Dachs HKA PÖL: Laufzeiten

  • Hallo,
    ich möchte mir vermutlich den Pöl-Dachs zulegen.
    Es würde mich nun aber interessieren, welche Laufleistungen eure Dachse zur Zeit so haben.
    Für eine mail wäre ich sehr dankbar.

  • Hallo Gast,
    Eckdaten: Gas-Dachs, Spitzenlastkessel Gas-Gebläsebrenner 125KW, beheizte Fläche ca. 950m², Warmwasser ca 1,9m³/Tag, Inbetriebnahme 12/2003, Laufzeit 10400Std. :D


    Grüße
    Bruno

  • Hallo Gast,


    zwei Gas-Dachse seit 12/2003 im Einsatz. Beheizte Fläche 1100 m2 Wohnfläche. Keine Warmwasserversorgung (leider). Brennwerttherme 29 kw als Spitzenlastkessel (vom Dachs bei Bedarf angesteuert. Laufzeit je Maschine und Jahr ca. 4000 h.


    Gruß
    Dietrich

  • Hallo,


    dann zur Abwechslung mal ein Öl-Dachs :o
    IBN April 2001, beheizte Wohnfläche ca. 180m²,Laufzeit ca. 2700h/a. Gesamt bis heute 10972h (y) .


    Grüße
    Thomas

  • Hallo zusammen,


    auch hier ein Öldachs.


    Haus: Baujahr 1963, ca 200 m²
    3 Personenhaushalt.


    Dachs seit 5. August 2005
    Betriebsstunden seither: 83
    macht ca. 4 Stunden / Tag


    und das im Sommer.


    Ich bin gespannt, wo ich im Winter liege.


    viele Grüße
    Werner

  • Hallo Bastler,


    willkommen im Club (y) .


    Wieviel Öl hast du bis jetzt ohne Dachs pro Jahr verbraten???
    Wieviel Leistung hat dein bisheriger Kessel gehabt?
    Läuft der Dachs monovalent oder bivalent?
    Hast du einen Pufferspeicher und wenn ja wie groß?
    Hast du einen separaten Brauchwasserspeicher?
    Hast du eine Zirkulationsleitung und wenn ja wieviel Stunden pro Tag läuft die Zirkulationspumpe?
    Ist das Haus gedämmt?


    Viele Fragen, also hau in die Tasten :D


    Gruß
    Thomas

  • Hallo Thomas,


    Donnerwetter, Du antwortest schnell.


    1. Ölverbrauch der alten Anlage ca. 3.700 Liter Heizöl
    2. Der alte Kessel war völlig überdimensioniert. 49 KW
    3. Der Dachs läuft monovalent zuzüglich Heizstab.
    4. Der Pufferspeicher des Dachses beträgt 750 Liter.
    5. Ich habe keinen separaten Brauchwasserspeicher. Ich habe nur das normale von Senertec angebotenen Brauchwassermodul.
    6. Eine Zirkulationspumpe ist eingebaut. Wie ich die Laufzeit erfassen soll, ist mir unbekannt.
    7. Das Haus ist in Mischbauweise gebaut (Baujahr 1963) Kalksandstein, Hohlblockstein usw. Keine besondere Isolierung, da ich bei den ersten Isolationsversuchen Schimmelpilzergebnisse feststellen mußte.


    Viele Grüße
    Werner

  • Hallo Werner,


    mit deinen Daten schätze ich mal grob das du um die 3000-3500h/a zusammenbekommst (ist natürlich stark Nutzerabhängig).


    Wie hast du dein Haus isoliert?? Innen oder Aussendämmung??
    Normal wird das Schimmelproblem durch eine Aussendämmung entschärft da bei Standardbedingungen (20°C Raumtemp./55% rel. Feuchte) Schimmel bei einer Oberflächentemperatur der Innenwand von 12,6°C und einer rel. Feuchte von ca. 80% über mehrere Tage zu Schimmel führt. Wenn du ein WDVS an der Aussenwand anbringst kannst Du diese Temperatur eigentlich nicht mehr erreichen -> kein Schimmel ausser es wird nicht richtig gemacht so das noch Wärmebrücken da sind. Schimmel würde erst enstehen wenn es extrem feucht in der Wohnung wird und nicht richtig gelüftet wird.


    Gruß
    Thomas

  • Hallo Thomas,


    genau richtig getippt. Meine bescheidenen Isolationsversuche habe ich im Innenhaus angsetzt. Die Schimmelbildung fand hinter einem Schrank statt, da da die Luftzirkulation wohl nicht mehr gegeben war.


