Vorstellung und gleich ein paar Newbe-Fragen

  • Hallo zusammen,
    bin über euer Forum gestolpert und möchte mich mal kurz Vorstellen.....Bin 34, gelernter Elektriker und arbeite auf dem Bausektor...meine Frau und ich haben ein Dreifamilienhaus Bj.1966 und natürlich auch einiges zu modernisieren....


    zur Einschätzung ob sich ein BHKW für uns rentiert bräuchte ich noch ein paar infos...


    Frage 1:da unsere alte Ölheizung keinen Stundenzähler hat und auch sonst keinerlei Wärmezähler verbaut sind, kann ich nicht ohne weiteres den Heizenergiebedarf pro Jahr feststellen.
    Wieviel KWh Heizenergie sind in einem Liter Heizöl?


    Frage 2:Wenn die Heizenergie von Heizöl bekannt, die Nennwärmeleistung unseres alten(Bj1991) Vissmann Kessels 29-34KW beträgt und
    der Öl-Durchsatz laut Datenschild 1,6-4,0l/h beträgt,
    Wie sieht meine Rechnung aus um die jährliche Heizenergiemenge zu ermitteln?
    Oder heisst die Rechnung ganz einfach Öl pro Jahr/Heizenergie von Heizöl=jährliche Heizenergiemenge?


    Frage 3:bei z.B. einem Dachs HR5.3 steht im Datenblatt:
    Leistungsaufnahme: 17,9KW
    thermische Leistung: 10,5KW
    elektrische Leistung: 5,3KW
    sind die restlichen 2,1KW der Leistungsaufnahme Reibungsverluste oder wo geht die Energie hin?...oder Denkfehler :?:


    Frage 4:Um bei dem Beispiel-Dachs zu bleiben, heisst das, dass ich pro KW Wärmeleistung ca.1,71KW Öl reinschütten muss?


    Frage 5:Sind Holz-Kamine in den Wohnungen und/oder Solarkollektoren auf dem Dach der Tod der BHKW-Rentabilität?


    ?( Ihr seht Fragen über Fragen und je mehr ich die Suche bemühe um so mehr Fragen stellen sich mir ?(


    Ich würde mich sehr über sachdienliche und ernst gemeinte Antworten freuen :thumbsup:


    vielen Dank im Voraus, Gruss Wasto

  • Zitat

    Hallo zusammen,
    bin über euer Forum gestolpert und möchte mich mal kurz Vorstellen.....Bin 34, gelernter Elektriker und arbeite auf dem Bausektor...meine Frau und ich haben ein Dreifamilienhaus Bj.1966 und natürlich auch einiges zu modernisieren....


    zur Einschätzung ob sich ein BHKW für uns rentiert bräuchte ich noch ein paar infos...


    Hallo,
    und Herzlich Willkommen im Forum


    Zitat

    Frage 1:da unsere alte Ölheizung keinen Stundenzähler hat und auch sonst keinerlei Wärmezähler verbaut sind, kann ich nicht ohne weiteres den Heizenergiebedarf pro Jahr feststellen.
    Wieviel KWh Heizenergie sind in einem Liter Heizöl?


    So Pi x Daumen 10kwh/l


    Zitat

    Frage 2:Wenn die Heizenergie von Heizöl bekannt, die Nennwärmeleistung unseres alten(Bj1991) Vissmann Kessels 29-34KW beträgt und
    der Öl-Durchsatz laut Datenschild 1,6-4,0l/h beträgt,
    Wie sieht meine Rechnung aus um die jährliche Heizenergiemenge zu ermitteln?
    Oder heisst die Rechnung ganz einfach Öl pro Jahr/Heizenergie von Heizöl=jährliche Heizenergiemenge?


    jepp
    gar nicht soviel komplizieren....
    brauchst Du sagen wir mal 5.000l Öl im Jahr, dann hast Du auch rund 50.000kwh Energie reingeschüttet
    Die Frage ist, wie toll Eure Anlage läuft
    da hat man natürlich auch Verluste...die können sich am unteren Rand bewegen mit sagen wir mal 10%, aber auch deutlich drüber liegen


    Zitat

    Frage 3:bei z.B. einem Dachs HR5.3 steht im Datenblatt:
    Leistungsaufnahme: 17,9KW
    thermische Leistung: 10,5KW
    elektrische Leistung: 5,3KW
    sind die restlichen 2,1KW der Leistungsaufnahme Reibungsverluste oder wo geht die Energie hin?...oder Denkfehler :?:


    jepp, nen bissl Schwund ist immer....Abgas ist ja nicht kalt
    aber auch Abstrahlverluste gibts nen bissl


    Zitat

    Frage 4:Um bei dem Beispiel-Dachs zu bleiben, heisst das, dass ich pro KW Wärmeleistung ca.1,71KW Öl reinschütten muss?


    jepp
    Du meinst bestimmt 1,79...oder sagen wir auch 0,179 Liter ;)


    Zitat

    Frage 5:Sind Holz-Kamine in den Wohnungen und/oder Solarkollektoren auf dem Dach der Tod der BHKW-Rentabilität?


