Spanner RE2 Holz-Kraft-Anlage - Erfahrungen?

  • Hallo,


    habe mir die letzten Wochen mal die Spanner Holz-Kraft-Anlage etwas genauer angeschaut. Nur zur Info ich habe nichts mit der Firma zu tun bin aber sehr interessiert an der Technik.


    Und dachte mir vll. Interessiert es den einen oder anderen im Forum hier.


    Eigentlich sieht die Anlage ja gar nicht mal so schlecht aus. Gut Verarbeitung und auch von der Technik her logisch aufgebaut.

    http://www.holz-kraft.de/index…e&id=102&Itemid=2&lang=de


    (Genauer Infos bei Interesse)


    Natürlich wird Sie im Werk sehr angepriesen.
    Anlage läuft ohne Probleme Wartungszeit 15 Minuten pro Tag hauptsächlich zum befüllen. Und einmal wöchentlich Reinigung (Filter und Vergaser). Dazu muss die Anlage laut Firma ca. eine halbe Stunde abgestellt werden (zur Kühlung) dann ungefähr 30 Minuten gereinigt werden.
    Auch dort wurde gesagt dass die Hackschnitel max. 15% Feucht haben dürfen. Und nur einen geringen Feinanteil enthalten sollen.
    Preis pro Kwel ca. 4000,00 Euro


    Nach dieser Besichtigung war ich positiv Überrascht, nur der Preis schreckte mich noch etwas ab.
    Da man meiner Meinung nach die Anlage auch wesentlich günstiger Produzieren könnte.


    Nun besichtigte ich noch die Anlage von Herrn Braun in Freising.
    Dort wurden nur sehr gutes Hackgut verwendet max. Feucht 10%, trotzdem muss dort die Anlage alle 2 Tage gereinigt werden. (ca. 45min, Schlackenbildung im Vergaser) und es wurde von einer Abkühlzeit von ca. 4-5 Stunden gesprochen. So gehen im Jahr schon mal 730 Stunden verloren. Was im Sommer weniger schlimm ist aber im Winter die Wirtschaftlichkeit stark einschränkt. Und dies bei Verwendung guter Hackschnitzel bei Fichtengipfelholz und Ware mit großem Rindenanteil wird die Verschlackung noch gefördert.


    Auch wurde von Störungen bei zu großem Hackgut berichtet. Wobei dies nur selten auftreten.
    Als Fazit der Besichtigung zog ich das diese Anlagen auf dem richtigen Weg sind, doch das bei einem Anschaffungspreis ab 120.000,00 nicht sein kann das die Anlage alle 2 Tage für 5-6 Stunden steht.


    Vll. Wäre ein 2ter Vergaser eine Lösung, so das immer 1er läuft und der 2te die Zeit zum Abkühlen und reinigen hat.


    Mal eine Frage an die anderen Holzgaser welche Probleme gibt es bei euch?


    Grüße aus dem schönen Bayernlande

  • Mal eine Frage an die anderen Holzgaser welche Probleme gibt es bei euch?


    Andre Liga, andre Technik


    ich mach 120 kW Elektrisch


    und völlig anderer Vergasertyp wobei der Joos Vergaser nicht direkt auf den Bild



    Quelle VdBds Bild aus http://www.holzgasjournal.de/d…899f5c9ff0dae=otvlzbluenk



    Der Joos ist eine Mischung aus ganz Rechts mit Gleichstromvergasung
    ich verwende einen Doppelfeuervergaser Temperaturgesteuert mit derzeit Naßreinigung
    in einen orginal Theisenwäscher die eben Erfahrung in der Sach habe die bis
    in die Zeit des Prinzregenten zurückgeht, also in die Zeit als das Bier noch Dunkel.



    Muß ich Trockens bestellen ( leider ist durch permanente Änderung im EEG
    und angegriffener Gesundheit, meine Trocknung noch nicht so wie ich es gerne hätte )
    kommt alles rein, Fichtennadeln, Steine nur keine kleinen Kinder und Studenten.


