ISH: Neue Vitobloc 200 Modelle und Zubehör von ESS Viessmann

  • Ich habe ja im letzten Jahr meine Erfahrungen mit dem Viessmann-Vertrieb gemacht. Die wollen BHKWs über den gleichen Weg verkaufen wie EFH-Heizungen. Das funktioniert aber nicht und wird auch nie funktionieren. Die einzigen Anbieter, die nachhaltig erfolgreich BHKWs mit Leistungen von 5 KWel bis 50 KWel verkaufen, sind Senertec und EC Power - und bei diesen beiden Firmen handelt es sich um Anbieter, die ausschließlich BHKWs anbieten und vom Vertriebsgespräch bis zum Service alle Fäden selbst in der Hand halten.

  • Moin zusammen,


    ich als "Endverbraucher" find mich in den letzten Aussagen bezüglich des Vertriebs voll wieder. Mein EM-5 läuft jetzt seit etwa 6 Wochen, der Weg bis dahin war für mich und meinen Heizungsbauer etwas verwirrend?! Ich hatte bei meinen Heizungsbauer nachgefragt, ob er mir ein BHKW verkaufen könnte, weil ich hatte im Internet gesehen das Viessmann welche hat und wir eigendlich immer mit den Viessmannheizung zufrieden sind. Er bei Viessmann nachgefragt, sollte alle Daten aufnehmen (zu beheizende Gebäude, Stromverbrauch etc.) wegen der Wirtschaftlichkeitsberechnung.
    Nach so etwa zwei Wochen kam dann ein Herr von Viessmann selber, guckt sich an wo wir das aufstellen wollen, schreibt sich schonmal Längenmaße auf für die Abgasanlge, Zeichnung für die Einbindungs in das Heizsystem und so weiter. Und nimmt nochmal die Daten für die Planung (Stromverbrauch, Heizmaterialbedarf) auf. Die hatte er doch schon von mein Heizungsbauer bekommen.
    Beim nächsten Besuch des Herren von Viessmann eine Wirtschaftlickeitsberechnung, die mir um einiges mehr gefallen hat als die von Senertec. Hauptgrund ist die Simulationsrechnung der Betriebsstunden p.a, hier wird für jeden Monat der Wärme und Strombedarf aufgeführt und die Betriebsstunden berechnet. Sehr viel transparenter als von Senertec (so viele Stunden p.a. Punkt) und aus meinen Augen auch realistischer (5600Std bei Viessmann gegenüber >6500 Stunden bei Senertec). Was für mich auch entscheident war, ist das der Herr von Senertec meine bestehende Anlage etwas auf die leichte Schulter genommen hat (aus Unwissenheit?!). Hier handelt es sich um ein Scheitholzvergaserkessel (40kw auch von Viessmann) mit Pufferspeicher (1500l). Der Dachs sollte einfach an den Puffer angeschloßen werden und dann läuft das alles. Dies darf aber auf keinen Fall gemacht werden!! Der Kessel braucht, wenn er im Betrieb ist, das Pufferspeichervolumen, da er nur bedingt zurückregeln kann und die Wärme los werden muss.
    Nachdem ich beide Berechnung noch durch eine eigene Excel-Tabelle gejagt hab, ist die Entscheidung auf den EM-5 gefallen.
    Nach und nach kamen die Teile an, der Papierkrieg hat länger gedauert (ein Hoch auf die Netzbetreiber). Mein Heizungsbauer (auch Elektromeisterbetrieb) hat alle Heizungsanschlüsse, die Abgasanlage und die Elektroleitung soweit aufgebaut. Die Inbetriebnahme wurde dann vom Fachbetrieb erledigt.


    Positiv aufgefallen ist mir im Betrieb jetzt schon die Servicehotline. Aufgrund einer Leistungsreduzierung wegen Generatorschieflast dort angerufen. Die Mitarbeiter sind die von ESS, Hotline ist auch in Landsberg ansässig. Mit einer Frage hatte er schon den Grund wieso der Fehler auftritt herausgefunden (wenn wir die Hammermühle fürs Getreidemahlen für Viehfutter anwerfen "wackelt" (Spannung?) der Hausanschluss zu stark. Dies Problem gäbe es wohl auch bei größeren Anlagen, sie wollten es für die Inbetriebnahme mit in die Checkliste aufnehmen. Ich bekam ein Passwort und sollte ein paar Ampere- und Sekunden-Zahlen umstellen. Seit dem ist das Problem nicht wieder aufgetretten und die Anlage läuft.

  • Na denne herzlichen Glückwunsch zum neuen BHKW!!


    Wir würden uns alle freuen wenn Du immermal wieder postest wie es Dir und dem Gerät ergangen ist. Du bist aktuell der einzige aktive EM5 Betreiber im Forum, wir sind alle gespannt wie sich das entwickelt.