    Ansonsten hat mein Haus (Baujahr 1963) eine 3 cm starke Putzschicht.


    Die von Dir geschätzen Laufzeiten sehe ich auch so kommen. Im Augenblick weiß ich noch nicht, wie sich bei meinem Dachs die Laufzeiten von Durchschnittlich 3,92 Stunden/Tag zusammensetzen.


    Ist es der Warmwasserbedarf oder der Stromabruf, denn die Außentemperatur laut Außenfühler liegt im Durchschnitt noch bei 20 Grad (natürlich nicht Nachts und da ist mein Dachs noch nicht angesprungen). Das Raumthermometer zeigt ebenfalls zwischen 20 und 21 Grad an.


    Es gibt für mich also noch so einiges zu erkunden.


    Gruß
    Werner

  • Hallo Werner,


    eine Innendämmung ist mit Vorsicht zu genießen. Hier sollte man die Dämmstärke genau ausrechnen und den Feuchteausfall nach dem Glaser-Verfahren bestimmen. Eine Aussendämmung ist auf jeden Fall sinnvoller.


    Deine Laufzeiten können im Moment eigentlich nur durch die Warmwasserbereitung entstehen da im Moment ja nicht geheizt werden muss. Deshalb war ja meine Frage nach der Laufzeit der Zirkulationspumpe. Wenn diese ununterbrochen läuft geht hier eine Menge Energie verloren (dafür gibt es dann Laufzeit ;) ).


    Ist die Leistung des Dachs im Winter ausreichend um dein Haus zu heizen (mit Heizstab hast du ja dann ca. 15KW zur Verfügung)?.


    Gruß
    Thomas

  • Hallo Thomas,


    das mit der Dämmung sehe ich nach diesen Versuchen genau so wie Du.


    Nein, die Zirkulationspumpe der Warmwasseraufbereitung läuft die meiste Zeit, nicht. Jedenfalls nicht dann, wenn ich wie ein Geier vor dem Dachs liege.


    Gibt es eine Möglichkeit die Laufzeit geschickt abzufragen?


    Wie kann ich ermitteln bzw. wo kann ich ersehen zu welchen Zeiten der Dachs läuft?


    Muß man sich da etwas selber basteln oder gibt einem der MSR2-Regler darüber Auskunft?


    Wird irgendwie ein internes Protokoll geführt, an das ich als Benutzer nicht herankomme?


    Fragen, Fragen, Fragen


    mit Gruß
    Werner

  • Hallo Werner,


    um die Zirkulation der Warmwasserbereitung zu regeln gibt es zwei Möglichkeiten, die auch in Kombination Anwendung finden. Zunächst gibt es die Möglichkeit, die Zirkulationspumpe über einen Thermostatfühler zu schalten, das bedeutet, wenn über den Rückfluss der Zirkulation die eingestellte Temperatur überschritten wird, stellt die Pumpe ab. Das spart als erstes mal Strom für die Pumpe jedoch nicht unbedingt Brennstoff für die Wassererwärmung. Die zweite Art der Regelung wird zeitgesteuert gemacht. Die Pumpe wird nur dann laufen lassen, wann im Haus Warmes Wasser benötigt wird, in der restlichen Zeit wird die Pumpe ausgestellt. Dies kann man ganz einfach realisieren, indem man die Zuleitung zur Pumpe nicht direkt anschließt, sondern eine Steckdose dazwischenschaltet und dort eine Zeitschaltuhr reinsteckt. In Kombination hat man insgesamt den größten spareffekt. Manche Heizungsregelungen haben eine eingebaute Zeitschaltuhr, bei der man über die Regelung die Schaltzeiten der Zirkulation regeln kann.


    Die Abfrage der Laufzeiten beim MSR2 sind mir leider nicht bekannt, aber dürften wohl nicht so sehr unterschiedlich wie die beim MSR1 sein. Dort muss man an die Schnittstelle ein Notebook anschließen und mit der Software die Daten mitschreiben. Dies geht aber leider nur mit der Version für Installateure und an die kommt man nicht so ohne weiteres ran. Die Version für Betreiber hat keine Datenloggfunktion.


    Grüße


    Bruno

  • Hallo Bruno,


    genau, alles was Du ausführst stimmt und ist mit dem MSR2-Regler über entsprechende Profile einstellbar.


    Ich hatte heute Besuch des Bauleiters meines Dachsinstallateurs bei mir, um einige Fragen zum Dachs, seinem Verhalten usw. zu klären.