    Trockne ich selbst ( was leider im Winter zu langsam ) kommen die Nadeln raus
    weil sonst dauert das Trocknen ewig.


    Ob Deine Kritik das für den Preis es so nicht sein kann, ganz berechtigt ist
    kann ich nicht beurteilen, eins ist Sicher Holzgas ist nicht Erdgas.

  • Hallo!


    kann jemand was zu den Spanner Holzvergasern berichten?
    Wie die Anlagen im Allgemeinen laufen und wie hoch der Wartungsaufwand ist?


    Gruß holzgaser

  • Hallo Holzgaser!


    Ich betreibe seit März 2010 eine Holzkraft-Anlage vom Spanner 30 kW el. Anfangs ist der Wartungsaufwand etwas höher, bis man den Dreh etwas heraus hat. Jetzt belaufen sich meine Wartungsabstände auf den Kundendienst-Intervall des BHKWs 300 Stunden - ca. 12 Tage, dann wird auch der Holzvergaser gereinigt. Reinigungsarbeiten sind: Anlage abkühlen lassen (ca. 2 Stunden), Reformer reinigen, Notfilter kontrollieren und aus der Schleuse Metallteile von den Magneten entfernen (Nägel, Hackerverschleißteile, ... es ist immer was im Holz zu finden).


    Ich verwende gesiebtes Material, dadurch konnte ich meine Laufzeiten deutlich steigern. Vorteil: es kann auch schlechteres Hackgut gekauft und verstromt werden.


    Im Durchschnitt verbrauche ich 90 srm/Monat. Weniger, je höher der Hartholzanteil.


    Für weitere Fragen - einfach schreiben!


    Grüße Sepp

  • ich hate mir gestern auch eine 30 kw anlage von spanner besichtigt und der betreiber war echt unzufride 2010 aufgestelt und bis jetzt nur 3000 st gelaufen nur verstofungen oder verrusung und vieles mehr daher war ich echt geschockt und bin jetzt eigentlich nicht mehr gewolt eine von spanner aufzustellen ist das heufiger so ???

  • Hallo T.D,


    es gibt Betreiber und Betreiber!

    Hab viele Holzvergaser angeschaut(mit so wenig Laufzeit/Jahr war keiner dabei) war erst in Italien und Österreich und die "Laufen" Stunden.

    Im März hab ich meine Anlage 3 Jahre, bis jetzt sind 22500h auf den ersten Motor drauf.
    Die 23 TD will ich schon zum 3.Geburtstag sehen.


    Ein Betreiber hat im ersten Jahr mit seinem V8 Big Blog 8400h gelaufen.


    Aber wie schon angesprochen Betreiber und Aufsteller sind zweierlei.


    Mit aufzustellen ist es nicht getan...!


    Im landw. Wochenblatt BY ist ein neuer Bericht Spanner Re2 "Marktreife Serie erreicht" Kunde Müller Schwarzwald.


    Grüße aus Bayern

  • Mit dem Beitrag des Grüssers z-sound aus Bayern bin ich absolut gleicher Meinung. Es gibt Betreiber und Betreiber. Und man kann halt nicht jeden Schrott von Holz vergasen. Dies wird aber immer wieder probiert. Und wenn die Anlage dann nicht richtig läuft oder man zu viel reinigen muss, ist man schnell mit dem Liferanten unzufrieden. Eines kann man aber sicher sagen: Wenn eine Firma mehr als 100 Anlagen verkauft hat, dann hat sie was hervorgebracht was an und für sich für Qualität spricht.


    Josef Stadelmann

    Im landw. Wochenblatt BY ist ein neuer Bericht Spanner Re2 "Marktreife Serie erreicht" Kunde Müller Schwarzwald.


