Dachsheizung mit einem Nachbarn teilen

  • Hallo Dachsfreunde,


    mein Nachbar und ich waren auf einer Dachsvorführung hier im Ort.
    Jetzt ist die Frage, ob sich ein Dachs für uns beide rentieren würde?


    Unsere Häuser sind 1985 fertiggestellt worden, das heist unsere Heizungsanlagen sind 21 Jahre alt, eine auf Gas die andere auf Öl.
    Stromverbrauch zusammen ca 15000 KW, Öl bzw. Gasverbrauch ca. 3500 Liter Öl und ca. 3500 m3 Gas.


    Würde sich für uns ein Dachs lohnen?
    Mit welchen Kosten müssen wir rechnen?
    Gruss


    Koiterus

  • Bitte etwas feiner ausarbeiten.
    WW über Heizung oder Strom?
    Was soll bleiben Öl oder Gas?
    Sind schon irgendwelche Pufferspeicher vor Ort? Oder soll alles komplett saniert werden?
    Kosten eines BHKWs von 20.000 bis 40.000 in euerer Leistungsklasse, kommt halt darauf an was alles Bauseitig gemacht werden muss.


    Ansonsten habt ihr bei 70.000 KHh Betriebsmitteleinsatz gesamt schon eine gute Basis.
    Rechnet bei euren superalten Kesseln mal nur mit geringen Mehrverbräuchen, das zusammenschließen an sich ist technisch kein Problem. Die interne Abrechnung untereinander auch nicht.


    Jetzt müsst ihr euch noch entscheiden welches BHKW ihr einbaut, es gibt ja auch noch andere Hersteller....
    Jedes hat so seine Vor- und Nachteile.


    Und was ich ganz toll finde, Nachbarschaftszusammenschluss!!
    Was ist den mit dem Nachbarn auf der anderen Seite? Alle guten Dinge sind 3.
    Oder werd ich jetzt übermütig??

  • Nein Bernd der Dachsausbeuter wird nicht übermütig.
    Koiterus hat den großen Vorteil, daß die beiden betreffenden Parteien gleich vorab zusammen kaufen wollen, d.h. sie entscheiden sich von Beginn an beide dafür. Das ist besser als im Nachhinein mit dem Nachbar zusammen zu schliessen.
    Im Falle von Koiterus kann ein BHKW nicht schlecht sein. Ich weiß jetzt nur nicht, ob das ein Dachs allein noch schafft. Ich sage es nicht gerne, aber in diesem Fall wäre ein größeres eventuell sinnvoller, falls es der Dachs nicht schaffen würde.

  • Sieh dir meine Tabellen Ahornweg an.
    ich brauch viel mehr Gas und meine Spitzenlastheizung springt kaum an.


    Bei 70.000 KWH sehe ich da keine problem, solange der Puffer groß genug ist um die Spitzen abzufangen.

  • Hallo Allerseits,


    gibt es vielleicht auch einen Dachsbetreiber, der seinen Nachbarn eingebunden hat, aber wo dieser Nachbar seinen alten Heizkessel als Spitzenlastkessel weiterhin in Betrieb hat ?(???. Also, in Haus 1 steht der Dachs im Keller, in Haus 2 ist die alte Heizung als Spitzenlastkessel weiterhin in Betrieb. Geht sowas überhaupt abrechnungstechnisch und hydraulisch?


    AxelF

    Wikipedia: ICH WEISS ALLES!


    Google: ICH HABE ALLES!


    Internet: OHNE MICH GEHT NICHTS!


    Strom: ACH WIRKLICH ???!!!

  • @ Dachsfan
    brauch man 2 Vorläufe und 2 Rückläufe, jeweils für den Dachs und den Spitzenlastkessel oder funktioniert das mit der Rücklaufanhebung, sind 2 Puffer sinnvoll oder sogar nötig ?(in jedem Haus einer)

    Wikipedia: ICH WEISS ALLES!


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    Internet: OHNE MICH GEHT NICHTS!


    Strom: ACH WIRKLICH ???!!!

  • Ne nur jeweil ein Vor und ein Rücklauf. Die Heizung hat keinen Pufferspeicher, nur die KWK Anlage hat einen Pufferspeicher.