    Schon bei der Installation machte dieser junge Mann einen kompetenten Eindruck aber heute habe ich gelernt, was Service ist.


    Der stieg richtig mit Angagement in die Unterhaltung um den Dachs, seine Bedienungsweise und der Möglichkeiten der Optimierung so richtig ein, als ob der bei mir installierte Dachs eines seiner Kinder sei. Hut ab, vor so einem Mann. Ich glaube, da hat mein Lieferant einen guten Griff getan.


    Also, was die eigentlich sehr hohen Laufzeiten meines Dachses im August betreffen, er verzeichnet im Augenblick 101 Betriebsstunden, das sind ca. 3,8 h/tag, scheint das Optimum Dachs-Einstellungsprofil zu den Betreibern, sprich meiner Familie und mir noch nicht so richtig zu stimmen.


    Ich bastelle im Augenblick daran, daß ich die Fernbedienung meiner alten Heizung zu einer Betriebsanzeige des Dachses umbaue.


    Dann starte ich den Versuch meine Frau dahin zu motivieren, daß wenn die Betriebsanzeige leuchtet, Trockner, Waschmaschine, Spülmaschine, Backofen, sprich alles was Strom frißt anzuwerfen.
    Denn wenn ich den Eigennutz der Stromerzeugung steigern kann, bin ich ja schon auf einer Optimumsseite.


    Problem bei der ganzen Sache: Die Dachshöhle ist schon mein zweites Wohnzimmer gewoden.


    Frage: Ich hab's bisher in diesem Forum noch nicht gesehen, kann man auch Fotos einbringen?


    mit freundlichen Grüßen
    Werner

  • Moin Werner,


    das wird ja eine richtig begeisternde Story! Freut mich auch, daß Du einen wissenden und fähigen Ansprechpartner in der Betreuung hast, ist wirklich sehr viel wert.
    Aber warum machst Du es Deiner Frau so schwer. Du kannst doch pro Tag drei Intervalle vorgeben, in denen der Dachs laufen, also Strom erzeugen soll. Da kann man sogar Geschirrspüler und Waschmascine mit einer Zeitschaltuhr bestücken und alles geht ohne auf die Uhr zu schauen.


    Gruß
    Dietrich

  • Hallo Werner,


    du bist ja schon richtig Dachs-süchtig :D
    Ich hoffe das bleibt so. Wir machen das mit dem optimalen Ausnutzen auch so ähnlich wie du. Ich habe eine eigene Regelung und nutze die vom Dachs nicht. Wir können bei uns in der Wohnung sehen ob der Dachs läuft oder nicht und ich kann auch alle Temperaturen vom Puffer usw. anzeigen lassen. Wenn nun der Dachs steht und meine Frau backen,kochen,trocknen usw. will dann sieht sie nach ob die Temperaturen im grünen Bereich sind um den Dachs zu starten.Dies kann sie über eine Taste am Regler machen. Sinnvollerweise soll sie das aber nur im Hochtarif machen da der NT-Strom ja um einiges günstiger ist. Ich habe die Regelung so programmiert das der Dachs wenn möglich nur im HT läuft. Wenn in der NT Zeit mal eine Anforderung für Warmwasser sein sollte dann mach ich das mit unserem alten Kessel. Kommt die Heizungsanforderung dann wird immer der Dachs angefordert. Der Kessel kommt so auf ca. 10/a.
    Trotz dieser Maßnahmen komme ich nicht über 40% Eigennutzung des Stromes. Ich habe mir jetzt eine Zählerabtastung gebaut über die ich das Lastprofil über den Tag aufzeichnen kann. Mal schauen was da so rauskommt wo man noch optimieren kann. Ich werde dann mal darüber berichten.
    Was die neue Regelung MSR2 so alles kann habe ich nur gelesen aber Live habe ich die noch nicht gesehen :(


    Wegen Bilder einstellen:
    Mail die mir einfach zu und ich werde dann mal eine Bildergalerie von Anlagen einstellen wenn Interesse besteht.


    Gruß
    Thomas

  • Hallo Thomas, Hallo Dietrich,


    Thomas ,


    ich habe Dir ein paar Bilder meiner neuen Dachshöle per eMail zugesandt.
    Bei mir hat der Stromlieferant ein ELSTER Zählermodem DM100 installiert, mit dem sie meine Einspeisung und den anderen Kram auslesen wollen.
    Ich habe einmal im Internet nachgeschaut, was es mit diesem Modem auf sich hat.
    Hätte ich ich die entsprechende Software, dann könnte ich über dieses Modem genau das erfahren, was Du unter Zählerabtastung verstehst.
    Du kommst doch aus der Computerbranche, vielleicht kannst Du uns in diesem Forum weiterhelfen.
    Eine kostenlose, starke deutsche Windowsprogrammiersprache "Profan²" findest Du unter "Profan".
    Einfach mal bei Google eingeben.


