wie lange reicht Warmwasserspeciher zum heizen?

  • Hallo,


    intersiere mich für eines der neuen Mini BHWK (Vailant, Dachs usw...)für ein Einfamilienhaus.
    Die Vergütung für die Stromerzeugung ist ja sehr gering, deshalb ist es wohl am sinvollsten den Strom selber zu verbrauchen.


    Jetzt stellt sich für mich die Frage, kann man das BHWK z.B. immer am Abend starten, wenn der höchste Stromverbrauch ist.
    Hatte mir das so vorgetsellt, dass ich immer Abends um 18:00 starte dann laufen z.B. Waschmaschine usw...


    Und tagsüber läuft die Heizung aus dem Speicher, habe aber keine Gefühl dafür wie lange man aus so einem Specher heizen kann.


    Gruß
    blockie

  • Wichtig wären Verbrauchswerte für Strom und Brennstoff, Wohnfläche, WW-Bedarf usw.


    Edit:
    Stromverebrauch ~5.000KWH / Jahr
    Heizverbrauch ~ 22.000KWH / Jahr


    Hmmm. Da passen wenn dann Nano-BHKW - aber großen Gewinn darfste nicht erwarten.
    http://www.bhkw-forum.info/bhk…onen/nano-bhkw-ubersicht/


    Das Problem bei den Geräten ist, dass es die meisten nur im Set mit einem kleinen Pufferspeicher gibt. Das Gerät allein bekommst Du nur bei Otag, Remeha und ggf. Brötje sowie Viessmann. Wobei zu den letzteren noch nicht viel klar ist.

  • habe aber keine Gefühl dafür wie lange man aus so einem Specher heizen kann.


    Ein Liter Wasser enthält 1,16 Wh pro °C. Wenn ich also 1m³ Wasser um 10°C erwärmen will benötige ich 11,6 kWh. Die Energie bekomme ich wieder, wenn ich z.B. das Wasser in einem Heizkörper wieder um 10°C abkühle, als Heizwärme wieder zurück. Aus einem Speicher mit 1m³ Inhalt, der auf 70°C erwärmt wurde (von oben bis unten), kann ich für Heizkörper mit einer Vorlauftemperatur von 50°C ca. 23 kWh Wärme speichern (ganz grob gerechnet). Mit einem Jahreswärmebedarf von sagen wir mal 25.000 kWh benötigt man im langjährigen Durchschnitt im Januar ca. 250 kWh pro Tag. Also das 10-fache vom Wärmeinhalt des Speichers. Daher wird ein Micro-BHKW im Winter den ganzen Tag durchlaufen müssen. Erst im Herbst, Sommer und Frühling kann man sich eine entsprechende Programmierung der Laufzeiten zu Nutze machen. In der Regel wird man im Herbst und Frühling die Anlage tagsüber laufen lassen und nur nachts ausschalten. Da ist meistens auch die Nachtabsenkung aktiv. Im Sommer dann eben nur zu den Spitzenzeiten bzgl. des Stromverbrauches soweit erforderlich.

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
    http://perdok.info/
    Oscar Perdok GmbH
    Gildeweg 14, 46562 Voerde
    Beratung, Planung und Installation von: KWK-Anlagen, PV-Anlagen, Stromspeicher mit Notstromfunktion, Eigene Herstellung von Ladestationen für E-Mobile, Energie-Effizienz incl. Kosten/Nutzen-Betrachtung, Ladestation für E-Mobile (kostenlos)

  • Zitat

    Stromverebrauch ~5.000KWH / Jahr
    Heizverbrauch ~ 22.000KWH / Jahr


    Hmmm. Da passen wenn dann Nano-BHKW - aber großen Gewinn darfste nicht erwarten.
    http://www.bhkw-forum.info/bhkw-informat…bhkw-ubersicht/

    Ja das ist richtig. Kann man das denn bei den Daten beziffern (ca..) mit dem Gewinn. Wäre ja echt schade wenn sich das nich rechnet.


