Dachs HKA: Ergebnisse bei der 1. Wartung

  • Hallo Dachsfreunde,


    nachdem heute mein Dachs nach 2.512 Bh seine erste Wartung über sich ergehen lassen musste, möchte ich euch einige Ergebnisse nicht vorenthalten. Ein wenig skeptisch war ich aufgrund einiger Beiträge hier im Forum schon, z.B. hoher Ölverbrauch, erhöhter Abgasgegendruck insbes. bei Verwendung von normalem Heizöl usw.


    Um so größer meine Überraschung beim Messen des Ölstandes im Dachs: es waren nach 2.512 Bh immer noch 9.8 l (von 12 l) Motöröl vorhanden. Ich hoffe, das bleibt auch in Zukunft so.


    Auch das Ventilspiel war o.k., Einlaß 0,3 mm, Auslaß 0,5 mm,


    Am Spannendsten war für mich der Zustand des Abgaswärmetauschers: es gab nur sehr wenige Ablagerungen, trotz der Verwendung normalen Heizöls. Das bestärkt mich, derzeit nicht auf schwefelarmes Öl umzusteigen. Ein Bild des Wärmetauschers füge ich im Anhang bei (wenn ich dazu nicht zu blöd bin).


    Zu guter letzt die Messung des Abgasgegendrucks: sage und schreibe nur 0,06 bar, also weit unter der zulässigen Höchstgrenze von 0,35 bar.


    Alles in allem ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis, das die Hoffnung auf eine lang anhaltende innige Bindung zu meinem "Haustier" im Keller keimen lässt. ;)


    Viele Grüße


    euse

  • Normales Heizöl ?(


    ich kanns kaum glauben! der Zustand ist ja ein Gedicht!
    Hast Du Kunststoff oder Stahltanks, ich vermute da auch einen Zusammenhang, vielleicht kann da jemand was posten?


    AxelF

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  • Zitat

    Original von AxelF


    Hast Du Kunststoff oder Stahltanks, ich vermute da auch einen Zusammenhang, vielleicht kann da jemand was posten?


    AxelF


    Hallo Axel,


    es handelt sich um einen kellergeschweißten Stahltank, Baujahr 1972 mit 4.800 l Volumen.


    Der Tank wurde im vergangenen Jahr vor Einbau des Dachses überprüft und gereinigt. Schon damals fiel auf, dass fast überhaupt kein Ölschlamm oder Schmutz auf dem Boden war und das nach 33 Jahren Nutzungsdauer!


    So, und nun klopfe ich mal ganz schnell auf Holz, damit das alles auch so bleibt. :]


    Gruß


    euse

  • Hallo,


    hatte bei Nr. 1 das gleiche Ergebnis, fast keine Ablagerungen,
    problemloser Betrieb über 2700 h, jetzt bei 5400 h denke ich
    wird es auch so aussehen, da ich keinen Anstieg der Abgaßtemp.
    habe, Rußfilter immer noch der erste, keine Störabschaltung
    "Leistung bei Rußabbrand nicht erreicht", Restölmenge ca. 9,5l.,
    dafür Ölverlust an der Schwungscheibe.
    Bei Nr. 2 sieht es da schon anders aus. Störabschaltung "Öldruckmangel"
    bei ca. 1800 h, 7 l Öl nachgefüllt, Störabschaltung "Leistung
    bei Rußabbrand nicht erreicht" ab ca. 2000 h immer wieder bis
    keine automatische Entsörung mehr stattfand, vorgezogene
    Wartung bei ca. 2400 h, Abgaßgegendruck am oberen Limit,
    Restölmenge ca. 6,5 l, Rußfilter mußte getauscht werden, da
    auch nach Reinigung des Wärmetauschers der Abgaßgegendruck
    zu hoch war. Beide Anlagen laufen mit normalem Heizöl,
    selbe Lieferung, beides Stahltanks. Auch mit der niedrigeren
    Rücklauftemperatur gelingt es mir nicht, einen Zusammenhang
    festzustellen, da Nr. 1 eher mit niedrigeren Rücklauftemperaturen
    zu kämpen hat wie Nr. 2. Allerdings läuft Nr. 2 nun auch halbwegs
    problemlos, 2. Wartung steht auch an, nur 2mal Störabschaltung
    "Leistung bei Rußabbrand nicht erreicht", kein Öl nachgefüllt,
    Abgaßtemperatur leicht erhöht (120 Grad). dafür ständig
    Störabschaltung Code 50. Mal sehen was bei der Wartung
    so ansteht.


    Grüße
    Joachim

  • Hmmm, Stahltank also auch nicht das Problem :(
    Vielleicht die Luftfeuchtigkeit der Ansaugluft
    oder können die Unterschiede bei Heizöl EL so unterschiedlich sein ?(
    Obwohl, Dachstreiber hat bei der selbern Öl-Lieferung unterschiedliche Ergebnisse bei seinen Dachsen ?( das kann es auch nicht sein.


    Was noch auffällt, die Dachse, die kaum Motoröl verbrauchen haben kaum Ablagerungen, die, die viel verbrauchen, bei denen ist ein Problem mit den Ablagerungen :rolleyes:


    Vielleicht ist das ein Ansatzpunkt!


