Umstellung bei 30000kwh Erdgas und 6000kwh Strom für 12 Jahre altes Haus wirtschaftlich?

  • Hallo zusammen!


    Ich interessiere mich schon lange für ein Mikro BHKW. Da man ja so langsam auch für meinen Leistungsbereich etwas kaufen kann,


    bitte ich Euch hiermit um Euern Rat.


    Mir liegen zwei Angebote mit Wirtschaftlichkeitsberechnung für das BHKW vor.


    Jedoch zuerst hier meine Daten für das Doppelhaus.


    Ich bin der Besitzer von beiden Doppelhaushälften aus dem Jahre 1999 mit 2x147m² Wohnfläche. Im Keller stehen 2 Stck. Viessmann


    Niedertemperaturkessel Litola je 18KW und je einen Warwasserspeicher Viessmann Vitocell 150l. Da beide Haushälften genau spiegelbildlich


    angeordnet sind würde ich gern beide Heizkessel zu einem BHKW zusammenfassen. Die eine Haushälfte wir von uns (2 Erwachsene 2 Kinder)


    bewohnt, die andere Haushälfte ist vermietet (2 Erwachsene 2 Kinder). Es sind in der Häusern Radiatoren als Wärmeverteilung vorhanden.


    Der Energieverbrauch beträgt für das gesamte Doppelhaus 30000kwh Erdgas und 6000kwh Strom.


    Hier die Daten mit denen die Wirtschaftlichkeitsberechnung für beide BHKWs erstellt worden sind: Erdas 0,046,-Euro/kwh Strom 0,185,-Euro/kwh


    Verbrauch der beiden BHKWS je ca.44000kwh Erdgas.



    Angebot 1: Ecopower 1.o für Netto inkl. Montage 20000,-


    6800h Laufzeit und erziehlt dabei (da es nicht moduliert) 6800kwh Strom und 22000kwh Wärme, der rest


    kommt von dem Brennwert Wandkessel, was ja in dem Paket von Vailland vorhanden ist.


    Kostenersparniss pro Jahr gegenüber den vorhandenen Heizkesseln 1200,-



    Angebot 2:Ecopower 3.0 Netto inkl. Montage 22000,-


    6100h Laufzeit, davon 2400h Volllast und 3700h Teillast( da diese Gerät moduliert) 11600kwh Strom und 30000kwh Wärme.


    Ein Spitzenlastkessel ist nicht erforderlich , ich werde aber für Notfälle eine der beiden Kessel mit in das BHKW einbinden.


    Kostenersparniss pro Jahr gegenüber den vorhandenen Heizkesseln 1700,-


    Meine Fragen lauten:


    a) sind diese Berechnungen realistisch?


    b) daraus folgt, ob eine Umstellung sinnvoll ist?


    c) erhalte ich die Mehrwertsteuer für den Kaufpreis zurück, oder mach es überhaupt sinn diese zurück zu erstatten?


    d) was ist mit der Standfestigkeit des Ecopower 3.o , denn wenn ich zum Beispiel nach 30000 Betriebsstunden einen neuen Motor für 3000,-


    brauche, macht dann die ganze Umstellung einen sinn? Wie ist die Standfestigkeit bei dem Ecopower 1.0 , welche Laufzeiten


    sind in den USA und Japan erzielt worden?



    Bitte meldet Euch.


    Danke astuerk

  • Hallo Astuerk,


    der Brennstoffbedarf erscheint mir etwas hoch gegriffen, zum ersten gibt es beim zusammenlegen der Anlagen weniger Stillstandsverluste und zum zweiten werden die neuen Geräte wesentlich effektiver arbeiten. Deshalb gleich mal die Frage: wie alt sind die derzeitigen Heizungen? Welcher Abgasverlust wurde vom Kaminfeger zuletzt festgestellt?


    was den Preis angeht, kommt mir das ganze recht preiswert vor, und Du erwähnst mit keinem Wort einen Pufferspeicher, der in jedem Fall notwendig werden wird. Zudem sind bei einer Anbindung von 2 Gebäuden weitere Kosten wie z. B. Wärmemengenzähler zur Abrechnung und natürlich die Leitungen da rüber notwendig.


