Habt Ihr Tipps für mich bzgl. neuer Heizung / BHKW ?

  • Hallo zusammen,
    ich war sehr überrascht dieses Forum zu finden, wusste lange Zeit gar nicht dass es sowas gibt und es war sehr schwer hier lokal (Bayern) an gute Infos zum Thema BHKW ranzukommen...


    Wir wohnen in einem 2-Familienhaus aus den 70-er jahren, 260 qm Gesamtwohnfläche, Aussenfassade gedämmt, ca. 20 Jahre alte Ölheizung, Energieverbrauch (Heizung + Warmwasser) Öl ca. 2500 L/Jahr, Strom ca. 8500 kWh.


    Macht ein BHKW Sinn ?
    Oder besser ne neue Heizung + Solarthermie aufs Dach + evtl. Photovoltaik? (Hab ein super nach Süden ausgerichtetes rel. großes Dach, ganz frei)
    Falls ja, welches BHKW würdet ihr empfehlen? Was ist von den rel. günstigen Bausätzen zu halten? Was würdet Ihr mir empfehlen?


    Danke im voraus für Eure Tips,


    maxwell

  • Hallo,
    herzlich willkommen hier im Forum!

    Wir wohnen in einem 2-Familienhaus aus den 70-er jahren, 260 qm Gesamtwohnfläche, Aussenfassade gedämmt, ca. 20 Jahre alte Ölheizung, Energieverbrauch (Heizung + Warmwasser) Öl ca. 2500 L/Jahr, Strom ca. 8500 kWh.


    Heizöl Bhkw´s gibt es saoweit ich weiß nur in der 5kw el Klasse, bei dem geringem Wärmebedarf würde das nur knapp 1500 Stunden im Jahr laufen.
    Gibt es eine Möglichkeit ein BHKW mit Gas zu betreiben?


    Oder besser ne neue Heizung + Solarthermie aufs Dach + evtl. Photovoltaik? (Hab ein super nach Süden ausgerichtetes rel. großes Dach, ganz frei)


    Hmm, die Sonne schickt keine Rechnung, und bei dem recht hohen Stromverbrauch würde vermutlich bei PV eine recht hohe Eigennutzung heraus kommen!
    Es sind auch Akkugestützte Systeme in der Entwicklung / in der Erprobung um Solarstrom zwischenzuspeichern.


    Gruß Dachsgärtner

  • Wie Dachsgärtner schon schrieb, in deiner Bedarfsklasse gibt es keine Heizölmaschinen.
    Entweder einen Gasanschluss und einen der neuen NanoBHKW'S nehmen oder es besser lassen.


    Der Gedanke Photovoltaik uns Solarthermie ist dann die einige Möglichkeit Geld auszugeben.
    Am einfachsten sich einen Überblick zu verschaffen ist Angebote einzuholen.
    1. Gasanschluss legen + NanoBHKW + Heizungsoptimierung auf niedrige Vor- und Rücklauftemperaturen.
    2. Solarbauer Angebote für Photovoltaik uns Solarthermie + Heizungsoptimierung auf niedrige Vor- und Rücklauftemperaturen.
    3. Nachbarn fragen und ein GemeinschaftsBHKW mit Nahversorgungsleitungen planen, evtl. die günstigste Version von allen...


    Danach bist du schlauer.

  • Bei Ihrem Wärmeverbrauch von 2500 Liter Heizöl/Jahr ergibt sich bei dem alten Kessel ein realer Gesamtwirkungsgrad übers Jahr gemessen(Jahresnutzungsgrad), der höchstens bei 80 prozent liegt, d. h. Ihr Heizwärmebedarf inc. Brauchwasser-Wärmebedarf liegt bei 0,8 x 2500 Liter = 2000Liter/Jahr, das entspricht 20.000kWh/Jahr. Dafür würde ein 10-12kW-Kessel reichen, das heißt der Dachs kann den vollen Wärmebedarf decken(10,7kW Wärme+5,3kW Strom)! Ein neuer Ölkessel kostet mit Boiler und Installation ca. 10.000Euro, so daß bei einem "Dachs"Mehrkosten von ca. 15.000€ anfallen. Wenn Sie den über Zeitschaltuhr so steuern können, daß er immer dann läuft, wenn neben der Wärme auch Strom gebraucht wird, ist eventuell bei dem hohen Ölpreis noch eine Rentabilität machbar: Beispiel Energieeinsatz für 10,7 kWh Wärme + 5,3 kWh Strom = 16 kWh geteilt durch 0,89 = 18kWh =1,8 Ltr Heizöl/h! x 0,85 €uro/Liter = 1,53 €/Stunde, das ergibt bei vollständiger Eigenstromnutzung(IDealfall):