    Grüße aus Bayern

  • also der betreiber mit den 3000 st hatte nur bestes hackgut reine fichte stamwahre gute hackqualität echt wening feinanteil und super trocken aber trotz alles bemühungen hat er nur probleme selbst Reformer ist schon durchgeband die zuführung zum reformer ist ständich zu und soche probleme treten da auf habe keine lust 260000€ im sand zu setzen deswegen suche ich was wo ich mein landschafts pflege material reinfahren kann was ich zu 90% habe und schreddergut von vielen gärtnern was auch mit nicht so super material Fertig wird und vom aufwand nicht wie da 2 stunden am tag und die anlage leuft dann wieder nur par stunden reinstecke und immer sehr viele verschleisteile erneuern muss sowas draf erst nach 5-6 jahren aufträten

  • Hallo T.D


    es ist nicht jeder für einen Holzgaser zu begeistern und es ist besser es zu lassen.
    Manche haben mit einer Hackgutheizung schon Probleme und sind da immer am Störung beheben für diese gibt es ja immer noch Erdgas oder Öl.


    Mit dem Preis komm ich nicht klar hat der zwei gekauft?


    Hab selber ca. 40% Busch und Strauchmarterial geht gut und macht auch Leistung.
    Wie schon geschrieben wird bei mir das schlechte Material gesiebt.


    Mit dem Verschleiß na ja... Ein 24h Rennen kann ich auch nicht mit einer Tankfüllung und einem Satzreifen fahren aber der Vergaser soll 5-6 Jahre ohne laufen.
    Hast schon mal die Laufleistung in Km ausgerechnet?


    Bist schon sicher mit dem Material, Trocken unter 10% und nicht Gestockt oder zu hoher Rinden-Nadelanteil!
    Hast ein Bild vom Material oder wie die Anlage aussieht?

  • hallo z-Sound


    bielder habe ich aber nur auf mein handy beckomme die igw nicht auf mein pc


    und mit den preis haben wir alles drumherrum auch mit einkalkuliert dur die anlage als solches habe ich hier nen angebot liegen 45kw 175000€ netto


    giept es den noch andere gute anlagen auser spanner??? so bis 150 kw ??


    betreibt ihr selber eine anlage ??

  • Das erschlägt einem ja fast. Da könnte man meinen diese Spanner Joos Anlage sei der grösste Mist. Warum aber laufen so viel andere Anlagen so gut?


    Daher interessiert mich nun zuerst mal die Meinung zu diesen Problemen vom Hersteller selbst. Wie hat der Hersteller reagiert als man ihn mit diesen Problemen konfrontiert hat? Dies nur um zwei Meinungen zu haben, wobei ich Tatsachen wie "Verstopfung und Durchbrennen" nicht vom Tisch wischen will.


    Welche Anlagen Seriennummer ist es? Anlagen entwickeln sich, werden und wurden laufend verbessert bei Spanner Re2, und möglicherweise muss noch eine Verbesserung eingebaut werden. Das hat Spanner Re2 von sich aus bis zu einer gewissen Seriennummer gemacht.


    Wurde das Material welches zur Verstopfung geführt hat weggeworfen oder genau angeschaut, untersucht, eventuell zusammen mit dem Hersteller?
    Kamen Verstopfungen zustande aufgrund von zu grobem, zu feinem, zu lang faserigem Material?
    Ich habe bei anderen Anlagen schon Hackschnitzel gesehen mit vielen 12 cm lange und 0.5 cm dicke Fasern, kleine Riemen, welche auch dort für häufige Verstopfungen verantwortlich waren. Ein Drehrohr oder Rüttelsieb hat geholfen. Die Anlage in Kufstein tut dasselbe. Aus den Feinanteilen produziert man Pellets für den Verkauf und hat so weniger Asche.


    Und wie war das genau mit der Feuchte von genau diesem Material im Verstopfungsbereich?
    Trocken und Trocken ist oft nicht das gleiche:
    Wie Wann Wo wird getrocknet und gelagert?
    Wann, Wo und Wie wird der Wassergehalt des Hackgutes bestimmt im Haufen, auf dem Haufen, vor oder neben dem Haufen?
    Wie trocken ist das Material wirklich? Hat es feuchte Nester im Haufen?
    Wie alt sind die Hackschnitzel ab Fällen des Baumes wenn sie verarbeitet werden?


