne....


    ...aber die Dimensionen von Cu Rohr sind eigentlich seit Jahrzehnten gleich, 12, 15, 18, 22mm usw. egentlich sollte man das auch Pressen können, vorausgesetzte man kommt mit der Preßzanhe dran.


    Ansonsten gibt es in jedem gut sortierten Baumarkt auch Stecksysteme, innen mittels O-Ring dichtend, gehalten wird das ganze mittel Stahl Widerhaken.


    Oder eben eine Quetschverschraubung.


    Nur mit dem "totem Strang" hätte ich ein wenig Bauchschmerzen, wg. Legionellen und co.


    Gruß Dachsgärtner

  • Löten wäre die sicherste Lösung. Habe aber auch schon Steckverbinder für Kupfer im Baumarkt gesehen - System ähnlich wie Festo Druckluft - wenn das Rohrende gerade und nicht deformiert ist sollte das zum stecken gehen!!


    mfg


    Jo , Ewald war schneller :D

  • ich ahbe schon was von kleber gelesen,


    mit kleben würd ich da nix anfangen....hab auch noch nie gehört dass es sowas gibt.


    am einfachsten neu zu machen is sowas mit einem Kunststoff-Rohr-in-Rohr-System, Da gibts verschiedene z.B.


    http://www.viega.de/raxofix/ einfach mal "rohr in rohr "kugeln


    Ich weiß ja nicht wie ihr technisch aufgestellt seid....aber ich würd, egal welcher Aufwand, eine ordentliche und dauerhafte Lösung wählen. |__|:-)


    Stell Dir vor Du gehst die nächsten 20 Jahr in Dein Heizraum und siehst jedesmal den auf die schnelle zamgschusterten Murks......Brrrrrr :uebel:


    Die dezentrale KWK ist keine Brücke - sie ist die Lösung :thumbsup:


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  • Das wird aber nix ohne Sauerstoffbuddel.


    Sauerstoff ist Powerstoff! :D


    Also ich würde das mit den Steckverbindungen machen, habe ich mal vor Jahren bei meiner Schwiegermutter am Haus gemacht, weil ich eben nicht das ganze Lötgerödel mitnehmen wollte. Das war draussen am Außenwasserhahn, hat bisher gehalten! Cu Rohr evtl. sauber abschneiden, entgraten, draufstecken und fertig!

  • Hallo Christian,
    versuchs mal mit dem Stecksystem (Tectite). Ich habe vor ca. 1,5Jahren bei mir den Plattenheizkörper im Bad durch einen Rohrheizkörper ersetzt und musste die Anschlüsse ändern.
    Die Leitung stand nach dem Absägen der aufgelöteten Winkel nur noch ca. 2cm aus der Fliesenfläche.
    Habe ich von der Farbe befreit, entgratet und die Steckverbindung aufgesteckt. Super! :thumbsup:
    Sofort dicht, kann sogar noch gedreht werden.

  • Hallo,


    es gibt auch Schneidkappen aus Rotguss im Fachhandel. Das Rohr wird mit einer Stützhülse im vorhandenen Kupferrohr verstärkt und dann mit der Schneidkappe, die geschraubt wird, dauerhaft verschlossen. Möglich wäre auch, eine Stützhülse in das Kupferrohr einzuschieben und eine Presskappe draufzupressen.

  • Moin,


    Wie der Dachsgärtner schon geschrieben hat. Sauber machen Rohre ausglühen damit es weich mit einer Pumpenzange zu drücken.
    Und hartlöten.
    Bis 22 mm reicht der Propanbrenner aus zum hartlöten.
    Da braucht man nicht umbedingt atze und Sauerstoff.

    Mit Energie geladenen Grüßen aus dem Teufelsmoor.
    Nicht nur privat bin ich von hocheffizienten BHKW überzeugt.
    Vom Hobby zum Beruf gekommen bin ich seit einigen Jahren auch Angestellter der MWB AG und seit Februar 2014 bei RMB Energie GmbH

  • vielen dank für die schnellen und fachlich guten antworten! :thumbsup:
    mein HB hat dort jetzt so eine art hydraulikverschraubung mit schneidkappe draufgemacht, kennt das jemand?
    und kann ich das jetzt wieder mit ruhe in beton eingießen? ist ja auch nur verzinkt...
    ist glaube ich original hydraulikteil :whistling: würde es so auch bei gas gben .||.

  • ist ja auch nur verzinkt...


    Moin Christian90


    wenn es wirklich verzinkt ist und damit das Kupferrohr verschlossen ist....... besser NICHT einbetonieren!
    Kupfer und Zink verträgt sich nicht auf Dauer im Rohrsystem; der Zink würde korridieren und früher oder später tropft es :cursing:
    Vielleicht ist das Teil ja auch aus Edelstahl, vercromt oder vernickelt.... frag den Heizungsbauer nochmal!


    AxelF

    Wikipedia: ICH WEISS ALLES!


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    Internet: OHNE MICH GEHT NICHTS!


    Strom: ACH WIRKLICH ???!!!

  • besser NICHT einbetonieren!
    Kupfer und Zink verträgt sich nicht auf Dauer im Rohrsystem


    ...und da is da noch, dass "verzinkt" und Beton/Zement sich auch nicht vertragen. Das verzinkte Teil oder Rohr solltest auf jeden Fall mit Teer- oder Ölpapier vom Beton trennen.

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  • Und nun? :/


    Ein mischmasch von verschiedenen Metallen sollte man eigentlich immer vermeiden. Dann hört man immer mal wieder das man eher in Flußrichtung unedler in Richtung edleres Material einsetzen kann...
    ...bei dir Fließt ja nix. Wenn die Verschraubung 100% dicht ist, dann hält sich hier der Metallionenaustausch in Grenzen, und es sollte haltbar sein, auch Kupferrohr hält nicht ewig.
    Von einbetonieren halte ich pers. nix, weil eine fehlersuche dann sehr Schweißtreibend wird, und Wasser kommt ja nicht unbedingt da zum Vorschein, wo es aus dem Rohr tröpfelt!


    Mein Vorschlag: Zubetonieren, aber im Hinterkopf behalten und bei der nächsten Frühjahrsrenovierung die nichtbenötigte Leitung auf der anderen Seite "abklemmen"


    Gruß Dachsgärtner