    LG


    Bruno

    Ich bemühe mich, garantiere aber keine Vollständigkeit und Richtigkeit, Beiträge ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung!
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  • Hallo astuerk und herzlich Willkommen im Forum ! (Bruno war wieder schneller )))) )


    Grundsätzlich zu Deinen Fragen:


    - beim Eco 3.0 hab ich Bauchschmerzen was die Standfestigkeit angeht


    - zum Eco 1.0 (von Honda) kann ich nix sagen


    - ob die Brechnungen realistisch sind ? schon die Eckdaten Gas und Strompreise sind von Vorgestern! Am besten wird sein Du stellst die Berechnungen hier ein - Deine Daten schwärzen!!- und wir rechnen im Detail nach.


    - wenn Du zur Umsatzsteuer optierst dann kannst Du auch aus allen Ausgaben Vorsteuer ziehen. Aber Achtung dann mußt Du Wärme und Strom auch mit Mehrwertsteuer verkaufen.


    Was ich nicht ganz verstehe sind die errechneten Gasverbräuche von 44000kWh. Wenn die alten Kessel ca. 80-85% Wirkungsgrad haben dann sollte ein BHKW mit nahezu 95% nicht viel mehr als 35000-37000kWh Gas verbrauchen.


    Ich rate Dir noch weitere Angebote einzuholen, der Whispergen oder Remeha Evita sind ebenfalls Kandidaten für Dein Projekt.


    mfg

  • schon die Eckdaten Gas und Strompreise sind von Vorgestern!


    Eine gewagte Behauptung. Nicht alle Versorger sind Abzocker (oder vielleicht ja nur ein bisschen)
    Aktuelle Grundversorgungstarife der Stadtwerke Versmold:
    Strom 18,513 ct / kWh netto
    Gas 4,6 ct / kWh netto


    Was ich nicht ganz verstehe sind die errechneten Gasverbräuche von 44000kWh.


    Ist incl. Gasverbrauch für die Stromproduktion. Beim 1.0 43442 kWh; beim 3.0 44758 kWh (produziert etwas mehr Strom)


    und Du erwähnst mit keinem Wort einen Pufferspeicher, der in jedem Fall notwendig werden wird.


    Sind immer incl. Pufferspeicher, da die Steuerung ohne erst gar nicht einschaltet (siehe auch Einbindungsbeispiele im Download-Bereich). Sind aber nur Schätzungen mit einer Toleranz von max. +10% (aber nur wenn die Realität von den Angaben erheblich abweicht). Genaues Angebot erst nach Ortsbesichtigung. Es gab Foto's von den Örtlichkeiten.


    was den Preis angeht, kommt mir das ganze recht preiswert vor


    Es handelt sich bei allen Preisangabe um Netto-Preise.


    Jetzt bin ich gespannt was Ihr jetzt schreibt. :pfeifen: Entweder bekomme ich jetzt :-)_:-) oder :freunde:

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
    http://perdok.info/
    Oscar Perdok GmbH
    Gildeweg 14, 46562 Voerde
    Beratung, Planung und Installation von: KWK-Anlagen, PV-Anlagen, Stromspeicher mit Notstromfunktion, Eigene Herstellung von Ladestationen für E-Mobile, Energie-Effizienz incl. Kosten/Nutzen-Betrachtung, Ladestation für E-Mobile (kostenlos)

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  • Ist incl. Gasverbrauch für die Stromproduktion.


    hätt ich nicht gedacht :-)_:-)
    Könnte aber dennoch weniger sein, da wie oben erwähnt Stillstandsverluste wegfallen (zumindest bei einer Variante) und die Effizienz der Anlage (hoffentlich :P ) zunimmt.