    AxelF

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  • Zitat

    Original von Dachstreiber


    ... Abgaßtemperatur leicht erhöht (120 Grad)...


    Grüße
    Joachim


    Hallo Joachim,


    also bei meinem Dachs liegt die Abgastemperatur immer so um die 130 / 135 Grad. Heute nach der Wartung und 2 Stunden Laufzeit 128 Grad. Du meinst doch die im Menü 5 angezeigte Temperatur, also hinter Rußfilter und Wärmetauscher gemessen?


    Dass Dein "Problemdachs" bei dem Ölkonsum Probleme mit dem Rußfilter hat, ist ja eigentlich kein Wunder, denn Motöröl verbrennt nun mal nicht ganz rückstandsfrei. :(


    Gruß


    Felix

  • Hallo Axel!


    Diesen Zusammenhang zwischen Ölverbrauch und Ablagerungen
    hatte ich auch schon im Auge, wurde aber seitens Senertec
    verneint. Ich denke mitlerweilen, daß ein hoher Ölverbrauch
    eher aus einem hohen Abgaßgegendruck resultiert. Aber woher
    der Unterschied in den Ablagerungen bei zwei mit selben Heiz-
    öl betriebenen Geräten? Vieleicht kann ja hier mal Dachsfan
    was dazu sagen.


    Hallo Felix!
    Meine beiden haben noch die MSR 1. Temp-Fühler für Abgaß
    sitzt bei mir nach dem Schalldämpfer, wie es bei MSR 2 ist
    weiß ich nicht. Meine Nr. 1 hat seit jeher eine konstante
    Abgaßtemperatur zwischen 105- max. 110 Grad. Nr. 2
    lag nach der ersten Wartung auch bei ca. 110 Grad. Vor der
    ersten Wartung Wartung waren es über 160 Grad, jetzt kurz
    vor der zweiten Wartung sind es 120 Grad.


    Grüße
    Joachim

  • euse
    Mich würde interessieren wie hoch deine max.Rücklauftemperatur eingestellt ist und in welchen Rückauftemperaturen sich dein Dachs bewegt?


    Es ist doch tatsächlich möglich, daß hohe Rücklauftemperaturen den Ruß vermeiden bzw. in hohen Temperaturen weniger Ruß anfällt.
    Nur muß dies doch einen Grund haben.

  • Anderthalb Jahre hatte ich eine Abgastemperatur von ca. 110°C. Dabei war kein Abgaskondenser eingebaut und der Schornstein lief im Unterdruck. 1. Wartung 2500 h, 2,5 L Ölverbrauch
    Nach Einbau des Kondensers und mit 80 mm Kunststoffrohr sanierten Schornsteinsw (10m Länge) stieg die Abgastemperatur auf ca. 118-120°C an.
    Die Luftversorgung war dabei immer das Kellerinnere mit Zuluft von aussen mit dem Senertec Abgasschalldämpfer.
    Nachdem ich den rausgeschmissen und auf Zuluft 75 HT Rohr umgebaut hatte stieg die Abgastemperatur auf 125-130°C an mit Fehlermeldung 65.
    Nach Austausch Rußfilter und Reinigung Abgaswärmetauscher blieb die Temperatur bei 125-.130°C und der Dachs läuft gut.
    Die Rücklauftemperaturen bewegen sich immer bei 30 - 45°C, da ich die maximale Rücklauftemperatur wegen höherer Effizienz des Abgaskondensers auf 45°C begrenzt habe.


    Bei niedrigen Rücklauftemperaturen vermute ich eher, dass der Abgaswärmetauscher verrusst, nicht aber der Rußfilter selber.


    Dass der externe Abgaskondenser grossartig verrusst glaube ich nicht, da er durch das Kondensat ständig etwas gespült wird.


    Beiu den Abgastemperaturen habe ich im Abgasrohr extern noch ein Thermometer angebracht. Das zeigt mir teilweise andere Werte an, die sich um bis zu 8°C von den vom Dachs angezeigten Daten unterscheiden und meist höher liegen. Das Thermometer ist an dieser Stelle wahrscheinlich genauer als die Thermoelemente von Senertec.

  • Also Thermofühler zeigen je nach Anbringungsart immer unterschiedliche Temperaturen - das ist normal.


    Dein Dachspfleger müsste mal die Kompression messen und den Kurbelhausdruck - ob hier alles in Ordnung ist. Es kann soviel sein, da muss man mit viel Gespür alles überprüfen. Wenn der Dachs nicht viel taktet, ist die niedrige Eintrittstemperatur kein Problem.


