Eigenbau: Renault 4 Zyl Diesel aus Renault Laguna für BHKW

  • Hallo Leute,


    bau mir grad ein kleines BHKW welches mit Pflanzenöl betrieben werden soll.


    Ich habe einen Renault 4 zyl. Diesel von einem alten Renault Laguna. Der Motor hat eine mech. Einspritzpumpe und einen Turbolader.
    Der Motor ist sehr praktisch, weil er direkt eine Welle aus der Schwungscheibe stehen hat. Ich kann dort direkt eine Riemenscheibe befestigen.
    (Dort steckt sonst das Getriebe drauf)


    Nun ein/zwei Fragen:
    - Ist bekannt bei welchem Drezhalbereich diese Type von Motoren den optimalen Wirkungsgrad haben?
    - Wie ist das mit dem Wasser-Kühlkreislauf bei diesen Motoren, wo hat die Pumpe hier Saug/Druck Seite?
    - Muss ich auf der Turbolader Seite bei irgendwas aufpassen? Es kommt direkt nach dem Turbolader der Abgaswärmetauscher
    montiert, dann ein langes Rohr und ins Freie mit dem Abgas. Schalldämpfer werde ich keinen montieren, da das Abgasrohr
    ca. 3 Meter lang ist, das müsste den Schall ausreichend dämmen.
    - Für die Zuluft-Seite werde ich zwischen Turbolader und Motor ein gewendeltes Rohr mit einer Länge von ca. 1 Meter nehmen. Das müsste die Luft ausreichend abkühlen. Notfalls kann ich hier noch einen Luft-Wärmetauscher einbauen, der Motor steht aber in einem alten Kohlenkeller, da ist sowieso recht kühl ;-)
    - Bei der Wasser-Seite wird ein Plattenwärmetauscher montiert, der den Motor vom Haus-Kühlkreislauf trennt. Wie soll ich nun den Plattenwärmetauscher mit dem Abgaswärmetauscher kombiniert anschließen? (Rücklauf vom Hauskreis kommend, zuerst in den Plattenwärmetauscher auf der Motorseite und dann in den Abgaswärmetauscher wäre mein Ansatz?)


    Wenn jemand von euch hier etwas Erfahrung hat, wäre ich sehr dankbar mit meinen (lästigen) Fragen zu helfen ;-)


    besten dank
    Michael

  • Der Motor ist sehr praktisch, weil er direkt eine Welle aus der Schwungscheibe stehen hat. Ich kann dort direkt eine Riemenscheibe befestigen.
    (Dort steckt sonst das Getriebe drauf)

    Zwar kann ich mit den speziellen Erfahrungen nicht dienen, die Du hier suchst, aber in den hier angesprochenen Punkt liegt sicher ein Problem. Ein Riemenantrieb bringt eine radiale Belastung auf die Welle, die sie bei einem angeflanschten Getriebe nicht hat. Kein Automotor wird hier zufällig eine ausreichende Lagerung haben. Die Abtriebswelle hat sicher keine Lagerung, die für eine Riemenscheibe gemacht ist.

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  • Hallo,


    danke für die erste schnelle Antwort ;-)
    Die Gegenseite der Welle hat aber eine Riemenscheibe, die für den Zahnriemen. Der Zahnriemen lässt auf die Welle ja eine Seitwärts-Kraft einüben. Somit müsste doch das Gegen-Lager auch dies aushalten?


    Ich bin mir nämlich hier auch noch nicht sicher, und auf der Suche nach Zeichnungen des Motors im Internet. Leider aber noch nicht fündig geworden...
    Andere Art den Generator ankuppeln wäre noch mit einer Kardanwelle. Da weiss ich nicht, wie ich eine solche auf die beiden Wellen des Generators und des Motors bringen kann??

  • erstmal Willkommen im Forum cyberbob,


    was war denn der Laguna für ein Bj.???? Es gibt nämlich verschiedene Motorisierungen 2,2 oder 1,9 ; TD oder dci - allen Dci Motoren gemein ist die Tatsache das sie nicht für BHKW und schon gar nicht für PÖL geeignet sind.
    Kuck mal in die Datenbank von fmso http://www.rapsdb.de/view.php?marke=Renault.


    Weitere Probleme sehe ich in der Größe des Motors bzw. seiner Leistung. Der kleinste TD hat 82PS und ist damit mächtig überdimensioniert für ein Wohnhaus. Auch die Welle - warscheinlich Kurbelwelle- ist nicht für seitliche Zugkräfte ausgelegt wie sie bei einem Transmissionsbetrieb entstehen. Du müsstest also den Generator direkt flanschen - Da gibts Normbauteile - aber das bedingt eine Drehzahl von 1500u/min ! Da zieht weder der Turbo noch ist die Verbrennung optimal die kiste wird verrusen ohne Ende.
    Im großen und ganzen laufen PKW Motoren 300000km was angenommenen 5000Betriebstunden entspricht - das ist bei nem BHKW etwa ein Jahr!!!


    egal - finde erstmal heraus was es für ein Motor ist und suche im www ein Muscheldiagramm oder eine Drehzahlkennlinie zu dem Ding.


    mfg

  • Danke für die Hilfe.
    Das mit dem Antrieb und den Lagern, hab ich auch vermutet. Ich bin auf der Suche nach einer Explosionszeichnung des Motors. Da sieht man eventuell mehr darüber.


    das hab ich bis jetzt gefunden: http://www.renault21.es/Manual/Motor/MRMOTJ8S.pdf


    Ich habe am Motorkennschild folgende Bezeichnung gelesen: J8S 746
    ist laut Internet ein 2,1 Liter Turbodiesel.

