Otag Insolvenz - wie geht es weiter mit dem Lion Powerblock?

  • Erst wenige Wochen ist es her, dass das Amtsgericht Arnsberg sowohl über die OTAG Vertriebs GmbH & Co. KG als auch über die im Hintergrund agierende OTAG GmbH & Co. KG, welche die Rechte am lion-Powerblock hielt, wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung das Insolvenzverfahren eröffnet hatte. Der BHKW-Infothek vorliegenden Informationen zufolge...
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  • Hallo zusammen´,


    nach meinen Information ist die Powerblock Produktion wieder aufgenommen und die ersten Geräte werden in der kommenden Woche aus geliefert.


    Auch mit der Wartung und Ersatzteilversorgung soll es weiter laufen.


    Schönes Wochenende.


    Gruß


    Lutz

    Lutz Nacke
    Projektbetreuer
    Solarfachberater Photovoltaik DGS
    Stromlotse proKlima der enercityFonds
    Calenberger Energie Kontor
    info(AT)calenberger-energie-Kontor.de

  • Hallo an alle,


    da schon seit einiger Zeit keiner mehr zur Insolvenz was geschrieben hat, melde
    ich mich mal wieder. Mit der Insolvenz von Otag, das war sicher erst mal ein
    Rückschlag für alle Lion Betreiber. Auch ich war erst einmal sehr unsicher wie
    es weitergeht, vor allem deswegen, weil der Lion nun endlich wirklich lief,
    ohne die vielen Ausfälle die ich bis zum Umbau hatte. Nur noch einmal zur Info seit Oktober 2010 läuft mein Lion ohne Problem ( einmal die Ableitung gewechselt und das mache ich selbst).Ich weiß nicht wie es in
    anderen Regionen aussieht, zu der Region in der ich wohne kann ich sagen, das
    es mit der Betreuung sehr gut klappt. Obwohl ich seit dem Umbau fast keine
    Hilfen mehr benötigt habe. Da die Produktion in Olsberg wieder am laufen ist,
    sollte es auch bei der Versorgung mit Ersatzteilen keine Probleme geben . Ich
    habe dazu auf alle Fälle vollstes Vertrauen in meinen Servicemann.
    Noch ein schönes Wochenende
    Gruß aus Tilleda
    Olaf

    • BHKW:
      Lion Powerblock Flüssigas modulierend 2,5 - 16 kW th / 0,2 - 2,2 kW el
    • PV: 4
      kWp / 2 x SMA Sunny Boy 2500
    • 10 qm
      Viessmann Solarmodule Warmwasser
  • Ärgerlich, dass das Ding kaputt ist. Tut mir auch leid für die Otag-Ag, die das Ding entwickelt hat. Der Partner bietet unter dem Namen Lion noch Hilfe?
    fände ich schade, wenn auch der inzwischen das Handtuch geschmissen hätte. Ich bin oft in der Nähe von Olsberg und möchte beide Unternehmer besuchen.
    Welche Menge Arbeit die beiden in das Projekt gesteckt haben. Habe schon oft mit ihnen telefoniert.


    Leider war ich immer skeptisch. Obwohl, ohne solche Leute gibt es keine Weiterentwicklung.
    Würde mich ja sehr interessieren, wie das Gerät bei Dir/ihnen gearbeitet hat.

  • Hallo,
    wir möchten uns hiermit an alle wenden die einen Lion-Powerblock und damit Probleme haben.


    Wir waren einer der ersten Kunden die sich haben so ein BHKW einbauen lassen.
    Das Gerät war ständig kaputt und hatte zahlreiche Totalausfälle.
    Erst Ende 2012 wurden wieder mal die Linarantriebe gewechselt - das hat grade mal 2,5 Monate gehalten.
    Laut Aussage von Lion-Energy sind die Linarantriebe Verschleißmaterial die für 2500h konzipiert sind.
    Der Wartungskit kostet 300,--EUR + Anfahrt + Facharbeiter + MWST sind es gut 800 EUR alle 3 Monate - unserer Meinung nach zu Hohe Kosten.


    Wer noch Probleme mit diesem "Fass-Ohne-Boden" hat möge sich gerne mit uns in Verbindung setzen.


    chrisbom@gmx.de


    Gruß Chris

  • Falls jemand einen Lion als Ersatzteilspender braucht, kann er ihn sich zum Schrottpreis hier abholen. Ansonsten lassen wir das Teil bis zur ersten Reperatur, die mit Kosten verbunden ist, laufen.


