Beratung zur Anlagengröße

  • Hallo, wir wollen wohl uns wohl auch ein BHKW zulegen. Meinem Vater wollten sie bisher 75KW-120KW Anlagen andrehen wobei ich der meinung bin, dass es zu übertrieben ist und die Wirtschaftlichkeit darunter leidet.
    Wir haben einen Landwirtschaftlichen Betrieb und daher ~20-25kW Stromverbrauch pro Jahr. Dazu kommen bestimmt nochmal 5000L Ölkosten für die Getreideheizung sowie 5000l für den Haushalt. [Heizung 18-53KW Feuerungsleistung 1.5-4.5l verbrauch]


    Nun erstmal ein paar fragen: Wäre es möglich die Getreideheizung damit auch zu beheizen? Also kann man nen Lufstrom aufbringen der stark genug ist, damit durch die ganze Trocknung genügend Luft geht? Kenne mich da halt nicht aus, derzeit steht da ein Ventilator mit 5.5Kw vor mit einem Luftauslass von 50-60cm. Getreide wird immer im Juli/August Oktober/November getrocknet (für spätere Rechnung vll wichtig)


    Ein Onlinerechner sagte mir das unser Haushalt 43.250KW/h verbrauch hat. Brauchen wir demnach eine 40KW thermische anlage um den haushalt zu decken?


    Und warum gibt es BHKW die 20KW Thermische Leistung haben und andere mit 48Kw Thermischer Leistung, obwohl die Stromleistung immer 30KW ist? Sprich: 30KW/20KW 30Kw/48KW.


    Wäre gut wenn mich hier jemand beraten kann, da Firmen immer alles schönreden und auch utopische Rechnungen bei uns aufstellten (8000std bei 120kw) Frage nur wo wir das verbrauchen sollten.. damit die Anlage 8000 (22std pro Tag) schafft



    MfG Alexander

  • Lufttrocknung sollte per BHKW funktionieren. Hast einen Heizkreis für das Luftgebläse. Die Wärme wird zu diesem Gebläse transportiert und dort über einen Wärmetauscher in die Getreidekammer geblasen.


    Aber du solltest genaue Angaben zum Verbrauch thermisch und elektrisch angeben, weil es sonst schwer wird mit der hohen Wirtschaftlichkeit.

  • Hallo,

    Meinem Vater wollten sie bisher 75KW-120KW Anlagen andrehen wobei ich der meinung bin, dass es zu übertrieben ist und die Wirtschaftlichkeit darunter leidet.


    Also wenn die Verbräuche sich in dem von dir beschriebenen Rahmen bewegen, dann braucht man hier garnicht zu rechnen, das sind haushoch übertriebene Anlagengrößen. :cursing:

    Dazu kommen bestimmt nochmal 5000L Ölkosten für die Getreideheizung sowie


    Ein BHKW ist gegenüber einer anderen Heizung ein recht teurer Wärmeerzeuger, der die Grundlast, sozusagen die Langstrecke, decken sollte. Die Getreidetrocknung, die eh nur drei Monate im jahr, und evtl. auch nicht jedes Jahr gebraucht wird ist eher was für die Kurzstrecke...
    ..ein BHKW danach auszulegen ist eher unwirtschaftlich.

    Ein Onlinerechner sagte mir das unser Haushalt 43.250KW/h verbrauch hat. Brauchen wir demnach eine 40KW thermische anlage um den haushalt zu decken?


    Unser EfH bewegt sich auch in diesem Bereich, der alte Ölkessel hatte/hatt 30Kw, er wurde ersetzt durch einen Dachs mit 10,3 Kw thermisch, das langt zu 95%, nur wenn es Tagelang extrem kalt und dunkel ist, dann darf der alte Ölkessel nochmal ran um die Spitze zu decken.


