Dachs: Viele Probleme und kein Ende abzusehen...

  • Hallo alle zusammen,


    ich hoffe Ihr könnt mir ein paar Tips zu meinem Dachs geben.
    Anfang 2010 ist er wegen Kolbenringbruch stehen geblieben. Es wurde ein Austauschzylinderkopf montiert. Seitdem ist vieles schief gelaufen. Senertec scheint es egal zu sein was sie Verkaufen. Auslassventil mit 0,62mm. Von der Senertecniederlassung kann ich auch keine Hilfe erwarten. Habe jetzt die erste Wartung nach dem Zylinderkopftausch machen lassen... Der Russfilter hatte 325mbar Gegendruck. An dem Auslassventil ist das Ventilspiel immer noch genauso gross. 12Liter Motorenöl hat er sich innerhalb von den 2700 Stunden reingezogen.
    Bis jetzt bin ich immer nur von der Senertecniederlassung vertröstet worden. Ich denke mir mal das die das alles solange hinziehen bis die Garantieleistung / Gewährleistungszeit rum ist und der Zylinderkopf wieder kaput ist.
    Gespräche mit der Niederlassung sind leider immer im Sande verlaufen. Man wird vertröstet. Das würde sich noch einstellen.. Der Ölverbrauch würde noch runtergehen, das ventielspiel sich verkleinern usw. Oder es ist komischerweise nie die Person da die dafür zuständigt ist.


    Schriftlich konnte mir die Niederlassung das leider auch nicht mitteilen.
    Aber anscheindend scheint es nicht schlimm zu sein dass das Auslassventil 0,62mm hat. Das würde sich ja mit der Zeit geben.
    Es wäre auch normal das ein Autauschzylinder zuerst einen erhöhten Ölverbrauch hat. 12Liter in 2700 Stunden wären normal.
    325mbar Abgasgegendruck nach 2700 Stunden. Abgastemperatur 160 Grad. Störung wegen nicht erreichter Leistung beim Russabbrand. Dann wird eben der Filter bei jeder Wartung gewechselt.


    Ich hatte in den ganzen Jahren vorher die Anlage selbst gewartet aber solche extreme Abgasgegendruckwerte nie gehabt.


    Jetzt würde mich mal interessieren ob hier schon mal jemand nach einem Zylinderkopfaustausch solche Probleme hatte.
    Wenn ich mir das ganze anschaue was da nach dem Tausch von dem Zylinderkopf passiert ist. Da muss ich mich fragen ob Senertec überhaupt eine Qualitätssicherung hat. Anscheinend nicht. Hauptsache der Kunde hat sein Geld bezahlt und wenn der Dachs sich eben kaputläuft kann er den nächsten kaufen.


    Irgendwie habe ich meinen glauben an Senertect und den Dachs verloren. Man bekommt für viel Geld einen in meinen Augen defekten Austauschzylinderkopf, wird vertröstet, hingehalten.
    Eigendlich dachte ich mir das man nach einem Zylinderkopftausch wieder einen Dachs hat der ohne grössere Probleme läuft und nicht zu einem Russfilter fressenden Ölsäufer wird.


    Hat jemand einen ählichen Fall gehabt, bzw wie ist das ganze ausgegangen?


    Würde mich über eine Antwort freuen.


    VG Uwe

  • Moin Uwe,


    der Abgasgegendruck ist ganz klar zu hoch! Wie sieht der Wärmetauscher und das Leitblech darin aus?
    Dann nochwas, hat du schonmal den Auspuff ausserhalb des Dachses inspiziert? Wenn er Öl gefressen hat, lagert sich u. U. eine Schlacke im Auspuff ab, die den Querschnitt des Auspuffrohres einengt!
    Ventilspiel am Auslass sollte 0,5 mm sein, ab 0,4 mm muss nachgestellt werden, die 0,6 sind nicht soooo dramatisch.
    Wurde die Einspritzdüse schonmal erneuert?
    Bei den 12 Litern Ölverbrauch in 2700h hast du die Restölmenge, die ja ca 5 l sind, abgezogen oder mit anderen Worten: musste Motoröl zwischen den Wartungsintervallen nachgefüllt werden?


    Was den Rußfilter angeht, selber reinigen ist nicht so schwierig ;-_


    An sonsten kann ich nur empfehlen an Senertec einen ausfühlichen Bericht der ganzen Situation zu schreiben und deinem Unmut Luft machen |__|:-)


    Grüße


    AxelF

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  • Hallo Axel,


    danke für Deine schnelle Antwort.