    Einnahmen: 5,3kW x 0,2 €/kWh = 1,06 €/h; also Wärmekosten = 1,53 - 1,06 = 0,47 €/ 10,7 kWh = 0,043 €/kWh


    hingegen bei Volleinspeisung: 5,3kW x 0,12 €/kWh = 0,636 €/h; also Wärmekosten = 1,53 -0,636 = 0,894 €/10,7kWh = 0,0835 € /kWh!


    Da wäre die Wärme, erzeugt von einem Öl-Brennwertkessel bei 95% Nutzungsgrad auch kaum teurer-die Energiesteuer-Rückvergütung und die MwSt-Befreiung habe ich außer acht gelassen, da sie von den hohen Wartungskosten beim Öl-Dachs meist "aufgefressen" werden!


    Das Verhältnis könnte beim Stirling-Dachs, wenn ein Gasanschluß machbar wäre, etwas günstiger aussehen, da der Erdgaspreis etwas niedriger ist, als der Ölpreis-dafür kostet die Maschine pro kW Leistung bei Senertec auch mehr! Angebot von REMEHA ist interessant 13.100€ für kompakte Erdgas-Stirling-Heizzentrale incl Puffer und Spitzenlastbrenner!


    Bei einem derzeitigen Holzpellet-Preis von 0,233 €/kG Wärmepreis = 0,233 €/kg / 4,9 kWh/kg = 0,047 €/kWh /0,9 = 0,0522 €/kWh Wärme. Bei real eingeschätztem Eigenstromanteil ergibt sich so ein ähnlich niedriger Wärmepreis wie beim Dachs!


    Noch etwas: PV-hat sich selten so schnell amortisiert wie momentan!


    Mit freundlichem Gruß


    heizerhermann1

  • ergibt bei vollständiger Eigenstromnutzung


    Oh weh - wer will denn hier was schönrechnen. Bei dem hier vorliegenden el. Jahresenergieverbrauch ist doch wahrscheinlich nur mit einer Eigennutzung von max. 20-30% zu rechnen. Alles andere als Grundlage für eine wirtschaftliche Vergleichsrechnung ist ziemlich durch eine rosa Wunschbrille gerechnet... :rosabrille:


    :strafe:


    André

  • Oh weh - wer will denn hier was schönrechnen. Bei dem hier vorliegenden el. Jahresenergieverbrauch ist doch wahrscheinlich nur mit einer Eigennutzung von max. 20-30% zu rechnen. Alles andere als Grundlage für eine wirtschaftliche Vergleichsrechnung ist ziemlich durch eine rosa Wunschbrille gerechnet... :rosabrille:


    :strafe:


    André


    Hallo Andre,


    wenn Sie meinen Beitrag zu ende gelesen hätten, könnten Sie erkennen, daß ich beide Grenzfälle, nämlich Volleinspeisung und voll-Eigenverbrauch bewertet habe, um den Vorteil maximaler Vermeidung von Strombezug deutlich zu machen! Was ist daran falsch? Die Einschätzung des Eigenverbrauchsanteils muß ich schon dem Eigentümer überlassen! Da können, wie Sie annehmen,30 Prozent durchaus realistisch erscheinen, je nach intelligenter, stromoptimierter Betriebsweise aber auch erheblich mehr!
    MfG heizerhermann1




    heizerhermann1


    Mit freundlichem Gruß


    Noch etwas: PV-hat sich selten so schnell amortisiert wie momentan!