    Man nehme eine Probe von ca. 1 kg, wäge aufs Gramm genau ab, gebe diese Probe in den Backofen bei 110°C, wäge alle 3 Stunden das Gewicht bis sich das Gewicht nicht mehr ändert. Dann hat man das Gewicht des absolut trockenen Holzes und die Differenz zum Anfang ist der Wasseranteil. Wie sieht es damit aus?


    Vor allem wie sieht es nun mit dem Material aus das zur Verstopfung geführt hat?
    War es immer nur Holz welches verstopft hat oder waren auch Nägel beteiligt?
    Wie sieht es aus mit Harz im Holz?
    Wie frisch ist das Hackgut wenn es der Anlage zugeführt wird?
    Da interessiert mich der ungefähre Zeitpunkt vom Fällen des Baumes? Winter, Sommer, Herbst,Frühjahr?
    Wie lange kann danach das Holz als Stamm im Wald trocknen, Wasser verlieren, Harze ab/umbauen?
    Wann wird nach dem Fällen gehackt?
    Wo und wie und wie lange werden danach die Hackschnitzel wieder gelagert bis sie der Verarbeitung zugeführt werden?
    Wir gerade vor der Verarbeitung nochmals nach-getrocknet damit man ein gut durchlüftetes rieselfähiges Hackgut hat?
    Und wie sieht es mit Pilz-Befall im Haufen aus?


    Holz trocknen das danach nicht harzt und klebt ist nicht so einfach.
    Da gibt es ein paar Dissertationen und Studien von Instituten und die Meinungen gehen immer noch auseinander.


    Eines haben wir bei unseren Besuchen auf Referenzanlagen und bei Herstellern immer wieder gesehen: Sauberes von der Körnung her gesehen gleichmässiges, gleichgrosses, gleichartiges, trockenes, nicht harzendes, nicht klebendes gut rieselfähiges Hackgut funktioniert am besten. Wir haben aber auch schon Anlagen gesehen da wurde nun wirklich jeder Mist eingebracht. Pellets vermischt mit Holzkohle mit Hochschnitzeln getränkt im Petroleum damit es besser anläuft, und weil die Transportschnecke abgeschaltet hat wegen Überlastung hat er einfach den Sensor ausgebaut, was dann zum Brechen der Schnecke geführt hat.


    Auf dem Landgasthof/Hotel meines Kunden in Österreich/Zell am See läuft seit Jahr und Tag eine Hackschnitzel-Zuführung zur Schnitzel-Heizung welche einfach immer läuft. Wo man lediglich alle paar Tag den Vorrat im Silo etwas lockern muss und mit dem Schaufellader nachladen muss vom Lager.


    Josef Stadelmann

  • Um Bier herzustellen (ist eben ein bayerischer Vergleich) oder Brot zu backen braucht man eine Ausbildung die 3,5 Jahre dauert und Praxis und Theorie beinhaltet.


    Holzvergasen ist mindestens genau so kompliziert wie oben genanntes. Wenn ein Betreiber sich mit der Materie auseinander setzt, dann werden diese Dinge wie in den Beiträgen geschrieben nicht eintreten.


    Ich hab schon einige male Anrufe von einem Betreiber, oder von dessen Beauftragten, bekommen wo eben dieses Problem geschildert wurde und während des Gesprächs festgestellt, dass eben die Anlagentechnik nicht der Auslöser des Problems ist.


    Wenn 150 Anlagen verkauft werden ist mit Sicherheit jemand dabei, der mit der Technik nicht zurecht kommt und, psychologisch verständlich, den Anlagenhersteller verantwortlich macht.


    Das ist halt so…………


    Mit freundlichen Grüßen


    holzgaser