Dachs HKA: Kondenser - Eigenbau?

  • Hallo an alle im Forum!


    Ich habe seit einiger Zeit die Beiträge in Forum studiert und dabei viele wertvolle Tipps erhalten, vielen Dank =)
    Ich plane nun selbst in den nächsten Tagen einen gebrauchten Dachs in Betrieb zu nehmen, allerdings vertröstet mich mein Insallateur von Woche zu Woche :(
    Ich habe nun eine konkrete Frage und hoffe auf euere Erfahrung:
    Geplant ist ein Abgaswärmetauscher Marke Eigenbau. Die Strecke vom Dachs zum Schornstein beträgt ca. 4m. Bis dort hin ist ein 1" Edelstahlrohr mit einem Wassermantel vorgesehen, durch das das Rücklaufwasser im Gegenstrom läuft. Danach sollen die so gekühlten Abgase in ein hitzebeständiges 70mm HT-Rohr im Schornstein abgeleitet werden. Am Übergang ist eine Kondenswasserableitung und ein Temperatursensor zur Notabschaltung geplant.
    Hat jemand Erfahrung mit einem Eigenbaukondenser und ob der Kaminkehrer bei sowas mitmacht?
    Und ob der Dachs Probleme macht (Abgasgegendruck)


    Mike

  • Wenn Du dem Schorni genug Alkohol gibst, wird er das wohl mitmachen. Den Dachs interessiert das nicht und Deine Hausratversicherung und den Staatsanwalt erst, wenn`s passiert ist. : :rolleyes:

  • Naja, der Tipp mit dem Schorni hilft nicht wirklich, ich möchte auch nicht mein Haus abfackeln ;)
    Der Heizungsbauer ist ein Profi, der aber sonst nur Großanlagen (Biogas etc.) errichtet, nichts von der Stange, daher die Anfrage zum Dachs.
    Vielleicht hat jemand Daten über Kondenser von Senertec (tech.Zeichnung) oder zumindest ein Bild in geöffnetem Zustand, das würde schon helfen :)



    Grüße Mike

  • Hallo Mike,


    nicht böse sein, aber den Kondenser kann man selbst auch nicht billiger herstellen. Auch im Forum zu einem korrekten Preis zu erhalten, sogar mit STB und Zulassung. :D


    Alles andere ist für mich einfach Quatsch und grenzt an Mord und Selbstmord.

  • @ Mike
    ich kann mich Dachsfan nur anschliessen. Der orginal Kondenser hat die notwendige ZUlassung und die Sicherheitstests bestanden. Den Fotos Deines Eigenbaus nach zu beurteilen, endet Dein Vorhaben im Dachstod 8o.
    Der Abgasgegndruck im Austritt des Dachses darf bei einer Gasanlage nicht
    > 20, bei einer Oelanlage nicht > 30 mbar sein. Bedenke jedoch auch das die Abgase nicht unendlich herabgekuehlt werden koennen, irgendwann waechst Dir der Abgasstrang zu. Und dann egal wie, wird Dir Dein Dachs sterben ( Hohe Reparaturkosten).


    Merke: Man soll das Rad nicht neu erfinden



    Gruesse

  • Hallo Mike,


    ich halte von eimem Eigenbau auch nichts da der Kondenser optimal abgestimmt ist und keinerlei Probleme macht. Eine Eigenkonstruktion kann zum Dachs Tot führen und wenn das ein Handwerker macht glaube ich auch nicht dass es billiger wird. Du kannst den Kondenser in unserem Shop kaufen. Dort siehst Du auch den Preis.


    Gruss
    Spornrad

    -- Die Sonne ist die Quelle unserer Energie, die es richtig anzuzapfen gilt ! ---
    „Nicht alles, was zählt, ist zählbar!“ „Nicht alles, was zählbar ist, zählt!“ Albert Einstein

  • Hallo zusammen,
    ich würde ja gerne unseren Öldachs mit einem Kondenser erweitern.
    Aber, wer schon Probleme mit sich zusetzenden Abgaswärmetauscher und sogar verstopftem Auspuffrohr hat, da sind doch Schwierigkeiten vorprogrammiert oder?


    Ich hab folgendes beobachtet: Im den Sommermonaten sind die Rücklauftemperaturen hoch, ca 55° oft auch mehr weil nur Warmwasserbereitung.


