Eigenbau: Vor- und Rücklauftemperatur

  • Hallo Zusammen,
    habe da mal ein paar Fragen an die Experten. Es gibt nicht viele Beiträge über die Vor- und Rücklauftemperaturen Eurer Anlagen. Ein etwa 2 Jahre alter Hinweis beschreibt eine Vorlauftemp von 70 und einen Rücklauf von etwa 50 Grad. Das erscheint mir sehr wenig. Damit einen großen Puffer zu erwärmen ist (fast) unmöglich.
    Meine Anlage geht mit 96 Grad in den Vorlauf. Das Wasser kommt mit Puffertemperatur, beim Start 35 Grad zurück. Bei 70 Grad im Rücklauf schaltet der Diesel ab. Allerdings wird dann noch 8-9 Stunden (nachts) Wasser durch den Motor gepumpt um die Restmotorwärme zu nutzen.
    Das wäre auch meine 2. Frage. Was passiert bei Euren BHKW´s mit der Motorwärme wenn diese sich abschalten ? Oder laufen die Geräte rund um die Uhr durch ? Wenn ja, wo geht dann die ganze Wärme hin ?


    Gruß Grafenwald

  • Was passiert bei Euren BHKW´s mit der Motorwärme wenn diese sich abschalten ?

    Da will ich mich der Frage gerne anschließen weil ich da auch noch nicht drüber nachgedacht habe. :-(|__|

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  • Das KW Energie "kühlt" eine gewisse Zeit mit verringerter Pumpenleistung nach (wenige Minuten) und belässt die Restwärme dann im BHKW, so dass der Motor noch in mehreren Stunden einen Warmstart hinlegen kann. Eine vollkommene Ausnutzung halte ich daher auch für wenig sinnvoll. Zumal die BHKW ja auch in einer dicken Isolierung stecken.

  • Beim ecopower gibt es das Problem so nicht. Durch die Modulation kommt man auf wesentlich mehr Bh und weniger Abschaltungen. Beim Abschalten wird der Motor noch eine kurze Zeit im Leerlauf betrieben um Wärmenester im Motor zu vermeiden. Durch die Isolierung im Gehäuse bleibt der Motor lange warm, was beim Neustart ein Kaltstart in den meisten Fällen verhindert.

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
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  • So steht´s mit dem Kaltstart in Wikipedia geschrieben:


    Ein Kaltstart bezeichnet bei einem Verbrennungsmotor eine Betriebsaufnahme, ohne dass vorher Kühlwasser und/oder Öl vorgewärmt wurden und ohne dass vorher im Schmierölkreis Druck aufgebaut wurde beziehungsweise ohne ausreichende Ölreserven in den Lagerstellen.


    Ok, mit dem Warmstart habe ich verstanden. Das macht auch Sinn. Das gilt für Anlagen die überwiegend laufen oder nur kurz abschalten. Bei mir ist die ganze Konstruktion anders ausgelegt. Die Anlage läuft bei mir bis das Haus warm ist und der Pufferspeicher (1000 L) auf 70 Grad angeheizt ist. Dann nutze ich die Reserven im Puffer. Wenn die Wärme aus dem Puffer aufgebraucht ist, geht´s wieder los. Da können bis zu 20 Stunden zwischen liegen. Da wäre der Diesel sowieso abgekühlt. Eine Modulation der Laufleistung ist bei mir nicht möglich, da meine Drehzahlen eh schon sehr niedrig sind.


    Aber wie machen das denn die anderen Eigenbauer ? Und wie sieht es mit den Vorlauftemperaturen aus ?

  • Aber wie machen das denn die anderen Eigenbauer ?


    Ich wärm den Motor immer vor, bis ca. 36°
    wenn also Eigenbau würd ich bevor der Speicher am Motoreinschaltpunkt
    Ein oder Zwei Grad vorher die Motorvorwärmung durch den Speicher einschalten,
    die Wärme gibts beim Laufen zurück und der Start ist viel weicher.

  • Bei meinem Chinaböller läuft die Speicherladepumpe ca 5 min nach. Dann ist der Motor fast auf das Temperaturniveau des Speicherrücklaufs abgekühlt. Ein Teil der dann noch vorhandenen Restwärme geht natürlich verloren. Der Rest steht ja beim nächsten Start wieder zur Verfügung.