    Bei einem derzeitigen Holzpellet-Preis von 0,233 €/kG Wärmepreis = 0,233 €/kg / 4,9 kWh/kg = 0,047 €/kWh /0,9 = 0,0522 €/kWh Wärme. Bei real eingeschätztem Eigenstromanteil ergibt sich so ein ähnlich niedriger Wärmepreis wie beim Dachs!


    Das Verhältnis könnte beim Stirling-Dachs, wenn ein Gasanschluß machbar wäre, etwas günstiger aussehen, da der Erdgaspreis etwas niedriger ist, als der Ölpreis-dafür kostet die Maschine pro kW Leistung bei Senertec auch mehr! Angebot von REMEHA ist interessant 13.100€ für kompakte Erdgas-Stirling-Heizzentrale incl Puffer und Spitzenlastbrenner!


    Da wäre die Wärme, erzeugt von einem Öl-Brennwertkessel bei 95% Nutzungsgrad auch kaum teurer-die Energiesteuer-Rückvergütung und die MwSt-Befreiung habe ich außer acht gelassen, da sie von den hohen Wartungskosten beim Öl-Dachs meist "aufgefressen" werden!


    hingegen bei Volleinspeisung: 5,3kW x 0,12 €/kWh = 0,636 €/h; also Wärmekosten = 1,53 -0,636 = 0,894 €/10,7kWh = 0,0835 € /kWh!


    Einnahmen: 5,3kW x 0,2 €/kWh = 1,06 €/h; also Wärmekosten = 1,53 - 1,06 = 0,47 €/ 10,7 kWh = 0,043 €/kWh


    Bei Ihrem Wärmeverbrauch von 2500 Liter Heizöl/Jahr ergibt sich bei dem alten Kessel ein realer Gesamtwirkungsgrad übers Jahr gemessen(Jahresnutzungsgrad), der höchstens bei 80 prozent liegt, d. h. Ihr Heizwärmebedarf inc. Brauchwasser-Wärmebedarf liegt bei 0,8 x 2500 Liter = 2000Liter/Jahr, das entspricht 20.000kWh/Jahr. Dafür würde ein 10-12kW-Kessel reichen, das heißt der Dachs kann den vollen Wärmebedarf decken(10,7kW Wärme+5,3kW Strom)! Ein neuer Ölkessel kostet mit Boiler und Installation ca. 10.000Euro, so daß bei einem "Dachs"Mehrkosten von ca. 15.000€ anfallen. Wenn Sie den über Zeitschaltuhr so steuern können, daß er immer dann läuft, wenn neben der Wärme auch Strom gebraucht wird, ist eventuell bei dem hohen Ölpreis noch eine Rentabilität machbar: Beispiel Energieeinsatz für 10,7 kWh Wärme + 5,3 kWh Strom = 16 kWh geteilt durch 0,89 = 18kWh =1,8 Ltr Heizöl/h! x 0,85 €uro/Liter = 1,53 €/Stunde, das ergibt bei vollständiger Eigenstromnutzung(IDealfall):


    Oh weh - wer will denn hier was schönrechnen. Bei dem hier vorliegenden el. Jahresenergieverbrauch ist doch wahrscheinlich nur mit einer Eigennutzung von max. 20-30% zu rechnen. Alles andere als Grundlage für eine wirtschaftliche Vergleichsrechnung ist ziemlich durch eine rosa Wunschbrille gerechnet... :rosabrille:


    :strafe:


    André


    André


    Oh weh - wer will denn hier was schönrechnen. Bei dem hier vorliegenden el. Jahresenergieverbrauch ist doch wahrscheinlich nur mit einer Eigennutzung von max. 20-30% zu rechnen. Alles andere als Grundlage für eine wirtschaftliche Vergleichsrechnung ist ziemlich durch eine rosa Wunschbrille gerechnet...


    Zitat von »heizerhermann1« ergibt bei vollständiger Eigenstromnutzung