    Zitat

    Ein Liter Wasser enthält 1,16 Wh pro °C. Wenn ich also 1m³ Wasser um 10°C erwärmen will benötige ich 11,6 kWh. Die Energie bekomme ich wieder, wenn ich z.B. das Wasser in einem Heizkörper wieder um 10°C abkühle, als Heizwärme wieder zurück. Aus einem Speicher mit 1m³ Inhalt, der auf 70°C erwärmt wurde (von oben bis unten), kann ich für Heizkörper mit einer Vorlauftemperatur von 50°C ca. 23 kWh Wärme speichern (ganz grob gerechnet). Mit einem Jahreswärmebedarf von sagen wir mal 25.000 kWh benötigt man im langjährigen Durchschnitt im Januar ca. 250 kWh pro Tag. Also das 10-fache vom Wärmeinhalt des Speichers. Daher wird ein Micro-BHKW im Winter den ganzen Tag durchlaufen müssen. Erst im Herbst, Sommer und Frühling kann man sich eine entsprechende Programmierung der Laufzeiten zu Nutze machen. In der Regel wird man im Herbst und Frühling die Anlage tagsüber laufen lassen und nur nachts ausschalten. Da ist meistens auch die Nachtabsenkung aktiv. Im Sommer dann eben nur zu den Spitzenzeiten bzgl. des Stromverbrauches soweit erforderlich.

    Vielen Dank für die tolle Erklärung, ist dann leider nicht ganz optimal.


    Gruß
    blockie

  • Wäre ja echt schade wenn sich das nich rechnet.


    Mit 1kWel kann man eben keine Milliardengewinne erwarten. D.h. aber nicht das sich so ein System nicht rechnet. Die Armortisationszeit liegt bei ca. 7 bis 10 Jahre. Aber welche sonstige Heizungsanlage verdient sich seine Investition wieder zurück. Außer ein KWK-System kein anderes.


    Wenn ich mal eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung (kostenlos) machen soll genügt ein Email mit den genauen Verbrauchswerte so weit vorhanden.

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
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  • Mal ein kleines Beispiel wie es mit der Amortisation aussieht. Alle Preise sind ohne Mehrwertsteuer.


    ecopower 1.0 inklusive Einbau 16.000 €


    Soll sich das Gerät über einen Zeitraum von 10 Jahren bezahlt machen, müssen jährlich 1.600 € plus Zinsen zurückgezahlt werden. Bei 3,5 % Zinsen sind das dann gesamt rund 1.900 €. Wenn das Gerät jährlich 5.000 Stunden arbeitet, verbraucht es nach Typenblatt 5.000 h x 3,8 kW = 19.000 kWh Erdgas. Bei 4,6 Cent pro kWh sind das im Jahr 874 €. Werden noch die Wartungskosten mit 200 € dazugerechnet, ergeben sich Gesamtkosten von 2.974 €.


    Auf der Einnahmeseite können davon abgezogen werden, die Energiesteuer von 19.000 kWh x 0,55 Cent/kWh = 105 € und der KWK Zuschlag auf den Strom von 5.000 kWh x 5,11 Cent/kWh = 256 €. Aus den 12.500 kWh abgegebener Wärme mit 5 Cent/kWh ergibt sich ein Guthaben von 625 €. Für die 5.000 kWh erzeugten Strom werden bei einem Nettostrompreis von 19 Cent somit 950 Euro erlöst.


    Werden all diese Gutschriften von den Gesamtkosten abgezogen, wird offensichtlich, dass die Erträge die Kosten nicht decken können.

    2.974 € - 105 € - 256 € - 625 € - 950 € = 1.038 €.


    Anstelle der versprochenen Amortisation nach 10 Jahren hat der Betreiber dann noch über 10.000 € Schulden.