    :thumbup:


    mfg

  • Ich sags ja, es wäre schad um das Gerätchen, nur weil die Viessmann-Jungs intern Ihren Kram nicht auf die Reihe kriegen...


    Indirekt hat der Besitzer des EM-5 ja bestätigt was ich sagte.... gerade die Aussendienstler der Fa. xxxTec aus xxxfurt
    sind ja dafür bekannt, dass Sie was schönes ausrechnen, auch wenn das Gerät überhaupt nicht so wirklich passt. Als
    Servicemensch kriegt man dann die bezaubernden Launen solcher Kunden im Nachgang ab, wenn das Teil taktet wie blöd, etc...
    Da ist man mit der vorsichtigen Zahlenakrobatik besser bedient....


    Aus meiner Sicht könnte Viessmann durchaus EINIGES auf dem Markt bewegen, wenn die hausgemachten Probleme eventuell
    irgendwann gelöst sind. Die Strukturen, die Macht, und erst recht die Knete dazu hätte Sie ja bekanntlich.
    Und wie schon früher gesagt, dass Teil ist echt in Ordnung, ich denke nicht, dass unseren Neubesitzer nennenswerte Probleme
    erwarten, das ist einfach so...


    Henrik
    Im "Normalfall" rückt ESS zur Inbetriebnahme an... und das geht (momentan noch) richtig ins Geld. Ausser
    die Niederlassung hat mir Ihren Möglichkeiten was "schöngerechnet", das gibts natürlich auch...

  • Also bis jetzt bin ich recht zufrieden, vor allem weil das Gerät weniger Probleme macht als ich vorher gedacht hatte, läuft leise und taktet auch nicht so stark, jetzt in der "warmen" Jahreszeit (heute 200:07 Betriebsstunden bei 98 Starts, trotz der ganzen Starts bei der Inbetriebnahme, jetzt immer >2,5 Std/Start), wie ich dachte. Da kann man bestimmt noch was mit den Einstellung machen, damit das noch besser wird, aber dafür brauch ich erstmal mehr Erfahrung.
    Die Inbetriebnahme wurde bei mir von einer Firma übernommen, die sich auf BHKW´s spezialisiert hat und schon viele (nach eigener Aussage) größere ESS-Geräte in Gewerbebetrieben inbetrieb genommen hat und jetzt auch betreut und der EM-5 wäre ja nur eine eingeschrumpfte Version der großen Baureihen. Die sind wohl in ganz Norddeutschland unterwegs, aber nicht nur für ESS/Viessmann.

  • Kurz Informiert hatte ich mich über Pendants, aber beim Vaillant hat mir die Lösung der Modullation (ist bei mein EM-5 abgeschaltet, weil die Wartungsintervalle bleiben die gleichen,da die Drehzahl des Motors gleich bleibt, also soll er voll Feuer geben wenn er läuft) über einen Wechselrichter nicht so zugesagt. Wir haben auf unsern Hofgebäuden PV-Anlagen laufen und die Monteure haben uns damals schon gesagt, der Wechselrichter an einer PV-Anlage ist meist das, was als erstes den Geist aufgibt, bei uns zum Glück noch nicht passiert, aber bei Nachbarn/Berufskollegen. Der Wechselrichter soll auch in ein Raum sein wo er die Wärme gut los wird, aber dann eine Heizanlage mit Wechselrichter wie bei Vaillant, das war ich skeptisch.
    Bei EC-Power hatte ich mich hauptsächlich in der Infothek schlau gelesen. Wo ich dann auf die Kombination Dänemark und Aufpreise gestoßen war, da gingen innerlich die Alarmglocken an. Aus Dänemark kommen viele gute Produkte, in der Landwirtschaft sind die Dänen uns in vielen Punkten ein Schritt voraus und deswegen werden viele technische Lösung für Ställe von dort inportiert, sieht immer erst günstig aus, wird dann aber schnell teuer, weil dies noch und das und das......
    Ich wollte auch nicht mir von jeden Hersteller ein Angebot holen, weil jeder dann im Grunde mit ähnlichen Wirtschaftlichkeitsberechnung und ähnlichen technischen Konzepten kommt. Das EM-5 hat sich logisch für mich angehört, weil es keine komplette Neuentwicklung war, der Preis mit dem anderen Angebot ähnlich war und ich der Meinung bin, wenn der Spitzenlastkessel und das BHKW vom gleichen Hersteller sind, arbeiten die ehr zusammen als gegeneinander, werd ich dann aber erst im Winter sehen.

  • Stimmt das mit dem Wartungsintervall ist natürlich ein argument.


    Wobei man da auch abwägen muss ich hab gehört das ec power zwar sehr lange zyklen hat die wartungen dafür aber teurer sind. wenns dann preistechnisch aufs gleiche hinaus kommt bringt mit das lange intervall ja nichts.