    Nicht zwingend...Solarthermie frisst natürlich Laufzeit im Somer, welche eh schon nicht die höchste ist (da ja nur WW-Bereitung)
    Also vielleicht nicht das günstigste, aber so knirsch sollte das BHKW eh nicht ausgelegt sein
    Bei Kaminen muss man mal ein bissl die Nutzung betrachten....oftmals werden die ja nciht an der Leistungsgrenze befeuert.
    Weiterhin legt man BHKW ja eher auf die Grundlast aus....also die Kamine in der Übergangszeit vll nciht anwerfen und wenns kälter ist häufiger, wäre z.B. absolut unkritisch für BHKW


    Soveil für's erste


    Grundsätzlic
    würd ich Öl als Brennstoff überdenken
    1. ist das eh recht teuer
    2. gerade bei BHKW sind gasmaschinen zu bevorzugen, da geringerer Wartungsaufwand

  • firestarter: DANKE! das sind doch schon mal Infos die mir sehr weiter helfen... :thumbsup:


    bei einem ca.Öl-Verbrauch von 3000l sind das ca. 30000KWh Heizenergie/Jahr....das heisst mit nem Dachs bräuchte ich für die gleiche Wärmemenge ca. 5130l Heizöl und 2857 Betriebsstunden wobei noch 15142,8KWh elektrische Leistung anfallen. 8|


    dann der Stromverbrauch von 5500KWh/Jahr für unsere Wohnung
    wieviel davon kann ich mit dem Dachs abdecken...denn den Strom den ich dem EVU liefere kann ich ja nicht so ohne weiteres mit dem von mir bezogenen verrechnen, da will das Finanzamt bestimmt auch was ab?


    ob das noch rentabel ist ?(
    Gruss Wasto


    Ps: keine Gasleitung in der Strasse aber Heizöltank im Keller...

  • Zitat

    ob das noch rentabel ist ?(


    erhlich gesagt....nein


    wenn man den tatsächlich 2.800h hätte,
    wäre das gerade mal rund 30% des Jahres (Ein jahr hat 8.766 im Schnitt)
    und damit könnte man auch nur dann den Strom nutzen.


    Also in diesem Fall würd ich nciht zu einem BHKW tendieren
    ...höchst noch eine der neuere nano's,
    aber die gitbs bisher alle nur mit Gas



    oder....vielleicht gibts ja einen Nachbarn,
    der Interesse hätte und den man per Nahwärme mit versorgen könnte ;)

  • ob das noch rentabel ist ?(


    Wie firestarter schon sagte ein Dqchs mit 5 kWel egal ob Gas oder Öl rechnet sich nicht. Ich gehe mal von einem Heizwärmebedarf ca. 24000 kWh (80% von 30000 kWh). Da wird es sogar für ein ecopower mit 3 kW schon knapp.


    Ich würde in diesem Fall ein Stirling mit Flüssiggas (LPG) nehmen. Wenn Du willst kann ich eine Wirtschaftlichkeitsberechnung für den Stirling machen. Bei "Ja" schick mir eine Email mit dem Standort (wg den Energiepreisen).

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
    http://perdok.info/
    Oscar Perdok GmbH
    Gildeweg 14, 46562 Voerde
    Beratung, Planung und Installation von: KWK-Anlagen, PV-Anlagen, Stromspeicher mit Notstromfunktion, Eigene Herstellung von Ladestationen für E-Mobile, Energie-Effizienz incl. Kosten/Nutzen-Betrachtung, Ladestation für E-Mobile (kostenlos)

  • Ich würde in diesem Fall ein Stirling mit Flüssiggas (LPG) nehmen. Wenn Du willst kann ich eine Wirtschaftlichkeitsberechnung für den Stirling machen. Bei "Ja" schick mir eine Email mit dem Standort (wg den Energiepreisen).


    Hi Ecoverkäufer, hier lohnt es sich nicht zu graben, der hat kein Gas!!!


    LG


    Bruno

    Ich bemühe mich, garantiere aber keine Vollständigkeit und Richtigkeit, Beiträge ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung!
    Ich Unterstütze den gemeinnützigen Gedanken dieses Forums und dessen gemeinnützigen Verein, der sicher nix gegen eine Spende hat, wenn ihm hier geholfen wurde.

  • gut rentabel hin oder her... bis jetzt Heiz ich mit Öl. Das sind aktuell ca.2300€ + Wartung etc. =2500€/Jahr für ne warme Hütte
    bei nem neuen Dachs sind das mit Zins,Tilgung(10 Jahre), Wartung und Öl ca. 4350€/Jahr Mehrkosten
    30% selbstgenutzten Strom sind -400€/Jahr
    Stromverkauf ans EVU -1560,70€ (Arbeitspreis 14,7230Ct/kwh)
    KWK-Bonus sind -773,80€
    vNNE ca.-15€
    Energiesteuererstattung -313,76€
    -----mehr Faktoren hab ich noch nicht rausgefunden-es fehlt bestimmt noch was in der Rechnung----------bitte mitteilen!!!


    macht unterm Strich 1286,74€/Jahr teurer als jetzt...oder pro kwh Heizenergie 25% mehrkosten ....zumindest die ersten 10 Jahre, danach sieht die Sache besser aus. Vorausgesetzt der Strom bleibt im jetzigen Verhältnis zum Heizöl und FA will nix von mir...wobei ich diesbezüglich noch keine Infos zusammentragen konnte...


    was fehlt in meiner Milch-Mädchen-Rechnung noch ?(



    appropos Stirling...gibt es eigentlich Scheitholzkessel mit Stirlingmotor angeflanscht :!: :?: :!:


    Gruss Wasto

  • der hat kein Gas!!!


