BHKW, FriWa, Druckhaltung und Puffer zu "neuer" Heizungsanlage dazu...

  • Hi,


    hier mal ein erstes Schema. Die zwei Kessel und der Verteilerbalken sind von 2008. BHKW mit Puffer soll dazu. Warmwasser kommt derzeit aus einem 1000 L WW-Speicher - Druckausgleich mit einem riesen MAG. Da wo jetzt MAG und WW-Puffer stehen soll das BHKW hin. Für Brennwert und mehr Platz denke ich da an FriWa und Druckhaltestation.


    Ich grübel noch...

  • Hallo!


    So hab ich das bei meiner Nr. 1 gemacht. Nur die Ausgleichsmenge geht durch den Puffer. Wenn die FriWa einen "hydraulischen Vorrang" haben soll dann müsste man mit den HK am Puffer weiter unten abgehen. Das hat dann allerdings wieder den Nachteil das ich die gesamte, von den HK benötigte Wassermenge durch den Puffer schiebe. Eine andere Möglichkeit wäre regelungstechnisch eine Mindestmenge im Puffer für die FriWa bereit zu halten. Hat aber auch wieder den Nachteil das evtl. der SLK früher als unbedingt nötig angefordert wird.


    Viele Grüße
    Joachim

  • In dem Fall würde ich es so machen wie in der angehängte geänderte Skizze. Ich geh davon aus, dass das BHKW immer eine VL-Temperatur über 60 °C hat (z.B. durch eine Rücklaufhochhaltung). Der Kesselanschluss gilt aber nur, wenn die Kessel bei max. Leistung eine Spreizung von mehr als 20 K erreichen. Bei weniger Spreizung müssten der Kessel direkt zum Puffer geführt werden (unterhalb vom VL bzw. oberhalb RL des HK-Abgriffes). Weitere Annahme: die RL-Temperatur der Friwa liegt nur knapp über KW-Temperatur (ca. 10 bis 15°C).

    Bilder

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
    http://perdok.info/
    Oscar Perdok GmbH
    Gildeweg 14, 46562 Voerde
    Beratung, Planung und Installation von: KWK-Anlagen, PV-Anlagen, Stromspeicher mit Notstromfunktion, Eigene Herstellung von Ladestationen für E-Mobile, Energie-Effizienz incl. Kosten/Nutzen-Betrachtung, Ladestation für E-Mobile (kostenlos)

  • Hi,


    danke für den Input. Anbei mal meine aktuelle Planung. Der Aufbau ist auch etwas von der bestehenden Anlage abhängig... und davon das es definierte Schnittstellen zum "BHKW-Anlagenteil" geben muss wegen der Eigentumsverhältnisse.


    Die Kessel sind Brennwert von 2008, derzeit mit An/Aus Taktbetrieb und dicken Pumpen, die notfalls über den Überströmer schieben, damit die Wärme aus dem Kessel kommt (nicht meine Planung). Die Kesselpumpen sollen wie auch die BHKW-Ladepumpe gegen Temperaturdifferenzgeregelte Pumpen getauscht werden und moduliert über eine zentrale Regeltechnik Wärme bereitstellen. Somit kommt aus den Kesseln wie aus dem BHKW konstant 70-80° C Vorlauf - unabhängig vom Rücklauf.


    Der Rücklauf von Heizkreisverteilung usw. kann durch motorische Umschaltung entweder unten oder mittig in den Puffer - je nach Temperatur.


    Vorrang für die FriWa bedarf es nicht hydraulisch. Der Puffer sollte immer gut bevorratet sein. Und notfalls aktiviert die Steuerung die großen Kessel - das macht im Winter nichts, da läuft das BHKW sowieso durch bei dem vorhandenen Wärmebedarf - und im Sommer reicht ja der Puffer, dann sind die Heizkreise eh gesperrt.


    Fragen:
    1. Ist das alles so sinnig?
    2. Welche FriWa empfehlt Ihr? Das ist eine Art Wohnhaus... also ich würde sagen da sollen auch mal so 5-6 Duschen parallel funktionieren. Die Standardgröße mit 40 Liter Zapfleistung dürfte da stark überfordert sein. Was die Zirkulation angeht sollte die pumpe intern gut "wumms" haben, oder extern. Das Leitungsnetz ist lang und 5 Stockwerke ;)
    3. Druckhaltung reflex minimat empfehlenswert?