    Soll das BHKW wirklich nach 10 Jahren bezahlt sein, muss für die kWh Strom 40 Cent erlöst werden. Und es kommt in der Wirklichkeit noch härter. Werden nämlich nicht alle 5.000 kWh Strom selber genutzt, gehen z.B. davon 2.000 kWh für 6 Cent in das öffentliche Netz, steigen die Kosten für den selbstgenutzten Strom dann auf 60 Cent, damit das BHKW nach 10 Jahren bezahlt ist. Auch das ist noch nicht der wirkliche Wert, denn auf alles was aus diesem BHKW entnommen wird, muss die Mehrwertsteuer entrichtet werden. Bruttopreis pro kWh Strom 71 Cent. In Worten einundsiebzig.


    Da wird klar, warum diese Micro BHKW nur über das Gefühl und nicht über die Wirtschaftlichkeit verkauft werden können.


    Rechnen hilft wirklich.




    Mit freundlichen Grüßen

  • Bruttopreis pro kWh Strom 71 Cent. In Worten einundsiebzig.


    Den Quatsch braucht man eigentlich nicht mehr zu kommentieren. An anderer Stelle hat ich schon mal auf Fehler bei solcher Betrachtungsweise hingewiesen. Man muss sich nicht ständig wiederholen. Hauptfehler ist, das man die Wartung und Abschreibung nur beim Strom einrechnet. Kauft man sich nur einen Kessel muss man auch auf die Wärme Wartung und Abschreibung des Kessel rechnen. Dann kostet die kWh-Nutzwärme keine 5 ct sondern erheblich mehr, nämlich ca. 8 - 9 ct. Die MWSt. muss man auch nicht auf die Abschreibung entrichten sondern nur auf die Privatentnahme der Energie. Verkauft man den Strom teilweise so ist hier die MWSt. gar nicht zu betrachten. Sie ist da nur ein durchlaufender Posten ohne Auswirkungen auf die Rendite. Den Rest der Milchmädchenrechnung erspar ich mir. Bitte an anderer Stelle nachlesen.


    Gucks Du hier: Informationen zum ecopower 1.0 Beitrag 134

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    Einmal editiert, zuletzt von ecopowerprofi ()

  • Zitat

    ecopower 1.0 inklusive Einbau 16.000 €
    Soll sich das Gerät über einen Zeitraum von 10 Jahren bezahlt machen, müssen jährlich 1.600 € plus Zinsen zurückgezahlt werden.


    Abzüglich der Ausgaben, die notwendig sind, um eine EE-WärmeG konforme Heizung zu installieren.


    Gruß,
    Gunnar

  • So...mein Angebot ist eingetrudelt !


    mikro-BHKW ecoPOWER 1.0
    mit Gas-Verbrennungsmotor,
    Wärmeauskopplungsmodul und Systemregler
    mit Touchscreen-Bedienfeld,
    Multifunktionsspeicher allSTOR VPS 500/2,
    Trinkwasserstation VPM 30/35,
    Heiztherme ecoTEC exclusiv VC 146/4-7


    Also mit 500L Speicher und der etwas moderneren Therme...


    Die Kosten für die Einbindung in die alte Anlage SIND NOCH NICHT ENTHALTEN ! (Besichtigung steht noch aus)
    Bereits jetzt knapp 24.000 Euro...!! (incl. Rabatt) :thumbup: Denke mit Einbau komme ich locker auf rund 26.000 Euro brutto ! ...vom zertifiz. Vaillant Händler !

    Alleine die Abgasanlage kostet 1.100,- Euro ! und NUR die (Zwangs)inbetriebname durch Vailant schlägt mit 990 Euro zu Buche ! (also für 60min in der Nase popeln) :( ...ohne MWSt. wohlgemerkt...
    Die 16.000 Euro incl. Einbau sind schlichtweg ein WITZ ! packt macht mal 10k mehr drauf ! ;-_ ...für mich ist das Projekt nun gestorben ! :wacko:

  • Denke mit Einbau komme ich locker auf rund 26.000 Euro ! ...vom zertifiz. Vaillant Händler !


