CO2 - Einsparung beim Dachs

  • Mein Dachs sagt mir in den Betriebsdaten dass er in dem halben Jahr Betrieb jetzt


    8.600 kg (8,6 to) CO2 eingespart hat.


    Is ja eine beeindruckende Zahl. Ich will die Zahl in den Gesprächen und Diskussionen, welche ja nicht nur hier geführt werden, schon als Argument pro BHKW unterbringen.


    Aber ....... von was :?: oder gegenüber was :?: oder im Verhältnis zu was :?:


    haben der Grüne und ich das CO2 gespart ?(


    Ich hab da echt keinen Plan und will auch keinen Schmarrn verzapfen :!:


    Wer kann helfen?

    Die dezentrale KWK ist keine Brücke - sie ist die Lösung :thumbsup:


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  • Moin,


    das wird verglichen gegenüber einem herkömmlichen Haushalt der Wärme mittels Kessel erzeugt und Strom aus den "guten" Kraftwerken bezieht.
    Bei der Stromerzeugung geht man hier momentan von 500g CO2/kWh aus die in die Umwelt geblasen werden, bei der Wärmeerzeugung weiß ich nicht mehr, denke Manni hat hier bestimmt ne Menge Links (YouTube, Wiki und was weiß ich alles) die er uns gerne mitteilt :P


    Gruß
    Tom

  • Aber ....... von was :?: oder gegenüber was :?: oder im Verhältnis zu was :?:


    ist das eine Angabe im Dachsportal?
    Dann gehe ich davon aus, dass der Wert im Vergleich zu konventionellen getrennten Herstellung von Strom im Großkraftwerk und Heizkessel im Keller gemeint ist.


    Wenn Du es genau haben willst, musst Du herausfinden, was Du persönlich bisher beim Strom bei Deinem EVU emmitiert hast und was Dein bisheriger Heizkessel an CO2 erzeugt hat.


    [EDIT]: Tom war schneller


    LG


    Bruno

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  • Bei der Stromerzeugung geht man hier momentan von 500g CO2/kWh aus


    Woher hast Du die Zahl. Ich kenne 860 g/kWh CO2 für Strom im BRD-Mix (KfW-Tabelle zum Nachweis der CO2-Einsparung). Wenn ich Grundlast aus der Braunkohle nehme liegen die sogar bei ca. 1200 g/kWh CO2. Ich möchte nur bei meinen Beratungen keinen Quatsch erzählen. Dann hat man beim Kunden gleich versch....

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
    http://perdok.info/
    Oscar Perdok GmbH
    Gildeweg 14, 46562 Voerde
    Beratung, Planung und Installation von: KWK-Anlagen, PV-Anlagen, Stromspeicher mit Notstromfunktion, Eigene Herstellung von Ladestationen für E-Mobile, Energie-Effizienz incl. Kosten/Nutzen-Betrachtung, Ladestation für E-Mobile (kostenlos)

  • Moin,


    war am Freitag bei einer Informationsveranstaltung der Handwerkskammer Nürnberg zum Thema Elektromobilität. Dort hat Tomi Engel von der DGS ( http://www.dgs.de/1829.0.html ) diese aktuelle Zahl genannt. War selbst überrascht, deshalb hat sich die gleich in die nicht vorhandenen Gehirnwindungen eingebrannt :D


    Gruß
    Tom

  • huhu,


    wie es überall so ist,
    gibt es hier zig verschiedene Ansätze, wie man die Co2-Ersparnis berechnen kann


    einmal,
    ist klar, dass das verbrannte Gas (für die Stromerzeugung) irgendwas um die 200g/kwh rauslässt
    Der Strommix (im Netz) hat aber irgendwas um die 500g/kwh
    ergo, spart man um die 300g ein


    andererseits
    könnt man auch die alten gemis-Zahlen vom Öko-Institut ranziehen
    Diese sehr angesehenen Untersuchungen kamen für kleine BHKW auf einen Emissionswert von 49g/kwh (interessanterweise weniger als PV)
    wieder ausgehend vom Strommix mit 500g hätten wir hier schon 450g/kwh gespart


    gaaanz anders
    würd ich nochmal auf die 200g/kwh emittierten durch BHKW rangehen
    und hier nun aber nciht zum NEtzstrom schaun. Der Strommix da drin hat nämlich shcon nen ordentlichen EE-Anteil
    und wie wir wissen, haben erneuerbare per Gesetz vorrang.
    Ergo, verdrängt BHKW-Strom nciht [Strommix] sondern [Strommix - EE-Anteil]
    Dieser Verdrängungsstrommix liegt nun aber bei um die 800g/kwh
    Unterm Strich würde hier halt eine Co2-Einsparung von 600g/kwh rauskommen.