    Es handelt sich bei allen Preisangabe um Netto-Preise.


    Da nicht jeder die Vorsteuer holen will oder kann und die meisten hier Endverbraucher sind, sollte man die Zahlen incl. Märchensteuer angeben. |__|:-)


    Sind immer incl. Pufferspeicher


    und (fern)Wärmeleitung und Stromversorgung incl. Zähler des 2. Gebäudes?
    dort auch noch mal einen eigenen Puffer oder wenigstens über eigenem Heizkreis mit 3Wegemischer versorgt?


    LG


    Bruno

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  • Sorry ,


    ich lese da für Beelen :


    - Strom 22,03 Cent/KWh
    - Gas 5,28 Cent/KWh


    natürlich zuzüglich Grundgebühr.


    Ach was ein BHKW macht auch Strom???? Das ist mir gänzlich neu *lesen* - die Verbräuche passen trotzdem nicht im Vergleich zu den alten Kesseln ist das zuviel!


    mfg

  • Wie bereits festgestellt sind preise für Strom und Gas zu gering angesetzt. Der Mehrverbrauch dürfte so auch nicht gegeben sein, wie beschrieben wegen Effizienz der neuen Technik im Vergleich zur alten. Höherer Bedarf macht BHKW tendenziell wirtschaftlicher ;D Ansonsten sage ich nur, traue keiner Berechnung eines Verkäufers, sondern rechne selbst nach. Auch ein Angebot für die Remeha Evita solltest Du einholen - die hat bei ähnlichen Daten wie die 1.0 Lösung einen erheblich geringeren Listenpreis und ist bereits erhältlich.


    Ansonsten mal einlesen: http://www.bhkw-forum.info/bhk…chaftlichkeit-foerderung/

  • Da nicht jeder die Vorsteuer holen will oder kann und die meisten hier Endverbraucher sind, sollte man die Zahlen incl. Märchensteuer angeben.


    Die Preisangaben für die Anlagen sind nur mündlich gemacht und geschätzt worden (siehe vorhergehender Beitrag meinerseits). Beim schriftlichen Angebot wird die MWSt. mit angegeben. Der Interessent ist im Vertriebsaußendienst tätig und wird wohl zwischen netto und brutto unterscheiden können.



    Hab ja auch gesagt die Preisangaben sind netto. 22,03 brutto sind eben 18,51 netto.


    und (fern)Wärmeleitung und Stromversorgung incl. Zähler des 2. Gebäudes?
    dort auch noch mal einen eigenen Puffer oder wenigstens über eigenem Heizkreis mit 3Wegemischer versorgt?


    Es handelt sich um 2 DHH, die direkt neben einander stehen. Die Problematik mit dem 2 HK ist besprochen worden und würde ich empfehlen. Die ecopower-Geräte können immer 2 HK ansteuern. Ist also im Preis enthalten. Ein Wärmemengenzähler kostet ca. 200,- €. Also nichts was den Gesamtpreis erheblich beeinflusst. Das gilt ja auch für den Strom an den Mieter. Meine Schätzung beruht auf realisierten Projekten und da gehören die Messeinrichtungen immer dazu. Wir bieten komplett an und liefern nur "Schlüsselfertig".


    traue keiner Berechnung eines Verkäufers


    Ist ja selbst einer. Aber ich möchte, das der Kunde mich auch weiter empfiehlt. Wenn ich ein Preis nenne stehe ich auch dazu.


    Könnte aber dennoch weniger sein, da wie oben erwähnt Stillstandsverluste wegfallen


    Es bleibt trotzdem eine Prognose mit erheblichen Unsicherheiten. Ich habe selber auch eine Mietwohnung in einem größeren Objekt. Muss dabei immer wieder feststellen wie unterschiedlich bei gleichen Wohnungen die Heizungsverbräuche sind. In der selben Wohnung anderer Mieter anderer Verbrauch.


    die hat bei ähnlichen Daten wie die 1.0 Lösung einen erheblich geringeren Listenpreis und ist bereits erhältlich.


