ÖkoFEN plant Holzpellet-BHKW auf Basis des Microgen Stirling

  • Fehlt nur noch eine Entwicklung für Heizöl :) Pellets sind aber auch ein aufwändiger Brennstoff... wenn ich mich an das Sunmachinedisaster erinner... ohje. Hoffentlich bekommt ÖkoFEN das fertig gestellt :) Otag scheint ja genügend Probleme mit dem Linator zu haben, da kommt ein Holzpellet-Nano-BHKW mit Microgen gerade recht :)

  • Hoffentlich bekommt ÖkoFEN das fertig gestellt :) Otag scheint ja genügend Probleme mit dem Linator zu haben, da kommt ein Holzpellet-Nano-BHKW mit Microgen gerade recht :)

    Das Thema könnt Ihr glatt abhaken und vergessen.
    1) Ein Gasbrenner ist vergleichsweise eine einfache Sache. Trotzdem muss man schon mit viel Zweckoptimismus beschönigen, um die Gasvariante aus den roten Zahlen zu rechnen. Mit Pellets geht das in der Preisklasse auch mit Zweckoptimismus nicht mehr.
    2) Wenn man mit Holz (oder ähnlichem) so hohe Temperaturen erzeugt, wie sie hier erforderlich sind, dann gibt das Verschlackungen, die sind beim Stirling tödlich.
    (Öl ist wegen Russ sowieso bäh)


    Der einzige Ausweg wären Beschichtungen auf den Erhitzerrohren, die eine Ablagerung verhindern. Da wird zwar geforscht, aber noch mit mäßigem Erfolg und ohne Angabe von Kosten.

    Lesen gefährdet die Dummheit! Denken gefährdet Vorurteile!
    Der geistige Horizont mancher Menschen hat einen Radius von NULL. Das nennen sie dann Standpunkt.

  • Ganz so schwarz würde ich das nicht sehen. ÖkoFEN hat immerhin das Wissen mit den Pellets. Dazu der fertige Stirling, das werden die schon hinbekommen, hoffe ich mal.


    Und das es unwirtschaftlich ist glaube ich nicht, Pellets sind nicht teurer als Gas, im Gegenteil. Statt Holzpellets Heizung eine mit KWK. Interessant wird vor allem der Mehrpreis für KWK im Pelletkessel ;)

  • Pellets sind nicht teurer als Gas,

    Ob die Pellets selbst gerade etwas billiger oder teurer sind ist nicht der Knackpunkt. Der Brenner dafür ist im Vergleich zu Gas ein echter Aufwand (und Teufelszeug, wie man von Sunmachine weiß). Woraus soll denn der Aufwand zu finanzieren sein bei der Leistung ?. Da werden dann wieder Rechnungen mit NAWARO aufgemacht, nur wo kaufst Du NAWARO - Pellets ? Und dann NAWARO ohne Rindeninhalt ??


    Übrigens gibt es seit mehreren Jahren was ähnliches bei HOVAL und die kennen sich auch aus mit Pellets.


    http://www.heizungs.org/cmsfiles/Vortrag_Telian_-_-_.pdf


    Kostet glaube ich so ca. 8.000 Euronen (Aufpreis Stirling)

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  • Puh, vier Jahre später ist nach der desaströsen Sunmachine mit dem Pellematic Smart_e 0.6 endlich wieder ein BHKW für Holzpellets erhältlich: http://www.bhkw-infothek.de/?p=22043 Interessanter Weise wollen die österreicher jetzt an einem neuen BHKW forschen mit 5 kW Leistung und einem eher unbekannten Stirlingmotor, mal abwarten, ob das was wird.

  • Hallo,


    Nachdem sich unser Bauvorhaben aufgrund Nachwuchs eine Zeitlang zerschlagen hatte, sind wir nun mit den Bauplänen soweit, dass diese dem Bauamt zur Genehmigung vorgelegt werden können.
    Und wieder steh ich vor der Frage, welches Heizsystem ich einbauen soll.
    Die meisten raten mir vom BHKW wegen Unwirtschaftlichkeit und Kosten ab. Allerdings geraten sie zumindest dann ins Grübeln wenn ich Ihnen vom Plan eines 12000 Liter Schwimmbeckens erzähle, dass für unsere beiden Kinder in spätestens 2 Jahren gebaut werden soll und das auch im Frühling und Herbst genutzt werden soll.
    Jetzt habe ich sehr aufmerksam im letzten Newsletter des BHKW-Diskussionsforum den Bericht zum ÖkoFen gelesen.
    Hat jemand dazu Erfahrung oder geeignete Ansprechpartner?
    Habt Ihr Vertrauen in diese Technologie oder ist sie schlichtweg einfach viel zu teuer?


    Viele Grüße
    Bernd


  • Habt Ihr Vertrauen in diese Technologie oder ist sie schlichtweg einfach viel zu teuer?


    Ja, ich habe Vertrauen in die KWK-Technologie - auch im kleinsten Leistungsbereich wie den Nano-BHKWs.
    Ich glaube auch an die Brennstoffzelle, weil die auf der exergetischen Leiter im Strauß der verschiedenen KWK-Technologien ganz oben steht.
    Ich habe auch Vertrauen in die Fähigkeiten der Firma Ökofoen, mit Holz als Brennstoff gekonnt umzugehen.


    Aber: Ja die Technologie ist teuer und bei Pionieren ist das Risiko da, das etwas schiefgeht, was man im Feldtest noch nicht beobachtet hat.


    "Alufelgen sind auch nicht wirtschaftlich und verkaufen sich trotzdem wie geschnitten Brot."


    Vielleicht braucht man um den Vergleich zur PV zu wagen nicht nur einen gläsernen Heizungskeller, um den Nachbarn auch das neue Status Symbol zu zeigen. Alternativ zum gläsernem Heizungskeller tut es auch der Webauftritt.


    Gruß,
    Gunnar

  • Wohl eher nicht. Im Regelbetrieb macht die Microgen Zelle Probleme, deswegen haben sich die großen Heiztechnikfirmen davon verabschiedet...

    Das kann man so pauschal nicht sagen. Die (seit einigen Jahren) aktuelle Revision des Microgen-Motors (ist keine Zelle) läuft ohne eine bekannte signifikante Störungshäufung - von (leider häufigen) Installationsfehlern abgesehen.


    Das Gerät von ÖkoFEN ist bisher nur in Österreich verbreitet. In Deutschland gibt es (nach meinem letzten Stand) nur etwa eine Hand voll Anlagen. Die Anlagen sind teuer und bekommen keine hohe Einspeisevergütung. Berichte von unzufriedenen Betreibern sind keine bekannt. Der Verkauf der in der Wartung aufwendigen Anlagen scheint seitens ÖkoFen daher wohl ehrlich zu erfolgen und der Service nach dem Kauf wird daher wohl auch in Ordnung gehen.


    Der Anteil der deutschen Idealisten unter den Heizungsbetreibern ist halt gering, hier muss „eine Heizung ihr Geld verdienen“.
    :pfeifen:

  • Ich bin da bescheidener. Geld verdienen muss die Heizung nicht. Es reicht wenn die Investition zurück kommt . ;-)
    Idealismus ist ne feine Sache. Aber auch Idealisten frieren nicht gerne im Winter.


    ÖkoFEN ist nicht allzuweit weg. Ich werde sie mal besuchen.