Das lohnt sich, oder?

  • Hallo


    Ich bin neu hier und weil ich mich jetzt mit dem Dachsverkäufer treffe, habe ich ein paar Fragen.


    Die Anlage bei mir sieht folgendermaßen aus.


    Wohnhaus 15 Parteien ca. 1600m²
    Die Mieter beziehen den Strom über einen Zähler mit entsprechenden Unterzählern.
    Wärme für Heizung und Wasser werden momentan mit 2 Ölkesseln á 90kw erzeugt. Ölverbrauch 30000ltr Stromverbrauch 75000kw/h Strom.


    Die Anlage soll so aussehen.
    2 x Dachs
    Spitzenlastkessel
    Brauchwasserspeicher
    Pufferspeicher


    über die Größen der Speicher haben wir noch nicht geredet.


    Macht das Sinn, gehts vieleicht noch besser?


    dhyanesh

  • Hallo dhyanesh,


    Willkommen im Forum.
    Hab Dein Projekt noch nicht nachgerechnet, aber 2 Dachse sind m. E. hier noch zu wenig (kommt auf den Wärmebedarf im Sommer sowie auf die Stromgrundlast an, bitte um Angaben), und dann sollte man sich evtl. über ein anderes Gerät unterhalten welches eine größere Leistung hat.


    Grüße


    Bruno

    Ich bemühe mich, garantiere aber keine Vollständigkeit und Richtigkeit, Beiträge ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung!
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  • *EDIT* Vorredner war schneller 8)


    Moin,


    is ja ein ordentliches Objekt.
    Da brauchst du auf jedenfall nen Fachmann ich würde dir sogar raten mehrere Meinungen und verschiedene Herrsteller anzufragen.
    Blos mal übern Daumen wenn ich nicht irre hat der Dachs 15KW Heizleistung
    das mal 2 sind 30KW sollte für Grundlast reichen. Aber wenn deine 180KW Kessel im Winter beide gelaufen sind bzw richtig dimensioniert waren brauchst ja noch einen 150KW Kessel?
    Evt kannst du ja ein größeres BHKW einsetzen.


    MfG

  • Hallo alikante,


    der Dachs hat als Gas-Ausführung 12,5KW thermisch und 5,5KW elektrisch. Deine Berechnung, dass man den Spitzenkessel wie bisher abzüglich der thermischen Energie des BHKWs rechnen soll ist falsch. Bei meiner Umstellung hatte ich 2*116KW Athmosphärische Brenner gegen einen Dachs + 125KW Gebläsebrenner getausch. Der Gebläsebrenner ist aber immer noch zu groß dimensioniert, er hat nur etwa 1000h Stufe I und 100-200h Stufe II. Da ein BHKW möglichst 24h/Tag läuft und ein Brenner eben nur zeitweise ist der Leistungsbedarf des Spitzenkessels wesentlich geringer.


    Grüße


    Bruno

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  • Wie Bruno schon sagt, die Leistung kann man wahrscheinlich halbieren, wenn man zwei Heizöldachse dazustellt. Jeder Dachs wir ca. 8.000 l / a verbrauchen. Ebenfalls wichtig ist ein ca. 2000 l Pufferspeicher.

  • Jo sehe ich ein, war ja auch ein Fragezeichen dahinter :D


    Bruno


    Du hattest 232KW und jetzt nur noch 137,5KW ist ja ganz schönes Einsparpotenzial!!
    Und dein Dachs läuft echt an die 24h durch? Naja Studenten duschen dauernd ;)
    Wie groß ist dein Puffer?


    Mfg

  • Im übrigen rate ich bei ca. 200 kWh / a /qm Isolierungsmaßnahmen und weitere Energetischen Maßnahmen durchzuführen. Beispiesweise würde ich eine Wärmepumpe einsetzen um den Heizölbedarf weiter zu reduzieren und das kalte Trinkwasser vorzuerwärmen. Parallel dazu könnte eine thermische Solaranlage ebenfalls auf den gleichen Trinkwasserspeicher das ca. 6 Grad kalte Wasser mit bestem Wirkungsgrad vorerwärmen.


    PS: Die Wärmepumpe wird natürlich ausschließlich vom Dachs mit Strom versorgt. Achtung : Ab dem 1.1.2007 die neuen Super Konditionen der KfW !!

  • Hi Alikante,


    na ja, das mit den 232KW muss man natürlich noch relativieren, da dies alte Athmosphärische Kessel waren, die der schwarze Mann in den nächsten Jahren sicher bald hätte stillegen müssen wegen zu hohen Abgasverlusten. Ansonsten läuft die Anlage ungefähr von Oktober bis April 24h (ausser es hat wie im Moment 20°C Aussentemp.), im Sommer sind es etwa 9-12h/Tag.
    Gesamtstunden pro Jahr ca 6500.


    Grüße


    Bruno

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  • In der Regel sind die Kessel viel zu gross ausgelegt und wärend des Betriebes wurden Isolierungen eingebaut oder neue Fenster oder das Dach isoliert.......


    Aber man muss vorsichtig sein, nicht das man "übersteuert".
    Bei dem Verbrauch ist eine grundlegende Energetische Sanierung angesagt und ökonomisch durchführbar.

  • Ja mit dem zu groß ausgelegten Kesseln kann ich bestätigen!
    Man rechnet gern Pi-mal-Daumen 100 Watt Kesselleistung pro Quatratmeter und für die Warmwasserbereitung und Reserve noch was drauf. Dann passt es (Originalton Heizungsinstallateur)
    Hier in dem Fall könnten die zwei Dachse als Grundlast laufen und durch eine intelligente Steuerung könnte einer der 90kw-Kessel im Extremfall auch den Puffer nachladen um bei plötzlichem Wärmebedarf nicht im Kalten zu stehen.....behaupte ich mal so als interessierter Laie ;)


    AxelF

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    Strom: ACH WIRKLICH ???!!!

  • Der Zoohändler war da und hat gerechnet.
    es werden wohl 2 Dachse und ein neuer 100kw Blaubrenner werden.
    Der Puffer soll nur 750ltr beinhalten da einer der beiden Dachse sowieso
    arbeitet.
    Soweit der Händler.


    Jetzt bin ich neugierig ob das im Keller auch so klappt.
    Zumindest kommt im Keller alles Neu. Heizung, Steuerung, Pumpen alles.


    Eine energetische Komplettsanierung des Gebäudes ist zwar ökologisch sinnvoll aber nicht finanzierbar.


    Wer noch eine Idee hat bitte melden.
    dhyanesh

  • Also das mit dem Pufferspeicher würde ich mir überlegen.
    Ich würde in jedem Fall einen größeren wählen, mind. 1500 besser 2000liter


    Grüße


    Bruno

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  • Platz satt. Das ist kein Problem. Ich gebe nur die Meinung des Dachsberaters wieder.


    Aus dem Bauch würde ich auch einen großen Puffer wählen.
    Nur wenn ich nachdenke... habe ich da nicht nur viel Wärme "auf Halde gebunkert" die ich nicht abrufe?


    Zum Glück lässt mein Zoohändler mit sich reden.


    dhyanesh

  • Das kommt drauf an, wenn morgens in allen Wohnungen zur gleichen Zeit geduscht wird :P oder in 15 Wohneinheiten die Nachtabsenkung auf Tagesbetrieb umschaltet da kann ein großer Puffer nicht schaden oder sind die Warmwasserboiler groß dimensioniert ?


    AxelF

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