    Der ist eben nicht zetifiziert zum Einbau des ecopower. Erkennt man an den Inbetriebnahmekosten in Höhe von 990,- Euro. Die fallen nur an, wenn ein nicht geschulter HB versucht die Geräte zu verkaufen. Der Multifunktionsspeicher allSTOR VPS 500/2 ist noch gar nicht lieferbar. Der Endkunden-Preis für die genannte Komponenten liegt bei ca. 17.000,-€ netto. Auch beim Abgassystem hat der voll zu geschlagen.


    Resume: Der HB hat versucht den Kunden abzuzocken und seine Unfähigkeit auch noch teuer bezahlen zu lassen. Der ist unseriös und nicht zu empfehlen.


    Xhantos: Vielleicht kannst Du mir das Angebot mal per email zu schicken.

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  • Ja, der 500l Speicher soll erst im Herbst lieferbar sein...da sollte die Anlage ja auch erst eingebaut werden...


    Angebot schicke ich dir zu (PDF) ...schade das dein Standort so weit weg ist...nur "Luschen" hier im NordOsten ! :(
    Also mein Limit für diese Anlage waren € 21.000,- BRUTTO...vielleicht find ich ja noch ne Firma hier oben...die das für diesen Preis macht ! *träum*

  • Also mein Limit für diese Anlage waren € 21.000,- BRUTTO...vielleicht find ich ja noch ne Firma hier oben...die das für diesen Preis macht ! *träum*


    Hab das Angebot erhalten und mal meine Zahlen angesetzt. Mit ein paar Modifikationen lässt sich die Anlage ohne Qualitätsverlust zu dem o.g. Preis bauen.

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  • Hallo Gunnar,


    warum soll ich hier etwas abziehen. Wenn sich ein BHKW als einzigste Heizung selbst bezahlt macht, dann gehe ich davon aus, das damit 100 % der Kosten gemeint sind. Nach Deiner Rechnung, würde sich das nur auf den Mehrpreis zur normalen Heizung beziehen. Der Kunde hätte, wenn sich nur der Mehrpreis amortisiert, also genau die gleichen Kosten wie mit einer üblichen Heizung. Was bringt im das?


    Im übrigen wird auch das Finanzamt bei vollständiger Mehrwertsteuererstattung erwarten, dass die gesamten Kosten wieder eingespielt werden.



    Mit freundlichen Grüßen

  • Im übrigen wird auch das Finanzamt bei vollständiger Mehrwertsteuererstattung erwarten, dass die gesamten Kosten wieder eingespielt werden.


    Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Das Thema wurde schon mehrfach behandelt. Bei jemand der mehr als 320 Beiträge geschrieben hat, kann man gewisse Kenntnisse voraussetzen. :whistling:


    Zur Erinnerung, gucks Du hier: http://www.bhkw-forum.info/bhk…liche-behandlung-von-bhkw


    Manchmal frag ich mich wofür der Neuendorfer sich soviel Mühe gibt. :wacko:


    Der Kunde hätte, wenn sich nur der Mehrpreis amortisiert, also genau die gleichen Kosten wie mit einer üblichen Heizung. Was bringt im das?


    Eine Heizung wird auf 15 jahre abgeschrieben. Wenn ich die Mehrkosten nach 5, 7 oder auch 10 Jahre zurück bekommen und die Anlage dann danach noch ein paar Jahre den Dienst verrichtet so hat man eben auch einen kleinen Gewinn gemacht. Dass die Umwelt weniger belastet wird kann man mal ruhig unter den Tisch fallen lassen. Umweltschutz interessiert ja keinen !!! ;( Dezentrale Stromversorgung taugt ja auch nichts. ;-_ Die Einhaltung der EnEV ist auch so einen Blödsinn. :wacko:

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
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  • Hallo ecopower,


    gut nehmen wir mal den letztgenannten Preis zu einem neuen Versuch.