    Wo lag denn der Preis für das Vissmann bhkw wenn man fragen darf?

  • Wo lag denn der Preis für das Vissmann bhkw wenn man fragen darf?

    Ich habe die Endabrechnung nun doch mal erhalten, den genauen Preis nur vom Modul kann ich so aus der Rechnung nicht ersehen, in der Position sind das Modul, die Aufstellkonsole, der Abgas-Schalldämpfer, die Speicherfüllstandsregelung, die Inbetriebnahme und ein Kleinverteiler zusammengefasst. Ich bin mir nicht sicher, ob der Preis dann zum Vergleichen mit anderen Modulen taugt. Wichtig war für meine Entscheidung aus preislicher Sicht das zwischen den Viessmann-Angebot und den Anderen kaum Unterschied war. Etwas teurer als im Angebot ists nun geworden, liegt aber an dem blauen Beton in den Wänden :whistling: , die Handwerker-Azubis haben mehr Stunden gebraucht als veranschlagt.

  • Hallo Wullewu,


    kannst du mal deinen Wärmeverbrauch und den Stromverbrauch posten? Brauchst du auch im Sommer viel Wärme? Wieviele Betriebsstunden hast du kalkuliert? Wie groß ist dein Pufferspeicher?


    Ich hatte eine Beratung von einem Vissmannvertreter. Der Preis lag so um 20.000EUR. Dann kommt noch der Einbau, Pufferspeicher etc. dazu.
    Soll am Ende so bei 28.000EUR liegen. Den Einbau sollte unser ortsansessiger HB machen. Da hab ich gesagt: Nein danke. :pinch:
    Ist aber auch bei unseren Verbräuchen an der wirtschaftlichen Grenze.


    Gruß, naepper

  • wer solls denn sonst einbauen wenn nicht der heizungsbauer? ;)
    Die meisten lassen für die Inbetriebnahme und die komplizierteren Sachen dann eh den Werkskundendienst kommen.

  • Hallo naepper,

    kannst du mal deinen Wärmeverbrauch und den Stromverbrauch posten? Brauchst du auch im Sommer viel Wärme? Wieviele Betriebsstunden hast du kalkuliert? Wie groß ist dein Pufferspeicher?

    Den Wärmebedarf haben wir so auf etwa 102000kwh geschätzt (kam bis jetzt aus Holz die Wärme, da ist das Schätzen schon mehr Glücksspiel als Wissen), ist aber sehr unterschiedlich übers Jahr, im Sommer brauch ich nur Warmwasser fürs Haus, im Winter muss Haus und Ställe geheizt werden. Also der Scheitholzkessel wird im Winter garantiert gut laufen müssen. Der Stromverbrauch lag in den letzten Jahren immer zwischen 40000-50000kwh (nur Betrieb). Haus und Betrieb haben verschiedene Zähler, aber die Entscheidung fiel leicht wo das BHKW angeklemmt wird. In der Wirtschaftlichkeitsberechnung wird von 5689 Std. ausgegangen, so soll sich die Anlage nach 3,7 Jahren amortisieren. Die Betriebsstunden habe ich gerne geglaubt, wenn man mit Holz heizt und immer selber nachlegen muss bekommt man ein Gefühl wieviel Wärme man braucht. Der kleine Betriebswirtschaftler der in meinem Kopf sitzt hat mir aber gesagt, wenn du die 3,7 Jahre mal Zwei nimmst könnte es hinkommen. Pufferspeicher ist bei mir 950 Liter dran. Viele würden sagen: zu klein, ich hoffe das BHKW wird von Oktober bis März durchlaufen, da brauch ich den Puffer also quasi nicht.

    Den Einbau sollte unser ortsansessiger HB machen. Da hab ich gesagt: Nein danke. :pinch:

    Ich kann Henrik nur beipflichten. Bei mir hat der Heizungsbauer meines Vertrauens praktisch den ganzen Aufbau übernommen. Die haben das BHKW an die richtige Stelle gerückt, die Abgasstrecke aufgebaut, den Puffer an das BHKW angeschloßen, das Ganze dann an die Heizkreise, alles schön isoliert, Elektriker hat dann den Stromanschluss verlegt und die Messsonden die so alle Verbaut wurden schonmal ans BHKW angeschloßen. Zu letzt kamen zwei Herren von einer Fachfirma und haben dann das BHKW angeschmießen, eingestellt und paar Test durchgeführt. Die waren dann nur ein Tag da, für die anderen Sachen wären die auch etwas teuer.

  • Also mit dem HB meinte ich natürlich unseren im Dorf, nur der ist mir nicht zuverlässig genug!


    Bei deinen Verbräuchen bin ich mal gespannt ob du auf die Bh kommst und wieviel Strom du selbst verbrauchen kannst.
    Halt uns auf dem Laufenden!


    Danke, naepper