    Die ca 12 Liter waren die Menge, die sich der Dachs innerhalb 2700 Std. reingezogen hat.
    Nach dem Zylinderkopf incl Kolben neu eingebaut sind ist er nach ca. 1000Std auf Störung gegangen wegen Schmierölmangel.
    Dann wurde von der Senertecniederlassung auf MAX aufgefüllt. Als dann die Wartung erfolgte war der Ölstand bei ca. MIN angelangt. Restöl eben 5-6L


    Wärmetauscher und Leitblech hatten keine festen Ablagerungen. Wurde auch nicht gereinigt.
    Da der Dachs wegen Wartung stand wurde die Anlage bei der Wartung kurz gestartet worden. Abgasgegendruck gemessen nach ca 5Min. Das dann der Wärmetauscher mit einer dünnen Russschicht überzogen ist finde ich normal. Gegendruck mit neuem Russfilter 118mbar. Gehe davon aus dass das Abgasrohr soweit ok ist, weil das beim Tausch vom Zylinderkopf überprüft wurde.


    Was ich noch vergessen hatte. Mir wurde auch von de Senertecniederlassung gesagt als ich mit denen wegen dem Motorenölverbrauch gesprochen hatte. Das liegt auch daran das wir teilweise kurze Laufzeiten hätten. Im Sommer habe ich durchschnittlich 2Std. Laufzeit je Start. Wenn die Aussentemperatur unter ca.5 Grad Plus fallen muss mein Ölkessel 35-43KW mit einem 27KW Blaubrenner davor helfen um alles warm zu bekommen.


    Wasserwerte wurde jetzt auch noch bei der Wartung gemessen. PH 8-9 / Härte 5. Anlage wurde bis jetzt immer mit Trinkwasser gefüllt.
    Was sind eigendlich so die Grenzwerte? Habe mich mal im Internet schlau gemacht aber so richtig nichts gefunden. Angeblich wären PH Werte von 8-9 normal. Wasserhärte 2.
    Ist das jetzt neuerdings neu das die Wasserwerte gemessen werden?


    VG Uwe

  • Wenn die Aussentemperatur unter ca.5 Grad Plus fallen muss mein Ölkessel 35-43KW mit einem 27KW Blaubrenner davor helfen um alles warm zu bekommen.


    Also ich versteh zwar überhaupt nix von der Einstellerei (macht mein Dachspfleger so wie ich mir das vorstelle) aber das kanns ja doch nicht sein, dass ab +5 ° C die SPL helfen muss. Wenn da stehen würde - 15° C, dann wärs ok.


    Je kälter desto rennt mein Dachs :thumbsup:

    Die dezentrale KWK ist keine Brücke - sie ist die Lösung :thumbsup:


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  • Hallo,

    Zitat

    Wenn die Aussentemperatur unter ca.5 Grad Plus fallen muss mein Ölkessel 35-43KW mit einem 27KW Blaubrenner davor helfen um alles warm zu bekommen.


    mich würde maö interessieren wie groß dein Gebäude ist, wenn dein Kessel schon bei 5 Grad dazuhelfen muß


    Gruß
    FRank

  • Hallo,


    eine Frage. Was ist die "SPL"??


    Zur der Gebäudegröße. Altbau, Gebäude ist L-Förmig. 2 Familiengeschäftshaus. Viele Aussenwände und ca 450m² die beheizt werden. En Teil steht jetzt aber leer.


    Wenn der Spitzenlastkessel erst bei -15 Grad mithelfen müste würde ich mich freuen das der Altbau 1930 so gut gedämmt ist.
    Dann hätte aber der Dachs keinen Sinn gemacht, weil -15 Grad haben wir nicht sehr oft bzw sehr lange.
    Bin froh das der Dachs so zwischen 0 und plus 5 Grad schon voll ausgelastet ist und gute Laufzeiten hat.


    VG Uwe

  • Hallo


    SPL...............Spitzenlaster...........sprich Brenner :-)_:-)


    Zitat

    ca 450m²

    und dann muß dein SPL ^^|__| bei +5 Grad schon aushelfen ????
    Die Einbindung scheint mir aber nicht so Optimal zu sein.
    Könnte es sein das du nur einen Pufferspeicher hast und der dann durchgeqierlt wird ??


    Frank

  • Ok. Danke.. Nun weis ich auch was mit SPL gemeint ist :D


    Wegen der Einbindung. Ist damals ganz einfach gelöst worden.
    Dachs geht auf den Pufferspeicher.Temperaturfühler vom Dachs unten im Pufferspeicher.
    Mit ner UPE25/30 wird das Wasser zu dem Ölkessel gepumpt. Dort wird es leider ziemlich durchgemischt. Kesselwasserinhalt ca 75L. Lies sich damals aber nicht anders lösen. Der Ölkessel verteilt es einmal für den Warmwasserspeicher bzw über einen 4 Wegemischer zu dem Heizkreisverteiler.
    Pufferspeichergrösse 600L. Mehr ging nicht in den Raum rein. Wir waren froh das wir damals noch den Dachs und den Pufferspeicher in den Raum stellen konnten. Wegen der Deckenhöhe ging auch kein höherer Speicher rein.


    Und wegen dem SPL. Plus 5 bis Null Grad. Kommt eben immer auf den Wärmebedarf an. Bei der Gebäudegrösse kommt es aber gut hin mit 10KW an Wärmeleistung bei ca 5 Grad.