    Beide Anlagenteile arbeiten parallel

  • Hallo Dachsfreunde, komme jetzt erst zum antworten, weil gestern Abend jemand bei uns war und uns ein Angebot über eine Dachsheizung gemacht hat. Zu Frage 1: Warmwasser über Heizung erwärmt. Wir haben die Möglichkeitenteder Gas oder Öl zu verwenden, was ist besser und günstiger? Das Angebot habe ich als Anlage eingefügt. Haben gestern 25.10.2006 noch einmal mit dem Dchsvetreter gesprochen und ihn gefragt: Wenn noch ein Nachbar mit einsteigen würde, ob der Dachs es dann auch noch bewältigen könnte. Er sagte mir das dies für uns noch Wirtschaftlicher sei. Der Dachs würde dann nur öffters laufen und wir könnten die Kosten durch drei teilen. ( Es würden nur Mehrkosten von ca. 3000€ entstehen). Der 3. Nachbar hat die gleichen Voraussetzungen wie wir. Hat jemand von euch in dieser Angelegenheit Erfahrung mit einer GBR? Würden dann die Mwst sofort zurück bekommen und diese dann als Puffer, nach dem ersten Jahr, zwecks Nachzahlung für Gas usw. zur Verfügung haben. PS: Habe meine Fragen noch einmal überarbeitet, weil ich von euch keine Antwort bekommen habe. Wenn ich etwas falsches geschrieben oder irgend eine Regel verletzt habe, teilt mir dies bitte mit. Jetzt die Frage, was haltet ihr davon, dann noch eins, es geht immer darum wieviel spare ich, wieviel muss ich noch zahlen. Der Vetreter sagte mir es sei bei jedem anders. Man könne grundsätzlich davon ausgehen, dass man von den gesamten Kosten, sprich Strom und Gas, ca 80% einsparen würde. Kann mir jemand dieses bestätigen? Bitte diesmal um Antworten, oder hab ich schon wieder etwas falsch gemacht? Gruss Koiterus

  • Ich versuchs mal :D
    Du hast bisher hier nix falsch gemacht, wenn du Forenregeln brechen würdest, sagen wir dir das schon.


    Also das mit dem 3 Nutzer ist auf jeden Fall ein Gewinn.
    Leider dürfen wir hier keine Rechts- oder Steuerberatung machen, da droht die Abmahnung ;(
    Da bleibt euch nur einen Steuerberater zu fragen, wir hatten hier mal einen Namen der sich auf BHKW spezialisiert hatte, ich werd mal danach suchen.


    Von den einzusparenden Verbäuchen.
    Je höher euer Grundbedarf wird um um so besser ist es für ein BHKW .
    Auch euere persönliche Belastung wird bei einem Gemeinschaftsprojekt geringer, Ihr nähert euch dann schon den Erneuerungskosten einer Standartheizung wenn jeder sein eigenes Süppchen kochen würde.


    Allerdings würde ich aus Sicherheitsgründen einen Spitzenlastwärmeerzeuger mit einbinden, den Dachs mit der eingebundenen Therme gibt es für solch einen Fall.


    Die Einsparungen zu berechnen ist nicht so ganz einfach...
    Wie alt oder ineffizient sind eure alten Heizungen.
    Wie hoch sind eure Energieverluste
    2x Schornsteinfeger gespart
    2x Wartungskosten gespart
    1 oder 2 x Öltankversicherung gespart
    1 oder 2 x Partykeller gewonnen
    durch höheren Gasbezug bessere Bezugspreise möglich


    Das läßt sich bestimmt weiterspinnen, aber bei 3x 35.000 KWh gesamtbedarf und besserer Aussnutzung rentiert sich das bestimmt!!!!!


    Laßt euch nur noch mehrere Angebote machen!
    Das "Zettel" Angebot wirkt nicht so prickelnd....
    Andere Väter haben auch schöne Töchter 8)


    Und ich würde Gas empfehlen!!!

  • Die werden sich freuen :D endlich weniger Einkünfte :D


    Wenn die Grundstücke nebeneinander liegen und nicht durch "fremde" Liegenschaften müssen, kein Problem.


    Ein Nachteil ist, das der Strom / Gasversorger berechtigt ist, stillgelegte Leitungen zu kappen. :( Ob man allerdings fordern kann, das dieser eine gewissen Zeit aufrechterhalten werden muss, darüber haben wir stundenlang diskutiert.

  • Hallo zusammen!