    Aber 20-25.000 kwh Strom sind nicht die Welt, und wenn dann noch recht viel für das Getreidegebläse im Sommer gebraucht wird (wenn das BHKW im Sommerschlaf ist) dann sehe ich schwarz für einen hohen Eigenstromverbrauch, und davon lebt der Wirtschaftliche BHKW einsatz!


    Öl ist auch ein Brennstoff, der beim BHKW für recht hohe Wartungskosten sorgt, gibt es evtl. einen Gasanschluß oder einen Flüßiggastank?

  • Also das BHKW soll zu 90% für das Haus genutzt werden, sowie um die Stromkosten auf dem Hof zu decken. Ob sie mit Öl oder FLüssiggas oder vielleicht Holz? beheizt wird steht noch nicht fest.


    Also Stromverbrauch ist 20-25Kw pro Jahr und Heizung liegt bei 43.250Kwh. Dafür sollte das BHKW auch ausgelegt werden. Da wir natürlich im Sommer auch viel Wasser verbrauchen, könnten wir auch einfach erhitztes Wasser nehmen ~20°C statt kaltes (8°C) Brunnenwasser. Jedoch weiß ich nicht ob es nun richtig ist absichtlich wärme zu verbrauchen damit das maximale rausgeholt wird oder nicht.

  • Hallo,

    Also das BHKW soll zu 90% für das Haus genutzt werden, sowie um die Stromkosten auf dem Hof zu decken.


    Ja, so mache ich das auch, ein Zweirichtungszähler vom EVU, dahinter je ein eigener Zähler für Haus und Betrieb.

    Da wir natürlich im Sommer auch viel Wasser verbrauchen, könnten wir auch einfach erhitztes Wasser nehmen ~20°C statt kaltes (8°C) Brunnenwasser. Jedoch weiß ich nicht ob es nun richtig ist absichtlich wärme zu verbrauchen damit das maximale rausgeholt wird oder nicht.


    Einfache "über den Daumen" Rechnung:
    Ein Ltr. Heizöl (ca. 85Ct) ergeben ca. 3Kwh Strom (ca.60 Ct) und 6 Kwh Wärme (ca. 54 Ct) also nur wenn Strom und Wärme sinnvoll eingesetzt werden, kann es sich drehen. Achso, der Strompreis ist so kalkuliert, das alles selbst verbraucht wird. Wird eingespeist, dann kriegst du nur die hälfe dafür, dann wirds schon wieder eng....

    Sehe gerade einen gravierenden Fehler und zwar.. verbrauchen wir 20.000-25.000KW nicht 20-25!


    Das hatte ich mir schon gedacht, sonst bräuchtest du nicht über ein BHKW nachzudenken! :P

    Gibts keine editier funktion?


    Doch, aber nur für ein paar Minuten, danach nur mit hilfe der Forenleitung!

  • Ah okay. Und was macht mehr sinn? Heizöl, Rapsöl oder Gas? Also gut. Für Heizöl haben wir Tanks, kann man sicherlich auch für Rapsöl nehmen. Habe aber gelesen, dass bei Öl mehr Wartung benötigt wird, stimmt das?


    Und welche Leistungen sollten so ungefähr bei uns optimal sein? Wenn jemand mit 12.5kw thermik schon 43.500kwh abdeckt sollte das ja auch schon reichen oder?
    Und welche Stromleistung?

  • Und was macht mehr sinn? Heizöl, Rapsöl oder Gas?


    Um die Preisentwicklung der einzelnen Brennstoffe vorrauszusehen bräuchte man eine Glaskugel! :glaskugel:^|__|^

    Habe aber gelesen, dass bei Öl mehr Wartung benötigt wird, stimmt das?


    Öl braucht viel Wartung, Rapsöl noch mehr!
    Rapsöl wird nach EEG vergütet, hier ist der Eigenverbrauch nicht so entscheident, aber aufgrund der Preisentwicklung von Rapsöl absolut uninteressant. Ausserdem läuft die EEG Förderung für flüssige Brennstoffe aus.