  • Zitat

    Der Ölkessel verteilt es einmal für den Warmwasserspeicher bzw über einen 4 Wegemischer zu dem Heizkreisverteiler.


    mmmmmmmmmmmh...........also als so ne Art Rücklaufanhebung eingebunden.
    und alles was dann wiederkommt geht dann in den Pufferspeicher...mischt den schön durch und der Ölkessel muß wieder dazu arbeiten.

  • Kann man so sehen.
    Der Ölbrenner wird aber solange gesperrt bis der Pufferspeicher im oberen Bereich auf ca 50 bis 55 Grad runter gefahren ist. In dem Moment wird auch die U-Pumpe zwischen Pufferspeicher und Ölkessel ausgeschaltet bis der Pufferspeicher im oberen Drittel wieder auf Temperatur gekommen ist.


    Die Steuerung von dem Ölkessel steuert auch die Pumpe vom Pufferspeicher. Das Bedeutet: Ist der Pufferspeicher warm genug wird die so lange eingeschaltet bis der Ölkessel die benötigte Temperatur erreicht hat.

  • Kann man so sehen.
    Der Ölbrenner wird aber solange gesperrt bis der Pufferspeicher im oberen Bereich auf ca 50 bis 55 Grad runter gefahren ist. In dem Moment wird auch die U-Pumpe zwischen Pufferspeicher und Ölkessel ausgeschaltet bis der Pufferspeicher im oberen Drittel wieder auf Temperatur gekommen ist.


    Die Steuerung von dem Ölkessel steuert auch die Pumpe vom Pufferspeicher. Das Bedeutet: Ist der Pufferspeicher warm genug wird die so lange eingeschaltet bis der Ölkessel die benötigte Temperatur erreicht hat.



    Hallo!


    Wer hat denn das verbrochen. Du solltest deine Hydraulik und Regelung schnellstens umstellen. IMHO ist da noch Einiges an Laufzeit rauszuholen.



    Viele Grüße
    Joachim, der bei solchen "Konstruktionen" nur den Kopf schütteln kann

  • Wer das damals verbrochen hat... Die Firma die mir den Dachs verkauft hat. Nur gab es die Firma nen dreiviertel Jahr danach nicht mehr :-(


    Das Problem ist auch das ich nicht unter 55Grad bei dem Pufferspeicher gehen kann, weil er sonst beim Brauchwasser erwärmen zu lange brauch.
    Regelungstechnisch war es noch schlimmer. Am anfang hatte der Laufzeiten das er in die Tacksperre oder wie sich das genau nennt gegangen ist.


    EInen Hydraulikplan werde ich noch erstellen. Ob ich das heute noch mache weis ich nicht. Bin gerade von einer amublanten OP aus dem Krankenhaus heim gekommen. Also bitte die nächsten Stunden keinen Plan erwarten :D


    Hydraulisch ist das ganze sehr einfach aufgebaut.
    Dachs geht direkt auf einen 600L Pufferspeicher.
    Vom Pufferspeicher über eine U-Pumpe zum Ölkessel.
    Im oberen drittel von dem Pufferspeicher ist ein Thermostat welche die Pumpe freigibt sobald die eingestellte Temperatur erreicht ist.
    Das ganze ist miteinander verknüpft.
    Wenn der Pufferspeicher seine Mindesttemperatur erreicht hat wird der Ölbrenner gesperrt.
    Benötigt der Ölkessel Wärme schaltet dieser die U-Pumpe zwischen dem Pufferspeicher und dem Ölkessel so lange ein bis der Ölkessel seine Temperatur erreicht hat.
    Sinkt im oberen Drittel von dem Pufferspeicher die Temperatur unter den eingestellten Wert wird die U-Pumpe gesperrt und der Ölbrenner freigegeben.


    Ich hoffe ich konnte das einigermassen logisch rüberbringen.


    So, nun könnt ihr die Hände über den Kopf zusammenschlagen.. :-)_:-)|:-(


    VG Uwe

  • Da hast Du natürlich Wärmeverluste über den Ölkessel und Kamin da der ständig temperiert wird. ;(

    -- Die Sonne ist die Quelle unserer Energie, die es richtig anzuzapfen gilt ! ---
    „Nicht alles, was zählt, ist zählbar!“ „Nicht alles, was zählbar ist, zählt!“ Albert Einstein

  • Also wegen der hydr. Einbinderei kann ich Dir nicht helfen :-(|__| das machen die Spezialisten.


    Ich hab nur so den laienhaften Eindruck, dass bei Dir die ganze Geschichte "rückwärts" angeschlossen ist. Dein Dachs spielt eigentlich nur Spitzenlast. |__|:-)


    Was ich nicht begreifen kann ist:


    Von Frühjahr 2010 bis jetzt nur 2.700 Bh., bei Deiner "Hütte" und dem Winter und der zusätzlichen Unterstützung durch die SPL,


    das kann nicht sein. Da is irgendwas oberfaul.


    Wieviel hast Du jetzt in den 8-9 Jahren Gesamtlaufzeit und wieviel Start´s :?:

    Die dezentrale KWK ist keine Brücke - sie ist die Lösung :thumbsup:


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