  • Dann ist das Senertec-Öl doch nicht aschearm, wie ich schonmal an anderer Stelle vermutet hatte und wie es für Dieselautos mit Rußpartikelfilter vorgeschrieben ist :(
    Aber hat der Gas -und Öldachs eigentlich das gleiche Motoröl Dachs Energy plus? Mnnn, ich weiß auch nicht :(
    Oder gibt es vielleicht einen Öl-Dachser der schwefelarm schomal getankt hat und hierzu was beitragen kann.
    @ Dachser,
    Pöl ist ja schwefelfrei, vielleicht könntest du bei der anstehenden Wartung ja mal ein Bild vom Wärmetauscher machen und was über deinen Motorölverbrauch posten, das wäre bestimmt interessant :)
    übrigens ,die Ablagerungen die ich meine sind kein Ruß sondern steinharte gipsartige Rückstände.


    viele Grüße AxelF

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  • AxelF
    Motorölverbrauch hatte ich gemessen.Der ist fast nichts, die Laufzeit ist ja jetzt gerade 1220 Std. Weil andere im Forum vermutet hatten, daß sich Pflanzenöl im Motoröl befindet, habe ich gestern eine Ölprobe zum analysieren weggeschickt. Ich bin gespannt, was da raus kommt.
    Ein Bild in den PC bringen ist für mich leider nicht möglich, weil ich wahrscheinlich noch der einzige auf der Welt bin, der weder einen Scanner noch eine Digitalkamera hat. Tut mir leid, ikch werde aber Bericht erstatten.

  • @ AxelF


    Ist nur so ein Gedanke, aber als ich nun endlich mal den Plastikschlauch an dem „Schwarzen Topf“ befestigt habe, dachte ich darüber nach, das nach der Einbauanleitung das Abgasrohr entweder Gefälle zum Schornstein, oder zum Dachs haben muß.
    Es ist bei mir so, das bei jedem Start so 10-20 ml Kondensat aus dem Ablaufröhrchen am Schornsteinanschluss laufen. Also gehe ich davon aus das mein Abgasrohr Gefälle zum Schornstein hat.
    Wohin läuft das Kondensat im umgekehrten Fall ?


    Vielleicht bildet dieses Kondensat die Grundlage für Ablagerungen?
    Das wäre auch eine Erklärung dafür das bei scheinbar gleichem Brennstoff die eine Anlage große Probleme hat, und die andere Anlage keine Probleme hat!


    Zudem ist es ja so das Deine Anlage ja so wie Du es bei Deiner Bilanz nach einen Jahr geschrieben hast, relativ viele Starts hinlegt.


    Gruß Dachsgärtner

  • Also die Rohrverlegung soll grundsätzlich ganz leicht zum Kamin sein !


    Zusammen mit dem Abgasstrom wird Kondensat immer zum Kamin hin geblasen. Sollte etwas Wasser zurücklaufen, sollte dies im internen Kompensator aufgefangen werden. In den internen Wärmetauscher sollte nichts laufen, da wäre es schon extrem falsch montiert.

  • Wenn ich mir das oben noch mal durchlese komme ich zum Entschluß, daß niedrige Rücklauftemperaturen Schwefel erzeugen und Ruß von den Rücklauftemperaturen unabhängig sind.Ist das so?

  • Also der Schwefeleintrag in die Anlage erfolgt durch den Brennstoff.


    Wieviel Schwefel im Brennstoff ist, kann der Betreiber weitgehend durch den EInkauf bestimmen, z.B. durch schwefelarmes Heizöl.


    Ob der Schwefel die Wärmetauscherschnecken verstopft ist von der Rücklauftemperatur abhängig, bei sehr hohen Rücklauftemperaturen wirden die Schwefelbestandteile besser vom Abgas mitgerissen.

  • Zitat

    Original von Dachser
    euse
    Mich würde interessieren wie hoch deine max.Rücklauftemperatur eingestellt ist und in welchen Rückauftemperaturen sich dein Dachs bewegt?


    Es ist doch tatsächlich möglich, daß hohe Rücklauftemperaturen den Ruß vermeiden bzw. in hohen Temperaturen weniger Ruß anfällt.
    Nur muß dies doch einen Grund haben.


    Dachser


    Die max. Rücklauftemperatur ist auf 60 Grad eingestellt. In der Praxis werden bei mir jedoch lediglich Temperaturen zwischen 35 und max. 40 Grad erreicht.


    Gruß


    Felix

  • Hallo zusammen,
    @ Dachsgärtner
    unser Dachs läuft ohne Kondenser, der Auspuff ist nur ca 90 cm lang und Kondenswasser ist auch noch nirgends aufgetaucht, allerdings steigt die Abgasleitung zum Schornstein hin in etwa so: Senkrecht aus dem Dachs 40 cm nach oben, dann im 90° Winkel ca 30 cm waagerecht in Richtung Kamin und dann im 45° Winkel schräg hoch an den schwarzen Topf, der dann in den Kamin mündet.
    aber das mit den relativ vielen Starts gibt mir zu denken ?( das könnte natürlich ein Grund sein :rolleyes: schaun mer mal.
    @ Dachsfan

    Zitat

    Ob der Schwefel die Wärmetauscherschnecken verstopft ist von der Rücklauftemperatur abhängig, bei sehr hohen Rücklauftemperaturen wirden die Schwefelbestandteile besser vom Abgas mitgerissen.


    Das erklärt einiges :rolleyes: Danke erstmal.


    AxelF

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