    Der Lion bleibt vorlaeufig bei uns. In Olsberg hat sich etwas bewegt. Mit der gefundenen Loesung sind wir ganz gluecklich, so dass wir das Geraet erstmal weiter betreiben. Schaun wir mal, was der naechste Winter bringt.


    Gruss
    Thomas

  • Bisher habe ich nur mit den Beteiligten der Firma telefoniert , nachdem ich mich lange um Frank Stelzers Lineargenerator bemüht habe und meine Einschätzung bezüglich Wirkungsgrad bei OTAG weitergab. Ich kenne einige Leute, die in direktem, persönlichen Kontakt stehen und auch mein Eindruck war, es handelt sich um eine Firma, deren Mitarbeiter ehrlichste Absichten hatten. Dass man meine vorgebrachten Bedenken nicht sofort befolgte, kann ich nur zu gut verstehen. Leider bin ich nie dazu gekommen, auf meiner Fahrt nach Altastenberg die Herren zu besuchen, was ich aber noch sicher nachholen werde. Nein, ich bin ganz vom Linargeneratorkonzept abgekommen, obwohl ich immer wieder kleine Entwürfe anfertige.
    Nein, der Exzenterantrieb ist, wegen der stetigen Bewegung und Verlustfreiheit für die Stromerzeugung unübertroffen, das hatte schon Hugo Junkers 1926 eindeutig festgestellt.
    Auch Pescara sah sich gezwungen, die Linearbewegung auf Vorschlag Junkers mittels Turbine in eine Drehbewegung umzusetzen, nachdem Junkers vergeblich experimentiert hatte.
    Die Enttäuschung hätte ich gerne OTAG erspart. Frank Stelzer hatte ich noch einen Tag vor seinem Tod große Versprechungen gemacht, die ich gar nicht hätte halten können, weil das von mir avisierte weichmagnetuische Material gar nicht existiert. Ich dachte damals noch, dass man Dynamoeisen beliebig fein blechen kann. Das funktioniert aber gar nicht, weil es dann seine magnetischen Eigenschaften verliert. Pulvereisen ist da kein Stück besser als Ferrit, das unter hohen Ummagnetisierungsverlusten leidet.
    Ummagnetisierungsfrequenzen um 4kHz, wie von mir damals beabsichtigt, führen zu zu hohen Ummagnetisierungsverlusten.


    Pempec hat auch die Idee des hochfrequenten Lineargenerators aufgegriffen und dürfte zu ähnlichen Ergebnissen wie ich gekommen sein. Die erste Konstruktionszeichnung, die meiner ähnlich zu sein schien, habe ich bei Willimczyk gesehen, der einen Trabbi-Gegenkolbenmotor damit ausrüsten wollte.


    Wie gesagt, lasst die Finger davon, bis es nicht ein entsprechend hochfrequenzgeeignetes weichmagnetisches Magnetmaterial gibt!
    Der 1kg leichte Stelzermotor wurde mit einem 50kg schweren Lineargenerator vergewaltigt, der dann ca 50% Verluste erzeugte. Uni Chemnitz bzw. nahestehende Firma.


    Wenn das Traummaterial entdeckt ist, werden wir es schon rechtzeitig erfahren. Den Zeitabschnitt, in dem ich mich damit zu sehr beschäftigte, hake ich heute als "Spinnerei" ab. Dabei standen alle Verluste der erhältlichen Materialien schon damals in den Datenblättern. Aber wie Spinner, wie ich, nun mal sind, sie wollen einfach nicht daran glauben.
    Ich habe allerdings nur wenige DM hinein investiert und vor allem keine Gebäude errichtet. Frank Stelzer war schließlich Sklave seiner Erfindung und war, wie ich heraushörte, nicht glücklich über seine bevorstehende Abreise in den Iran. Meine Investitionen beschränkten sich auf einige Neodymmagnete und Fahrten an die RWTH Aachen.


    Nein, es gibt leistungsfähigere Wärmemotoren als Dampfmaschinen und solche mit Lineargeneratoren. Beim Transrapid lasse ich mir die gefallen, da gibt es keinen Stillstand und dauernde Umkehrung der Bewegungsrichtung. Der Exzentermotor ist nur allen anderen überlegen, weil die Linearbewegung des Kolbens praktisch verlustfrei in eine stetige Bewegung umgesetzt wird. Wir sollten dabei bleiben.
    Ein zweiter Lineargeneratortyp, der des Plasmastrahles, der mit dem Halleffekt arbeitet, wurde auch längst aufgegeben.
    MHD