  • Jo,


    das ist definitiv ein alter Turbo Diesel kein DCI. Die Reiheneinspritzpumpen vertragen warmes PÖL.


    Nun mal zu Deinem Objekt - wieviel Wärme benötigst Du übers Jahr, was kostet Dich das PÖL, möchtest Du den Strom einspeisen Fragen über Fragen??


    mfg

  • Ich benötige über das Jahr ca. 60 bis 70 tKwH. Strom möchte ich als Insel-Lösung nutzen.
    Das mit dem Einspeisen ist so ein Thema, in Österreich muss die gesamte Geschichte abgenommen werden. Das wird die Selbstbau-Lösung nicht schaffen.


    Meine Idee, mit zwei großen Schütz das Gesamte Haus auf Inselbetrieb beim Lauf des BHKW's umschalten.
    Wird einen Ausfall von ca. 10 bis 20 ms zur Folge haben, das die Schütz brauchen bis das Netz wieder da ist. Das sollte aber den Elektrogeräten egal sein.
    Notfalls werde ich noch drei große Entstörkondensatoren dazuklemmen um die Spitzen auszuglätten.


    Das Pöl kostet mich nichts, das bekomme ich von einem Bekannten (der hat zwei Gastronomiebetriebe), das sind ca. 200 l in der Woche.
    Das BHKW soll solange laufen, solange Öl da ist. Wenn der Tank dann wirklich mal leer - laufen sollte hab ich eine Gastherme die das Haus weiter beheizt.

  • Habe jetzt nochmal mit einem Automechaniker gesprochen, er meinte das mit den Lagern sei kein großes Problem. Ich solle einfach darauf achten, dass die Keilriemenscheibe möglichst nahe an der Motor-Schwungscheibe sitzt. Es sind dahinter zwei Lager untergebracht, die die Nockenwelle lagern. Ich denke, dass sollte damit kein Problem darstellen.


    Das Thema Lager, hat ich somit mal gelöst ;-) bin schon einen Schritt weiter!

  • Ich gebe dem hinteren Kurbelwellenlager maximal ein ¼ Jahr, denn ist es hin.
    Wenn nicht sogar schon früher.


    Das geht definitiv nicht mit einem Keilriemen den Gen. mit diesem Motor antreiben.
    Stell den Gen. dahinter, anständig ausgerichtet und mit einer Hardyscheibe sollte es kein Problem geben.
    Ist zwar ein wenig mehr Arbeit aber rechnet sich am Ende besser, weil auf Dauer billiger. :D

  • Es sind dahinter zwei Lager untergebracht, die die Nockenwelle lagern

    sorry, entweder hat der Schrauber keine Ahnung oder Ihr habt aneinander vorbei geredet - der Generator kommt ganz sicher nicht an die Nockenwelle!!!


    Bau es so wie vorgeschlagen mit Hardyscheibe. Dadurch tun sich aber andere Probleme auf die einen Inselbetrieb nahezu unmöglich machen.


    Einfach mal aus der Erfahrung heraus würde ich bei einem solchen 2Liter Motor ca. nen 15KW Generator dranbauen. Nun möchtes Du Insel fahren also darf 1. die tatsächliche Last nie größer der Generatorleistung sein 2. muß der Stromerzeuger von 0 bis max.KW regeln können und 3. so schnell das keine Spitzen entstehen. Das geht nur mit nem Synchrongenerator und einer entsprechenden Steuerung.
    Aber da der Motor egal welche leistung abgefragt wird immer auf 1500U/min laufen muß wird er total verrußen. Besser wäre es nen Asynchrongenerator zu nehem und eine feste Leistung einzustellen - nämlich den Punkt wo der Motor am wenigsten Rußt. Aber damit wäre die Inselgeschichte vom Tisch weil asynchron+Insel(Lastwechsel) nicht geht.


    mfg

  • GEKO-Notstromgenerator hat auch einen Asyncrongenerator mit Kondensatorpaket

    Die Antwort steckt schon in Deiner Frage. Es ist ein Notstromgenerator - also ist für diese Anwendung gebaut und hat sicher ne elektronische Spannungsregelung im Generator integriert.Ausserdem sprechen wir ja nicht von nem 600Watt 1Zylinder sondern von 15oder mehr KW. GEKO baut bis 4kVA asynchrone und darüber synchrone Modelle.


    Ich will nicht in Abrede stellen das es mit hohem technischen Aufwand möglich ist auch nen großen Asynchroner Inseltauglich zu bekommen - aber für das Geld kannste auch nen Synchron haben.


    Das Hauptproblem ist und bleibt aber der Dieselmotor der bei 1500U quasi ohne Turbo die Lastzustände 0 bis max. abbilden muß.


    mfg