    @ Dietrich,


    Du hast ja so was von Recht, manchmal sieht man vor lauter Begeisterung, ich meine dem Wald, die Bäume nicht mehr.
    Sicher kann man drei Leistungsintervalle pro Tag auch beim Regler MSR2 eintragen und damit der Hausfrau unter die Arme greifen als sie zum Sklaven des Daches zu machen.


    Gruß an alle
    Werner

  • Hallo Thomas,
    Ich habe das auch schon probiert aber ohne Erfolg!
    Bitte hilf Mir,wie kann Ich meinen Dachs dazu bringen in nur drei-viermal am Tag laufen zulassen ? Habe mal versucht über die Schaltzeiten / Heizbetrieb zusteuern ,aber wenn Ich auf ja gehe und speichere ist er beim nächsten mal wieder auf nein!!Die Schaltzeiten habe Ich dementspechent den gewünschten Zeiten eingestellt !!


    Gruß an alle
    Max

  • Hallo Max,


    ich habe den DAchs mit einer MSR2-Steuerung. Auch ich habe mir verschiedene Zeiten zu verschiedenen Tagen eingespeichert. So beginnt jeder meiner Werktage um 6:00 Uhr und endet um 10:00 Uhr. Denn dann sind alle außer Haus. Der Tag wird dann wieder um 15:00 Uhr eingeschaltet und endet wiederum um 22:00 Uhr.
    Donnerstags und Freitags beginnt der Tag um 6:00 Uhr und endet erst um 22:00 Uhr.
    Sonntags beginnt bei mir der Tag um 8:00 Uhr und endet um 23:00 Uhr.


    Wenn ich jetzt bei dieser Einstellung auf den Dachs horche, dann nimmt der morgens so zwischen 6:00 bis 6:30 seine Arbeit auf. Aber damit ist nicht gesagt, daß er auch um 10:00 Uhr seine Arbeit einstellt. Steht eine Wärmeanforderung an, dann arbeitet der auch in dem eingestellten Nachtbetrieb.


    Eine Zwangsabstellung zwischen den Zeiten habe ich noch nicht gefunden. Es sei denn, man würde die Stromzufuhr zum Dachs zeitlich unterbrechen. Aber das kann es ja nun nicht sein oder?


    mit Gruß
    Werner

  • Hallo Max und Bastler :o


    ich habe das ganze über eine externe Regelung realisiert, es müsste aber auch mit einer Schaltuhr funktionieren. Es gibt in der Dachsregelung eine Kontakt (Eingang) zur Freigabe des Dachs von extern. Diesen könnte man mit einer Schaltuhr schalten. Der Regler selber hat aber auch ein Schaltprogramm für Lastgang usw. . Ich müsste aber erstmal lesen was und wie man da was machen könnte (hab mich noch nicht so intensiv damit befasst da ich den Regler für nichts anderes nutze als zur Sicherheitsabschaltung RL>73°).
    Wartet mal bis dbitt hier reinschaut, der kennt sich mit dem Regler ganz gut aus und kann bestimmt helfen (oder schreibt ihm eine PM).
    Ansonsten lest mal die Beschreibung zum Regler durch da steht das eigentlich ganz gut beschrieben.
    Wenn ihr noch fragen habt einfach melden ;)


    Gruß
    Thomas

  • Moin zusammen,


    um Strom zu festgelegten Zeiten (3 Bereiche pro Tag) zu erzeugen ist folgende Einstellung am Dachs mit Regelung MSR1 vorzunehmen:
    Funktion "Innerer Lastgang" auf "ein"
    Funktion "Führungsgröße" auf "Strom"
    Schaltzeiten nach Vorstellung einrichten.


    Wichtig: Bei Führungsgröße "Strom" wird der Rücklauf automatisch auf 72°C angehoben (nicht die Heizkurve verstellen!). Die Laufzeit ist dann auf das eingestellte Zeitfenster begrenzt - bei geringerer Wärmespeicherkapazität des Pufferspeichers wird bei Erreichen von 72°C im Rücklauf abgeschaltet. Also läßt sich der Startpunkt genau anwählen, die Laufzeit wird ggfs. von der Speicherkapazität und der Außentemperatur begrenzt.


    Gruß Dietrich