Beratung zu Mikro-BHKW gesucht

  • Hallo BHKW-Betreiber,


    auch ich bin neu hier und muss erstmal ein großes Lob über dieses Forum abgeben.
    Konnte mich hier ausführlich informieren nachdem ich bei Wikipedia erstmalig über die Möglichkeiten der KWK gestolpert bin.


    Nun frage ich mich ob sich so ein Kleinkraftwerk auch bei mir lohnen würde.


    Ich beheize bisher mit ca. 3500l Öl jährlich eine Wohnfläche von 250 Quadratmetern.
    Das Zweifamilienhaus wurde 1960 gebaut, die meisten Heizkörper sind vermutlich genauso alt.
    Ich verbrauche jährlich ca. 12kW Strom.
    Meine derzeitige Heizung ist von Brötje Typ Logobloc L30 (26-30 kW Wärme auf Typenschild) mit Tiefspeicher EAS T150 (150l). Ablesen konnte ich eine Vorlauftemperatur von 60°C und einen Rücklauf von 51°C.
    Die Heizung ist erst drei Jahre alt, da meine alte Holz/Ölkombination nach 30 Jahren leckte. Leider passierte das mitten im Winter, so dass ich nicht früher nach Alternativen suchen konnte. Zudem habe ich 1 Jahr nach dem Austausch der Heizung noch eine Kaminverengung einbauen müssen (Schwitzwasser im Kamin).
    Ich würde auf jeden Fall gerne vom Öl weg zum Gas, habe mich bei meinem Stromversorger EnBW informiert. Laut Internet dürfte der Gasanschluss ohne großen Aufwand erfolgen.


    Welche Empfehlungen könnt ihr mir geben? Lohnt sich eine KWK? Habe vom Callux-Projekt gehört, sind Brennstoffzellen empfehlenswert?

  • Hallo
    und Herzlich Willkommen im Forum.


    Zitat

    Welche Empfehlungen könnt ihr mir geben? Lohnt sich eine KWK? Habe vom Callux-Projekt gehört, sind Brennstoffzellen empfehlenswert?


    Brennstoffzellen sind noch nicht (und auch aif absehbarer Zeit) erhältlich.


    12kW Strom?
    Du meinst vermutlich 12.000kwh pro Jahr
    Da muss ich den moralischen spielen und den Verbrauch kritisieren.
    Hier sollte man sicherlich mal ansetzen um den um Größenrodnungen zu senken.


    Ansosnten
    BHKW werden mit einem Spitzenlastkessel betrieben, so dass Dein bisheriger das übernehmen kann.
    Der lässt sich bestimmt auch auf Gas umrüsten, so dass ein Wechsel auf Gas schon heute möglich wär.


    Ob sich ein Klein-BHKW lohnt?
    ökologisch auf jeden Fall
    wirtschaftlich ist Geschmackssache was als lohnend definiert wird. Im kleine Bereich kann man vielleicht in 10Jahren den Invest wieder raushaben.
    Als größe könnte ein 1kW-Gerät in Frage kommen, z.B. die Stirlings oder das ecopower 1.0
    Da Spitzenlastkessel schon vorhanden, würde ich hier vielleicht sogar zum ecopower 1.0 tendieren

  • Die Heizung ist erst drei Jahre alt, da meine alte Holz/Ölkombination nach 30 Jahren leckte.


    Da muss ich den moralischen spielen und den Verbrauch kritisieren.
    Hier sollte man sicherlich mal ansetzen um den um Größenrodnungen zu senken.



    fire


    ein Bauchgefühl sagt mir es könnt noch eine Werkstadt dabei sein,
    nur nix gwis wos ma net :glaskugel:

  • Als größe könnte ein 1kW-Gerät in Frage kommen, z.B. die Stirlings oder das ecopower 1.0
    Da Spitzenlastkessel schon vorhanden, würde ich hier vielleicht sogar zum ecopower 1.0 tendieren


    Das ecoPOWER 3.0 ist gerade mal 1-2000 teurer und kann auch bis 1,3 modulieren. Von daher würde ich hier stark zum 3.0 tendieren, das passt vom Strom dann wesentlich besser.

  • Es ist keine Werkstatt dabei.
    Das Haus hat zwei bewohnte Stockwerke und einen ausgebauten Dachboden.
    Gerade wegen dem hohen Stromverbrauch dachte ich, das sich eine mikro-BHKW eignen würde.


    Auf jeden Fall bedanke ich mich erstmal für die schnellen Antworten !

  • Gerade wegen dem hohen Stromverbrauch dachte ich, das sich eine mikro-BHKW eignen würde.



    Das könnte sein, oder genauer das ist so, aber rein moralisch
    muß ich fire Recht geben, soviel Strom sollte man eigentlich nicht verbrauchen
    des ist ja schon fast Amerikan Way of Life, offenen Kamin anzünden und Klimaanlag
    einschalten das nett so warm wird.



    Gibts da besondere Sünder oder is des einfach nur so weils so is X(

  • Kleiner Tip am Rande: die Umwälzpumpe für die Heizkörper läuft zu schnell. Das sieht man daran, dass keine Temperaturspreizung von mindestens 20°C vorherschen, sondern momentan nur 11°C. Damit kann keine optimale Wärmeabgabe von den Heizkörpern an die Raumluft erfolgen. Also mal den Heizungsbauer des Vertrauens kontaktieren.

  • Zitat

    Gerade wegen dem hohen Stromverbrauch dachte ich, das sich eine mikro-BHKW eignen würde.


    Nur weil man den Strom billiger selber produziert,
    heusst es nciht, dass der umsonst ist.


    Jede gesparte kwh ist die bessere kwh.


    Für ein 3-Personen-Haushalt wären als Größenordnung 3-4tsd kwh "normal"
    wobei normal nicht bedeutet sparsam.
    Wenn man hier 12.000kwh braucht, dann müsst schon irgednwas dickeres sein, Aquarien?

  • Im Haus wohnen drei Parteien, 6 Erwachsene plus 2 Kinder. Ich hoffe das beruhigt die Gemüter ein wenig, wusste nicht das das relevant ist.


    Danke für den Tip mit der Umwälzpumpe. Ich werde den Heizungsbauer darauf ansprechen.

  • Ich hoffe das beruhigt die Gemüter ein wenig, wusste nicht das das relevant ist.



    Es is ja ned das man was sagt, aber man macht sich halt so seine Gedanken
    hoch droben in Berlin und weit unten in in Bayern droben aufen Berg :S


    Danke für den Tip mit der Umwälzpumpe. Ich werde den Heizungsbauer darauf ansprechen.


    da aber die Heizkörper noch sehr alter Bauart aus einer Zeit wo 60° erst kamen
    ist das eventuell den Heizkörpern geschuldet, sind die schön Eingebaut :popcorn:

  • die Umwälzpumpe für die Heizkörper läuft zu schnell.


    Wenn des Teil noch von der ersten Heizung stammt dann braucht die überhaupt viiiiel zuviel Strom. Ich hab erst vorriges Jahr so einen Oschi (1,8 kg) aus die 80er vom vorigen Jahrhundert entsorgt und für 220 euronen eine moderne eingebaut. Refinanziert in 3 Jahren.


    Also, den Heizungsbauer nicht nur auf die Geschwindigkeit des Teils ansprechen sondern auch auf die Effizienz und ein Angebot machen lassen.


    Da sparst sofort Bargeld :walklike:

    Die dezentrale KWK ist keine Brücke - sie ist die Lösung :thumbsup:


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