Eigenbau: BHKW-Newbie braucht Hilfe beim Netzanschluss

  • Hallo liebe BHKW'ler!


    Ich habe ein wassergekühltes Diesel-Notstromaggregat mit 1,6 kW Leistung, welches ich seit einiger Monaten zuverlässig mit Heizöl und Pflanzenöl betreibe. Mit dem heißen Kühlwasser wird über einen Wärmetauscher die heimische Heizung unterstützt und ein mobiler Heizkörper in der Diele versorgt . Den erzeugten Strom verbrauche ich selbst, indem ich über einen manuellen "Notstromschalter" im heimischen Verteilerkasten das öffentliche Netz vom Hausnetz abtrenne und den Strom des Notstromgaaggregats einspeise. Das Ganze klappt für TV, Beleuchtung, PC und Notebook gut, nur kann ich bedingt durch die geringe Leistung von 1,6 kW keine Stromfresser wie einen Wasserkocher oder gar die Herdplatte/Backofen anschalten. Mein Ziel ist es auch diese Stromfresser indirekt über das "Nano-BHKW" zu bestromen. Meine Idee ist es, überschüssig produzierten Strom in eine angemessene Anzahl (Auto-)Batterien (12V?) zu speichern und bei Bedarf abzurufen.


    Geht das überhaupt? Wenn ja, wie kann man das möglichst einfach und günstig realisieren?


    Gruß


    anton

  • Du solltest mal die Suche bemühen oder dich in den betrffenden Kategorien querlesen. Zu solchen Themen wurde schon mehrfach Gedanken ausgetauscht und diskutiert.
    Auch solltest du dich mal über regulären Netzparalellbetrieb informieren, allein um zu sehen wie das normal gehandhabt wird.



    mfg JAU

  • Ich möchte nur wissen, wie man Strom aus einem 220V Stromgenerator am besten speichert (puffert) um das "Nano-BHKW" nicht zu überlasten bzw. kurzfristig größere Leistungsabnahmen zu ermöglichen. Vielleicht ist jemand so lieb mir zu helfen.

  • Ich möchte nur wissen, wie man Strom aus einem 220V Stromgenerator am besten speichert (puffert) um das "Nano-BHKW" nicht zu überlasten bzw. kurzfristig größere Leistungsabnahmen zu ermöglichen. Vielleicht ist jemand so lieb mir zu helfen.


    Kurze Antwort: Ansätze hatte wir schon viele, wirtschaftlich abbildbar war keine davon.


    Mehr mag ich dir im Moment nicht geben, da solltest du schon etwas Eigenintiative mitbringen und die Diskussionen nachlesen.
    Umrichten als Antwort auf EEX (Wechselrichter, Frequenzumrichter, Inverter)
    Anlage für Inselbetrieb
    Speicherkraftwerk für den Privathaushalt



    mfg JAU

  • Ich möchte nur wissen, wie man Strom aus einem 220V Stromgenerator am besten speichert


    Da bist nicht alleine, mich würd das z.B. auch interessieren


    .....und auch die gesamte Autoindustrie damit die mit ihren E-Autos in die Gänge kommen


    .....und alle Windmüller ob zu Wasser oder zu Land, damit die den Nachts erzeugten Strom ein paar Stund aufheben können


    ....und natürlich auch alle BHKW-Betreiber


    Momentan is das, wenn´s nicht grad Hobby is, ein Rätsel _()_

    Die dezentrale KWK ist keine Brücke - sie ist die Lösung :thumbsup:


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  • Moin Anton,


    nicht das es technisch nicht möglich wäre - Batterie,Ladegerät,Wechselrichter- mehr brauchst Du für ein einfaches System nicht. Aber wie meine Vorredner schon anklingen ließen wird das ein wirtschaftlicher Totalschaden. Denn zum einen hat Dein Notstromer einen grottenschlechten Wirkungsgrad Du verbrauchst also viel zu viel Sprit um Strom zu erzeugen hinzu kommt das die Verluste beim Strom umrichten und speichern ebenfalls sehr hoch sind. Zum Anderen kosten die genannten Komponeneten soviel Geld das Du mit Strom aus der Steckdose besser kommst.


    mfg

  • Vielleicht hätte ich erwähnen sollen, dass ich den Kraftstoff Pflanzenöl im Überfluss habe. Das bedeutet egal wie gut oder schlecht der Wirkungsgrad ist, habe ich Strom und Wärme für 0 € zur Verfügung. ;)