    So nicht ganz richtig. Das Remeha-Gerät kann nur einen Heizkreis und eine NL für die WW-Versorgung regeln, das ecopower ist serienmäßig für 2 Heizkreise konzipiert und kann bis zu 3,5 NL in der WW-Versorgung bedienen. Nach meiner Meinung ist das Remeha-Gerät (ist fast baugleich mit dem geplanten Vaillant-Gerät) nur für eine DHH-Hälfte geeignet. Es braucht auch eine größere Wärmesenke um die gleiche Strommenge zu produzieren. Ich sehe die Einsatzgebiete der Stirlinggeräte dort wo wenig Platz ist (z.B. in einem Wandschrank). Dort wo platz ist sollte man wegen des höheren Wirkungsgrades Geräte mit Verbrennungsmotor einsetzen.

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  • Die Lösung nennt sich UVR 1611 - kann mehr als jede Ecopowersteuerung und macht so viele Heizkreise und WW-Bereiter wie man will - und hat dazu eine schöne Weboberfläche wenn man auf die Lösung von Tom3244 hier aus dem Forum zurückgreift - siehe Signatur :) Das an die Evita, zwei der kleinen Hygiene-Speicher von Remeha und fertig ist das perfekte Paket für die Zwei Doppelhaushälften :)

  • Zitat von »Neuendorfer«
    traue keiner Berechnung eines Verkäufers



    Ist ja selbst einer.


    hab ich da was verpasst?


    LG


    Bruno

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  • hab ich da was verpasst?


    Ich meinte den Interessenten. Bitte um Verzeihung, wenn ich ungenau war. :strafe:


    Zitat Neuendorfer:
    fertig ist das perfekte Paket für die Zwei Doppelhaushälften


    Trotzdem benötigt ein Styrlinggerät eine größere Wärmesenke. Aber ich kann ihm auch das Remeha-Gerät und alles was dazu gehört liefern. Das ist nicht das Problem. Habe auch mir schon die Steuerung von Tom angeschaut. Feine Sache. Werde die auch einsetzen, wenn es notwendig ist. Aber ein ecopower hat alles für 2 HK an Bord. Dann macht es doch keinen Sinn dem Kunden noch weitere Kosten auf zu brummen.

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  • ne Frage am Rande:


    Warum Stromkosten Netto angeben?? Ich sehe darin keinen Sinn - bei Gas kann ichs ja verstehen weil Vorsteuer abziehbar, aber für Strom geht das nicht. Hab ich da was verpasst oder spielt hier der psychologische Aspekt die Obergeige wie in der Werbung die XX,99Cent Preise??


    mfg

  • Warum Stromkosten Netto angeben??


    Nix Werbung. Entweder man berechnet alles mit Netto- oder Brutto-Werten. Für die Wirtschaft ist die MWSt. nur Durchlaufposten. Die wird in der Kalkulation und Buchhaltung nicht berüchsichtig und alles mit Netto-Werten bewertet. Auch der Investionsbedarf wird nur mit Netto-Beträgen ermittelt. Die MWSt. muss auch nicht finanziert werden, da diese sofort mit Forderungen des Finanzamtes verrechnet werden können. Unser eins muss einen Erstattungsantrag stellen. Wenn alles in Ordnung ist wird die Erstattung auch umgehend geleistet. Seine eigene Verbräuche müssen dann noch mit MWSt. beaufschlagt werden um seine eigene Kosten zu ermitteln.Die MWSt. die der Mieter auf seine Bezüge zu entrichten hat müssen an das Finanzamt unter Abzug der Vorsteuer abgeführt werden. Also eben Durchlaufposten. Aus den vor genannten Gründen ist es üblich nur mit Netto-Beträgen zu kalkulieren. Ich bin kein Steuerberater hoffe aber alles verständlich erklärt zu haben. :hutab:


    Wenn ein Verkäufer mit Brutto kalkuliert, ist vorsicht geboten. Die Beträge sehen größer aus aber der Betreiber muss ggf. 19% ans Finanzamt abführen und die Rendite ist dann um den Betrag geringer. Der Kunde wird dann getäuscht. :negativ:

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  • Wenn ein Verkäufer mit Brutto kalkuliert, ist vorsicht geboten. Die Beträge sehen größer aus aber der betreiber muss ggf. 19% ans Finanzamt abführen und die Rendite ist dann um den Betrag geringer. Der Kunde wird dann getäuscht. :negativ:


    das ist totaler Quatsch!


    Entweder der Betreiber ist Unternhemer im Sinne des USTG, dann muss er auf alle das Unternehmen betreffende Umsätze (Einnahmen) Umsatzsteuer bezahlen und kann im Gegenzug auf alle Ausgaben die an ein anderes Unternehmen gezahlte Umsatzsteuer vom FA zurückfordern (wird gewöhnlich in der USTVA verrechnet). Wird ein BHKW jedoch im privaten Umfeld (auch vermiete DHH) eingesetzt, muss man etwas anders herangehen. Siehe in der Infothek. Das Stichwort ist da Eigenverbrauch oder Entnahme, und der bezogene private Strom ist in jedem Fall mit UST zu zahlen bzw. keine Vorsteuer zu bekommen.


    Wenn die Berechnung richtig gemacht wurde, ist brutto immer die erste Wahl bei einer Privatperson, da der Angebotsschreiber nicht wissen kann, ob dieser zur Umsatzsteuer optieren will oder nicht. Auch mit Bruttozahlen kann man richtig kalkulieren.


    LG


    Bruno

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  • das ist totaler Quatsch!


    Les mal genau was ich geschrieben habe. Für einen Steuerberater vielleicht etwas umständlich. Bin keiner aber versuche es immer so zu erklären, das ein laie es auch verstehen kann. Wenn Du im privaten Umfeld ein BHKW installiert und die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nimmst (muss Du machen, da Du gewerblich tätig bist sonst bist Du automatisch Unternehmer mit USt.-Pflicht) muss die MWSt. auf die Anschaffung mit finanziert werden. Wenn es über ein Darlehen der Bank geschieht kann es sein, dass die Bank die MWSt. nicht finanziert oder die Raten ca. 20% höher ausfallen. Ob das immer im Sinne des Kunden ist wag ich zu bezweifeln. Wenn dann noch andere Einnahmen z.B. aus einer PV-Anlage hinzu kommen hat man mit Citronen gehandelt, wenn plötzlich die Kleinunternehmerregelung nicht mehr greift.


    Es gibt einen Grundsatz für die Kleinunternehmerregelung: Der Wareneinstand muss klein sein im Vergleich zum Erlös. D.h. beim Kleinunternehmer sollte z.B. viel eigene Arbeitszeit abgerechnet werden können im Vergleich zum Umsatz (über so 50 - 60%). Sonst wird das Risiko der Nachveranlagung zu groß, wenn es sich mal Änderungen in der Zukunft ergeben. Auch ist zu beachten, dass ehrenamtliche Tätigkeiten mit Aufwandentschädigung zum überschreiten Kleinunternehmergrenze führen können. Auch andere Kleinunternehmertätigkeiten werden zum BHKW-Geschäft addiert. Das BHKW zählt ja nicht mehr zur Vermietung und Verpachtung. Wurde in einem anderen Thema bereits abgehandelt. Meine Empfehlung: keine Kleinunternehmerregelung in anspruch nehmen. Aus Erfahrung: das FA sieht es meistens anders als man meint und dann wird es immer teuer.


    Auch hier gilt: ;-)_)

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