Bund will Impulsprogramm neu auflegen und Anhebung des KWK-Zuschlages möglich

  • [Mod:fire]
    Hallo miteinander,


    da das Thema SEEEHR AKTUELL ist,
    bekommt es seinen eigenen Platz


    ...also Beiträge zur aktuellen mini-KWK Zuschlag hierher kopiert.






    Hallo,


    noch kurz vorm Schlafengehen:


    Das BAFA hat auf seiner Webseite noch nichts über eine Anschlussregelung des Impulsprogramms für Mini-KWK-Anlagen verlautbaren lassen. Das liegt zum einen daran, dass der Bundeshaushalt aufgrund der Neuwahlen nicht verabschiedet wurde. Darin müssen auch die Zuschüsse aus dem BMU-Topf festgehalten und genehmigt werden.


    Damit unsere Exekutive und der sie beaufsichtigende Bundestag nicht auf dumme Gedanken kommt und im Rahmen der Wirtschaftskrise am falschen Ende anfängt zu sparen, sollten sie noch mal auf die Vorteile der Mini-BHKW hingewiesen werden: Jeder Bafa-Zuschuss generiert hier und jetzt das 5 fache (5 kW gibt 7 TEuro Zuschuss und kostet 30-35 TEuro, 50 kW gibt 15 Teuro Zuschuss und kostet ca 80 TEuro) an Investitionen bzw. Umsatz in einem High-Tech-Sektor der Heizungsbranche und ist auch eine nachhaltige Investition in die Energieeffizienz, die mit volkswirtschaftlich positivem Gesamtergebnis nicht nur Primärenergien einspart, sondern auch CO2-Emissionen. Zudem schafft es Arbeitsplätze vor allem dezentral in installierenden und wartenden Heizungsbetrieben.


    Ich werde in den nächsten Tagen ein paar Briefe verschicken und möchte hier die BHKW-freundlichen Mitleser motivieren, es ebenso zu tun. Zweckmäßige Empfänger sind neben den üblichen Verdächtigen (Ressortchefs) für Umwelt, Wirtschaft und Stadtentwicklung auch die Franktionen der Regierungsparteien bzw. die energiepolitischen Sprecher im Bundestag.


    Gruß,
    Gunnar

  • Hallo Gunnar.


    Na da würde ich doch mal sagen, mach doch gleich ein Schreiben fertig das wir hier im Forum runterladen können.
    Denn schicken wir auch ein Paar Flugblätter los.


    Ich glaube wenn ich solch ein Schreiben verfassen würde, hätte ich 14 Tage später eine Waschmaschine vor der Tür stehen.


  • Na da würde ich doch mal sagen, mach doch gleich ein Schreiben fertig das wir hier im Forum runterladen können.
    Denn schicken wir auch ein Paar Flugblätter los.


    Sehr geehrte <Anrede>,


    im vergangenen Jahr hat das Impulsprogramm für Mini-KWK-Anlagen dazu beigetragen, dass die Installationszahl dieser innovativen, aber noch recht teuren Heiztechnik deutlich angestiegen ist. <hier etwas ergänzen, was sich auf den Adressaten bezogen ist, z.b. warum er sich für das Thema interessieren sollte. Umwelt: Effizienztechnolgie spart Primärenergie und CO2; Wirtschaft: Stabilisiert Arbeitsplätze bei Planung, Installation & Wartung und substituiert Energieimporte durch heimische Arbeitsleistung; Bau: Energiepass BHKW hat niedrigen Primärenergiefaktor kleiner 1-> Energieausweis; Finanzen: Förderprogramm generiert Umsätze und auch Steuereinnahmen, als Effizienztechnologie macht sie die deutsche Volkswirtschaft robuster gegen Energiepreissteigerungen, weniger krisenanfällig; Technologie: beschleunigt das technologiespezifische Innovationssystem bei der Mikro-KWK, Exportorientierung von weiterentwickelten Produkten>


    Bislang ist auf der Webseite des BAFA noch kein Nachfolgeprogramm angekündigt worden. Neben der finanziellen Förderung sehe ich eine wichtige Eigenschaft des Impulsprogrammes darin, dass es die Sichtbarkeit der Mini-KWK erhöht. Erst durch die Existenz eines Förderprogrammes - dessen detaillierte Ausgestaltung sicherlich diskutabel ist - werden Hauseigentümer und -verwalter sowie Energieberater und Haustechnikplaner darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit auch fernab von Fernwärmegebieten besteht, in einzelnen Gebäuden eine KWK-Anlage zu installieren.


    Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass auch die kleine Kraft-Wärme-Kopplung von der Bundesregierung als förderwürdig gesehen wird. Noch hat dieses Segment damit zu kämpfen, dass die hohen Investitionen abschreckend wirken und ein kostensenkender Massenmarkt, wie er von Lichtblick und VW skizziert wurde, noch nicht existiert. Der beschleunigte Markteintritt dieser Effizienztechnnologie im Heizungsbau - bei der Brennwerttechnik hat es 20 Jahre von den ersten Stückzahlen bis zur Etablierung als Stand der Technik gedauert - wird dabei helfen, Energieimporte durch regionale Wertschöpfung bei Herstellern und Installateuren zu ersetzen.


    Mit freundlichem Grüßen,


    -> gerne darf die Vorlage nach belieben geändert und individualisiert werden.

  • Hallo,


    hier habe ich euch noch ein paar Adressen herausgesucht:


    Dr. Norbert Röttgen
    Bundesumweltministerium
    11055 Berlin


    Das BMU ist wahrscheinlich dem Thema sehr aufgeschlossen, muss aber sehen, wo die Haushaltsmittel (-> Finanzen) für das Programm in 2010 herkommen.


    Dr. Wolfgang Schäuble
    Bundesministerium der Finanzen
    Wilhelmstraße 97
    10117 Berlin


    Eine Förderausgabe für Mini-KWK, kostet zwar hier und jetzt Geld, bringt aber zum einen direkte Steuergelder durch die MWST (rund 19%), was in etwas dem Hebel entspricht: Dachs für 7k gefördert und 35k eingebaut. 50kW Mini-BHKW kostet rund 80T, die Förderung liegt bei 15T, das sind auch rund 20%. Nachhaltig steht das Mini-BHKW 15 Jahre dort und sorgt für Wartungs- und Instandhaltungsaufwendungen, die überwiegend vom deutschen Mittelstand geleistet wird -> Stärkung der Wirtschaftskraft bei KMU und damit eine robuste steuerliche Einkommeslage.


    Rainer Brüderle
    Bundeswirtschaftsministerium
    Scharnhorststr. 34-37
    10115 Berlin


    Mini-KWK-Anlagen sind noch relativ teuer. Für die Technolgieentwicklung ist es wichtig, das der Uroborus-Zyklus von kleinen Stückzahlen, hohen Fertigungskosten, schwieriger Vermarktung und Vertriebsaufwand, hohen Produktpreisen und geringer Nachfrage gebrochen wird. Ein Anreizprogramm ist dabei eine wertvolle Stütze. Zudem tauscht man bei der Mini-KWK als Effizienztechnologie (Primärenergiefaktor = 0,7-0,5) einen Teil der Energieimporte gegen soliden deutschen Maschinenbau, der dann über Jahre hinweg über die Wartung und Instandhaltung KMUs (Heizungsfirmen) Lohn und Brot gibt.


    Dr. Peter Ramsauer
    Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
    Krausenstraße 17-20
    10117 Berlin


    Im Baubereich stellt die Mini-KWK ein wirksames Mittel zur energetischen Sanierung von Häusern im Bestand dar. Mit einer überschaubaren Investition lässt sich der Primärenergieverbrauch (PE-Faktor siehe oben) drücken, was besonders für den Gebäudebestand wichtig ist. Das Ziel des 7l Hauses im Bestand hat auch schon die McKinsey-CO2-Studie, S.39 herausgearbeitet. Hier sind die Kosten der CO2-Einsparung negativ, d.h. es wird ein gesamtwirtschaftlicher Gewinn erzielt.