    Wenn jemand mit 12.5kw thermik schon 43.500kwh abdeckt sollte das ja auch schon reichen oder?


    Wenn möglich den alten Kessel stehenlassen, wenn es doch mal klemmt, oder das BHKW sich ne´Reparatur gönnt bleibt die Bude traotzdem warm!

    Und welche Stromleistung?


    Das Strom zu Wärmeverhältniss ist bei BHKW immer annähernd 1 : 2, bei Kleinanlagen etwas mehr Wärme, bei größeren Anlagen gibt es etwas mehr Strom.

  • Ok. Und wie kann man sich alles selber ausrechnen welche grösse okay ist? Thermischer verbrauch/8000 = 50.000/8000= 6.25 - würden demnach 6.25KW thermisch ausreichen? Hätte da eine Jahresauslastung von 91% bei 8000h im Jahr würde die Anlage falls sie dann 3Kw elektrisch hat auch 24.000Kwh leisten. - Jedoch müssten wir dort dann noch Strom zu kaufen und soweit mir bekannt ist sind kleine mengen wesentlich teurer als kleine sprich (abnahme unter 2k 50ct pro kw statt 30)


    Und welche vergütungen schlagen alle noch drauf?

  • Hallo,

    Thermischer verbrauch/8000 = 50.000/8000= 6.25 - würden demnach 6.25KW thermisch ausreichen?


    Ganz so einfach ist das nicht, weil im Winter ja viel mehr geheizt wird, im Sommer läuft das BHKW ja nur ab und an für´s WW.

    Jedoch müssten wir dort dann noch Strom zu kaufen....


    Ja, und wenn im Sommer das BHKW steht auch. Und im Winter wird das BHKW nachts auch schon einmal laufen, wenn keine Stromabnahme da ist, dann wird der Strom halt eingespeist.

    soweit mir bekannt ist sind kleine mengen wesentlich teurer als kleine sprich (abnahme unter 2k 50ct pro kw statt 30)


    Eigentlich dürfte sich da in dem Rahmen noch nix ändern, oder habz ihr jetzt einen super Sondertarif?

    Und welche vergütungen schlagen alle noch drauf


    5,11Ct pro erzeugte Kwh Strom, erstattung der Energiesteuer, evtl Zinsgünstiges KfW Darlehen.

  • Hm schon ziemlich kompliziert als Neuling :)


    Die Firma hatte uns da ja immer so Angebote gemacht von wegen 90.000eur Anschaffungskosten und nach 20 Jahre sollten wir einen Gewinn von 450.000eur haben. Ich weiß es sind utopische Werte... Kann man durch ein BHKW geld verdienen? oder kann man nur die Heizkosten und Stromkosten senken?
    Sagen wir mal: ich habe Strom/Heizkosten von 10.000eur im Jahr. Mit einem BHKW habe ich dann nur noch öl/gaskosten+Anschaffung/Service. Wenn alles passend berechnet ist und die Maschine ihren Job gut macht. Sagen wir 6500-7500h im Jahr hat man dann am Jahresende mehr geld als das Öl gekostet hat? Und um wieviel Euro handelt es sich da jährlich bei einem kleinen mikrobhkw (3-4Kw) Ich meine letzten endes kommts doch nur darauf an wieviel stunden das bhkw läuft und ziel ist es 90% selber zu verwenden oder? Also wird das bhkw auf den thermischen vebrauch angepasst z.b. 50.000 im Jahr.


    Habe nun oft gelesen 1.4/3kw 4/6kw (und mal von wegen 60%/100%) auf welchen wert muss ich achten?
    und 2. 90% vom erzeugten Strom wird ja direkt eingespeist.. und wenn ich ihn brauche kaufe ich den ja, habe ja keine Akkus oder? bekomme ich denn dann ganz billig oder muss ich den zum normaltarif kaufen?