    Nach einem halben Jahr Dachsbetrieb muss ich feststellen, dass ich immer noch zu viel Strom einspeise. Einerseits muss ich noch Feintuning betreiben, um effektiver den Strom selbst zu nutzen, aber dennoch ist bei der derzeitigen Einspeisevergütungshöhe die Einspeisung an sich ein Verlustgeschäft.


    Nun hatte ich meinen Nachbarn mal gefragt, ob er von mir grundsätzlich Strom haben möchte. Sein Haus steht in drei Meter Entfernung. So dachte ich, mann könnte ein Kabel verlegen, einen Zähler anbringen und mit ihm die bezogene Strommenge abrechnen.


    Mein Dachspfleger sagte jedoch, dass das so einfach nicht sei. Es stelle sich so dar, dass man wohl nur für ein Gebäude Strom parallel zum EVU produzieren dürfe. Für ein weiteres Gebäude ginge das nicht, es sei denn, ich versorge in zu 100% mit Strom! @:pille


    Bahnhof?


    Techdachs

  • Also mir wurde von einem Fall in Sachsen berichtet, bei dem das EVU dem belieferten Haus die Anschlussleitung rausgerissen hat (nach dem Motto: wirst ja vom Nachbar beliefert und wenn Du mal wieder von uns Strom brauchst musst Du den Bautrupp bezahlen für einen neuen Netzanschluss.) Der Streit eskalierte und das EVU musste die Leitung wieder einbuddeln. Werde mal sehen, ob ich über den Fall nähere Infos bekomme. "Dritte" mit Strom zu beliefern ist nicht ganz trivial, bin da grade dabei Infos zu sammeln für ein geplantes Foren-Treffen, welches im Herbst im Süddeutschen Raum unter dem Motto Stromnutzung stattfinden soll. Zur Beschaffung von Detailinfos werde ich noch einige Zeit brauchen. Wenn es klappt, gibt es in jedem Fall rechtzeitig eine Einladung zum 3. Forentreff. Anschließend hierzu ist dann eine umfangreiche Information über das Treffen hier im Forum geplant.


    Grüße


    Bruno

    Ich bemühe mich, garantiere aber keine Vollständigkeit und Richtigkeit, Beiträge ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung!
    Ich Unterstütze den gemeinnützigen Gedanken dieses Forums und dessen gemeinnützigen Verein, der sicher nix gegen eine Spende hat, wenn ihm hier geholfen wurde.

  • Na, dann bin ich auf die Infos ja mal gespannt! Dürfte interssant werden. Ich dachte mir eigentlich, dass es viel einfacher sein müsste.


    Wie gesagt: Kabel zum Nachbarn, über einen Zähler ablesen, wieviel er vom Dachsstrom verbraucht hat und abrechnen. Das Leben könnte so einfach sein...
    ?(


    Techdachs

  • Zitat

    Original von Techdachs
    Das Leben könnte so einfach sein...


    ...wenn es die deutsche Gründlichkeit beim Gesetzeschreiben nicht gäbe. Aber das ist immerhin auch ein nicht zu unterschätzender volkswirtschaflicher Beschäftigungszweig.


    Grüße


    Bruno

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  • Zitat

    Mein Dachspfleger sagte jedoch, dass das so einfach nicht sei. Es stelle sich so dar, dass man wohl nur für ein Gebäude Strom parallel zum EVU produzieren dürfe. Für ein weiteres Gebäude ginge das nicht, es sei denn, ich versorge in zu 100% mit Strom!


    Womit wieder einmal bewiesen ist das es Pfleger und Pfleger gibt ;(


    Natürlich kann man auch zwei bzw. mehrere Gebäude verbinden.

  • Hallo Dachsfan,
    aber wie willst du den Nachbarn mit Strom versorgen wenn dieser seinen EVU-Zähler angeschlossen behält. Ich würde es von dem Pfleger so verstehen, das der gesamte Strom des Nachbarn über das Kabel vom Dachs geliefert wird. Soweit es geht Dachsstrom und der zusätzliche Bedarf vom Dachsbetreiber vom EVU bezogen und dann an den Nachbarn geliefert. Das ist aus meiner Sicht eine 100 % Versorgung des Nachbarn mit Strom, aber nicht nur mit Dachsstrom. Oder hab ich schon was an Neuerung verpasst.


    Gruß Dachs