    Jetzt im Winter sind die Rücklauftemperaturen relativ niedrig, ca 32°- 40° und ich beobachte eine Zunahme der Ablagerungen im Wärmetauscher und im Abgasrohr außerhalb des Dachses zum Kamin, nicht aber im Rußfilter und im Abgasrohr innerhalb des Dachses.


    Für mich erklärt sich das so: Je kühler die Fläche an denen die Abgase vorbeiströmen, je mehr Ablagerungen setzen sich fest.
    Da dürfte dem Kondenser doch keine hohe Lebenserwartung haben :(


    AxelF

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  • Also obwohl ich nun schon viel gehört habe, von verstopften Kondenser nur, wenn a) diese nie gewartet wurden und auch dann nur extrem selten.


    Nach Werksvorschriften sollen diese regelmäßig gewartet werden, eine dünne Bürste wird mitgeliefert.


    Aber selbst bei der 18.500 h Zusatzwartung wird in der Regel eine Kondenserwartung nicht erteilt. Die Betreiber sagen, Herr xy läßt das auch nie machen, warum sollte ich...


    Tatsächlich reinigt sich der Kondenser durch das aus der Abgasleitung rücklaufende Wasser weitgehend selbst. Besser wäre es, regelmäßige Kondenserwartung in Auftrag zu geben.


    :(Ich selbst hab bei meinen 40.000 h Dachslaufzeit auch nie nie eine Kondenserwartung gemacht. :DWar aber gut für die Wirtschaftlichkeit. ;)

  • AxelF
    Du schreibst, daß die Ablagerungen in niedrigen Rücklauftemperaturen mehr sind.
    Wie kannst du das denn feststellen, baust du deinen Dachs öfters mal auseinander, oder wie geht das?
    Ich kann doch erst nach den Wartungen festellen, wieviel Ablagerungen sich gebildet haben, oder weiß ich da wieder was nicht?

  • Ja genau, wegen früherer Probleme halt ich den Wärmetauscher im Auge.
    1. Wartung Mitte April, alles gereinigt worden, im August hab ich den Wärmetauscher gecheckt und es sah richtig gut aus.
    Letzte Wochedann, sehr hohe Abgastemperaturen, also:
    Imbus schrauben auf Wärmetauscher gelöst, Deckel runter, Rußfilter raus, Leitblech raus und schon sieht man die Beschehrung.
    Neue Dichtung und Leitblech hab ich immer eins da, falls nicht wiederverwendbar.
    In Zukunft schraub ich auch den Auspuff außen am Dachs ab (ich hab keinen Kondenser) weil der auch Ablagerungen hat :(


    Grüße AxelF

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  • AxelF
    von August bis jetzt sind ja nur etwa 3 Monate Laufzeit.Welche Stundenlaufzeit hat dein Dachs in dieser Zeit absolviert?
    Es ist mir schon sehr schleierhaft, warum in so kurzer Zeit sich so viel Ruß bilden kann.


    Auch würde mich interessieren, wenn der Dachs längere Zeit wie bei dir mit niedrigen Rücklauftemperaturen läuft, ob sich der gesammelte Ruß bzw.Ablagerungen dann wieder zurückbilden würde wenn die Rücklauftemperaturen steigen.

  • Axel


    Wichtig!!!!!!!!!!!!!!! Solltest Du nach dem Russfilter jedwelche Russablagerungen finden, stimmt etwas mit Deiner Abgasanlage( russfilter,Druckfeder nicht).Ich rate Dir dringend Deinen Dachspfleger zu kontaktieren.


    Generell sind Rusablagerungen bie Oeldachsen mit Kondenser schlecht fuer den Wirkungsgrad. Nebenbei ist der Zusammenhang von Ruecklauftemperatur und Ablagerung schon mehrfach geprueft worden, ergebnisse stehn aus.


