50,2 Hz Problematik betrifft nicht nur PV-Anlagen!

  • Alle Blockheizkraftwerke verfügen über eine ENS (Einrichtung zur Netzüberwachung mit zugeordneten Schaltorganen) welche dafür sorgt, dass bei instabilen Stromnetzzuständen oder Stromausfall eine Anlage zur Stromerzeugung sofort vom Stromnetz getrennt und durch eine Schnellabschaltung gestoppt wird. Aufgrund eines Fehlers bei der Aufstellung der entsprechenden Normen sollen nun kleine Erzeugungsanlagen mit neuer Software, oder wenn nötig mit neuen anders parametrierten ENS nachgerüstet werden. Wer die Kosten für diesen Schritt tragen soll ist noch nicht entschieden.


    Die ENS überwacht neben der Spannung auch Frequenz und Impedanz des Stromnetzes. Liegt einer der zu überwachenden Werte außerhalb der Norm, wird die Schnellabschaltung und Trennung der Erzeugungsanlage ausgelöst. Entsprechend der bisherigen, von den Stromnetzbetreibern und Herstellern mit aufgestellten Normen schalten alle Kleinerzeugungsanlagen bei einer Netzfrequenz über 50,2 Hz ab. Dies war unproblematisch, da zum damaligen Zeitpunkt nur von wenigen Kleinerzeugungsanlagen ausgegangen wurde. Aufgrund des starken Ausbaus von kleinen PV-Anlagen, Windkrafträdern und BHKW ist die Masse der bei 50,2 Hz abschaltenden Anlagen jedoch zu groß geworden. Würden alle Anlagen gleichzeitig bei über 50,2 Hz abschalten, würde das Stromnetz vermutlich zusammenbrechen.


    Doch anstatt rechtzeitig die entsprechenden Normen für neuere ENS Generationen anzupassen waren Hersteller und Netzbetreiber jahrelang untätig. Erst vor kurzem entwickelte sich ein Problembewusstsein. Relativ schnell wurden Anfang dieses Jahres Lösungen zur Normierung vorgelegt und im April 2011 für Neuanlagen beschlossen. Nun planen die zuständigen Ministerien eine Nachrüstungspflicht von Bestandsanlagen. Im Gespräch ist derzeit öffentlich eine Nachrüstung von über 300.000 Photovoltaikanlagen. Hinter vorgehaltener Hand wird auch über eine Nachrüstung von Windkraftanlagen und BHKW gesprochen. Wer für diese Nachrüstungen die Kosten tragen soll, ist noch offen. Im Gespräch ist neben den Anlagenherstellern und einem Umlageverfahren auf den Strompreis auch eine Kostenwälzung auf die Anlagenbetreiber.


    Obwohl sich die Betreiber von BHKW bei der Planung und Inbetriebnahme ihrer Anlage an alle gängigen Normen und Anforderungen seitens der Netzbetreiber, Gesetze und Verordnungen gehalten haben, sollen nun möglicherweise die Betreiber die Kosten für die Versäumnisse von Netzbetreibern und Aufsichtsbehörden tragen.


    Es liegt jetzt an allen BHKW-Betreibern den Ministerien, der Bundesnetzagentur und den zuständigen Politikern klar zu machen, dass wir die Versäumnisse Anderer nicht bezahlen werden! Dazu haben Mitglieder des Photovoltaikforums und des BHKW-Forums Musteranschreiben an das BMWi, das BMU, die BNetzA sowie an die zuständigen Bundestagsabgeordneten aus den jeweiligen Wahlkreisen entworfen. Diese stehen in einem ZIP-Archiv zum Download bereit.


    Download:


  • Es liegt jetzt an allen BHKW-Betreibern den Ministerien, der Bundesnetzagentur und den zuständigen Politikern klar zu machen, dass wir die Versäumnisse Anderer nicht bezahlen werden! Dazu haben Mitglieder des Photovoltaikforums und des BHKW-Forums Musteranschreiben an das BMWi, das BMU, die BNetzA sowie an die zuständigen Bundestagsabgeordneten aus den jeweiligen Wahlkreisen entworfen. Diese stehen in einem ZIP-Archiv zum Download bereit.


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    Hier sind einige passende Links zum Thema:
    http://www.photovoltaikforum.c…r-50-2-hz-pro-t71767.html
    http://www.dgs.de/2799.0.html
    http://www.photovoltaik.eu/nac…tet-initiative_100006449/


    Gruß,
    Gunnar

  • ist für das ecopower 1.0 nicht vorhanden. Die werden serienmäßig mit der Einstellung auf 50,8 Hz und 48,5 Hz ausgeliefert. Diese Werte können von einem Wartungsmitarbeiter vor Ort nach Bedarf oder vom Werk aus über Internet korrigiert werden. Beim ecopower 3.0 und 4.7 müssen neue Parametersätze aufgespielt werden. Hat die Anlage eine Fernüberwachung kann dies vom Werk aus per Datenübertragung erfolgen. Sonst kann es bei der nächsten Wartung durch ein einfaches Update erfolgen. :thumbsup:


    Das ist der Vorteil, wenn ein Hersteller in vielen Länder liefert. Dann muss die Überwachung in einfacher Form an die Landes-Anforderungen angepasst werden können. :whistling:

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
    http://perdok.info/
    Oscar Perdok GmbH
    Gildeweg 14, 46562 Voerde
    Beratung, Planung und Installation von: KWK-Anlagen, PV-Anlagen, Stromspeicher mit Notstromfunktion, Eigene Herstellung von Ladestationen für E-Mobile, Energie-Effizienz incl. Kosten/Nutzen-Betrachtung, Ladestation für E-Mobile (kostenlos)

  • ist für das ecopower 1.0 nicht vorhanden. Die werden serienmäßig mit der Einstellung auf 50,8 Hz und 48,5 Hz ausgeliefert.


    Bis zur Übergangsregelung Anfang April bzw. der Korrektur der VDE 0126-1-1 durch die Ergänzung A1 im Juni 2011 durfte man gar keine Geräte ans NS-Netz anschließen, die nicht spätestens bei 50,2 Hz abschalteten.


    Zitat

    Diese Werte können von einem Wartungsmitarbeiter vor Ort nach Bedarf oder vom Werk aus über Internet korrigiert werden. Beim ecopower 3.0 und 4.7 müssen neue Parametersätze aufgespielt werden. Hat die Anlage eine Fernüberwachung kann dies vom Werk aus per Datenübertragung erfolgen. Sonst kann es bei der nächsten Wartung durch ein einfaches Update erfolgen.


    Wie sieht denn da die Sicherheit des Übertragungskanals aus? Gib's da sowas ähnliches wie ein BSI-Schutzprofil?


    Ich habe mir sagen lassen, dass mancher PV-Wechselrichter empfindlich auf eine DOS-Attacke reagiert, wenn er dauerhaft am Internetz hängt.


    Gruß,
    Gunnar

  • die nicht spätestens bei 50,2 Hz abschalteten.


    Die Feldtestgeräte ecopower 1.0 sind alle so programmiert, dass die Abschaltung bei 50,8 Hz bzw. 48,5 Hz erfolgt. Das scheint wohl mit EON und Co so abgesprochen. Wie gesagt, kann man vor Ort ohne Probleme ändern, soll man aber nicht.


    Wie sieht denn da die Sicherheit des Übertragungskanals aus?


    Erst mal muss Du die Tel.Nr. des Gerätes kennen. Dann brauchst Du die Service-Software auf deinem Rechner und die muss vom Gerät akzeptiert werden sonst wird die Kommunikation abgebrochen. Dann werden ncjht nur einzelne Daten übertragen sondern der komplette Datensatz. Dieser ist durch CRC zweifach gesichert. Erst wenn der Datensatz fehlerfrei übertragen wurde, wird er vom Gerät übernommen.

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
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  • Die Feldtestgeräte ecopower 1.0 sind alle so programmiert, dass die Abschaltung bei 50,8 Hz bzw. 48,5 Hz erfolgt.


    Die untere Frequenzgrenze sollte bei 47,5 Hz liegen und entweder die Anlage nimmt bei Überfrequenz Leistung zurück oder wird auf einen randomisierten Wert zwischen 50,2 und 51,5 Hz ab Werk eingestellt.


    Gruß,
    Gunnar

  • das 1.0 wird doch nicht mit Modem arbeiten - in Zeiten von DSL und Lan wäre das :-)_:-)


    Im Kontext der vorherige Beiträge bezog sich die Aussage bzgl. des Modems auf das ecopower 3.0 /4.7. Das 1.0 hat einen Netzwerkanschluss. Deswegen hatte sich die Auslieferungdes 1.0 Mitte des Jahres verzögert.

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
    http://perdok.info/
    Oscar Perdok GmbH
    Gildeweg 14, 46562 Voerde
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  • das 1.0 wird doch nicht mit Modem arbeiten - in Zeiten von DSL und Lan wäre das



    E.on frägt meinen Zählerstand am Holzgaskraftwerk auch per Modem ab
    und den Zähler der Wasserkraft der im gleichen Raum ist wird per Ablesebeauftragten abgefragt.


    Der jedes Jahr und teilweise weniger durch einen billigen ersetzt wird den ich wieder den Zähler
    zeigen darf.



    Ohne Telephonnummer keine Fernwartung, anders möcht ich das nicht und meist zieh ich das Kabel ab
    und steck es nur im Wartungsfall an nach Absprache mit der Elektronikfirma an

  • Moin,


    starker Tobak dieses Gutachten, es zeigt mal wieder das unsere Regierung weder in Vergangenheit noch Gegenwart die Tragweiten Ihrer stümperhaften Gesetzgebung abzuschätzen vermag - das lässt für zukünftige Projekte hoffen :cursing: .


    Beim Handwerker würde man sagen: was er mit den Händen aufbaut reisst er mit dem Arsch nieder.


    mfg