    Nicht, weil mir die Höhe der Zahl gefällt
    sondern weil es für mich am plausibelsten ist...mag ich die dritte Variante

  • Wenn Du es genau haben willst, musst Du herausfinden, was Du persönlich bisher beim Strom bei Deinem EVU emmitiert hast und was Dein bisheriger Heizkessel an CO2 erzeugt hat.



    So genau will ich des jetzt auch wieder nicht wissen. Ich will ja schließlich keine wissenschaftliche Auswertung draus machen.


    Aber die Erkärung mit der getrennten Herstellung von Wärme und Strom reicht mir voll aus :thumbup:


    und das versteht auch der letzte Hirni


    Danke für die prompte Erleuchtung ||_

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  • war am Freitag bei einer Informationsveranstaltung


    Hast hoffentlich daran gedacht, es war der 1 April. Nicht das es sich um einen Scherz gehandelt hat. Naja vielleicht hat er sich versprochen. Vielleicht kannst Du nochmal befragen ob die Zahl stimmt. Da der größte Teil des Stromes aus Stein- und Braukohle stammt müsste bei der Zahl der Rest fast CO2-frei erzeugt werden. Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

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  • Also gut, dann hier noch mal in schriftlicher Form :whistling:


    Deine 860g tauchen da bis 1990 aber irgendwie gar nicht auf _()_ Wie alt bist du ?( Solltest vielleicht mal ein Update fahren :-)_:-) :D


    Grüße
    Tom

  • Deine 860g tauchen da bis 1990 aber irgendwie gar nicht auf _()_ Wie alt bist du ?( Solltest vielleicht mal ein Update fahren :-)_:-) :D


    Die hab ich aus einer Tabelle der KfW zur Berechnung der CO2-Einsparung für bestimmte Förderprogramme. Die musste ich bis vor wenige Jahre immer machen, damit meine Kunden Ihre Inverstition auch finanzziert bekamen Bin jetzt am falschen Rechner sonst hätte ich die mal Eingestellt. Da stand erst eine Zahl von 1050 g/kWh CO2 und wurde dann auf 860 g/kWh CO2 für Strom reduziert. Die Tabelle gibt es bei denen nicht mehr weil die Förderprogramme geändert wurde.
    Auch mit den Angaben die AxelF verlinkt hat komm ich grob auf höhere Werte für den CO2-Mix. Alleine die Braunkohle wird dort mit 1153 g/kWh CO2 angegeben. Bei uns sind die meisten Kohlekraftwerke ohne Wärmeauskopplung. Geht alles in den Rhein oder in die Luft. Aber es ist wie immer, glaube keiner Tabelle, die du nicht selbst gefälscht hast. :glaskugel:

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  • Siehst du, dass ist genau der Grund weshalb ich das mit der Energieberaterei und den dollen Energieausweisberechnungskäse bleiben habe lassen (hab das auch mal gelernt bei der HWK). Diese sinnlose Rechnerei (100 Berater, 100 verschiedene Ergebnisse) ist für die Tonne, aber es wird viel Geld dafür verblasen. Da wird getrickst bis der Arzt kommt damit die Werte dann passen um Förderung abzugreifen. Da werden Faktoren gebogen und beschissen ohne Ende, die Stromwirtschaft bekommt Extrafaktoren usw. usw..
    Mit gesundem Menschenverstand und etwas recherche im Internet kann jeder selbst Energie sparen, da brauchts keinen Berater für viel Geld.
    Problem ist nur wenn man Fördergelder benötigt, dann kommt man um diesen Käse nicht herum, so kann man sich seine Einnahmen auch sichern :negativ:
    Nur braucht man immer diese Fördergelder und hängt somit an der Leine?