    Gruesse von der gruenen Insel
    Richart

  • Ne ne,
    absolut kein Ruß das sind so steinharte, gipsartige Ablagerungen.
    Am Auspuffkrümmer im Dachs an diesem Kompensatorgummi waren Ablagerungen wie eingebrannte Schweißperlen, die schonmal beim Elektrodenschweißen entstehen. Nach dem Abschlagen hinterlassen die einem richtigen Krater in der vorher glatten Gußoberfläche.
    Das kann eigentlich nur eine säurehaltige Ablagerung sein ;(
    Was ich nicht verstehe, warum haben manche Nutzer mit normalem Heizöl null Probleme und bei anderen ist nach 1700 Stunden alles dicht ?( Ok , Danke für Deinen Hinweis


    Liebe Grüße auf die Insel
    AxelF

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  • Zitat: Ich verstehe nicht...................


    Glaube mir ,wenn Du diese Frage befriedigens beantworten kannst, brauchst Du Dein Leben lang nicht mehr arbeiten. Mit diesem Problem schlagen sich alle BHKW-Hersteller rum. Nebenbei hatte ich heute einen
    Dachs vor mir der mit Fuel-Oil gefahren wird, Schwefel hier zulaessig bis 3500 ppm. Der Russfilter erlebt gerade seinen 3. wartungsintervall, der Gegendruck lag bei 145 mbar. Deswegen,der Schwefel allein macht garnichts (hatte ich schon mal erwaehnt), da sind andere Bestandteile im Spiel.Ueberleg mal, hast Du zwischendurch getankt? Als Tip zum externen Abgasrohr noch zu sagen, wichtig ist ein durchgehende Isolierung.Oder wie man hier so sagt:Every little helps,uebersetzt fuer nichtversteher: jedes bisschen hilft.Zum ehemaligen Roecheldachs faellt mir ein:Enjoy the Silence(Depeche Mode).


    Gruesse von der gruenen Insel
    (ab morgen in den Highlands)


    Richart

  • @der mit dem Dachs tanzt
    Das kann doch nicht sein. Die Dachse sind alle nach dem selben Baumuster. Wenn jeder das selbe tankt und an der selben Stelle läuft, müßte im Großben doch bei allen Maschinen das selbe Ergebnis sein.
    Wenn also AxelF solche Ablagerungen hat, muß doch zu erkennen sein, woher diese Ablagerungen kommen.
    Wenn solche Ablagerungen mit niedrigen Rücklauftemperaturen zusammen hängen, wäre es für mich ja wichtig zu wissen, ob es vom Schwefel kommt, da mein Pöl ja kein Schwefel beinhaltet.
    Es laufen doch schon so viele Dachse, es muß doch ein Erfahrungswert da sein, oder?

  • @ dachser
    Wie Du so schoen geschrieben hast, WENN.Durch das Prinzip der wasserfuehrung im Dachs hat jeder dachs eigentlich die gleichen Temperaturen im Abgaswaermetauscher, da dieser als letzter durchtroemt wird,ich denke das bedingt durch geringe Unterschiede in den Thermostaten hier Differenzen um +/- 2° herrschen. Wie bereits auch mehrfach schon angemerkt,macht der Schwefel allein garnichts.Auch ist die Stroemungsgeschwindigkeit der gase gleich,aendern sich erst mit belagbildung.
    Das was Axel beschreibt laesst den Verdacht auf erhoehte Metallische Bestandteile zu.Die chemischen Vorgaenge in der Verbrennung sind so komplex, das sie in Abhaengigkeit der Zusammensetzung des Brennstoffes doch sehr Unterschiedlich ausfallen. Da die Poel Dachse erst recht kurz laufen sind mir hier noch keine erfahrungen bekannt.


    Gruesse von der Irischen See
    (Internet auf dem Wasser)
    Richart

  • Das mit dem Heizöl ist so eine Sache. Es riecht immer gleich, aber was chemisch genau drin ist, kann ständig schwanken. Es wird auf die gesetzlichen Grenzen geachtet (z.B.Schwefel)die Viskosität und Brennwert usw. Viele andere Dinge sind im Dunkeln. Es können andere Bestandteile drin sein die überhaupt nicht geprüft sind und solange die Brühe klar ist fällt das sowieso nicht auf. Kommt drauf an aus welche Bohrung es stammt.
    Somit kann man nie genau sagen wie sich das im Dachs verhält.
    Betrachtet man Kersosin oder Flugbenzin dann bekommt man immer hochwertige Stoffe geliefert, da per Verschrift nur sehr geringer Spielraum besteht und das Risiko zu groß ist. Man könnte auch Kerosin nehmen !?


    Gruss
    Werner

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