    Die Abgeordneten im Bundesrat stehen hier.
    Der MdB des eigenen Wahlkreises ist meist für Briefe von seinen Wählern empfänglich, auch wenn das Anliegen nicht sein Fachgebiet ist.
    Die Fach-Sprecher der Fraktionen finden sich hier:
    CDU/CSU
    FDP
    SPD
    Grüne
    Linke


    Gruß,
    Gunnar

  • Noch ein Fundstück aus dem Postfach von dieser Woche:



    Neben dem BMU sollten m.E. auch Briefen an die anderen Ministerien gehen, auch wenn die formal nicht für dieses Programm zuständig sind, ebenso an die Fachpolitiker im Bundestag. Der Bundestag entscheidet über den Haushalt und man sollte dort auch auf die Mini-KWK aufmerksam machen.


    Gruß,
    Gunnar

  • Moin,


    Brief ist geschrieben und geht morgen per Post nach Berlin.


    Man muß sich doch immer wieder wundern über die Politik :wacko:
    Wenn es um die Förderung von AKW's oder Kohlekraftwerken geht, sitzen die Milliarden locker, warum wohl ?(;-_
    Ich finde es ber auch traurig was von den BHKW-Herstellern selbst unternommen wird. Anstatt die mAsse zu mobilisieren, halten die ihren Schönheitsschlaf :sleeping:



    Gruß
    Tom

  • Ja lieber Tom, da muss ich dir aber sagen das du da auf dem Holzweg bist.
    Ich als Hersteller versuche alles Erdenkliche im Moment die Damen und Herren der Politik auf die KWK Schiene und die damit zusammenhängenden Fördermaßnahmen zu bringen.


    Nur wenn man als Einzelner dies versucht, denkt man dass man mit einer Wand spricht oder gegen Windmühlen kämpft.


    Da muss man schon in den untersten bis mittleren Reihen der Politik einiges an Beziehungen haben wenn man was erreichen will.

  • Moin Rolf,


    deswegen hatte ich ja auch geschrieben


    Zitat

    Ich finde es aber auch traurig was von den BHKW-Herstellern selbst unternommen wird. Anstatt die Masse zu mobilisieren, halten die ihren Schönheitsschlaf :sleeping:


    Das du als kleines Licht alleine nichts ausrichten kannst, ist doch wohl logisch ;(


    Ich kann mich nicht erinnern das ich jemals, wenn wichtige politische Entscheidungen was KWK anbelangt angestanden sind, vom Hersteller meines BHKW Informationen oder sonstiges dazu erhalten hätte. Statt nutzlose Zeitschriften, in denen nur Selbstbeweihräucherungen zu lesen sind, wäre es hier angebracht den Kundenkreis zu mobilisieren, z.B. mit vorgefertigten Schreiben zu den entsprechenden Stellen (oder wenigsten eine Downloadquelle auf deren Internetseite).


    Wenn dies alle Hersteller machen würden, wäre schon mal ein Großteil informiert was Sache ist. Ob die dann handeln steht auf einem anderen Blatt.


    Vielleicht ist das aber auch nur ein Wunschgedanke von mir der nicht realisierbar ist ?(:whistling:



    Grüße
    Tom

  • Nur wenn man als Einzelner dies versucht, denkt man dass man mit einer Wand spricht oder gegen Windmühlen kämpft. Da muss man schon in den untersten bis mittleren Reihen der Politik einiges an Beziehungen haben wenn man was erreichen will.