    Gruß
    Tom

  • Diese sinnlose Rechnerei (100 Berater, 100 verschiedene Ergebnisse) ist für die Tonne,


    Nun auch mal was ich erlebt habe. Ein Kunde hatte, bevor ein BHKW bei mir gekauft hat, ein Energieberater befragt. Von BHKW hat der dem nichts gesagt aber mit welchen tollen Massnahmen er wieviel einsparen könnte. Mit neue Fenster, Dämmung und so hat er eine Einsparung von 86.000 kWh pro Jahr errechnet. Nur dumm, dass der bis dahin nur 5500 L Heizöl (ca. 56.000 kWh) pro Jahr verbrauchte. :blush2:

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
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  • Mit neue Fenster, Dämmung und so hat er eine Einsparung von 86.000 kWh pro Jahr errechnet. Nur dumm, dass der bis dahin nur 5500 L Heizöl (ca. 56.000 kWh) pro Jahr verbrauchte. :blush2:


    http://www.youtube.com/watch?v…A&feature=player_embedded



    Nicht alles was der Herr sonst erzählt stimmt, nur weil nicht alles stimmt
    ist nicht gesagt das alles Falsch, es ist wie mit Hubraum


    alte Proll Weisheit Hubraum ist nur durch Hubraum zu ersetzen


    aber das gilt nicht fürs Denken


    Vorgedachtes ist nicht durch mehr Vorgedachtes zu ersetzen sondern nur durch Selberdenken

  • oh ja,


    100 Berater und 100 Ergebnisse halt ich für stark
    ...UNTERtrieben
    IUch hätt eher so auf 200 getippt. :D


    Die Marktkenntnis ist auch überwältigend


    Neulich hat ich einen Anruf (auf Empfehlung) von einem Planungsbüro
    ..spezialisiert auf effiziente Gebäudetechnik
    "Hilfe, wir haben einen Kunden in puncto BHKW und keiner von uns (immerhin 20 Mann) hat einen Plan davon
    und der Kunde möchte übermorgen was wissen"
    schwupps, telefonishc grobe Eckpunkte benannt und nächsten Tag einen crashkurs in Sachen BHKW geliefert.
    Fanden sie gut...so gut,
    dass sie beim nächsten Mal ehrlich waren
    "Eigentlich...ähm, nun ja
    eigentlich möchte der Kunde BHKW (weil er denkt es wär so lukrativ) und der vorherige Planer hat abgeraten
    der aktuelle Architekt so wie so (Fan von WP)
    und wir wollten den auch abraten (1. keinen Plan davon und 2tens kanns ja nicht so doll sein...würd ja jeder machen.
    Nun aber, stellen wir fest, dass ist ja total gut"


    Okay,
    BHKW passt nicht überall, in diesem Fall war es aber ein sehr großes Objekt...zwar nicht der höchste WW-Anteil, aber gut genug für nen Gerät mit 100kw_th.


    Ach so,
    so ganz unbedarf in Sachen BHKW waren sie dann doch nicht |:-(
    denn sie haben schonmal eins in ein Altenheim reingepflanzt...weil...
    ja weil die Solaranlage es nicht schaffte die ENEV einzuhalten, drum "musste" noch ein BHKW als "Spitzenlastlösung"(natürlich ne Riesenmaschine) mit rein
    ja, Spitzenlast, denn Grundlast macht ja der Brennwertkessel |:-(|:-(|:-(


    Ach so,
    dass man den Primärenergiebedarf prächtig senken kann mit BHKW, war so natürlich auch nicht bekannt
    ...eher wurden befürchtungen laut, dass an DIESEM PUNKT ein BHKW-betrieb schwächen hätte


    Aber ich will nicht weiter drüber herziehn
    Sie haben jetzt einen für das Thema abgestellt und in puncto BHKW wird dann gern bei mir Rücksprache gehalten.
    Immerhin ist Besserung in Sicht.


    und da hier ein großes Manko liegt,
    bin ich dazu übergegangen Schulungen für Marktakteure zu halten.
    Klar, man kann an einem Tag nicht alles beibiegen...aber immerhin die Grundlagen soweit setzten,
    damit die Leute BHKW mal in Erwägung ziehen.