    Verstehe ich das richtig, dass ich folgenden Aufbau benötige:


    Wassergekühlter Notstromer (220V) -> Ladegerät (12V) -> mehrere 12V-Autobatterien parallel -> Wechselrichter (220V) -> Notsromschalter im Verteilerkasten

  • Wassergekühlter Notstromer (220V) -> Ladegerät (12V) -> mehrere 12V-Autobatterien parallel -> Wechselrichter (220V) -> Notsromschalter im Verteilerkasten

    Ja das wäre der einfachste mögliche Aufbau. Wobei du ganz klar noch einen Pufferspeicher für die Wärme benötigst und der(die) Wechselrichter müssen für die maximal zu erwartende Last ausgelegt sein sonst stehst ganz schnell im Dunklen.


    mfg

  • Wassergekühlter Notstromer (220V) -> Ladegerät (12V) -> mehrere 12V-Autobatterien parallel -> Wechselrichter (220V) -> Notsromschalter im Verteilerkasten


    Wobei Autobatterien nicht für eine große Entladetiefe ausgelegt sind, d.h. die sind nicht Zyklenfest. Solarbatterien wären hier die bessere Wahl.


    Ich habe im WOMO einen 1500 Watt dauer/ 3000 Watt spitze WR, ein preisgünstiges Gerät aus der Trapezklasse, es läuft eigentlich einschließlich DVD Player und TV alles daran.


    In höherwertigen Womo´s werden heute schon WR verbaut die Netzparllel arbeiten können, wobei dann der max. Netzbezug einstellbar ist (auf vielen Camping bzw. Stellplätzen ist nur mit 2 oder 6A abgesichert) Wird mehr gebraucht, dann wird aus der Batterie zugeschustert. Wird weniger gebraucht wird aufgeladen...
    ...wäre doch auch was für den Generatorbetrieb, wenn mehr gebraucht wird wie das Aggi liefert, dann richtet es der WR, wird weniger gebraucht, dann pack ich es in den Akku.
    Einziger Haken: Diese WR sind ziemlich Teuer!

  • Von Autobatterien würde ich ebenfalls dringend abraten. Für solche Zwecke gibt es z.B. Staplerbatterien aus el. Gabelstaplern, welche dafür deutlich besser geeignet sind. Such mal auf Internet auktionsplattformen - die Dinger gibt es manchmal überraschend preiswert. einziger Nachteil: Die Teile sind schwer (einige hundert Kilo sind üblich) und deshalb meist zur Abholung ausgeschrieben.
    Alternative wäre eine entsprechend dimensionierte USV. Auch diese Dinger gibt es manchmal sehr preiswert, aber die akkus sind eher für kurzzeitige Last ausgelegt und nicht für viele Zyklen, Da es sich aber um Gel Akkus handelt und die Akkus bei den meisten gebrauchten USVs sowieso platt sind (deshalb gibt es die Dinger auch so günstig), kannst du eintsprechend zyklenfestere akkus nachrüsten. Vorteile: Ladeelektronik, Wechselrichter und Umschalter sind schon mit drin und haben einen exzellenten Wirkungsgrad. Außerdem gibt es bei den größeren USV auch Software zum Monitoring und einstellen. Nachteil: Die Geräte müssen entsprechend dimensioniert sein um eine Vollversorgung zu gewährleisten. Für kleine und mittlere Verbraucher ist das Ganze tragbar wenn die Kosten für die USV gering sind, aber Großverbraucher (Wäschetrockner, Bautrockner, Waschmaschine, E-Herd) sind dafür nicht geeignet. Hier liegen allein die laufenden Kosten für Ersatzakkus über dem wirtschaftlichen Limit.


    Ich spiele seit einigen Wochen mit so einer USV aus einem Rechenzentrum herum. Mein Gerät lädt 1- oder 3-phasig, kann ca. 2,5kWh (220V) speichern und 1-phasig wieder abgeben. Jetzt im Winter ist das eher Unsinn, denn da läuft das BHKW sowieso durch, aber in der Übergangszeit und im Sommer ist das recht interessant und kann sich durchaus lohnen. Der Betriebsaufwand für ein kleines USV-Gerät ist leider recht hoch, denn du musst dir genau überlegen was du wann dort anhängst. Komfortabel wird es erst, wenn die USV Anlage so groß ist, dass du das Ganze Haus bendenkenlos dauerhaft dort anhängen kannst. Solche Anlagen bestehen aber üblicherweise aus mehreren Schränken.