    Wir sind kein einzelner, sondern über 10 MW an installierter Leistung und täglich mehrere Interessentenberatungen;-)


    Die Haushaltsdebatte findet nächste Woche statt, d.h. damit die Mittel freigegeben werden, müssen die als Haushaltposition bis dahin festgezurrt werden. Wenn, dann sollte etwas noch diese Woche passieren, wie z.B. der Brief ans Umweltministerium (gerne kann man auch einen ans BMWi schreiben, denn wenn das ganze vom Wirtschaftressort als ökonomisch sinnvoll erachtet wird, dann haben die sicherlich weniger Einwände, dass das BMU Geld für Mini-KWK verteilt. Was jeder hier machen kann, ist seinen Volksvertreter anschreiben oder anzurufen, und ihn bitten sich in der Sachlage schlau zu machen und sich für die Mini-BHKWs stark zu machen (mit den oben aufgezählten Argumenten).
    http://www.bundestag.de/cgibin/wkreis2009.pl


    Gruß,
    Gunnar

  • Es ist genau so, wie von Gunnar berichtet
    Die neue Regierungskoaltion fetzt sich ja an diversen Fronten
    Nichts desto trotz, muss auch das Tagesgeschäft weitergehen und die Haushaltsberatungen finden schon nächste Woche statt


    Das mini-KWK Impulsprogramm ist sicherlich ein ausgesprochen erolgreiches, so konnten die Neuanlagen um ca. 40% erhöht werden...ein toller Erfolg


    ...dennoch
    ist es immernoch so, dass die mini-BHKw ein absolutes Nischendasein führen
    und dementsprechend wenig Lobby vorhanden ist.


    Der Negativpunkt am Impulsprogramm ist,
    dass es aus dem laufenden Haushalt kommt...es ist als kein Gesetz, sondern wird wie es halt so geht im Haushalt bewilligt (bzw. die Verteilung Ressorts).
    Tja, und hier ist das Manko...kleine Lobby...kaum Wahrnehmbar...und mit Sicherheit von den meisten Partamentarien nicht annähernd erkannt, was dahinter steht oder welche Sinnhaftigkeit dies hat.


    Hier besteht AKUTE Gefahr, dass das Programm bei den Haushaltsberatungen einfach hintenrum fallengelassen wird.
    Nicht aus Boshaftigkeit/Inkompetenz (das wolln wir an dieser Stelle nicht unterstellen), sondern einfach weil es so unbedeutend in der Wahrnehmung ist.


    Das Programm ist aber alles andere als unbedeutend
    - massiv die Neuzulassungen erhöht
    - relativ billig mit ca. 50mio die es gekostet hat....und unterm Strich kaum was gekostet, denn neben dem BHKW kommen ja auch Puffer, Regelung und und und dazu....und auf alles die Mehrwertsteuer. Das ist eine ganze Menge zurückgeflossen, erst recht wenn man bedenkt, dass durch höhere Wartung und co auch in Folgejahren was zurückfliesst


    Wie gesagt, die Wahrnehmung könnte etwas mau sein,
    drum gilt es diese zu Verbessern, insbesondere JETZT...also noch DIESE WOCHE


    Das Impulsprogramm
    - ist das richtige Werkzeug um Bewegung in den Markt zu bekommen
    - hat eine hervorragende Kosten-Nutzen-Bilanz
    - gehört weitergeführt
    - gehört verbessert.... dahingehend, dass die Gelder verstetigt werden. Hier könnte meines Erachtens ein noch höherer Effekt erzielt werden. Hersteller wissen aktuell nicht, ob sich ein Aufstocken der Produktion lohnt (Investkosten, gerade bei der aktuellen Lage auf dem Kreditmarkt), da sie nicht einschätzen können, ob sie nächstes (aktuell sogar dieses) Jahr noch Geräte an den Mann bekommen. Eine Regelung, die Sicherheit schafft durch eine mehrjährige Laufzeit, könnte hier gewaltiges bewirken...insbesonder bei noch zögerlichen Anbietern die eigentlich schon auf dem Markt kommen wollten.