  • Hallo,

    Druckhaltung reflex minimat empfehlenswert?


    Ich habe bei mir in der Anlage die "Variomat 1" und bin bisher voll und ganz zufrieden (ist aber erst 1 jahr in Betrieb). Das schöne ist, das der Anlagendruck egal ob der Puffer nun voll oder leer ist immer Kontant ist.

    ....mehr Platz denke ich da an FriWa und Druckhaltestation.


    Naja, wenn ich mir meine Druckhaltestation mit dem Drucklosen Membrangefäss so anschaue, klein ist anders!


    Deine Hydraulik-pläne ähneln dem Aufbau meiner Anlage, Regelungstechnich ist der Pelletskessel (in deinem Fall BHKW) quasi Solo, d.h. er schaut mittels eigenem Puffermanagement das immer ausreichend Energie zur verf. steht.


    Erst wenn ein absinken der Temp. in den oberen Pufferschichten signalisiert, das die Leistung nicht ausreicht wird der Ölkessel zum Leben erweckt. Wenn dann der Verteilerleitungsvorlauf unter Soll (je nach Aussentemp) ist, öffnet sich das Mischventil des Ölkessels.


    Es ist aber bei mir hlt die absolute Ausnahme, das ich mit Öl dazuheizen muß...
    ...deshalb steht der Ölkessel auch auf "Aus", da er doch ab und an aufheizen würde, obwohl der Pelletsvernichter es alleine schaft! (Ist sicher nur eine Sache der Einstellung!

  • 1. Ist das alles so sinnig?


    Um keine Probleme mit der Hydraulik zu bekommen, wenn die Pumpen geändert werden, sollten in jeden Strang eine Rückschlagklappe bzw. Schwerkraftbremsen installiert werden.


    2. Welche FriWa empfehlt Ihr?


    Ich habe bis jetzt nur die von Vaillant installiert. Die hat eine NL-Zahl von 7. Das sollte normaler Weise ausreichen. Habe aber auch schon für eine MFH mit 20 WE eine FriWa selber gebaut. Der PWT habe ich mir von Alfa-Laval berechnen lassen. Bzgl. der Zirkulation reicht eine Wilo Z20 vollkommen aus. Die muss gar nicht so viel "Bums" haben. Soll ja nur Zirkulieren.


    3. Druckhaltung reflex minimat empfehlenswert?


    Würde ich nur in Verbindung mit einem automatischen Nachfüllsystem betreiben. Sonst kann es passieren das bei kleine Undichtigkeiten kein Wasser mehr im System ist.

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
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  • Welche FriWa empfehlt Ihr? Das ist eine Art Wohnhaus... also ich würde sagen da sollen auch mal so 5-6 Duschen parallel funktionieren. Die Standardgröße mit 40 Liter Zapfleistung dürfte da stark überfordert sein.


    Bei welcher Temperatur leistet die Friwa 40l/min? Sparbrausen brauchen 6-9l/min (gewünscht?), und werden bei 40°C betrieben -> kann sehr gut reichen.


    Was die Zirkulation angeht sollte die pumpe intern gut "wumms" haben, oder extern.


    schließe mich da tendenziell Oscar an, bzw. habe das Diagram der Z20 nicht im Kopf und kenn die Anlage nicht (habt Ihr diesen Thread woanders angefangen..?). Ich mache bei solcher Anlagengröße wenn nicht ganz klar ist welche Friwa-Dimension im Vorfelde eine Messung des Spitzenvolumenstrom TWW und der Zirkulast. Auf Kundenwunsch öfter den Mercedes von Solvis verbaut, da rechnet sich dann so eine Messung leicht. Danach weist Du besser was in der Zirkulation los ist und welche Pumpe. In unserem 18-Parteien-Passivhaus führt die Zirkulast dazu, dass der Rücklauf der Friwa meist bei 45-50° ist. System Nowatec, nicht von mir eingebaut (Kritik am Einbau und System..).
    Von Lupi-Solar gibts Friwas der anderen Bauart (Edelstahlwellrohr eng gewickelt und in dickes Rohr als WT geschoben). Wurden hier mal im Forum angesprochen. Konnt ich mir gut vorstellen, auch mal angeboten-mehr nicht. Denke ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.