    Kunde kauft für 21.000 € ein BHKW. Er lässt sich die Vorsteuer erstatten und muss somit nur 17.647 € finanzieren. Bei 3,5 % Zins sowie Tilgung in 10 Jahren sind dafür jährlich rund 2.100 € fällig. Das BHKW läuft im Jahr 5.000 Stunden und benötigt in dieser Zeit 19.000 kWh Erdgas zum Nettopreis ohne Mehrwertsteuer von 4,6 Cent die kWh. Macht 874 € für den Gaseinkauf. Für die Wartung werden pauschal 200 Euro, auch diese ohne Mehrwertsteuer angesetzt. Falls keine weiteren Kosten anfallen betragen somit die jährliche Gesamtkosten 3.174 €.


    Ist der Betreiber bestrebt mit seinem BHKW einen Gewinn zu erzielen, müssen seine jährlichen Einnahmen größer sein als die Ausgaben. In diesem Fall würde er mit 3.175 € Einnahmen einen Gewinn von einem Euro erzielen.


    Als feste Einnahmen liegen vor, die Energiesteuer mit 0,55 Cent x 19.000 kWh = 104,50, der KWK-Zuschlag für die erzeugten 5.000 kWh Strom x 5,11 Cent = 255,50 €. Werden 2.000 kWh mangels eigener Verwendung ins Netz eingespeist, ergibt das bei einer Einspeisevergütung plus vermiedener Durchleitungskosten von ca. 7,5 Cent/kWh genau 150 €.


    Werden diese 3 Erträge von den Gesamtkosten abgezogen verbleiben 2.664 €. Damit kein Verlust entsteht, muss aus dem Verkauf oder der Entnahme von 12.500 kWh Wärme und den verbliebenen 3.000 kWh Strom mindestens diese 2.664 € erlöst werden. Wird die Wärme mit 9 Cent pro kWh berechnet sind das bei 12.500 kWh insgesamt 1.125 €. Werden diese von den 2.664 € abgezogen, verbleiben für den Strom 1.539 €.


    Um den kostendeckenden Strompreis zu ermitteln, werden die 1.539 € durch 3.000 kWh geteilt. Ergebnis 51,5 Cent pro kWh Strom (ohne Umsatzsteuer).


    Wem das zu teuer ist, kann sich den Strom auch mit z.B. 8 Cent/kWh berechnen. Die Einnahmen aus dem Stromverkauf liegen dadurch mit 240 € aber mit 1.299 € unter dem Wert, welcher für ausgeglichene Kosten und Erträge nötig sind.
    Da wird dann der Steuerberater zum Jahresende einen Verlust von 1.299 € ermitteln und auch das Finanzamt wird dies so sehen. Auch ist das nicht nur eine Zahl auf dem Papier, das ist ein realer Verlust. Wenn sich das die nächsten Jahre wiederholt, droht über kurz oder lang die Einstufung als Liebhaberei und alle gewährten steuerlichen Vergünstigungen sind zurück zu zahlen.


    Was die Mehrwertsteuer betrifft, so ist unter dem von Dir angegeben Link genau nachzulesen, wenn auf alle Einkäufe die Mehrwertsteuer erstattet wurde, ist im Gegenzug auf alle Verkäufe oder Entnahmen die Mehrwertsteuer abzuführen. Das bedeutet in diesem Beispiel einen Wärmepreis von 10,71 Cent/kWh und für einen kostendeckenden Strom 61,16 Cent pro kWh.


    Was den Vergleich mit Heizkesseln mit schlechtem Wirkungsgrad oder Kosten für anstelle des BHKW nötiger Technik angeht, dies hat in der Gewinn- und Verlustrechnung eines Unternehmers nichts verloren. Hier zählt nur das, was im Konto rein oder raus geht.




    Mit freundlichen Grüßen