    Ihr seid aufgerufen


    VERBESSERT DIE WAHRNEHMUNG, bei


    - den zuständigen Ressorts
    - bei Euren Abgeordneten
    - in den zuständigen Ausschussen..insbesonder Wirtschaft und Finanzen (Umwet schadet bestimmt auch nicht)


    JETZT


  • Hier besteht AKUTE Gefahr, dass das Programm bei den Haushaltsberatungen einfach hintenrum fallengelassen wird.
    Nicht aus Boshaftigkeit/Inkompetenz (das wollen wir an dieser Stelle nicht unterstellen), sondern einfach weil es so unbedeutend in der Wahrnehmung ist.
    [..]
    VERBESSERT DIE WAHRNEHMUNG
    JETZT


    Danke Marcel, dass Du dem Thema einen eigenen Thread spendiert hast. Ich sehe es ebenso, dass die Wahrnehmung der Mini-KWK in Anbetracht größerer Themen so verschwindend klein ist. Aber: Ein Viertel des Primärenergiebedarfs geht in die Haushalte und davon etwa 75% in die Heizung. Viel Kleinvieh macht auch viel Mist, aber dazu braucht man auch ein breites Produktspektrum, so dass für jedes Haus eine geeignete Lösung angeboten werden kann. Auch wenn Senertec und Ecopower schon vor gut 10 Jahren gestartet sind, steckt die Entwicklung des Sektors noch in den Kinderschuhen. Hier kann man den etablierten Anbietern nur wünschen, dass sie ihre Kundenbasis ausbauen können und dass weitere Hersteller den finanziellen Mut finden, eigene Entwicklungen anzustoßen.


    Dazu braucht es allerdings auch ein attraktives Umfeld. Eine BHKW-Entwicklung kostet einen ein- bis zweistelligen Millionenbetrag. Das investiert niemand, wenn sich nicht die Perspektive eröffnet, dass sich die Geräte auch gut verkaufen lassen. Das Impulsprogramm ist ein wichtiger Baustein, gerade bei den Mikro-KWKs von 1-5-15 kW, um das Rendite-Risiko-Verhältnis für den Betreiber zu verbessern, aber vor alledem die Sichtbarkeit aus der totalen Unscheinbarkeit herauszuheben.


    In der kommenden Woche ist die Haushaltsdebatte, hier stehen die Tagesordnungen. Das ist zwar "nur" die erste Lesung, aber wenn die Geldmittel nicht schon im ersten Anlauf im Haushaltsplan stehen, dann sind nachträgliche Änderungen nur noch schwer durchzusetzen. Hier kann jeder Brief ans BMU helfen, aber auch an den eigenen Volksverteter, mit der Bitte sich für die Mini-KWK einzusetzen.


    Gruß,
    Gunnar


  • In der kommenden Woche ist die Haushaltsdebatte, hier stehen die Tagesordnungen. Das ist zwar "nur" die erste Lesung, aber wenn die Geldmittel nicht schon im ersten Anlauf im Haushaltsplan stehen, dann sind nachträgliche Änderungen nur noch schwer durchzusetzen. Hier kann jeder Brief ans BMU helfen, aber auch an den eigenen Volksverteter, mit der Bitte sich für die Mini-KWK einzusetzen.


    Aktuelle Zahlen zum Erfolg des Programms:
    Insgesamt wurden rund 10.000 Anträge gestellt, wovon ca 4400 bis Ende 2009 ausbezahlt wurden.
    Die Gesamtsumme betrug 33 Mio Euro für 41 MW.


    Anlagenzahl / kumulierte Leistung / Klasse
    930 / 3,9 MW / 0 bis 5 kW
    2450 / 13,7 MW / 5 bis 10 kW
    770 / 11,9 MW / 10 bis 25 kW
    260 / 11,5 MW / 25 bis 50 kW


    Es ist wichtig, dem Impulsprogramm jetzt weiteren Aufwind zu verschaffen, damit es fortgeführt wird. Jeder Brief an das BMU (Vorlage und Adresse siehe oben) und an Abgeordnete kann helfen.


    Gruß,
    Gunnar

  • So,
    nochmal der Hinweis für schlafmützen und Kurzentschlossene


    Morgen gehen die Beratungen zum Bundeshaushalt los


    Für einen Brief wird's eng,
    aber eine mail oder auch ein kurzes Tel. mit seinem Abgeordneten,
    kann man es vielleicht noch schaffen auf unser Anliegen (Fortführung/Weiterentwicklung des Impulsprogramms) aufmerksam zu machen.