    Ich weis, kann auch lesen. Deswegen Flüssiggas. Zur Info: Flüssiggas wird in einem Tank gelagert und per LKW angeliefert. Ähnlich Heizöl. Der Stirling weil diese auch mit Flüssiggas betrieben werden können. Bei Erdgas wäre ein ecopower1.0 wahrscheinlich die bessere Wahl. Bei dem geringen Wärmebedarf sind alle größeren Maschinen unrentabel und man legt Geld oben drauf anstatt welches einzusparen. ;(


    appropos Stirling...gibt es eigentlich Scheitholzkessel mit Stirlingmotor angeflanscht :!: :?:


    Theoretisch möglich aber das Abgas würde den 1kW-Stirling zu sehr verschmutzen. Zu den Scheitholzeschichten könnte der Manni mit Sicherheit noch einiges vom Stapel lassen. :whistling:

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
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  • Stromverkauf ans EVU -1560,70€ (Arbeitspreis 14,7230Ct/kwh)


    schön wär´s
    hier kannst Du die Vergütung der letzten Jahre sehen, dazu gibt es noch 0,1 bis 0,5 ct Vermiedenen Netzkosten.


    LG


    Bruno

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  • also sieht die Rechnung ganz einfach gesagt so aus:
    Jahreswärmebedarf/8760h und eine Form von BHKW mit extrem guter Langzeiwärmespeicherung das ziemlich an die Stundenleistung des Jahreswärmebedarfs kommt ;-_ oder weiter gesponnen....was macht man mit zuviel Wärme 8o über das Stirling-Prinzip auch noch zu Strom...oder ganz anders....wenn ich grad eh schon heize und der Dachs läuft, warum nicht 2-3m³ Puffer mehr aufheizen unterstüzt von Heizpatronen ?( ;-_ _()_


    sehe ich das falsch oder ist die reine Energieausbeute aus 1l Heizöl beim Dachs ca. um 0,5% höher als bei meiner 20 Jahre alten Heizung?
    Heizung: 34kwh/4l=8,5kw/l
    Dachs: 89%von1lÖl=8,9kw/l @:pille


    ganz verwirrte Grüsse Wasto :-)_:-)

  • so hab heute Nacht noch ein bischen gerechnet... ;-_


    zwar eher vorsichtig aber das kommt ja dann auch als Ergebniss...fals sich jemand die Mühe macht und meinen geistigen Erguss durchschaut kann gern auch auf Fehler hingewiesen werden ||_



    Gruss Wasto

  • da kannste noch so oft rechnen
    ...bei Deinen Verbraäuchen wird ein Dachs halt nicht rentabel bei Dir laufen.


    Hat er doch so schön ausgerechnet. Das ROI beträgt über 47 Jahre. Jetzt muss er nur noch warten bis die Senertec-Leute den Dachs so standfest machen, dass der auch 47 Jahre hält. ;(


    Wasto
    Nimm den Rat von Firestartzer an und denk entwerder über ein Micro-BHKW mit LPG nach oder vergiss die ganze Sache.

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
    http://perdok.info/
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    Beratung, Planung und Installation von: KWK-Anlagen, PV-Anlagen, Stromspeicher mit Notstromfunktion, Eigene Herstellung von Ladestationen für E-Mobile, Energie-Effizienz incl. Kosten/Nutzen-Betrachtung, Ladestation für E-Mobile (kostenlos)

  • Nimm den Rat von Firestartzer an und denk entwerder über ein Micro-BHKW mit LPG nach oder vergiss die ganze Sache.


    unter rein wirtschaftlichen Rentabilitätsgesichtspunkten rentiert sich auch ein LPG-BHKW nicht.


    LG


    Bruno

    Ich bemühe mich, garantiere aber keine Vollständigkeit und Richtigkeit, Beiträge ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung!
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  • Würde ich pauschal so nicht sagen. Es kommt immer ein wenig auf die Region an. Gibt es viele LPG Abnehmer und eine Raffinerie in der nähe wo das "abfällt", ist es günstig. Hat kaum einer LPG diktiert ein Anbieter den Preis. Von daher muss man das mal vergleichen - und ganz wichtig mit anderen LPG Kunden austauschen.



    Ecopowerprofi hat ja viel Erfahrung mit LPG wie er gelegentlich schreibt. Wie schaut es da mit Miettank/Eigentank, Lieferverträgen, Perisbindung usw. in der Praxis?