  • Morgen gehen die Beratungen zum Bundeshaushalt los


    Der Bundesfinanzminister residiert unter folgender postalischer Adresse:
    Dr. Wolfgang Schäuble
    Bundesministerium der Finanzen
    Wilhelmstraße 97
    10117 Berlin
    Fax: 03018 / 682 - 32 60


    Den Mitgliedern des Haushaltsausschusses (bzw. ihren Mitarbeitern) kann man ebenfalls erklären, wie ein BHKW funktioniert und nachfragen, wie allein die Bilanz bei der Mehrwertsteuer bei anderen Förderprogrammen wie z.B. der Abwrackprämie ausgesehen hat.


    Gruß,


    Gunnar


    PS Der B.KWK hat heute die folgende Pressemitteilung herausgegeben:


    PRESSEINFORMATION


    Mini-KWK-Förderprogramm auf der Kippe?


    KWK-Verband fordert Weiterführung des erfolgreichen Markteinführungsinstruments


    Berlin, 18.01.2010 - Das Bundesfinanzministerium blockiert eine Fortsetzung des erst 2008 mit großem Erfolg eingeführten Mini-KWK-Förderprogramms. Dies berichtete heute in Berlin der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung (B.KWK) unter Berufung auf Informationen aus einem Ministerium. Demnach sei angesichts der haushaltspolitischen Diskussion innerhalb der Bundesregierung damit zu rechnen, dass das Finanzministerium keine neuen Mittel für dieses Programm zur Verfügung stellt - und dies, obwohl es in einer internen Analyse des Bundesumweltministeriums als klimaschutzpolitisch wie auch gesamt- und regionalwirtschaftlich beispielhaft bewertet wird. Bedient werden sollen nur noch die Anträge, die bereits eine Förderzusage erhalten haben.


    Seit September 2008 wird der Einsatz von Kleinst-Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) mit einer elektrischen Leistung bis zu 50 Kilowatt durch das Mini-KWK-Förderprogramm mit Investitionszuschüssen unterstützt. Diese Förderung hat entscheidend dazu beigetragen, dass sich die Anzahl der installierten Anlagen in diesem Leistungsbereich von cirka 1.800 in 2008 auf über 4.400 in 2009 mehr als verdoppelt hat. Dadurch entstanden trotz Wirtschaftskrise zahlreiche neue Arbeitsplätze und eine regelrechte Aufbruchstimmung bei den Herstellern, Planern und Installateuren. Alleine die Anlagen, für die bis Ende 2009 Fördermittel ausgezahlt wurden, summieren sich auf eine elektrische Leistung von annähernd 41 Megawatt. Hochgerechnet auf alle 10.200 Zuschussanträge, die insgesamt bisher gestellt wurden, ergibt sich die beachtliche Summe über 90 Megawatt.


    „Dieses erfolgreiche Programm jetzt aufzugeben, wäre ein energie- und umweltpolitischer Fehler und ein Signal in die falsche Richtung“, kritisiert B.KWK-Präsident Dr. Dieter Attig die Abbruchpläne, „das Förderprogramm wird weiterhin gebraucht, um die Mini-Kraftwerke, die eine wichtige und zukunftsträchtige Ergänzung des KWK-Spektrums sind, im Markt zu etablieren.“ Wichtig sei auch eine schnelle Entscheidung, denn bereits jetzt berichteten Hersteller über eine abwartende Kaufzurückhaltung.


    Der Verband wundert sich auch deswegen über die Abschaffungspläne, weil nach Angaben des Bundesumweltministeriums jeder Euro Förderung sieben Euro an Investitionen freisetze. Bei dieser Relation werden die Fördergelder alleine schon durch die Mehrwertsteuereinnahmen zu mehr als 100 Prozent finanziert. Für den Bundeshaushalt würde demnach sogar noch ein Überschuss entstehen.